Einschaltwiderstand

von Ippenstein, 01.07.08.

  1. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #1
    Hallihallo,

    ich weiß ja nicht, ob andere das Problem auch haben. Aber wenn ich meine Orgel einstecke, saugt der Transformator erstmal soviel Energie, daß es mir öfter die 8 Ampere-Sicherung raushaut.

    Jetzt möchte ich einen Einschaltwiderstand vorsetzen, der das ganze dahingehend glättet, daß mir die Sicherung drinbleibt. Hat da jemand einen Schaltplan?

    Viele Grüße

    Andreas
     
  2. Rene2000

    Rene2000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #2
    Hi, bei uns habe ich einen Einschaltstrombegrenzer zwischen Equipment-Netzstecker und dem 220-Netz geschaltet (ist ein separates Kästchen).
    Funktioniert wunderbar, kostet aber leider ca. 50 Euro im Elektronik-Versandhandel.

    Beste Grüsse!
     
  3. stephen

    stephen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #3
    Das hört sich auf den ersten Blick nach sehr stark kapazitiver Last an.
    Mit einem reinen ohmschen Widerstand wirst Du da zwar ein bisschen was machen können - aber eigentlich nicht wollen, denn der heizt Dir auch noch nach dem Einschalten die Wohnung. Besser eine Drosselspule vorschalten, die reduziert den Einschaltstromstoß doch ein Stück besser. Evtl. reicht so ein alter Spartrafo (hat man früher zum Einregeln der Netzspannung benutzt) auch?
    Das alles behebt aber die eigentliche Ursache nicht, die irgendwo im Netzteil stecken muss (denn dieses Verhalten wäre früher ja noch fataler gewesen, oder waren da die Sicherungen träger? die heutigen Automaten insbes. mit A- und B-Kennlinie sind manchmal arg mäklig, im Vergleich zu den alten sandgefüllten Schmelzsicherungen).
     
  4. Ippenstein

    Ippenstein Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.08   #4
    Naja, ich muß dazu sagen, daß beim Einschalten an einem Kabel hängen:
    Die Hammond, bzw. das Oschiteil von Trafo, der von 230 auf 117 V runterspannt. (Der läuft immer, sobald der Stecker im Netz ist).
    Und zudem momentan noch der Amp des Tonkabinettes, bei dem dann erst mal 15 Röhren plus ein ganzer Satz Trafos vorheizen. Ich will zwar in die Orgel noch einen Schalter setzen, um das Tonkabinett extra schalten zu können, aber allein schon der Netztrafo der Hammond saugt zuviel beim Einstecken.

    P.S. Da das alles Röhrentechnik ist, ist das sowieso wurst. Aber die Idee mit dem Spartrafo gefällt mir. :)
     
  5. Ippenstein

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    Erstellt: 01.07.08   #5
    Naja, ich muß dazu sagen, daß beim Einschalten an einem Kabel hängen:
    Die Hammond, bzw. das Oschiteil von Trafo, der von 230 auf 117 V runterspannt. (Der läuft immer, sobald der Stecker im Netz ist).
    Und zudem momentan noch der Amp des Tonkabinettes, bei dem dann erst mal 15 Röhren plus ein ganzer Satz Trafos vorheizen. Ich will zwar in die Orgel noch einen Schalter setzen, um das Tonkabinett extra schalten zu können, aber allein schon der Netztrafo der Hammond saugt zuviel beim Einstecken.

    P.S. Da das alles Röhrentechnik ist, ist das sowieso wurst. Aber die Idee mit dem Spartrafo gefällt mir. :)
     
  6. Böhmorgler

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    Erstellt: 01.07.08   #6
    Steck doch das Kabel, an dem alles dranhängt, mal in die Steckdose einer aufgerollten Kabeltrommel (mit genügend großem Kabelquerschnitt - versteht sich).
     
  7. chrizzle

    chrizzle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #7
    ähem.. was is das "oschiteil"
    stimmt deine hammond nicht?! oder is das fürs amerikanische netz?wieviel kostet sowas.. werd ja in kürze auch m100besitzer... da muss man sich vorbereiten..

    lg
    c
     
  8. Ippenstein

    Ippenstein Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #8
    Moin,

    es gibt Hammonds, welche auf 117 V Spannung ausgelegt sind und "deutsche" Hammonds, die für das 230 V Netz ausgelegt sind. Du solltest im Vorfeld überprüfen, um was für eine es sich handelt. Meistens ist bei den 117V Versionen schon ein Umwandler mit drin. Wenn nicht, dann den Verkäufer fragen, wie es mit einer Nachrüstung aussieht. Bei meiner war der Wandler schon dabei, weshalb ich Dir nicht sagen kann, was das kosten würde. Schätze aber, daß man mit 100 Euro dabei ist.

    Der Trafo, der dem ganzen vorgeschalten ist, saugt beim Einstecken erst mal ein zigfaches seiner späteren Nennleistung, sodaß es die 16A-Sicherung knallt.
    Es gibt dafür zwei Lösungen: 1. Einbau einer Sicherung, die träger reagiert.
    2. Nutzung irgendeines Systems, um die Spitze beim Einschalten zu unterdrücken.

    Ich habe inzwischen auch einen Link zu folgendem Teil gefunden: http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=19299

    Dieses Problem der unterschiedlichen Hammonds 117/230 V habe ich jetzt wieder wegen des Tonkabinettes spüren müssen. Das ist nämlich wieder für 230 V ausgelegt und deshalb mußte ich an der Orgel einen zweiten Ausgang mit 230 V Versorgung schaffen, wobei mich jeder Elektriker zum Mond schießen würde, da da eben ständig Saft drauf ist.

    Falls also jemand ein HR-40 mit 230 V braucht, bekommt er es im Tausch mit einem HR-40 mit 117 V.
     
  9. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #9
  10. Sticks

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    Erstellt: 03.07.08   #10
    @ Ippenstein: bevor Du Dich daran begibst, den Automaten unreflektiert durch einen C16A oder gar einen K16A ersetzen zu lassen, empfehle ich Dir, Dein Problem im Technikforum nochmal darzustellen.
     
  11. Ippenstein

    Ippenstein Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #11
    Keine Angst, Sticks,

    ich werde voraussichtlich der Orgel eine Elektronikschaltung vorsetzen, die das Problem der Spitze löst.
     
  12. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #12
    Es wäre vielleicht noch interessant zu wissen, welche Sicherung eingebaut ist.

    Bei alten Stromverkabelungen (etwa bis Ende der 70er Jahre) wurden drei Typen verbaut:
    H = "Haushalt" -- für alles was es so im Haushalt an Steckdosen etc. gibt
    L = "Licht" -- Für die Beleuchtung im Haus. Da dürfen keine Steckdosen angeschlossen werden
    K = "Kraft" -- Für fest angeschlossene Maschinen

    Heute gibt es fast nur noch Typ "B" und "C" und "K" (und "Z")
    Beschreibung der Typen hier: http://www.soundlight.de/techtips/lss.htm

    Kurz könnte man es so zusammenfassen:
    B und C für den Leitungsschutz
    K für den Leitungs und Geräteschutz
    dann gibt es meines Wissens noch "Z" für den Leitungsschutz und den Schutz von Halbleiterbauteilen


    Im Laufe der Jahre alten diese Automaten auch, so daß sie nicht mehr bei den richtigen Strömen auslösen.

    Im Zweifelsfall würde ich da mal einen Elektriker fragen, ob der richtige Typ eingebaut ist. Der kann dann vielleicht auch testen, wann der Automat auslöst.

    NICHT SELBST AN DEN VERTEILERKÄSTEN RUMSCHRAUBEN!!!!


    Einfacher ist es freilich, durch irgendeine vorgeschaltete Elektronik, die Stromspitzen beim Einschalten zu vermeiden.
    Vielleicht reicht es auch einfach die verschiedenen Verbraucher nacheinander einzuschalten und nicht alle gleichzeitig.
     
  13. stephen

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    Erstellt: 03.07.08   #13
    Nicht ganz. Leistung (zumindest Wirkleistung) ist erst mal (so gut wie) gar keine. Höchstens Blindleistung. (Also Strom gegen Spannung phasenverschoben.)
    Was die Sicherung killt, ist trotzdem sehr wahrscheinlich nicht der Strom I (16A sind ne ganze Menge!), sondern die Stromanstiegsgeschwindigkeit dI/dt. Für die sind die Buchstaben bei der Charakteristik da (bzw. früher die Bezeichnungen "träge" oder "flink" -manchmal findet man die noch auf Kleinsicherungen als "t", "mt" oder "f").
    Da man in der Regel nicht die "Sicherungen" hinter der Bühne mal schnell austauschen lassen kann: Vorschaltgerät. Zu Hause: B- gegen D-Charakteristik austauschen lassen. Aufpassen, sind selten und werden mit Gold aufgewogen :(

    (Böhmo.: es gibt sie tatsächlich, die D. Für Schienenmontage, in 16A gesehen. Leider keine sichergestellt.)
     
  14. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #14
    Wikipedia zum Thema "Einschaltstromstoß" bei Trafos:

    --> http://de.wikipedia.org/wiki/Einschalten_des_Transformators
     
  15. Ippenstein

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    Erstellt: 03.07.08   #15
    So, ich hab da jetzt mal mitm Schraubenzieher im Sicherungskasten a bissl was gedreht und schreib nun am Computer aus dem Nachbardorf... :D

    Nachdem ich da einige interessante Beiträge im Technikforum gelesen habe, habe ich mich für die "Bestell und Zahl" Variante entschieden, die wenigstens eine saubere und mobile Lösung ist (der Einschaltstromoptimierer) und mir hoffentlich in Zukunft das Springen zum Sicherungskasten ersparen wird. Sobald ich das Drum habe, werde ich berichten, ob es auch entsprechend gut funktioniert.
     
  16. chrizzle

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    Erstellt: 03.07.08   #16
    wo hast dus denn her?
    mir passiert sowas zZ auch bei meinem mischpult manchmal (d&r dayner). wenn man so ein teil kauft, kann man es nur einem gerät vorschalten oder gleich ein paar? oder is dann der nutzen weg (wär logisch)

    lg
    c
     
  17. Ippenstein

    Ippenstein Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.07.08   #17
  18. Rene2000

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    Erstellt: 04.07.08   #18
    Das funktioniert auch bei quasi gleichzeitigem Einschalten. Bei uns hängen PA-Amp., Rechner und Effekt-/Equalizer-Geräte dran, geschaltet über Master/Slave-Steckdose.
    Und der Einschaltstrombegrenzer war die Lösung aller Sicherungsprobleme.

    Beste Grüsse!
     
  19. chrizzle

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    Erstellt: 05.07.08   #19
    hallelujua.. das klingt aber nett..

    nja,m dann wird bei mir so ein ding auch bald ins haus stehen..

    lg
    c
     
  20. Ippenstein

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    Erstellt: 06.07.08   #20
    Ups... falsche Adresse... Michael Ansorge ist unter www.hamtech.de zu erreichen. :)
     
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