Drums programmieren / komponieren

von D.L. Styles, 02.03.08.

  1. D.L. Styles

    D.L. Styles Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #1
    Hallo,
    also ich bin kein Drummer und kann demnach auch nur sehr mäßig spielen. Allerdings muss ich für meine eigenen Lieder (fürs Recording) die Drums in Guitar Pro komponieren und daher muss ich mich natürlich mit dem Drummen beschäftigen, ich gehe in die Richtung Emocore / Metalcore und die Drums sind da meist kompliziert, da dort auch die DoFuMa und so eingesetzt wird.

    Ich möchte die Drums so gut wie möglich machen, authentisch, so wies ein echter Drummer auch spielen würde und nichts unmögliches. Dazu muss ich mich natürlich in einen Drummer hineinversetzen, aber ich hab fast absolut keine Ahnung und kenne eigentlich gar keine Fills.

    Wie könnte ich mir da aushelfen, wie könnte ich das ganze studieren...? Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich zu guten Drumlines komme?
     
  2. De-loused

    De-loused Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #2
    Das ist keine leichte Sache, aber wenn du sagst "mäßig" spielen, dann kannst du doch ein paar Grundlagen, oder? Und was spielst du denn sonst für ein Instrument? Das währe gut zu wissen um dir bessere Tipps geben zu können.
    Ich nehme an du kennst die rhythmischen Grundlagen deiner Musik, Taktart, Notenwerte usw., das ist auch schonmal die Grundlage für das Schlagzeug. Ein paar "richtige", haarklein komponierte Schlagzeugspuren die ein Drummer so auch nachspielen kann zu programmieren wirst du nicht so schnell hinkriegen, denn ein Buch lesen, Musik hören, oder DVDs gucken bringen dir hierbei nix, da du die Handsätze und Denkweise eines Drummers kennen musst. Es könnte jedoch hilfreich sein sich Drumnoten anzuschauen, um besser damit umgehen zu können, oder lad dir Guitar-Pro-Files von Liedern runter die euern ähnlich sind, und guck dir dort die Drumspuren an.
    Allerdings ist es natürlich ganz einfach möglich dem Schlagzeuger ein paar Pattern vorzugeben, die das grundsätzliche Feeling vermitteln, und bei Fill-Ins Platz zu lassen und diese dann mit dem Drummer der aufnimmt zu besprechen, da sie ja genau auf sein Können abgestimmt sein müssen. Bringt ja nix wenn du dir die tollsten Fill-Ins ausdenkst und er sie dann nicht spielen kann. Lass die einfach frei, und geb ihm Anweisungen wie "Zimmer die Doublebass durch" oder "Drum-Roll über die Toms", dann klappt das schon. Entscheidend ist erstmal, das du die Struktur der Songs, wichtige Akzente, Tempo und rhythmische Wechsel z.B. von Half- in Doubletime (das gibts ja oft im Metalcore) oder umgekehrt rüberbringst, schlagzeugerische Feinheiten wie Verzierungen und Fill-Ins würde ich dem Schlagzeuger überlassen.
    Insofern lautet die Antwort: Du kommst zu guten Drumlines:
    - durch Schlagzeugspielens (ok, fällt weg)
    - indem du Schlagzeuger fragst
    - indem du nur minimale Vorgaben machst, die ein "richtiger" Drummer dann mit Leben füllt (eine Art Leadsheet)
    - oder aber indem du einfach selber rumprobierst, was natürlich länger dauert und aufwändiger ist, aber mit der Zeit wirst du so auch Drums komponieren lernen. Es gibt auch viele Leute in der elektronischen Musik die kein Schlagzeug spielen und trotzdem supergeile Grooves komponieren, allerdings muss es bei dir ja auch spielbar sein, deshalb wird das schwieriger.

    Du musst dir erstmal klar werden wie du weiter vorgehen willst, dann frag einfach nochmal konkreter. Auch könntest du deine Gitarrenspur oder deine Drum-Versuche hier mal hochladen und wir könnten dir Hinweise geben ob das spielbar ist, bzw. wie du weitermachen kannst, GuitarPro haben ja viele.
     
  3. third_eye

    third_eye Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #3
    De-Loused hat schon viel wichtiges gesagt, mir fallen jetzt nur ein paar Feinheiten ein, die typisch für "echte" Schlagzeuger sind und die teilweise vergessen werden.
    1. Crash/China Akzente werden nur in den seltensten Fällen ohne gleichzeitige Bassdrum gespielt.
    2. Ride Becken haben auch eine Bell (genau wie man eine HiHat auch schräg anspielen kann)
     
  4. D.L. Styles

    D.L. Styles Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #4
    Danke für die Tipps, ist echt nützlich.
    Also ich singe und spiele noch Gitarre, das Instrument beherrsche ich denke ich ganz gut (2 Jahre) ^^
    Das mit dem Hochstellen, naja, da bin ich mir nich so sicher, hier gibts sicher Langfinger xD
     
  5. sanderdrummer

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    Erstellt: 02.03.08   #5
    In Guitar Pro Drums zu programmieren ist so zimelich das beschissenste was man tun kann ;).
    Nicht von der Qualität sondern vom kosten nutzen Aufwand ^ ^.

    Wenn du nicht zu 100% auf GuitarPro angewiesen bist und eh noch nicht die
    große Ahnung hast. Nimm doch einfach Drumloops.

    z.B. von http://www.mhat.com/phatdrumloops/beats.asp.
    Alternativ einfach mal auf Google nach Drum Loops suchen da gibts mehr als genug.

    So bekommst du ein professionelles Ergebnis und bekommst schon mal einen
    gewissen Eindruck.

    In Guitarpro Drums zu Programmieren empfand ich schon immer als sehr sehr lästig
    und langwierig. Vor allem wenn es authentisch klingen soll. Evtl auch mal http://www.hydrogen-music.org/ anschauen.
     
  6. snbrl

    snbrl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #6
    Du darfst aber auch mit Samples die Leute um Meinungen fragen, oder nach Tips für gewisse Stellen...

    Du darfst dir von Bands die in die gleiche Richtig gehen die GP-Dateien saugen, und schauen was da gemacht wird...

    Wir machen alle unsere Lieder in GP5, und die Drums komponiere ich auch jedes mal da drin, klingt zwar keinen Milimeter authentisch und so wie ich es nacher verwirkliche, doch man hat nen Anhaltspunkt.
    Man kann sagen ich erstelle diese Art "Leadsheet" (wie schon erwähnt wurde) im GP5.

    Natürlich gibt es in jedem Programm, in welchem man Musik komponieren kann, auch diverse Zusatzfunktionen wie man dies oder jenes ausprobieren kann, du darfst dir die Handbücher durchschauen, du darfst mich PM´men wenn du willst.

    Gruß ausm Schwabenland. Prost, Trollinger!
     
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