Einfluss der Spezialisierung des Gesangslehrers/der Gesangslehrerin?

von NiMR0D., 05.01.18.

  1. NiMR0D.

    NiMR0D. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.18   #1
    Hallo Freunde,

    ich würde gerne lernen zu singen, habe aber den den Anspruch, es vernünftig zu lernen -> Gesangsunterricht. Jedoch stellt sich mir dabei eine Frage, die leider nur teilweise im FAQ beantwortet wurde: In meiner Umgebung gibt es nur Pop/Jazz- und Klassik-Gesangslehrer. Mein Geschmack liegt jedoch eher im Rockbereich (im Extremfall sogar Layne Staley oder Chester Bennington). Daher habe ich mir gedacht "gut, dann lerne ich bei denen halt die Basics". Nun stellt sich mir jedoch die Frage, ob ich mich dann später selbst noch in die Rock Richtung manövrieren kann oder, ob bei mir dann immer der Pop/Jazz/Klassik-Einfluss des Lehrers mitschwingen wird. Anders formuliert, hat die Spezialisierung des Lehrers Einfluss auf die Anfangsphase/die Grundlagen? :nix:

    Erfahrung habe ich leider noch keine.

    Wer sich selbst ein Bild von den Lehrern machen möchte: https://kms.landkreis-leer.de/Unterricht/Gesang
     
  2. Der Gepuschelte

    Der Gepuschelte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.18   #2
    Für die Grundlagen sollte die Präferenz des Lehrers eher zweitrangig sein, außerdem sollte ein halbwegs guter Lehrer eben auch ein bisschen über den Tellerrand schauen können.

    Ich würde jedenfalls am Anfang nicht auf die musikalische Ausrichtung des Lehrers schauen, sondern wie gut man mit ihm klar kommt. Später, mit dem Wissen, kommt auch die Erfahrung, ob der Lehrer einen dahin bringen kann wo man hin will oder nicht. Dann kann man ggf. immer noch wechseln.
     
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  3. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 05.01.18   #3
    In den FAQ steht am Schluss als Fazit, dass es immer auch ein bisschen Glücksache ist. Und vor allem auch Veranlagungssache. Die Anlagen und die Robustheit für einen rockigen, rauen Sound musst du mitbringen bzw dir selbst erarbeiten.
     
  4. NiMR0D.

    NiMR0D. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.18   #4
    Alles klar, vielen Dank euch beiden!

    @Der Gepuschelte "Später" kommt dann wahrscheinlich nach ein paar Monaten, oder? Oder ist der Zeitraum ein anderer?
     
  5. Shana

    Shana HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 06.01.18   #5
    Solange es bei dir um noch vorrangig das Erlernen des Instrumentes Stimme geht ist die musikalische Ausrichting der Lehrerin für dich piepegal.

    Ich würde dann in deinem Fall allerdings eher eine Poplehrerin wählen als eine reine Klassikerin, außer die Klassiklehrerin wäre extrem offen und vorurteilsfrei. Das ist leider oft nicht der Fall und es heißt dann "Mit Klassik kannst du später mal alles", was eine Halbwahrheit ist, die dazu führen kann, daß du in ein paar Jahren mühsam umlernen musst. Solche SchülerInnen hatte ich schon häufig.

    Ich unterrichte SchülerInnen von "möchte an Weihnachten ohne mich zu blamieren ein Weihnachtlied mitsingen" bis hin zu "ich will an die Musical-Akademie und Profi werden". Und dazwischen auch jede möglichen Ausrichtungen, einschließlich derer, die sich auf Eigenkompositionen ausrichten und ich hatte auch schon Schüler, die in Hardcore-Metal Bands singen.

    Auch als Gesangslehrerin kann man mit der eigenen Stimme niemals alles perfekt können und repräsentieren. Das ist auch gar nicht nötig, denn ich weiß, wie das Instrument funktioniert und wie man die persönliche Ausrichtung ganz verschiedener SängerInnen erkennt und herausarbeitet.

    Wenn dann irgendwann der Moment kommt, wo jemand sagt, er/sie möchte nur noch Klassik oder nur noch Jazz oder nur noch Hardcore machen, also wenn es um starke Spezialisierungen im interpretatorischen Bereich geht würde ich diese Personen an andere Lehrerinnen verweisen. Ich selber bin eher spezialisiert auf Pop/Rock und Musical, sowie Improvisation und Stimmbildung im Grenzbereich Gesangsunterricht-Logopädie.
     
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  6. NiMR0D.

    NiMR0D. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.18   #6
    @Shana Oh, okay, vielen Dank für die ausführlichen Tipps (kommen ja wohl vom Fach). Tatsächlich geht es mir auch erstmal darum das "Instrument Stimme" zu lernen. :)
     
  7. Der Gepuschelte

    Der Gepuschelte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.18   #7
    "Später" ist ein dehnbarer Begriff, das hängt ja auch davon ab wie weit du schon bist bzw. wie schnell du Sachen lernst. Ich benötige für das Erlernen neuer Sachen knapp ein halbes Jahr, da die Grundlagen aber wohl nicht zwingend in einer Stunde abgearbeitet werden, würde ich mal so min. 1-2 Jahre schätzen die man braucht, damit man die Übung und die Erfahrung hat mit seiner Stimme umzugehen.

    Da wissen aber vermutlich die Gesangslehrer hier im Forum besser, wie lange so eine Stimmausbildung dauert:

     
  8. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

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    Erstellt: 11.01.18   #8
    Ich gebe einen ähnlichen Tipp wie Shana. Man teilt Gesang in zwei Richtungen ein: Klassik und Rest. Ich unterrichte alles von Jazz bis Metal, aber mit Klassik hab ich nix am Hut. Insofern wärst du bei einem Pop/Jazz-Lehrer am besten aufgehoben. Das vorausgeschickt kann es - Spekulation meinerseits - bei einem Pop/Jazz-Lehrer leichter passieren, daß du an eine Pflaume gerätst. Die Klassiker, mit denen ich bisher zu tun hatte, waren alle studiert und hatten Ahnung vom Fach (ob sie es gut vermitteln, kann ich nicht sagen, da ich ja keinen Unterricht bei ihnen habe). Du kannst zumindest davon ausgehen, bei einem Klassiker eine gute Atemtechnik zu lernen.
    Wenn ich sehe, was sich bei den Pop/Jazz-Leuten so alles tummelt, schwillt mir schonmal der Kamm. Ich habe mal Schüler einer *hust* "Kollegin" übernommen, weil sie weggezogen ist. Alle Schüler hatten erhebliche Defizite bei den absoluten Grundlagen und einer sogar einen Stimmschaden, was sie ihm noch nicht mal gesagt hat. Diese Nachricht durfte ich ihm dann mitteilen...:mad:

    Mein Fazit: geh zu einem Pop/Jazz-Lehrer, aber versuche rauszufinden, ob er/sie weiß was er/sie tut. Mitdenken, nachfragen, Fortschritte dokumentieren :great:
     
  9. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.01.18   #9
    Ich wünschte, das könnte man generell so sagen, und bei den Lehrern, die ich bisher kennengelernt habe war das auch so. Leider habe ich auch klassische Sänger mit Stimm-schädlicher Technik kennengelernt. Warum die das bei ihren Lehrern nicht richtig gelernt haben, kann ich allerdings nicht sagen.
    Das auf alle Fälle :) Egal ob Pop/Jazz oder Klassik.
     
  10. NiMR0D.

    NiMR0D. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.18   #10
    Wow, euch erstmal vielen Dank nochmal für euren Input!

    Hierbei stellt sich bei mir dann die große Frage, ob ich es dann merke, wenn ich eine Pflaume erwischt habe. Wenn ich mir jetzt z.B. den Werdegang von Frau Kötzsch (Link im ersten Post) angucke sieht das doch erstmal viel versprechend aus, oder?:gruebel: ("Berufssängerin im Show und Eventbereich, sowie als Studiosängerin für Fremd - und Eigenproduktionen. Gesangsunterricht, Coachings in Tonstudios und Workshops. Studium Jazzgesang, Fortbildung")

    Gibt es Punkte, an denen ich eindeutig erkennen kann, dass der Unterricht schlecht oder sogar schädlich für mich ist?
     
  11. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.01.18   #11
    Es muss nicht unbedingt eine Pflaume sein, die schädlich für einen ist :) GL und SchülerIn müssen einfach zusammenpassen.
    Wenn die Stimme sich über einen längeren Zeitraum (eher Jahre als Wochen :) ) nicht verbessert, wenn Du ständig aus den Stunden gehst und heiser bist, wenn Du in den Stunden ständig das Gefühl der Enge im Hals hast und der/die GL Dir keine Übung sagen kann, womit das weg geht, wenn Du überhaupt mit Bauchgrimmen hingehst, dann passt das nicht.

    Wenn Du gut mit dem Lehrer klar kommst, Spaß am Unterricht hast, singen weniger anstrengend (im Hals) wird, die Stimme sich verbessert, dann ist es vermutlich passend und gut :)
     
  12. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

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    Erstellt: 15.01.18   #12
    Die GL-Suche ist immer auch ein Stück weit Glückssache. Irgendwelche Megareferenzen kann jeder hinschreiben. Ich könnte z.B. wahrheitsgetreu behaupten, daß die H-Blockx und Sunrise Avenue schon vor uns gespielt haben - wooooooow. Liest sich beeindruckend. Daß sie beim Festival samstags die letzte und wir sonntags die erste Band waren, erwähne ich einfach nicht :whistle:
    Referenzen sagen mAn so gut wie nix aus. Nimm' kostenlose Probestunden, lern' die GL kennen. Wichtig ist, daß derjenige Inhalte für dich verständlich und nachvollziehbar vermitteln kann. Wenn du denkst 'boah, der sagt so vieles, das ich nicht kapiere, der muß aber gut sein', dann ist das verkehrt. Es geht um dich, nicht darum, wieviele coole Fachbegriffe der GL aufsagen kann.
     
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  13. NiMR0D.

    NiMR0D. Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.18   #13
    Ahhh, vielen Dank, so wird ein Schuh draus. Dann habe ich ja schon mal ein paar Gesichtspunkte. Klingt eigentlich logisch so im Nachhinein. :)

    Also, danke nochmal an alle, die sich beteiligt haben! Mal schauen, was draus wird :):cheer:
     
  14. Shana

    Shana HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 15.01.18   #14
    Also Sonntags die erste Band zu sein ist wenig erbaulich ;-))
    Das sagt allerdings nichts darüber, daß reisbrei nachweislich ein toller Sänger ist ebenso wie der von Sunrise Avenue einer ist. Und schon gar nichts darüber ob Samu (so heißt der, oder?) ein guter Gesangslehrer wäre...
     
  15. reisbrei

    reisbrei HCA Vocals / -Equipment HCA

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    Erstellt: 17.01.18   #15
    Die Slot-Verteilung war ziemlich jämmerlich. Wir wären eigentlich abends drangewesen, aber die Band, die den ersten Slot hatte, wollte lieber später spielen und hat irgendeine Ausrede erfunden.....und unser Bassist hat sich damit reinlegen lassen :bang:
    Naja, wir hatten viele geile Gigs, da braucht man sich nicht um einen scheren, der eben weniger geil war.
    ....und außerdem könnte ich dann nicht mehr meinen tollen Referenzspruch anbringen :hat:
     
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