Die Rechte Hand zu langsam?

von Atomic, 31.08.05.

  1. Atomic

    Atomic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #1
    Hi,

    ich bin sicher nicht der einzige mit dem Problem, dass die rechte Hand beim Picking einfach irgendwie zu langsam ist und auch nach monatelangem Training irgendwie nicht schneller werden möchte. Man übt stundenlang, aber irgendwie scheint das dumme Ding sogar noch langsamer zu werden. Tipps und Tricks aus dem Internet helfen nicht, der Lehrer kann einem auch nix sagen außer "üben, üben, üben", tolle Satriani-Methoden helfen auch nix...?
    1-2-3-4 schon bis zum Erbrechen gespielt?

    Ich gebe mal meine Lösung preis:

    Spielt anatomisch so korrekt wie möglich und entspannt bis auf die zum Halten des Pleks notwendigen Muskeln JEDEN Muskel vom Nacken bis zur Hand so weit wie möglich!

    Entspannung bringts. Ansonsten trainiert ihr mit zu verkrampftem Spiel in Richtung Sehnenscheidenentzündung.
    Für meine Anschläge bewege ich mittlerweile lediglich das Handgelenk, und achte IMMER darauf, dass ich unter keinen Umständen die Muskulatur im Unterarm, der Hand, dem Oberarm oder der Schulter(!!!) anspanne.

    Geschwindigkeitsgewinn in einer Woche ca.30 %...

    Am Anfang fühlt sich das alles zu unpräzise an. Das liegt daran, dass du direkt versucht hast, Tonleitern bei 220 bpm zu spielen, obwohl dein Körper sich erstmal an die neue Haltung gewöhnen muss. :D

    Probiert es mal aus!
     
  2. Jsunderland

    Jsunderland Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #2
    Genau das fand ich vor kurzer Zeit auch raus. Ich hab immer zu verkrampft gespielt (Grade schnelle Sachen). Das kam immer automatisch beim schnellen Spiel. Seit ich mir das abgewöhnt hab klappts schon viel besser.
    Ist wirklich ein Wichtiger Punkt.
     
  3. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 31.08.05   #3
    Dann wäre man ja nach 2 Monaten der Megashredder. Das funzt nicht, es sei denn man ist sehr talentiert.
    Ich würde Übungen für die rechte und linke Hand getrennt durchführen und dann gemeinsam Üben, bringt IMHO mehr als direkt alles zu koordinieren.
    Also zB 10Min Rechte Hand Tremolo üben, da das auch die Technik ist die man bei extrem schnellem Spiel einsetzt. Dann 10min die linke Hand trainieren. ZB Tonleitern hoch und runter spielen, ohne die rechte Hand zu benutzen. Dann 10min versuchen beides zu Koordinieren. Da aber immer auf den Ton achten. Alles gleich Laut und deutlich spielen.
    Um die rechte Hand fit zu kriegen, hilft auch gut, alte Speedmetal Sachen nachzuspielen. Also wo ganz gut Rythmusgeshredded wird. ZB Dyers Eve von Metallica.
    Man muss auch nicht direkt mit 16teln anfangen. Man kann (sollte) auch erstmal versuchen 8tel mit Drownstrokes auf Tempo zu bekommen.

    Edit: Mal ganz abgesehen davon, dass es überhaupt nicht notwendig ist, sehr schnell mit der rechten Hand spielen zu können.
     
  4. slash83

    slash83 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #4
    @stringgod: sorry für die dämliche frage, aber was meinst du genau mit "rechte hand tremolo" üben. also was a tremolo is weiß i, aber wie soll die übung aussehen ???? :confused:
     
  5. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #5
    Also zumindest so schnell wie man links spielt, bzw. man links spielt, wenn man alternate spielt. Leute, die bei Läufen rechts nicht nachkommen, sind keine Seltenheit.
    Aber sonst hast du Recht, 250bpm alternaten zu können, lockt nichtmal 10€ bei Oma raus...


    Oberposter: Tremolo ist hier im Sinn von Tremolopicking gedacht, also schneller (aber trotzdem präziser, das wird oft vergessen) Wechselschlag auf dem gleichen (...) Ton.
     
  6. msoada

    msoada Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 31.08.05   #6
    +



    Extreme Notfall lösung wäre das bewerte Pul off und Hammer on System wobei ich eher, ein schlag mit der rechetn keule zu viel amche als einen Pull off:o ..... V or allem bei Slayer:twisted: :) :rolleyes: :cool: :mad:
     
  7. Atomic

    Atomic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.05   #7
    Hi,

    in zwei Monaten wird man nicht zum Megashredder, ich habe mich da etwas missverständlich ausgedrückt. Zumindest mir ist es gelungen, mein Tempo innerhalb einer Woche um 30% (sauberes, konstantes Spiel!!, kein "Klangbrei") zu steigern; allein durch lockere Körperhaltung. Wenn ich merke, dass sich ein Muskel im Unterarm anspannt, entspanne ich ihn bewusst. Merke ich, dass meine Schulter oder Brustmuskulatur angespannt wird, setze ich sogar kurz ab, und fange ganz locker neu an zu spielen. Schließlich spiele ich Gitarre und schleppe keine Zementsäcke!

    Das faszinierende ist, dass diese Muskulatur ÜBERHAUPT nicht benötigt wird, meine Hand sogar durch ihre Anspannung verkrampft, da der komplette Verbund Brust/Schulter - Oberarm - Unterarm - Handgelenk in seiner Leistungsfähigkeit gehemmt wird! Ich spiele NUR aus dem Handgelenk OHNE Anspannung Dinge, bei denen ich früher nach 2 Minuten aufhören musste, da mein Arm wegen der großen Geschwindigkeit weh getan hat!

    Vielleicht ist es für einige nicht notwendig, mit der rechten Hand schnell zu spielen, allerdings möchte ich nicht auf linke Hand-Techniken wie schnelles Hammer-on/Pull-Off zurückgreifen, um wirklich schnelle Läufe zu spielen.
    Ist halt einfach nicht mein Ding. Ich WILL schnell mit der Hand sein!
    Und da es jettz nicht mal mehr anstrengend ist :rolleyes: , weshalb auf die Technik verzichten?
     
  8. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 01.09.05   #8
    Damit meine ich ein Tremolo üben. :D
    Also Wechselschlag üben, ohne rechts irgendwas zu greifen, bzw. nur einen Ton.
    Ich hab ja mit Slayer, Metallica, Kreator angefangen, also mit den Rythmussachen. Das trainiert gut die rechte Hand. Und wenn die rechte Hand schon in der Lage ist, einen schnellen Wechselschlag auszuführen, dann muss man nur noch die linke Hand trainieren, bzw. bei koordinieren, was wahrscheinlich der schwierigste Punkt ist.
    Allerdings würde ich das nur raten, wenn man wirklich extrem schnell Wechselschlag spielen möchte. Also shredden.
    Wenn man zB schnelle Bebop Linien a la Pat Martino spielen will, dann ist das eine etwas andere Technik in der rechten Hand. Kann man schlecht erklären, muss man vormachen.

    Jo, im Prinzip haste Recht. Es geht mir nur darum aufzuzeigen, dass es nicht notwendig ist eine sehr gute Wechselschlagtechnik a la Petrucci oder so haben zu müssen, um ein guter Gitarrist zu sein. Ich persönlich finde es viel interessanter, Wechselschlag und HO/PO geschickt kombinieren zu können, weil ich diesen Staccato Sound sehr linear finde. Das kommt manchmal gut, aber ist nicht das A und O. Vai ist jetzt auch nicht so der rechte Hand Techniker, aber ich glaube (unter anderem) deshalb klingt er auch so lebendig. Ebenso Satriani. Dann gibt's natürlich noch extreme wie Brett Garsed oder Alan Holdsworth, die kaum rechte Hand Technik haben.
    Wer mich sehr begeistert hat, ist John Scofield. Seine Linien klingen so unglaublich flüssig, was er durch geschickten Einsatz von HO/PO erreicht.

    Nicht vielleicht. Das ist so. Es gibt auch noch andere Arten Gitarre zu spielen, neben Metal.
    Wenn man, wie du, auf so einen Sound steht, dann ist das völlig OK und notwendig, sich darüber Gedanken zu machen, bzw. Wert auf guten Wechselschlag zu legen.
    Allerdings darf man das nicht so darstellen, dass das für jeden so ist. (was du nicht gemacht hast, ich sach ja nur :) )
     
  9. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.05   #9
    @ Stringgod: Da stimm ich dir völlig zu. Das war der einzige Grund, der mir eingefallen ist, wo es wirklich Sinn macht, rechts Geschwindigkeit aufzubauen (ok, man kann auch links langsamer spielen oder zu legato übergehen, aber das ist nicht der Punkt). Abgesehen natürlich von einigen Musikrichtungen, wie Flitzmetal...
    Schnelles Alternate hat das Dynamikproblem, wie auch du sagst. Man braucht ja nur mal den Hummelflug von einem Bläser oder einem Streicher mit der Version von den meisten Gitarristen vergleichen: Gitarristen spieln es manchmal zwar viel schneller, aber das wirklich Grundsätzliche, was den Hummelflug erst zu dem Hummelflug macht - die Dynamik - bleibt völlig auf der Strecke. Wenn jeder Ton wie ein anderer klingt, kein Aufbau und keine Entspannung gespielt wird, fliegt die Hummel keinen Meter.
    Das selbe Problem hat auch Marshall Harrison. Spitzenmäßige Alternategeschwindigkeit, aber die Musik bleibt auf der Strecke.
     
  10. Baretta

    Baretta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.05   #10
    das is ma wiedern cooles thema,
    ich muss sagen im gegensatz zu den meisten die hier gern ma so "shredsachen" spielen komm ich von der anderen linie. die meisten hier ham wohl vorher metal gespielt und hatten schon ne schnelle rechte hand. ich war mehr so der "gefühls-pentatonik-typ". hab GNR und zeppelin un so gecovert, paula gespielt. also technisch eigentlich kaum anspruch(relativ..), hat mir halt vom tone her und phrasierung und so extreme basis gegeben. und dann kam für mich nicht wie für viele die petrucci übung sondern satriani. ich konnt dann links schon nach ner weile linien bei fast 200. erst dann kams mir so langsam, dass es ja eigentlich noch "beeidruckender ist" das ganze mitr beiden händen koordiniern zu können. ich hab immer noch so meine probleme ein auf die zählzeiten betontes tremolo zu kriegen was deutlich über 180 geht. aber ich denke selbst wenn man in einer rock/metal band spielt ist das echt eher "nebensache" (ich hoffe ich kan nbald mal unser demotape hochladen...)
     
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