Distortion Pedal vs Overdrive Pedal für Marshall Code 50 ?

von Noots, 18.04.19.

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  1. Noots

    Noots Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #1
    Hallo, ich bin am überlegen ob ich mich für meinen Marshall Code 50 ein Distortion Pedal oder ein Overdrive Pedal kaufen soll. Spiele größtenteils Rock und Metal.
    Ich finde der Code 50 hat eigentlich ganz gute Distortion aber ich bin trotzdem nicht sicher welches Pedal das richtige ist.

    Und welches Pedal könnt ihr mir neben den Klassikern wie Metal zone oder Tubescreamer noch empfehlen. Ich habe auch ein Auge auf das Maxon OD-808x geworfen welches ziemlich gute Bewertungen hat.

    Vielen Dank für die Hilfe.
     
  2. DH-42

    DH-42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #2
    Was gefällt dir denn an der Zerre des Code 50 nicht, bzw. was willst du mit dem Pedal erreichen?

    Vermutlich wird der Code ein Overdrive zum Anblasen nicht so gut vertragen wie ein Röhrenamp, daher würde ich eher in Richtung Distortion vor dem cleanen Amp denken. Dann aber eines mit einem "ampartigen" Klang, in der Art Revv G3/4 oder Bogner Ecstasy.
     
  3. guitarwhore

    guitarwhore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #3
    Es gibt immer zwei Möglichkeiten:

    - Gain vom Amp verwenden und diesen boosten (mit Overdrive: Tube Screamer, SD-1, Klon Centaur (und dessen Clone), Blues Driver etc.)

    - Clean Amp nehmen und alles mit Pedalen machen - Hauptgain-Sound mitm Distortion Pedal. Leider gibt es nicht viele Distortion Pedale, die mich überzeugt haben. Gut sind allerdings (mMn) folgende: Steel Panther Pussy Melter, JHS Angry Charlie, Wampler Dracarys, KHKD Blood Distortion. Diesen kann du dann wiederum boosten (siehe oben) um einen singenden Solo-Sound zu haben.
     
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  4. Rake5000

    Rake5000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #4
    Genau die richtige Frage. :great:

    Ob eine Röhre im Schaltkreis ist, sagt nichts darüber aus, ob ein Zerrpedal davor gut klingt oder nicht.

    Gut und richtig erklärt. :great:
    Welches Pedal gut klingt, kann man überhaupt nicht pauschal sagen:
    - persönlicher Geschmack und Musikrichtung / angestrebter Sound
    - Gitarre, Amp, Box, weitere Pedale -> völlig unterschiedliche Ergebnisse mit dem gleichen Zerrpedal

    Ich würde dir @Noots empfehlen, dir ein paar Videos von That Pedal Show anzugucken, um zu verstehen, welche verschiedenen Zerrpedale es gibt und wie und wo in der Signalkette man sie benutzt. Clean Boost / Treble Boost / Overdrive / Distortion / Fuzz. Es schadet auf jeden Fall nicht, jede Kategorie mal ausprobiert zu haben oder wenigstens zu wissen, wozu sie gut sind.

    Zum Einstieg empfehle ich dir:


    Auf die Bewertungen würde ich nicht zu viel geben, siehe oben.

    Ein 808 ist ein Tube Screamer und Tube Screamer-artige Pedale gibt es hunderte. Die meisten klingen recht ähnlich, gemeinsam haben sie: "runder / warmer" Zerrcharakter (ggü. "harschen" bei Distortion), Anhebung der Mitten, Absenkung der Bässe. Viel Bass + viel Zerre = Matsch, daher ist die Kombination Tube Screamer + zerrender Amp in Rock und besonders Metal super beliebt. Mit einem Tube Screamer machst du auf jeden Fall nichts verkehrt, der gehört praktisch zum Standardbesteck eines Rock- / Metal-Gitarristen. Für den typischen Tubescreamer Sound brauchst du kein OD 808 für > 100 EUR, es gibt dutzende günstigere Kopien, die genau so klingen. Beispiel:
    Ich bin kein Fan von Pedalen in Plastik wie von Behringer, weil sie schnell kaputt gehen - ist mir schon ein paar mal passiert. Zum Ausprobieren zwar prinzipiell OK und das Geld wert, aber es gibt auch günstige Tube Screamer im Metallgehäuse, da würde ich eher gucken. Ansonsten kann man Pedale auch gut gebraucht kaufen, die sind sehr robust = geringes Risiko und ziemlich wertstabil = man wird sie ohne großen Verlust wieder los.

    Viel Spaß beim Einstieg in die Welt der Zerrpedale! :great:
     
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  5. Rotor

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    Erstellt: 18.04.19   #5
    Sehe ich auch so. Und die Gitarre macht noch was aus. Des Weiteren wird hier jeder sein "Lieblings" Pedal nennen. Am Ende hilft vielleicht nur, auszuprobieren. Ggf bei Youtube ein paar Videos zu "Orientierung" ansehen. Das Feld is sooooooooo weitläufig, da kann man schwer was empfehlen Rock/Metal-wie du schreibst, sind schon mal zwei unterschiedliche Dinge, auch Zerrgrade. Da hilft vielleicht nur 2 Pedale oder eben deinen Amp und was entsprechendes. Z.b. nen OD, den zu für den Rock UND zum anblasen nutzen könntest.
     
  6. Kluson

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    Erstellt: 18.04.19   #6
    ich würde an deiner Stelle darauf achten ein Pedal zu nehmen, dass einen großen Bereich von Low Gain bis HighGain abdecken kann. Das wird zwar immer einer Art Kompromiss sein, denn vermutlich können die meisten "Metal-Pedale" kein Lowgain abbilden - zumindest nicht richtig überzeugend. Es ist aber bei Bedarf nicht verkehrt auch gute leicht angezerrte Sounds zur Verfügung zu haben.

    Sollte das für dich keine Rolle spielen, dann ist mein vorherigen Ratschlag natürlich Unfug.

    Zum Boss Metal Zone:

    Ich habe ihn mir vor ein paar Monaten aus Spass mal gekauft, da er gebraucht sehr billig ist.
    Er polarisiert - für die einen das schlechteste Pedal aller Zeiten, für andere der amtliche Metalsound. Ich tat mich sehr schwer damit einen brauchbaren Sound herauszuholen, denn durch seine vielen EQ Möglichkeiten ist es nicht leicht genau die Kombi zu finden, die ein zufriedenstellendes Ergebnis schafft. Auf YT wird angeraten, in nicht vor dem Amp, sondern im FX Loop eines Amps zu nutzen ... war beides Grütze.

    Jetzt habe ich ihn vor ein paar Tagen mal vor einen "Anti Metal Amp" gepackt ( Marshall Class 5 mit offener 112 V30 Box ). Mit einer Tele (!) klang das schon wirklich cool ... nicht sehr organisch oder rund - aber sehr nach modernem Metal. ( Zugegeben bei Zimmerlautstärke ) Gibt also keine festen Regeln .

    Edit: was ggf. auch ein Gedanke wäre: Ich denke, dass im Code 50 kein besonders hochwertiger Speaker verbaut sein dürfte - bei einem NP von 219 €. Der Speaker hat aber mitunter drastische Auswirkung auf den Sound. Vielleicht holst du mit einem neuen Speaker sogar mehr raus als mit einem Overdrive ?

    Ein im Metal oft genutzter V30 ist gebraucht für 80 € zu bekommen. Der Speaker ist übrigens nicht nur für Metal zu gebrauchen. Über den o.g. Class 5 zusammen mit einem Lowgain Pedal kann er auch sehr bluesig klingen ... wobei das wieder von der Art der Box abhängt, denke ich.

    Es ist einfach schwer eine isolierte Komponente herauszugreifen, da sich alles gegenseitig beeinflusst.
     
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  7. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #7
    Grundsätzlich eine gute Idee. Ich finde aber-aus diversen Besitzen-das Distortion Pedale oft schlimm/künstlich klingen. Da ist es schwer, was "schönes" zu finden. Vor allem, wenn man nur allein ohne Band den Sound abruft. Und wenn man zwei Stile, also Rock undMetal abdecken will, würde ich persönlich auch zwei verschiedene Pedale/Sounds nehmen, um eben beides ohne rumzufummeln "treten" zu können. Oder eben AmpZerre und ein OD Pedal. Dann hat man ggf Highgain aus dem Amp und OD für "Rockiges", oder beides zusammen für mehr dampf.
     
  8. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #8
    Klar, das ist die Luxusvariante - und auch sehr praktisch. Ich weiß aber nicht ob der Fragesteller eigentlich nur einen Sound will oder flexibel sein möchte.

    Wenn es um Flexibilität geht, finde ich Overdrives grundsätzlich flexibler als Distortion Pedale. Letztere sind ja eher auf einen Sound festgelegt - wobei ich mich da gar nicht sooo gut auskenne.

    Was ich schwierig finde - und was auch etwas frustrierend sein kann ist, einen bestimmten Sound im Kopf zu haben, der aber durch das Equipment gewissermaßen nur eingeschränkt möglich ist.
    Da wird man immer einen Kompromiss machen müssen. Teuer ist zwar nicht immer gut, aber um einen Peavey 5150 + 4x12 Sound zu erreichen, wird man über kurz oder lang eben genau diesen Schritt gehen müssen. Das ist eben so ein bisschen der Pferdefuß bei den eher günstigen Lösungen am Markt. Auf der einen Seite klingen viele davon wirklich brauchbar bis gut für ihr Geld, aber logischer Weise ist da noch Luft nach oben wenn es um die großen Vorbilder geht.
    Darüber muss man sich eben auch im Klaren sein.
    --- Beiträge zusammengefasst, 18.04.19, Datum Originalbeitrag: 18.04.19 ---
    ach ja ... es gibt auch Pedale die "zweikanalig" sind.
    Das Fetto Nord+ ist zwar sicher ein nicht billiges Pedal - ist aber nur ein Beispiel.
    Es hat einen sehr guten Cleanboost ( der im Falle eines Röhrenamps auch zu einem Crunchsound führen kann und einen sehr fetten Overdrive mit ausreichend Gain Reserven. Klingt Richtung Marshall, ist jetzt aber kein modernes Metal Pedal )

    Aber ein Pedal das Low und Higain vereint ist ggf. interessant

    Das Carl Martin Plexitone ( das große ) gibt es verhältnismäßig günstig ....
    Da hat man sogar 3 Pedale in einem:

    - Boost
    - Low Gain
    - HighGain ( Richtung heißer Marshall )

    auch hier kein moderner Metal - aber die Idee eines Pedals mit ähnlichem Aufbau wäre ggf. auch etwas
     
  9. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #9
    Richtig. Gerade am Anfang, wenn man auf der Suche ist und "Klingen will wie..."..: Das funktioniert leider nie. Die Erfahrung hat wohl jeder mal gemacht. Was manchmal hilft, sich die Gear der bekannten Gitarristen anzusehen. Oder von seinen Vorbildern die anschaut, um zu wissen was die so nutzen. Natürlich wirds nie so klingen. Vor allem der CD Sound eines Gitarrist ist nie machbar.
    Richtig. Da war ich auch mal interessiert, z.b. am Twimble von Mad Professor. Vor allem, weil beide kanäle unabhängig nutzbar sind-das finde ich immer wichtig bei solchen Dingern. Das man den Booster auch einzeln nutzen kann, ohne das der Overdrivekanal an ist und umgekehrt.
     
  10. Gast231344

    Gast231344 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #10
    also Tubescreamer und Maxon 808 ist ja in gewisser Weise das Gleiche - gibt es auch in unzähligen Variationen / Preisklassen (siehe Harley Benton Vintage Overdrive)

    Ich kenne den Marshall Code nicht so besonders, aber hat der nicht über seine Digitale Steuerung passende Presets für alles mögliche an Amp simlationen und Co.
    Klingt zumindest nach einer brauchbaren Grundlage - alle gängigen Marshall Verstärker und sogar Amerikanische (denke da an Mesa?)

    oder hat dir da bisher gar nichts zugesagt?
     
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