Frage zu EZDrummer, Guitar Pro und Cubase (Erstellung Drums)

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Sun No Longer Rises

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Hallo zusammen,

nachdem wir uns hier (https://www.musiker-board.de/thread...ich-das-ur22-für-unsere-anforderungen.617529/) bereits über das Equipment zur Aufnahme von Songs informiert haben, sind wir nun einen Schritt weiter. Wir haben unseren ersten Song einigermaßen zufriedenstellend aufgenommen (Sound muss noch angepasst werden, bin insbesondere mit dem Klang der Gitarre noch nicht zufrieden), stehen nun jedoch vor der nächsten Fragestellung. Da ich beim letzten Mal schnell und kompetent Hilfe bekommen habe, hoffe ich nun auch hier darauf.

Es geht um unsere Drums. Die kommen aus der Konserve, da wir (aktuell) keinen Drummer haben. Ich habe unsere Schlagzeugspuren in mühseliger Arbeit in Guitar Pro programmiert und wir sind mit denen auch zufrieden, kommen bei der Aufnahme damit gut zurecht etc. Was uns jedoch stört, ist der Klang der Drums. Die Presets in Cubase 8 klingen einfach steril und platt.
Jetzt habe ich ein bisschen im Netz quer gelesen und bin auf Software wie den EZDrummer 2 und Superior Drummer gestoßen (beides bei Thomann ungefähr gleich teuer). Aktuell ist das Geld für diese Anschaffung nicht da (wir studieren beide), aber in Zukunft wollen wir etwas holen, damit die Drums besser klingen. Wie ich hier in einem anderen Thread gelesen habe, bietet Superior Drummer deutlich mehr Möglichkeiten, ist dadurch aber eben auch deutlich komplexer.
Unsere Anforderungen sind jedoch nicht so hoch. Wir wollen Demos aufnehmen, die evtl. auch auf Facebook vorzeigbar sind. Keine professionellen Alben, kein monströser Aufwand. Sollte es mal so weit sein, würden wir ins Studio gehen (und haben dann hoffentlich auch einen Drummer gefunden). Es geht also rein um Demos. Trotzdem sollen die Drums nicht nach "Klick-Klack-Klick-Klack" klingen.

Nun unsere Fragen:
- Was eignet sich für unsere Zwecke eher? EZDrummer 2 oder Superior Drummer 2?
- Kann ich zur Aufwertung des Klangs weiterhin meine Guitar Pro Midis nutzen oder müsste ich die Drums in EZDrummer / SD neu programmieren?
- Erfolgt die Anbindung an Cubase 8 dann wieder über MIDI oder wie ist hier der Ablauf?

Ich stelle mir den Workflow aktuell in etwa so vor:
Drums in GP programmieren -> als MIDI exportieren und mit EZ / SD den Sound "aufwerten" -> in Cubase 8 einbinden und bei den Aufnahmen verwenden

Ich muss dazu sagen, dass ich weder Zeit noch Lust habe, mich in hochkomplexe Programme einzuarbeiten, um bis ins Detail perfekte Drumsounds zu entwerfen.
Es soll ein bisschen nach was klingen und nicht nach Standard-Cubase-Sound. Aber das reicht dann auch.

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe und freundliche Grüße,
Sun No Longer Rises
 
Novik

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Bei Cubase 8 ist der Groove Agent SE mit dem Akustik Agent dabei. Das Schlagzeug ist auf jeden Fall brauchbar. Zumindest besser als die Schlagzeugsound aus Guitar Pro. Welches Preset habt ihr denn in Cubase 8 verwendet?
Ich würde euch Langfristig aber auch zu einem der großen Sampler raten. EZDrummer oder Superiordrummer ist eine Entscheidung, wo ihr euch folgende Gedanken machen solltet:
Wollt ihr schnell zu einem guten Schlagzeugsound kommen oder wollt ihr rohe Samples mit der vollen Kontrolle. (Ich versehe es eher so, dass ihr nicht so großen Aufwand wollt) Superiordrummer ist nichts für Leute, die nicht bereit sind, intensiv das Mixing zu erlernen. Für den schnellen Instantsound eignet sich da EZdrummer besser.
Außerdem kommt EZDrummer 2 mit einigen exclusiven Features, die Superior nicht bietet. Tap2find und Song Creator sind schon mal 2 gute Werkzeuge. Wenn ihr allerdings eure Spuren komplett selber programmiert, sind diese auch egal für euch.

EZdrummer = einfach zu handhaben und schneller Zugang zu fertigen Drums
Superior = volle Kontrolle aber bedarf Einarbeitung.

Superior ist in Hinsicht auf den Realismus besser. Die Schlagzeug Libraries für Superiordrummer sind deutlich detailierter als die des EZdrummer. Allerdings sind die EZdrummer Libraries kompatibel und somit ist es auch eine Option erst den EZDrummer und später vielleicht mal das Upgrade für Superior zu kaufen. Du kannst dann beide Sampler nutzen.

beides würdest du als Instrument in Cubase einbinden und über Midi ansteuern. Du kannst die Guitar Pro Midispur dafür weiternutzen.
 
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MrMonk

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Ich schließe mich Novik in jedem Fall an, möchte aber noch diesen kostenlosen (!) Drumsampler empfehlen, welcher auch mit eigenen Grooves daherkommt.
Das Schlagzeug ist hier schon gemischt und kann somit problemlos in den Song eingebunden werden.
http://www.powerdrumkit.de/video.htm
 
ColdDayMemory

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Für Demos ist das oben verlinkte Kit nicht schlecht. Da gab es mal eine Competition, die wirklich gezeigt hat, dass auch mit diesem VSTi vielseitig gearbeitet werden kann.
Drummica ist nicht für Anfänger zu empfehlen, da die Samples alle unprocessed sind und es doch einiges an know-how bedarf die Sounds in den Mix zu integrieren.

Aus diesem Grund würde ich auch den EZDummer empfehlen, da der out-of-the-box einfach schnell brauchbare Ergebnisse liefert.
 
Papalapap

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Der Einfachheit halber würde ich EZDrummer 2 empfehlen. Novik hat das ja schon gut zusammengefasst.
Ein Tip noch am Rande...nehmt lieber die MIDI-Librarys die in EZD vorhanden sind. Die sind von echten Drummern eingespielt und wesentlich menschlicher als alles was man mit Guitar-Pro programmieren kann.
 
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Pars_ival

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Ich möchte Deinen Workflow etwas korrigieren:

Drums in GP programmieren -> als Midi exportieren -> in Cubase importieren -> ein Drum VSTi auf dieser Spur laden (z.B. EZ Drummer, DrumMic'a etc).

Allerdings gibt es generell zwei Sachen zu beachten:

1. müssen die Sounds richtig gemappt sein. D.h. die Sounds müssen zu den MIDI-Noten von GP passen
2. einen einigermaßen realistischen Sound bekommst Du nur, wenn die Anschlagstärke der Sounds variiert. Und die Sounds müssen sich dann auch entsprechend ändern. Abgesehen von minimalen Timing-Schwankungen als i-Tüpfelchen. Ich nehme mal an, das GP weder unterschiedliche Anschlagsstärken (mehr als 2), noch Timing-Schwankungen exportiert. Somit wäre immer etwas Handarbeit im nachhinein nötig. Sonst hilft auf kein anderes Programm/VST. Ich würde auch als Einstieg Drummica' versuchen. Für mal eben so Drums "vernünftig" zu hören, ist das Plugin echt klasse. Hat auch ein paar Presets für verschiedene Sounds an Board (auch wenn ColdDayMemory was anderes geschrieben hat ;)).

SD2 wäre schon wieder mit Kanonen auf Spazen geschossen, wenn Du Dich eh (noch) nicht mit solchen Plugins bis ins Detail beschäftigen willst. Ich z.B. benutze SD2, sitze aber dann auch Stunden nur am Drumprogramming dran (wenn ich überhaupt zu sowas komme). Abgesehen von dem späteren Mix.
 
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Signalschwarz

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MIDI-Noten in Cubase zu verbiegen, sodass jedes gewünschte Drum-VSTi damit angesteuert werden kann, ist absolut kein Problem.

Ich frage mich allerdings warum die Drums nicht gleich in Cubase programmiert werden.
 
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Pars_ival

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Ich programmier z.B. immer direkt in Cubase. Ist meiner Arbeitsweise am dienlichsten. Für das Grobe änder ich dann mit Logical-Editor die Anschlagstärke per Zufallsfunktion für die einzelnen Instrumente über den Song oder nur einzelne Parts und geh dann nochmal beim durchhören manuell teilweise Note-für-Note ran.
 
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Sun No Longer Rises

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MIDI-Noten in Cubase zu verbiegen, sodass jedes gewünschte Drum-VSTi damit angesteuert werden kann, ist absolut kein Problem.

Ich frage mich allerdings warum die Drums nicht gleich in Cubase programmiert werden.

Mehr aus Bequemlichkeit, da ich die Drumspuren in GP bereits programmiert habe und sie uns zur Verfügung stehen.

Ich antworte nachher Zuhause ausführlicher auf die bisherigen Antworten.
Aber bekomme ich eine Klangverbesserung, wenn ich in Cubase oder EZD direkt die Drums programmiere?
Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es auch ohne großen Verlust möglich sei, die Drums aus GP in Cubase mit entsprechendem VST aufzuwerten, ohne in Cubase oder EZD programmieren zu müssen.

Zumal ich es in GP einfacher finde als in Cubase. :D
 
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Pars_ival

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Eine Klangverbesserung hängt von den verwendeten Sounds und der Art (also variable Anschlagstärke/Timing) der Programmierung ab. Nicht in welchem Programm Du das machst. Wenn natürlich alles mit nur einem durchgängigen Sound ohne Dynamik programmiert wird, hilft Dir auch keine super Software. Und wenn es Dir einfacher fällt in GP die Drums, also den Rythmus, zu programmieren, warum nicht? Nur eben nachher in Cubase nachbearbeiten. Ich nehme in Cubase immer den Drumeditor, da er schön einfach für mich ist. Ich denke da einfach in Zeitraster.

Ich habe gerade den Editor in GP gesehen. DAS wäre für mich umständlich. Ist aber meine persönliche Auffassung.
 
Papalapap

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Wenn Guitar-Pro keine Möglichkeit bietet die Drums zu Humanisieren, werden die immer maschinell klingen...
Ich hatte damals mal mit der 4er Version von GP versucht Drums als MIDI-Datei in Cubase zu importieren um damit weiterzuarbeiten. Das ging gar nicht...:/
Alle Velocities auf 100, alle Noten aufs Raster gepresst und wenn man nicht selbst ein paar Variationen einbaut, fehlen die logischerweise auch.
Selbst mit tollen Drumsounds wird das immer nach Maschine klingen.

Übrigens bringt das Randomisieren von Velocities und der Position der Noten auf dem Raster auch nur teilweise Menschlichkeit in die Drums. Das hat schon seinen Grund wo und in welcher Lautstärke die Schläge landen.
Laid-Back Feeling z.B. lässt sich über den Zufallsgenerator nur schwer realisieren. ;)
 
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Pars_ival

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Übrigens bringt das Randomisieren von Velocities und der Position der Noten auf dem Raster auch nur teilweise Menschlichkeit in die Drums. Das hat schon seinen Grund wo und in welcher Lautstärke die Schläge landen.
Laid-Back Feeling z.B. lässt sich über den Zufallsgenerator nur schwer realisieren. ;)

Deshalb sitze ich z.B. nach der Programmierung und Randomisierung noch einige Stunden an meinen Drums, um die richtigen Akzente zu setzen. Da kann schonmal eine Strophe Note für Note überprüft und ggf. verändert werden.
 
Papalapap

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Ja, das kommt mir bekannt vor. ^^

Was man auch versuchen kann, ist die Drums über MPC oder Keyboard selbst einzuhacken, wenn der Part jetzt nicht zu kompliziert ist.
Kann man ja in 2/3 Teilen machen. Also z.B. erst die Hats & Becken, dann die Kick & die Snare und am Ende die Toms. Oder eben in der Reihenfolge, in der man am besten klarkommt.
 
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