Einzele Saiten bei Distortion nicht klar hörbar

von Malzzi, 11.11.18.

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  1. Malzzi

    Malzzi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.18   #1
    Hallo liebes Forum,
    also, wie fang ich am besten an...

    Ich bin relativ neu in dem "Distortion" Bereich und kenne mich noch nicht so gut damit aus. Zurzeit arbeite ich an einem kleinen Soloprojekt und verwende dafür Fl Studio und Guitar Rig 5, spiele hauptsächlich im Droped D (E wird zu D) Bereich. In Guitar Rig habe ich mir vor einiger Zeit schon einen eigenen kleinen "Metal Distortion" zusammengewürfelt, mit dem ich an sich eigentlich relativ zufrieden bin. Nun steht das Problem im Raum, dass man in dem Gitarren-Riff nicht wirklich jede Saite raushört (spiele hauptsächlich mit der E, bzw. D und A Saite). Man hört nur... "Sound"... ich hoffe ihr wisst was ich damit meine.

    Ach wisst ihr was, es ist ziemlich schwierig es zu erklären, ich lass euch mal rein hören:
    https://drive.google.com/file/d/109WdhC41pZuxNfOjvdznoStrhI7nDFPo/view?usp=sharing

    Nun, ich hoffe ihr wisst jetzt mehr was ich meine. Wenn ich die leeren Saiten spiele, hört man nicht wirklich den "Rythmus" raus, wenn ich versteht. Wenn ich aber einen Bund höher spiele, hört man dann den "Rythmus" wieder raus.

    An was liegt das? Ist das eine bestimmte Technik mit der ich spielen muss, oder liegt es das einfach nur an der "unordentlichen" Distortion die ich mir zusammengebastelt habe?
    Ich hoffe ihr könnt mir bei diesem Problem weiterhelfen... bin sehr Ratlos.
     
  2. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.11.18   #2
    Könnte einfach viel zu viel Gain sein.
    Wie sind Deine Settings?
     
  3. Malzzi

    Malzzi Threadersteller Registrierter Benutzer

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  4. ikarus2228

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    Erstellt: 11.11.18   #4
    Du verwendest soviel gain da kann ja nur matsch rauskommen.

    Dreh mal beim Screamer gain auf 0 und volume weiter auf und danach bei deinen Amps jeweils pre gain auf ca. 9 Uhr und taste dich dan ran.

    Deine EQ settings finde ich auch sehr merkwürdig. Fang mal mit neutralen (alles auf 12) Einstellungen als Startpunkt an. Wenn du weniger gain nimmst wirst du auch diese extremen treble/presence einstellungen nicht mehr brauchen. Und klar, mit dem Bass sollte man es nicht übertreiben, aber auf 0 ist auch keine Lösung. ;)
     
  5. Bruce_911

    Bruce_911 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.18   #5
    Ich auch. Spiele es doch mal clean, vielleicht wird dann klarer, was du meinst.
     
  6. GordonF

    GordonF Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.18   #6
    Das hängt ganz stark vom Input-Gain am Interface und am Input-Gain in Guitar Rig ab.
    Nur anhand der Gainreglern-Stellung des "Amps" kann man so eine Aussage nicht machen.
    Könnte zu viel Gain sein, oder auch zu wenig. Oder genau richtig.
    Allerdings wenn man sich das Soundbeispiel anhört, dann merkt man, dass du dennoch Recht hast.

    Maßnahmen:
    - Gitarre stimmen
    - viel weniger Gain
    - weniger presence/treble
    - viel mehr Bass (wie soll man tiefe Noten hören, wenn du den Bereich in denen sie stattfinden, auf Null drehst?)
     
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  7. Bassyst

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    Erstellt: 12.11.18   #7
    Also ich nutz auch noch oft Guitar Rig ... dreh den Pre-Gain und den Overdrive bei den Amps mal massiv runter. Eher so auf 3.3 (nicht 10.0). Beim Skreamer würde ich ebenso sehr viel Gain noch rausnehmen, auch so 3.3!

    Für mich ist ein Richtwert: wenn man keinen Unterschied mehr zwischen Palm mutes und offener Saite hört, muss Distortion raus. Auch bei knüppelhartem Metal.
     
  8. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.18   #8
    Ich kann mir das Tonbeispiel leider nicht anhören, aber es kann auch manchmal (aber hier wohl eher unwahrscheinlich) an den Pickups liegen (schlechte Saitentrennung). Welche Pickups/Gitarre nutzt Du denn?
     
  9. ikarus2228

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    Erstellt: 12.11.18   #9
    @GordonF na klar kann ich so eine Aussage machen, hör dir doch bitte mal das Soundbeispiel an.
     
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  10. GordonF

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    Erstellt: 12.11.18   #10
    Hab ich doch geschrieben: In diesem Fall stimmt es.
    Aber du hättest genauso gut auch falsch liegen können. Begründung siehe obiger Post.
     
  11. boerdi

    boerdi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.18   #11
    Auf @Malzzis Screenshot mit den Settings bezogen: Vereinfache mal deine Signalkette und versuch MONO mit nur EINEM Amp + Cab aufzunehmen

    z.B Gitarre -> Overdrive (Screamer) -> Amp (5150) -> Cab (irgendwas mit V30ern oder Greenbacks mit EINEM SM57 als Mikro)

    Roter Ganal mit relativ wenig Gain (+- 9-10 Uhr Position) und neutralere EQ Settings zu Beginn am Amp und Mikro etwas von der Mitte des Speakers weg

    Overdrive Settings: Volume testweise auf Maximum dafür aber Drive komplett runter und Tone auf Mitte
     
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  12. GordonF

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    Erstellt: 12.11.18   #12
    Ich wiederhole nochmal:
    Konkrete Gain Settings zu empfehlen ist an dieser Stelle unsinnnig, da wir weder wissen, wie der Input-Drive an seinem Interface ist, noch wie hoch das Input-Gain bei Guitar Rig ist.
    Das ist anders als bei echten Amps.
     
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  13. ikarus2228

    ikarus2228 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.18   #13
    Ach komm Gordon jetzt reite da nicht so drauf rum, du schaust doch auch die Settings an und weisst, dass da nichts gescheites bei rauskommen kann. Basic gain staging habe ich jetzt einfach mal vorausgesetzt. ;)
     
  14. InTune

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    Erstellt: 12.11.18   #14
    Ich denke hier ist vornehmlich die Spieltechnik das Problem (nach dem gefragt wurde...), da wie beschrieben, Riffs mit Leersaiten undefiniert klingen und wo dann kein,e Rhythmus mehr erkennbar ist, wogegen ein paar Bünde höher, das besser wird.
    Das Problem liegt also in den Leersaiten, die nicht so abgedämpft werden können, wie gegriffene Saiten. Das kann man aber in "Griff" bekommen. Entweder mit dem Handballen => Palm Mute oder auch mit den Fingern der Greifhand => Greifen/anschlagen - Saiten dämpfen.

    Ansonsten gilt schon das beschriebene, je mehr Gain, desto mehr Sustain bekommt man, was vermeintlich "alles" leichter macht und bombastischer klingen lässt. Tatsächlich ist es aber so, dass mit mehr Gain auch zunehmend Transparanz verloren geht und sich Nebengräusche auf Grund von unsauberem Spiel potenzieren. Da ist so wenig Gain wie möglich einzustellen, der Weg den Sound zu "entmüllen" und definierter zu machen. Gleiches gilt für den Bassanteil im Sound. Auch der klingt natürlich zunächst mächtig und beeindruckend. Verschwindet aber spätestens im Bandkontext im mummelnden Nichts.
     
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  15. GordonF

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    Erstellt: 12.11.18   #15
    Haha...daran merkt man, dass du das Soundbeispiel nicht gehört hast :-)
    Das hat nämlich in etwa so viel Bass wie eine Hundepfeife.
     
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  16. khaaoos

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    Erstellt: 12.11.18   #16
    auf den input-gain einens (virtuellen) amps reagiere zumindest ich mit anpassen des levels/volume am booser... eher nicht mit dem gain/drive regler.
    insgesamt scheint es mir hier sehr offensichtlich, dass überall ordentlich zu viel gain eingestellt ist.
     
  17. InTune

    InTune Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.11.18   #17
    @GordonF , ich habe durchaus kurz in den Clip reingehört (...wo mir deutlich wurde, dass die Spieltechnik hier eine Ursache ist...), aber mich eher grundsätzlich zu der Thematik High Gain Vs. Differenzierter Sound geäußert. Und da machen eben zu viel Gain und zu viel Bass/zu wenig Mitten immer wieder die Probleme...
     
  18. boerdi

    boerdi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.18   #18
    Ok, das Ganze hat mich neugierig gemacht :D
    Hab mir die Guitar Rig 5 Demo mal reingezogen und solange rumprobiert bis das 30 Minuten Zeitlimit mich in den Wahnsinn getrieben hat.

    Die Signalkette ist auch einfacher gehalten, ohne Stereogesplitte etc... Dafür aber die Gitarre zweimal eingespielt (hart links/rechts gepanned)
    PS: Bin primär Sänger/Aufnahmefutzi, meine Gitarrenkünste halten sich extremst in Grenzen!

    Gitarre ist ne billige LTD M50 mit Seymour Duncan Distortion Pickups

    Clip 1
    -> Einstellungen
    -> Audio

    Clip 2 (extreme Einstellungen wie bei @Malzzi )
    -> Einstellungen
    -> Audio

    Da hab ich definitiv auch schon (viel) bessere Gitarren VSTs gehört :p
     
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  19. exoslime

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    Erstellt: 12.11.18   #19
    @Maizzi
    klingt zum einen nach viel zu viel Verzerrung, und auch an der Spielweise (definierter Pickattack/Anschlag)

    Guitarrig 5 ist 2014 erschienen, und in Sachen Klangqualität gabs kaum oder keine Verbesserung zu Guitarrig 4 oder sogar 3, welches um 2007 veröffentlicht wurde.
    und in den letzten Jahren hat sich im Modelling Sektor so unglaublich viel getan, das das nicht verblüfft das Guitarrig schon dezent veraltet klingt :p
    es scheint so als wäre NI aus dem Segment ausgestiegen und würde sich auf andere Produkte konzentrieren, einerseits schade, denn als damals Guitar Rig 1 veröffentlicht wurde (um 2000 rum? ) war es eine richtig geile Sache für damalige verhältnisse
    Aber auf der anderen Seite gibt es mittlerweile schon soooviele sehr gute AmpSims, das es einem schwer fällt überhaupt noch den Überblick zu behalten.
     
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  20. Malzzi

    Malzzi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.18   #20
    Erst einmal danke für die ganzen Tipps. Wie schon gesagt bin ich kein Profi und nur ein kleines Budget, möchte allerdings unbedingt Musik machen weil ew für mich einfach "befreiend" ist, kann da meime ganze Kreativität reinstecken.

    Guitar Rig 5 ist auch erst einmal übergangsweise, bis ich mir gute AMPs zulege. Denn von AMPs habe ich wirklich null Ahnung.

    Werde heute Abend nachn Feierabend mich noch mal an Guitar Rig ransetzten und die lieben Tipps von euch umsetzten.

    Lg
     
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