Drums Lernen übers Internet?

Richtig und Falsch ist eh so eine Sache. Bei manchen berühmtheiten wundere ich mich jedes mal, wie die überhaupt noch aufrecht laufen können, bei ihrer Sitzhaltung am Schlagzeug. Buddy Rich hat sich immer sehr kurios zusammengekauert. Ist trotzdem einer der bedeutendsten Schlagzeuger überhaupt. Steve Gadd bewegt sich auch mehr als ein Turner am Reck.

Ich glaube hier ist auch der Allgemeine Grundsatz, eine vernünftige Sitzgelegenheit zu besitzen, erheblich bedeutender.

Ich hab auch erst letztens erst den Begriff Fulcrum gehört... kannte ich bis dato noch nicht. Offensichtlich habe ich mir aber irgendwann diese Technik selbst angeeignet, ohne zu wissen, was es ist. Nutze sie aber auch nicht häufig.

Mir waren sehr lange Zeit nur Matched Grip und Traditional Grip bekannt. Dass es innerhalb dessen noch Unterscheidungen gibt, wusste ich z.B. nicht. Ich hatte zwar die ersten zwei Monate als Kind einen Lehrer, der hat mir aber nur die ersten Beats, nicht aber die Stockhaltung beigebracht. Meine Handgelenke existieren nach über 20 Jahren noch. Darum halte ich es genau so wie @drumtheater736, dass sich der richtige Grip ohnehin herauskristallisiert, solange man keine selbstzerstörerischen Tendenzen hat.

Wenn man es sich leisten kann, ist ein guter Lehrer aber ohne Frage eine sichere Bank, Schlagzeug erheblich schneller als ein Autodidakt zu erlernen, da vieles nicht durch Talent sondern Technik kommt. Stock- und Sitzhaltung sind das eine. Techniken etwas anderes. Sich diese vom Lehrer zeigen und ggf. ausbessern zu lassen, sorgen gerade am Anfang für gute Fortschritte und somit auch für Motivation.
 
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Hast du denn mal selber solch schlechte Erfahrungen mit Lehrer/in machen müssen?
Ich will auch nicht die Online Lektionen schlechtreden. Ich selber habe dies schon gern genutzt.
Nur geht es hier um (blutige?) Anfänger.
Und da ist eine physische Person , sprich Lehrer/in, eindeutig besser.
Ich kenn viele (mich eingenommen) Mitmusiker, die schmerzhaft , falsch angelernte Dinge korrigieren mussten, um die Grundlage für das weitere Vorwärtskommen (wieder) zu legen.
Es ist eben immer so ein bisschen der Anspruch und die Frage, wo möchte ich hin.
Sicherlich gibt es auch schlechtere Lehrer.
Eine guter Lehrer oder Lehrerin wird sich immer vorstellen ( Studium, Werdegang), kurz etwas vorspielen und sich dann mit dem Schüler darüber unterhalten, wie der aktuelle IST Zustand ist und was das Lernziel sein soll.
Dementsprechend wird später der Unterricht aufgebaut.
Ja, aber ich denke das liegt auch in der Sache. Da kommt ein Schüler sagt dem Lehrer: Ich will bessere Fills spielen und der Lehrer hat eine 3/4 Stunde Zeit ihm was beizubringen. Und dann sehen die sich einer Woche später wieder.

Ich denke es gibt natürlich viele gute Lehrer und jeder muss seinen eigenen Weg herausfinden wie er/sie am besten lernt und weiter kommt. Mit oder ohne Lehrer.

Wogegen ich mich wehre ist die Aussage: Es geht nicht ohne Lehrer.

Wenn ich ein Sache weglassen müsste von den Dingen, die aus meiner schmalen, durch Selbstüberschätzung geprägten Sicht, beim Erlernen des Schlagzeuges wichtig sind:

Musiktheorie
Das hören von guter Musik
Theorie zum Schlagzeug (Aufbau, stimmen, Technik, Mikrophonierung usw.)
Übung von Grundlagen/Technik/Stockhaltung,
Übung von Rhytmen/Fills,
Übung von Songs
Improvisieren
Spielen mit anderen Musikern
Recording (Um Mal mit Abstand zu hören was man da, wie, trommelt)
Lehrer

Wäre für mich klar das Einzige worauf man verzichten kann: Der Lehrer.
Vorrausgesetzt man ist in der Lage sich selbstreflektiert selbst was beizubringen.

Was nicht heißt, dass keiner zum Lehrer gehen soll. Lehrer sind toll und können einem wichtige Impulse geben. Müssen sie aber nicht..
 
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Vorrausgesetzt man ist in der Lage sich selbstreflektiert selbst was beizubringen.
Oftmals leider oftmals der knausigre Kaktus.

Es hat lange gedauert ehe ich selber gemerkt habe, dass vermeintliche Virtuosität nicht sonderlich konform mit Banddienlichkeit geht.
 
Es hat lange gedauert ehe ich selber gemerkt habe, dass vermeintliche Virtuosität nicht sonderlich konform mit Banddienlichkeit geht.
Und ich habe gemerkt, dass mein Timing deutlich verbesserungswürdig ist, als ich angefangen habe mit recording. (y) :m_drummer:
 
HI
Es gibt aber auch mehr als einen Grund, weshalb es am Schlagzeug gar nicht immer auf besondere Schnelligkeit ankommt ;)
Ohne nun die beiden Lehrer zu kennen, war ja die Stockhaltung vielleicht gar nicht "falsch", sondern nur für deinen Anwendungsbereich ungeeignet. Das ist wie die leidige Diskussion, ob nun traditional oder matched besser ist. Daraus zu folgern, dass die Mehrzahl der Schlagzeuglehrer nix taugt, erscheint mir der falsche Schluss.
anwendungsbereich? das hat damit nicht viel zu tun. wenn man dir mehr oder weniger beibringt den stock wie einen hammer zu halten, ist dein anwendungsbereich begrenz . wenn du das meinst hast du recht.
wer über matched oder traditional grip diskutiert weiß nicht von was er redet. da gibt es kein besser, selbst drummer die beide arten beherrschen, benutzen diese je nach laune und nicht weil die eine griff art einen vorteil hat.

niemand hat hier behauptet, daß schlagzeuglehrer nix taugen das ja auch nicht die frage. es geht darum macht es sinn ein intrument über das internet zu lernen und diese frage kann ich nur mit "ja" beantworten.
ich wäre froh gewesen wenn ich damals eine solche plattform gehabt hätte.

nicht jeder ist dafür geeignet, manche haben es lieber wenn man sie an die hand nimmt. ich habe keine guten erfahrungen mit lehrern gemacht, deshalb bin ich den weg gegangen es ohne lehrer zu versuchen.
es klappt aber ich sage nicht das es der goldene weg ist. aber es ist einfacher als es hier gemacht wird. und @Nonickatall hat schon recht,wenn er schreibt, daß es hinweise gibt, wenn man fehler macht, die man einfach selbst beheben kann. außerdem hat man heute soviele hilfsmittel, wie computerprogramme wo man sich pattens einspielen kann und sich diese dann anhören kann und weiß wie diese klingen sollten

Lg

DT
 
Mir scheint, wir sind gar nicht so grundlegend unterschiedlicher Meinung. Jeder kam doch für sich zum Fazit, dass es kein "richtig" oder "falsch" in dieser Frage gibt. Vor allem der Stellenwert von Unterricht wird halt je nach persönlicher Erfahrung unterschiedlich bewertet.

Übrigens: Traditional hat für mich den Vorteil, dass ich mich bei swingenden Grooves irgendwie lockerer fühle, was meine Laune deutlich hebt ;)
 
Ich habe mit dem Schlagzeug spielen im April 2020 angefangen, als alle Musikschulen geschlossen waren.
Ich bin bei Drumeo angemeldet und bin damit sehr zufrieden.
Drumeo Method ist ein vernünftig aufgebauter Lehrplan, man arbeitet sich Schritt für Schritt weiter.

Und das ist glaube ich auch das, was es ausmacht, Dinge in einer sinnvollen Reihenfolge zu lernen.

Feedback läuft bei Drumeo über Videos, da reicht es schon sein Smartphone vernünftig zu platzieren und den Jungs einen Link zum Upload zukommen zu lassen.
Die Coaches setzen sich damit auseinander, zeigen dir deine Fehler und woran du arbeiten solltest.

Ich arbeite gerade an Level 3 (von 10),
und habe da für die Bereiche Rudiments, Technique, Independence, Ear Training, Styles meine Übungen, die ich beherrschen sollte, um weiter zu kommen.
Level 4 kommt dann die Moeller Technik.

Da darf man sich natürlich nicht selbst bescheissen.

Also wenn online lernen, dann mit Plan.
😉
 
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Hi,

ist das wirklich so durchdacht? welche rudiments hattest du als aufgabe ? ich versteh es immernoch nicht wieso die rudiments immernoch so wichtig sind gerade am anfang.
mann wenn die hände funktionieren, dann sind auch die rudiments keine herausforderung mehr. bischen sticking und vielleicht nocht die technik von flams und drags üben und das wars.

moller ist in meinen augen auch nicht wichtig.

die haben eine bestimmtes konzept und gehen diesen weg. und genau da sehe ich das problem . wenn einer pop und rockmusik machen will brauch er keine rudiments.
die hat er in eine paar stunden drauf, wenn die hände gut sind und er diese brauch. das wichtigste ist die koordination und gute hände und füsse, nur das ist die basis um ein guter drummer zu werden.
wenn du das kannst, fällt dir fast alles in den schoß um in einer band zu spielen. wenn du dann ein übermenschliche niveau erreichen willst wie ein minneman donati lang etc.
dann kannst du dich mit deren büchern befassen.

LG

DT
 
Ich finde die Rudiments sind toll für Technik Übungen. Mit Single-, Double- oder Triple-Paradiddle übe ich derzeit am Pad ganz bewusst Upstrokes, Downstrokes und Tapstrokes , was meine Dynamik am Kit jetzt schon spürbar weiter gebracht hat.
Die einzelnen Fächer greifen alle ineinander.
Und wenn einen irgend etwas ganz besonders interessiert gibt es zu nahezu jedem Thema Kurse, die man parallel zur Method ja auch noch durcharbeiten kann.
Allein die komplett notierte Song Datenbank ist gewaltig, da kann ich die Suche nach Genre oder Künstler filtern und bekomme Vorschläge passend zu meinem Können (Level 3).
Komplett notiert, also nicht nur der Grundbeat.
Jede Ghostnote, jeder Fill,... komplett.

Ich finde das Konzept super.
Ich habe jederzeit Zugriff auf das gesamte Programm, immer, wenn ich Zeit habe, und das für jährlich wesentlich weniger Kohle als mich eine wöchentliche Unterrichtsstunde an der Musikschule ein Jahr lang kosten würde.

Auch wenn man nur Rock und Pop spielen möchte ist es sicher nicht verkehrt, auch mal in andere Stile rein zu schnuppern, verlernen tut man dabei nichts, im Gegenteil, das kann sehr inspirierend sein.
 
wenn einer pop und rockmusik machen will brauch er keine rudiments.
die hat er in eine paar stunden drauf, wenn die hände gut sind und er diese brauch. das wichtigste ist die koordination und gute hände und füsse, nur das ist die basis um ein guter drummer zu werden.
Sorry, das ist doch schon wieder so eine Verallgemeinerung, die keinen weiter bringt bzw. die einfach falsch ist. Klar braucht ein Rockdrummer keine Ratamacues oder Inverted Flam Taps üben wie ein Bekloppter. Aber es wurden schon Rockdrummer beobachtet, wie sie Paradiddles übers Set verteilt oder mal nen kleinen Double Stroke Roll eingestreut haben. Saubere Flams und Swiss Army Triplets kommen auch öfter vor, als man im ersten Moment denkt.
Abgesehen davon sind Menschen, die ein wenig über den Tellerrand hinausschauen können, häufig erfolgreicher in dem, was sie machen. ;)
 
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Ich finde die Rudiments sind toll für Technik Übungen.
Hi,

ja ja aber da musst du dich schon wieder auf zu viele dinge auf einmal konzentrieren. wie sticking grip warum nicht erstmal einfach anfangen einfach singles. zu üben mot händen und füssen gemeinsam
wenn das als natürlich empfindest und dich nicht mehr auf den grip konzentreiern musst dann hast du es mit den anderen rudiments vielleichter .
in meinen augen werden die schüler am anfang einfach überfordert, wenn man damit zu früh beginnt, denn wenn die hände funktionieren kommt das alles von alleine.

man brauch auch kein moller es gibt keine technik die dir das üben abnimmt. ich hatte das früher auch gedacht, da habe ich auch jeden mist versucht am ende bin ich an der grundtechnik hängen geblieben
die reicht einfach aus, das problem was ich sehe ist, das leute einfach undizipliniert werden und zu schnell das tempo steigern sobald ,dann verlieren sie den lockeren griff dann macht nicht mehr der stock die arbeit sondern
der spieler.

Lg DT
 

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