E-Gitarren Erfahrungsbericht (CORT)

von heavymetal87, 28.02.08.

  1. heavymetal87

    heavymetal87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #1
    Hallo Leute!

    Ich hab mich nach sehr, sehr langer Forumabstinenz mal wieder dazu entschlossen hier reinzuschaun und hab die letzten Tage mal so die aktuelleren Topics überflogen.

    Anscheinend sind ja in letzter Zeit die Nachfragen nach Erfahrungen mit Modellen der Marke "CORT" recht erheblich angestiegen, und da ich seit mittlerweile knapp einem Jahr stolzer Cort Besitzer bin, denk ich mal dass hier ein paar User sicher Interesse an einer Art Rezension haben.

    Also, es handelt sich bei meiner E-Gitarre um eine Cort Z42 zum kleinen Preis von 211 €.

    Hier die Daten:

    Mahagonikorpus

    Arched Top

    geschraubter Ahornhals

    ergonomische Armauflage

    Palisander Griffbrett

    22 Bünde

    Mensur: 628 mm

    2 Powersound Humbucker (diesjähriges Modell, glaube bei mir sind andere drin, auch wenn ich nicht genau sagen kann welche)

    3-Weg Toggle Switch (Coil Tapping)

    TonrPros Lic. Locking Bridge

    Saitenführung durch den Korpus


    Die Gitarre war eigentlich mehr ein Zusatzkauf, weil ich damals für meine Ex-Freundin eine Anfänger-Gitarre gekauft habe (auch ne Cort :D M200) und da mir dieses Modell irrsinnig gefiel, musste ich wohl oder übel auch eine kaufen.

    Die Austattung ist ja alles in allem nicht wirklich überdurchschnittlich (obwohl Mahagoni und Coil Tapping schon was ordentlich sind bei der Preisklasse) aber mann, hat mich das teil im laufe der monate überzeugt.

    1. Der Sound

    Wie schon erwähnt, die Humbucker sind natürlich no-names in diesem Preisbereich, aber sie klingen trotzdem gut. Ich lasse das Teil seit Beginn durch einen Roland Cube 20X + Zoom G2 laufen und besonders die verzerrten Sounds haben mich umgehauen. Egal ob trippiger Space Rock aus den 70s oder sauschneller Thrash Metal, es klingt alles wie es soll - definiert und doch dreckig, klar aber doch mit genügend "Wumms". Auch im cleanen Bereich weiß die Gitarre zu überzeugen, obwohl natürlich das G2 beim Sound stark nachhilft. Ohne Effekt-Wege klingt sie manchmal etwas dumpf, ist aber dennoch zu gebrauchen. Alles in allem hat sie nen ordentlichen All-Round klang, obwohl sie wahrscheinlich für Rock und Metal am meisten Sinn macht. Blues klingt auch gut, da der leicht dumpfe Faktor auch bei leichter Zerre noch hörbar ist.

    2. Bespielbarkeit

    Also das ganze Ding ist doch leichter als es aussieht. Der Korpus ist wie bereits erwähnt aus Mahagoni, was ja durchaus für sein eher hohes Gewicht bekannt ist, aber in diesem Fall ist es wahrlich nicht schwer. Die Gitarre wiegt insgesamt nur sehr knapp über 3 Kilo. Von Kopflastigkeit kann keine Rede sein, ist also weder im Stehen oder Sitzen ein Problem.
    Das Griffbrett (Palisander) ist sehr angenehm zu bespielen, keiner der Bünde steht über (zur Verarbeitung später noch mehr) und die Halsdicke findet sich irgendwo zwischen den dünnen Ibanez-Hälsen (GIO/RG serie) und den doch etwas breiteren SG Epiphones. Also alles in allem hat man zwar was zum Anfassen, aber von Gibson's LP Hälsen sind wir noch weit entfernt.

    3. Verarbeitung

    Ich weiß, das klingt hier inzwischen schon fast nach Werbung, aber auch hierzu kann ich kaum was negatives sagen. Das Finish sieht immer noch aus wie neu, wirkt sehr beständig. Action war schon werksweise gut eingestellt, aber die Saitenreiter lassen sich gut verstellen, also neu-einstellen ist keine große Sache. Die Stimmstabilität lässt zwar auf Dauer etwas zu wünschen übrig (nach einer anständigen Übungssession von zwei, drei Stunden kann sich das Ganze schon ordentlich nach unten verstimmen) aber mit etwas Geduld ist auch das zu meistern. Die Potis knacken nicht und sind gut drehbar, obwohl der "Tone" Regler aus irgendeinem Grund etwas weiter herausgeschraubt zu sein schein als die anderen. Macht ihn etwas lockerer, was manchmal negativ auffällt. Insgesamt gibts aber nicht viel zu meckern.

    4. Optik

    Eines muss ich klarstellen, die Bilder im Internet lassen die Gitarre in einem völlig anderem Licht erscheinen. Das Cut-Out ("ergonomische Armauflage" - eigentlich Blödsinn, denn dafür ist sie zu weit oben angebracht) ist wesentlich kleiner und unauffälliger als auf den Bildern (mehr dazu auf meinen Fotos). Das Hochglanz-Finish sieht in Natura wesentlich weniger plastisch aus und die Transparenz (Holz ist recht deutlich sichtbar) gibt dem ganzen einen wirklich edlen Touch. Hier mal die Bilder (sind zwar vom Kaufdatum, aber die Gitarre hat sich bis heute kaum verändert):

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    Ich bin nicht sehr erfahren im Gitarren-Reviews schreiben (ich denke dass sieht man :p) aber vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen einen Eindruck verschaffen.

    Noch andere CORT Besitzer hier die eine ähnliche Meinung haben?
     
  2. Darkeminence

    Darkeminence Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #2
    hi, ich hab ne cort m520, die ich mir "gecustomed" hab, haha...echt tolle gitarre, vor allem saienlage und bespielbarkeit...ich bleib auch bei cort, meine nächste wird ne evl-k4, schöne gitarren bauen die, da sollte man endlich mal den ruf der koreanischen gitarren nicht verschmähen, denn ich kann bei den genannten modellen fast nichts schlechtes finden.
     
  3. Rosenfrfeund

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    Erstellt: 02.03.08   #3
    Netter Bericht
    was ich bislang so gelesen habe, ja, Cort soll schon gute Gitarren bauen. Was das Problem der Unbekanntheit angeht, da sollte Cort mal was dran drehen. Ich z.B. interessiere mich für die Hiram Bullock-natura, nur, blind kaufen mag ich die auch bei guten Empfehlungen nicht. Ich finde aber keinen Händler in für mich zumutbarer Entfernung um das Teil mal anspielen zu können und jemanden zu finden, der hier in meiner Nähe (Westmünsterland) die sein Eigen nennt, den hab ich auch noch nicht gefunden.
    Meine Meinung - Sollte Cort daran interessiert sein mehr Instrumente zu verkaufen, dann geht das wohl weniger, wenn hier im Forum oder sonstwo die Marke hochgelobt wird, sondern nur, wenn Cort seine Mannschaft zu den Händlern schickt. Ich weiss, wovon ich schreibe (30 Jahre Marketing).
    So verbleibe ich als noch nicht angespielter Cort-Fan Rosenfrfeund
     
  4. heavymetal87

    heavymetal87 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #4
    Ja, das Problem mit dem anspielen kenn ich. Es gibt so weit ich das weiß Österreich-weit nur 2 oder 3 Händler die überhaupt Cort E-Gitarren im Sortiment haben (bei deren Akustik-Serie sieht's aber schon anders aus).

    Die Cort-Modelle für 2008 sehen auch schon sehr geil aus (vor allem die VX serie würde mich sehr interessieren) aber die gibts noch nirgends in D/Ö.
     
  5. Darkeminence

    Darkeminence Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #5
    also wenn jemand interesse hat...
    erzählen kann ich diesem jemand was über die katanas, die evl-k's
    die mirages und die g serie...
    wenn jemand a10-musik kennt, bei berlin, die haben öfter schöne cort modelle da...

    sind alles schöne gitarren, obwohl die sparte unter 300 euro besser sein könnte...
     
  6. Rosenfrfeund

    Rosenfrfeund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.08   #6
    Wenn du von Österreich und Deutschland spricht, da hast du Recht. Da ich sehr nah der holl. Grenze wohne, hab ichs dort mal versucht. Oh man, gegen die leben wir ja direkt noch im Schlaraffenland - in ganz Holland nur ein Händler - und der nimmt glatt den Listenpreis - also, das war auch nix - Weiter suchen
    Rosenfrfeund
     
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