[Effekt] Boss ME-80

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Hallo!

Hier ein erstes Review zum noch relativ neuen Boss ME-80 Multieffekt:


Nach früheren Erfahrungen mit der GNX Serie von Digitech war ich seinerzeit auf Einzeleffekte umgestiegen. Klanglich gefiel mir das auch sehr gut. Allerdings wuchs das Board doch sehr an, um verschiedenste Sounds in der Coverband schnell verfügbar zu machen. Nachdem dann am Ende 12 Treter auf dem Board waren, wurde mir die Schlepperei zuviel. Auch war ein schneller Wechsel zwischen unterschiedlichen Einstellungen nicht machbar. Und ganz ehrlich: Ich wollte mal was neues ausprobieren.

Testumgebung: Fender Telecaster, Squier Classic Vibe 50, Yamaha Pacifica 412V vor einem clean eingestellten Vox Valvetronix AD50VT.


Lieferumfang und Ausstattung/ Gehäuse

Das Boss ME-80 kommt zunächst einmal nur mit einem Satz Batterien und ohne Netzteil. Das original Netzteil von Boss kostet 30 Euro extra. Ein ausreichend dimensioniertes Standardnetzteil reicht natürlich auch. Eigentlich erwartet man das schon als Grundausstattung, aber na gut, man wollte wohl die 300 € Marke deutlich unterbieten, um attraktiv zu sein.

Das Gehäuse ist aus Metall, macht einen grundsoliden Eindruck und weist äußerlich auch paar pfiffige Details auf. So kann der Netzteil Anschluss über eine Zugentlastung festgeklemmt werden. Der Ein-/Ausschalter ist ein Taster, der gegen unabsichtliche Betätigung gesichert ist. Gefällt mir. Ansonsten Hinten die Anschlüsse für Kopfhörer (3,5 mm Klinke), USB und zwei 6,3 mm Monoklinken. Wahlweise können beide Klinkenausgänge für Stereobetrieb oder nur der linke für Monobetrieb verwendet werden.

Das Bedienfeld des Multieffektes folgt der Philosophie von Einzeleffekten. Insoweit gibt es für jede Funktion (z.B. Gain, oder Volume oder Effektstärke) einen Regler, der nicht mehrfach belegt ist.
Die Knöpfe sind durch grafische Rahmen zusammengefasst zu folgenden Effekten: Preamp, Compressor/FX1, EQ/FX2, Overdrive/Distortion, Modulation, Delay, Reverb. Daneben gibt es nur noch 4 kleine Taster (Exit, Write, CTL, Edit)

Daneben sind 4 Doppelschalter als Fußschalter vorhanden. Diese sehen optisch wie ein Schalter aus, bestehen aber aus einem Taster unten und einem Taster oben. Rechts daneben dann noch das Fußpedal.


Grundkonzept des Multieffektes

Das ME-80 kennt zwei Modi, den Manual-Modus und den Memory-Modus. Im Manual Modus bedient man das Board, als wenn es sich um einzelne Bodentreter handelt. Alle Regler wirken direkt auf den Sound. Die oben genannten Effektblöcke verfügen jeweils über einen zugehörigen Fußschalter. Wer also in der Probe mit der Band schnell mal einen Sound bauen muss, kann das hier schnell bewerkstelligen. Das hebt sich wohltuend von den oft vorgefundenen menülastigen Geräten ab und gefällt mir sehr gut.

Im Memorymodus gibt es 72 Presets. Davon sind 36 frei veränderbar, 36 Werkspresets sind unveränderbar. Die 36 Userpresets sind in 9 Bänken zu 4 Sounds organisiert. Das heißt, man wählt mit den beiden oberen linken Pedalen die Bank aus und dann mit den 4 unteren Pedalen die Sounds 1 bis 4. Hierbei gibt es jetzt eine wirklich gut gelungene Besonderheit: Wenn man ein Preset entwickelt hat kann man dem dritten Fußschalter oben (CTL = Control) besondere Funktionen zuordnen: Entweder wird beim Drücken des Pedals ein bestimmter Wert eines Reglers verändert, oder ein bzw. mehrere Effekte werden hinzu oder abgeschaltet.

Das muss man an Beispielen erläutern. Es wurde z.B. ein Patch erstellt mit einem crunchigen Rocksound. Jetzt möchte man schnell einen Solosound haben, der auf diesem Sound basiert. Gewünscht ist: Etwas lauter, etwas verzerrter, etwas Delay. Hierfür muss man nun keinen zweiten Patch anlegen, sondern macht folgendes: Man weist dem CTL-Pedal z.B. den Overdrive und das Delay zu. Der Grundsound wird ohne diese beiden aktiven Effekte gespeichert. Jetzt kann zunächst der Grundsound gespielt werden und nach einem Tritt auf das CTL Pedal wird der Overdrive und das Delay hinzugeschaltet. Alternativ könnte man z.B. den Volume Wert des Preamps auf das CTL Pedal legen, wenn es nur lauter werden soll. Das finde ich eine wirklich praxisnahe Lösung. Auch komplexere Soundänderungen sind machbar: So kann etwa das CTL Pedal den Overdrive ausschalten und gleichzeitig den Chorus an. So kann zwischen verzerrten Sound und Chorussound gewechselt werden und, und und....

Das Multieffekt kann vor einem Amp betrieben werden oder direkt in die PA oder einem Aufnahmeinterface etc. Die dafür notwendige Frequenzkorrektur liegt am Kopfhörerausgang an. Steckt dort ein Stecker, werden auch die Ausgänge an den großen Klinken korrigiert. Wer also nur die großen Klinken nutzen möchte und von dort direkt in die PA, der muss einen Stecker in den Kopfhörerausgang stecken, damit die Boxensimulation greift. Das funktioniert, ist aber nicht wirklich elegant gelöst. Ein Schalter für die Lautsprechersimulation wäre schöner gewesen.


Funktionen und Qualität der Effektblöcke

Preamp:
Auch wer das ME-80 vor einem Amp benutzt wird hier fündig. Die Preamps biegen den Grundsound so hin, dass der typische Klang bestimmter Verstärkertypen oder Sounds als Basis für die weitere Klangaufbereitung dienen. Der Preamp kann natürlich auch aus bleiben, dann baut man auf den Sound seines eigenen Verstärkers auf. Natürlich wir aus einem 1*12 Verstärker kein 4*12 Turm. Dennoch hat man z.B. mit der Einstellung Combo den Grundsound eines Vox Combos oder mit Stack einen Marshall vor den Ohren. Die Regelung von Gain, Volume und EQ greifen übrigens deutlich in den Sound ein, so dass wirklich große Anpassungsmöglichkeiten bestehen. Die Grundabstimmung der Modelle finde ich allesamt gelungen.

Compressor/FX1:
Hier findet man einen Compressor oder Sondereffekte wir etwa ein Defretter, der einen bundlose Gitarre simuliert. Da der Compressor besonders häufig benutzt werden wird hierzu noch eine Anmerkung: Der Sustainregler und der Level-Regler reagieren so, wie ich es gewohnt bin. Der Attackregler wirkt sich dagegen eher homöopathisch aus. Das gefällt mir persönlich nicht so gut, da ich z.B. von einem MXR SuperComp da eine deutlichere Wirkung kenne. Dennoch können die Compressor Sounds in der Praxis gefallen, wenngleich sie was das Attack angeht eben eher zurückhaltend eingreifen.
Besonders hervorheben möchte ich noch die Singlecoil->Humbucker und Humbucker->Singlecoil Funktionen. Besonders bei verzerrten Sound nutze ich mit meiner Strat die Möglichkeit, den Single Coil an der Bridge durch die Einstellung Humbucker->Singlecoil so zu verändern, dass er eben eher nach Humbucker klingen. Im Prinzip werden dort Presets für die Mitten und Höhen eingestellt. Das funktioniert tatsächlich gut.

EQ/FX2:
Hier steht ein 3-bandiger EQ mit Volumeanpassung zur Verfügung, der hinter(!) dem Preamp greift. Das ist klasse, um den Sound etwas zu verfeinern, ohne dass das Auswirkung auf die Verzerrung hat. Daneben stehen noch einige Modulationseffekte (z.B Phaser, Tremolo, Chorus, Delay und ein Booster zur Verfügung). Delays kann man beim ME-80 übrigens in 3 Sektionen einstellen (EQ/FX2, Modulation und Delay). Das macht z.B. Multidelays möglich. Die Modulationseffekte in dieser Abteilung gefallen mir sehr gut. Hier sind in der Regel wenig Anpassungen nötig und man hat schnell einen angenehmen Sound eingestellt.

Overdrive/Distortion:
Auch hier gibt es eine breite Auswahl von Verzerrern, die sich zumeist an bekannten Boss-Pedalen orientieren. Vom Boost bis zum Heavy Metal Verzerrer ist alles dabei. Die große Frage bei den Multis ist ja immer, wie dynamisch diese Effekte umgesetzt sind oder ob es brizzelig digital klingt. Wie sieht es also beim ME-80 aus? Zunächst einmal finde ich, dass es hier gelungen ist, sowohl Verzerrer abzubilden, die eher bluesig anzerren, mal crunchig drücken oder richtig "braten". Erfreulich auch, dass die Latenzen früherer Zeiten und Modelle heute nicht mehr (spürbar) auftreten. Die Dynamik der Verzerrer ist unterschiedlich: Klar, ein MetalCore verhält sich auch als einzelnes Pedal nicht besonders anschlagdynamisch, aber der Blues-Verzerrer kann das doch ganz gut. Sowohl Anschlagstärke wie auch Volumepoti lassen sich gestaltend einsetzen. Insgesamt würde ich aber meinen, dass die Dynamik etwas hinter hochwertigen Overdrives zurückbleibt. So habe ich z.B. eine Box of Rock in den Ohren, die über die Dynamik von bluesig bis zum Heavy-Brett alles mit einer Einstellung abdeckt. Das ist beim ME-80 etwas mehr Feinarbeit notwendig.
Als Gesamtergebnis würde ich hier 4 von 5 möglichen Punkten geben. Die Dynamik ist etwas eingeschränkt, dafür stehen aber sehr praxisnahe und eine große Bandbreite abdeckende Zerren zur Verfügung.

Modulation:
Noch mehr Feingefühl beim Einstellen erfordern die Modulationseffekte. Denen stand ich aber schon immer skeptisch gegenüber. Nach etwas Einstellung kommen aber nette Phaser, Flanger, Chorus, Tremolos oder Univibes heraus. Vorsicht bei den Effekten, die die Tonhöhe verändern. Zwar führen die Pitch-Shifter und Harmonist Effekte schnell zu einem Wow-Effekt, allerdings verspürt man doch immer recht deutlich, dass hier der Sound digital entsteht und zuweilen auch einige Artefakte hörbar sind. So habe ich mir einen Harmonist Effekt gebaut, der dem Signal eine Terz in der Tonart C-Dur hinzufügt. Dazu muss dann aber mit dem EQ in die Höhen Eingegriffen werden, dass es ansonsten doch irgendwie "unrund" klingt.
Gerade bei diesen Effekten gilt daher wie so oft: Weniger ist mehr.

Delay:
Diese Sektion bietet eigentlich alles was man braucht. Vom normalen Digitaldelay bis zum analog klingenden, höhenabschneidenden Echo über einem Modulationsdelay bis zum neuen Tera-Delay ist hier alles da. Was mir auffiel: Insbesondere das Modulations-Delay ist im DD-7 von Boss meiner Meinung nach deutlich besser umgesetzt. Insgesamt klingen alle Delayeinstellungen im Vergleich zu eben diesem DD-7 etwas "schlichter". Auch hier geht es nur um Nuancen, wundert mich aber doch, das die Einstellmöglichkeiten (Zahl der Regler) an sich ja gleich sind.
Ach ja, das Delay hat natürlich eine TapTempo Funktion. Sehr schön: Es lassen sich gleich punktierte 1/8 Noten eintappen. The Edge lässt grüßen! An diesere Stelle kann man auch die Delay-Unit als Looper nutzen. Maximal 38 Sekunden stehen hier zur Verfügung, für kurze Akkordphrasen sicherlich genug.

Reverb:
Room, Hall (Halle), Spring (Federhall) mit nur einem Regler. Funktioniert, mehr aber nicht. Andere Multieffekte lassen beim Hall noch die Regelung von Halllänge und Höhendämpfung getrennt zu. Letzteres hätte ich auch hier gerne gesehen. So ist es lediglich ein durchschnittliches Feature.

Fußpedal:
Das Pedal ist in der Grundstellung als Lautstärkepedal eingestellt. Tritt man es nach vorne etwas kräftiger durch, wird der Effektmodus eingeschaltet. Jetzt kann man das Pedal z.B. als WahWah oder zur Tonhöhenveränderung als Effekt nutzen. Viel mehr gefällt mir allerdings die Möglichkeit, z.B. das Gain vom Overdrive zu regeln. Der absoluter Hammer ist aber die "Freeze" Funktion. Damit kann man den Klang einfrieren. So ist der "Sound-On-sound" Effekt machbar, den z.B. David Gilmour bei "Shine on you crazy diamond" in Live at the Royal Albert Hall genutzt hat.


USB Anschluss
Über den USB Anschluss lässt sich sowohl der Sound ausgeben also auch die Pachverwaltung vornehmen. Die Soundaufnahme habe ich noch nicht gestestet. Das hole ich nach.
Mit der Software Boss ToneStudio, die sich frei herunterladen lässt, wird die Patcherstellung und Verwaltung zum Kinderspiel. Daneben kann man über die Software auch auf eine Patchbibliothek von Boss zugreifen, in der wirklich erstklassige Patches aus verschiedenen Genres zur Verfügung stehen. Was die Sounderstellung angeht, ist das einer der intuitivsten Programme die ich kenne. Lediglich fiel auf, dass die 1.0 Version noch die ein oder andere kleine Macke hat. So verschluckt sie sich z.B. manchmal bei den Patchnamen.

Fazit
Mein Gesamtfazit fällt positiv aus. Aufgrund des durchdachten Bedienkonzeptes kann man sich mehr mit Musikmachen als mit Programmierung beschäftigen. Klanglich erfüllt das ME-80 meine Anforderungen. Den einen oder anderen Kritikpunkt (z.B. die sparsame Hallsektion) gibt es, aber die führen nicht dazu, dass ich das Gerät nicht grundsätzlich empfehlen könnte. Nur wer den Zerrsound seines Amp nutzen möchte, sollte vorsichtig sein, denn die 4-Kabel-Methode ist beim ME-80 nicht möglich.
In einer Band, wo viele Sounds benötigt werden, dürfte sich das ME-80 zuhaus fühlen.
 
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Das Review gefällt mir; auch insofern, als dass durchaus kritische Untertöne zu lesen sind, die mir auch vom ME-70 her irgendwie nicht ganz unbekannt vorkommen (da ich die Kiste selbst mal hatte).

Ich bin kein Prophet, aber ich würde fast wetten, dass Du nach zwei, drei Jahren wieder zu Einzelpedalen zurückkehrst. Irgendwie deute ich Deine Einleitung so. :gruebel:
 
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Ich bin kein Prophet, aber ich würde fast wetten, dass Du nach zwei, drei Jahren wieder zu Einzelpedalen zurückkehrst. Irgendwie deute ich Deine Einleitung so. :gruebel:

Man braucht einfach beides. 😄
Ich möchte mir aber eigentlich noch einen ganz puristischen Röhrenamp zulegen. So als Kontrast zum Effektmonster.
 
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Ich finde das ein solches Multieffekt ohne 4KM heute überhaupt keinen Sinn mehr macht, außer man hat keine vernünftige Amp-Zerre oder will nur über Kopfhörer/PA spielen. In dieser Liga sollte die 4KM eigentlich ein Standard sein.
 
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Wuff - Ich BIN Prophet... :D

Ich fand schon immer beides interessant: sphärische, effektbeladene Sounds einerseits und nur die Gitarre mit Kabel in nen Röhrenamp. Und man vermisst immer das was man gerade nicht hat.
 
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Ich finde das ein solches Multieffekt ohne 4KM heute überhaupt keinen Sinn mehr macht...

...was beim ME-70 doch aber ging, oder irre ich da? :gruebel:

Hier fällt mir nur das Digitech RP1000 ein, wo ich mal einen ziemlich überzeugenden Test sah.
 
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Habe ich das richtig verstanden: der ME-80 hat keinen Loop, um analoge Zerrer einzuschleifen?
 
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Hm, tut das wirklich Not, sowas zu haben, wo doch bestimmt wie beim ME-70 recht viele Zerrer en masse dabei sind? Also beim ME-70 hab ich's dazumals ned vermisst...

Vielleicht beim Tonelab LE, weil da kaum Zerrer mitgeliefert wurden, aber das hat den Einschleifweg. :gruebel:

Das Einschleifen weiterer Pedale halte ich angesichts der vielen simulierten Zerrer für wenig tragisch.

Ich persönlich vermisse auch die 4K Methode nicht, da ich die Ampzerre nicht nutze, wenn das ME80 im Einsatzt ist. Ich würde bei allen Diskussionen über evtl vermisste Features nochmal betonen wollen, wie genial einfach das Bedienkonzept ist. Das verhinderte bei mir häufig den Einsatzt früherer Geräte im Bandalltag.
 
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Das Einschleifen weiterer Pedale halte ich angesichts der vielen simulierten Zerrer für wenig tragisch.

Jepp. Das denk' ich doch auch. Sollte wirklich kein Thema sein.

...Ich würde...nochmal betonen wollen, wie genial einfach das Bedienkonzept ist...

Das ist wichtig, denn die meisten Multis verlangen intensives Beschäftigen, um dann im Gegensatz zu den Werks-Presets wirklich gute Sounds heraus zu holen.
 
Don Rollo
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Gerade die 4KM hätte das Gerät massiv aufgewertet und von daher verstehe ich nicht, dass Boss das nicht eingebaut hat. Das Fehlen war ja schon beim ME70 immer bemängelt worden bzw von vielen als Grund genannt worden, warum das Gerät für sie nicht in Frage kommt.

Das wären auch nur 2 Klinkenbuchsen und ein Wandlerchip mehr gewesen. Von den Kosten her wäre das absolut tragbar. Und das Konzept des ME80 würde die Bedienung außerdem zu einem Kinderspiel machen: einfach noch eine "External"-Einstellung in der Preamp-Sektion und fertig (Gain und Level als Send und Return, Bass, Middle und Treble als Extra Eq nach der Preamp-Zerre).
 
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Meine Rede...

Ich hab auch bei Boss/Roland selbst mal nachgefragt.
Sie haben mir das so verkauft, dass das Gerät bewusst einfach und übersichtlich gehalten werden soll, was ja sehr positiv ist.
Das Fehlen des Loops ist also laut Boss als Feature zu betrachten! ; )
 
Chako
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Stimmt, 2 Kabel mehr wären einfach zu kompliziert anzuschließen...
Ich frage mich immer, wie die ganzen Leute das schaffen alles richtig zu verkabeln :weird:
 
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Naja, der tatsächliche Grund ist doch klar.
Man will einfach keine Konkurrenz zum GT-100 haben.
Das GT-100 ist mir persönlich zu groß und hat so viel Kram, den ich nicht brauche.
Das ME-80 ist im Prinzip wie ein kleines Pedalboard (hat auch die Knöppe zum rumschrauben) und ich hätte es mir auch gekauft, hätte es einen Loop.
 
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Geht mir genau so, vor allem weil ein großes Manko des ME70 (und vieler anderer moderner Geräte) beseitigt wurde: Der fehlende Power-Schalter. Da hat Boss auch wirklich mal auf die User gehört. Jetzt noch einen Preamp-Loop und das Netzteil ab Werk dazu und schon wäre das Gesamtpaket perfekt.
 
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Ah, danke. Aber warum freust Du Dich da so?

Wenn mich was freut, steht eher ein ":D" dahinter, der Smiley sollte nur auf meine freundliche und hilfreiche Art hinweisen ;)
Ich hab ja selbst den ME-70 seit einigen Jahren schon in Benutzung und hab ihn so modifiziert, dass schwer fallen würde, ihn abzugeben, um mir den ME-80, der doch einige
Features (z.B. USB-Anschluss und externe Software zum Proragmmieren und sortieren/speichern!) hat, die mir beim 70er sehr fehlen, anzuschaffen.
 

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