Engl Screamer für zu Hause

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Dretsche
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Hallo,

ich bin durch Zufall auf das Forum hier gestoßen und hab schon ein bischen gelesen um meiner Entscheidung näher zu kommen.

Ich spiele zur Zeit noch auf einem uralten Billigyamaha Verstärker, der damals bei einer ebenso billigen Gitarre dabei war (auf der spiel ich aber nicht mehr) und hab mich entschlossen mir einen neuen Verstärker zu holen.

Ich hab unter anderem den Engl Screamer getestet und der Sound gefällt mir wirklich gut, auch weil er meines Erachtens nach Clean sehr gut klingt und sehr gut verarbeitet ist. (Kann man bei dem Preis auch erwarten, denke ich.) Mir ist eine gewisse Flexibilität sehr wichtig, weil ich mich nicht nur für eine bestimmte Musikrichtung interessiere sondern gerne neue Sachen ausprobiere und auch viel verschiedene Richtungen höre. Hauptsächlich aber die härtere Gangart, aber im Gegensatz dazu auch Country, Rock und Balladen.

Meine Frage ist jetzt einfach nur, sind die 50 Watt für Zu Hause (vorläufig) übertrieben ?
Ich hab hier irgendwo gelesen, dass Röhrenverstärker laut gespielt werden müssen, das wäre dann ja hier im Haus wohl nicht so möglich. Würd ihn schon bis auf ein paar Ausnahmen in Zimmerlautstärke betreiben müssen. Gäbe das Probleme mit dem Amp ?

Ausserdem hab ich noch ein altes Alesis Quadraverb GT hier rumfliegen. Lohnt sich der Einsatz an dem Amp, oder versau ich mir damit nur den Klang ?

Ich würd mich über ein paar Antworten freuen, würd gerne diese Woche noch zuschlagen und den Yamaha endlich auf den Dachboden verbannen.
 
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thommy
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its better to burn out than to fade away ?? ...
Klar kannst du den Screamer zuhause spielen.

es gibt auch Leute die ein Half oder Fullstack zuhause spielen ;)

Und du musst ihn nicht laut aufdrehen, du kannst, weil er dann irgendwann mal besser klingt.
 
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DAs kommt jetzt wirklich drauf an, wie laut Du zu Hause spielen kannst.

Clean geht bei jeder Lautstärke. Aber wenn dass nur mit Zimmerlautstärke geht, hast Du das Problem, dass bei verzerrten Sounds kein Röhenverstärker der Welt wirklich gut klingt. Weil einfach der Endstufendruck (macht die Lautstärke) fehlt sowie die Belastung des Speakers (der soll ja auch noch mitarbeiten :D ).
 
Dretsche
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Also es ist nicht so das ich jetzt nur super leise zu Hause spiele, ich spiele eh immer lauter als es viele Andere tun. Hab mir dafür auch schon oft Standpauken anhören müssen, weil ich so laut übe. ich dreh schon dann und wann mal ein bischen mehr auf. Natürlich ist auch das noch im Rahmen, will ja nicht die ganze Strasse unterhalten, obwohl das sicher auch schon das eine oder andere Mal vorgekommen ist.

Was bedeutet das
du kannst, weil er dann irgendwann mal besser klingt.

Heisst das wenn ich ihn immer laut spielen würde hätte er irgendwann allgemein einen besseren Klang ? Heisst das auch gleichzeitig, wenn ich ihn immer etwas geregelter spiele kommt da später niemals was raus ?
 
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Dretsche schrieb:
Also es ist nicht so das ich jetzt nur super leise zu Hause spiele, ich spiele eh immer lauter als es viele Andere tun. Hab mir dafür auch schon oft Standpauken anhören müssen, weil ich so laut übe. ich dreh schon dann und wann mal ein bischen mehr auf. Natürlich ist auch das noch im Rahmen, will ja nicht die ganze Strasse unterhalten, obwohl das sicher auch schon das eine oder andere Mal vorgekommen ist.

Was bedeutet das

Heisst das wenn ich ihn immer laut spielen würde hätte er irgendwann allgemein einen besseren Klang ?
Heisst das auch gleichzeitig, wenn ich ihn immer etwas geregelter spiele kommt da später niemals was raus ?

Insofern ja, denn irgendwann setzt die Endstufensättigung der röhren ein :great:

Natürlich kommt da was raus ^^, aber den richtig schönen warem klang haste eigentlich erst mit der Sättigung.
 
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Ich spiele meinen Peavey XXX Combo auch zu Hause und die Nachbarn beklagen sich nicht.
Aber beim Peavey wurde auch bei der Schaltung nachgeholfen damit er leise gut klingt ;)

Beim Screamer vermute ich aber dass man ihn mehr aufrdrehen muss um was schönes rauszubekommen.

Teste ihn mal an.
 
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Ich find das alles übertrieben.
Ihr tut alle so, als würden Röhrenverstärker leise prinzipiell total scheiße klingen.
Ich würd den Screamer nochma leise anstesten und es mir dann überlegen.
Auf ner Bühne hat man auch nicht die Gelegenheit seinen Amp voll aufzureißen.. trotzdem hat nicht jede Band der Welt nen schlechten live-sound...
Ich könnte mir vorstellen dass der Screamer auch bei Zimmerlautstärke schön klingt, wobei ich mich aber dennoch nach einer günstigeren Alternative umsehen würde.
Ich mein, wer braucht schon 50 Röhrenwatt für sein Zimmer?
 
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also das ist nicht so, dass du den gesamtklang des amps verbessern kannst, wenn du ihn immer aufdrehst.
wenn du ihn lauter drehst, dann klingt er in dem moment vielleicht besser, aber das ist nicht zu vergleichen mit nem automotor, den man einfahren muss oder so. wenn du ihn immer laut spielst verschleissen einfach die endstufenröhren schneller, da sie dann heißer werden.
davon abgesehen hat der screamer (so weit ich das hier mit bekomen habe) eine relativ neutrale endstufe. eigentlich kommt der komplette sound aus der vorstufe im gegensatz zu anderen amps. was bei höherer lautstärke wächst ist der druck und die auslastung des speakers. das wäre aber bei einem transistor amp genau so. mein peavey xxl 212 klingt zum beispiel auch erst ab 10 uhr master richtig gut. das ist dann aber auch schon nicht mehr ganz zimmerlautstärke ;)
Kannst ihn auf jeden fall prima zu hause spielen, wobei er halt für'n proberaum eben schon besser geeignet ist.

MfG
 
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Sepo schrieb:
Insofern ja, denn irgendwann setzt die Endstufensättigung der röhren ein :great:

Natürlich kommt da was raus ^^, aber den richtig schönen warem klang haste eigentlich erst mit der Sättigung.

Da hast du ihn glaub ich falsch verstanden, oder ich. Will ja nur helfen.

Dretsche schrieb:
Heisst das wenn ich ihn IMMER laut spielen würde hätte er irgendwann allgemein einen besseren Klang ? Heisst das auch gleichzeitig, wenn ich ihn immer etwas geregelter spiele kommt da später niemals was raus ?
Nein. Der Klang ändert sich dadurch nicht. Gemeint ist, dass wenn du ihn laut spielst und vorallem die Endstufenlautstärke aufdrehst die Verzerrung besser klingt. Aber auf längere Zeit beeinflusst das der Klang nicht. Höchstens die Röhren die dadurch mehr strapaziert werden aber die müssen ja sowieso nach ein paar Jahren gewechselt werden.

Meine Erfahrung:

Den Screamer kann man auch leise gut spielen. Er bringt auch dann eine schöne Verzerrung. Wichtig ist nur, dass das Endstufenvolume dann voll aufgedreht ist und die Vorstufenlautstärke nur ganz ganz wenig aufgedreht ist. Dann Verzerrt der Screamer auch leise sehr sehr schön. Ich spiele übrigends immer so. Endstufe voll auf und mit der Vorstufe wird dann die Lautstärke eingestellt.
 
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its better to burn out than to fade away ?? ...
monsy schrieb:
Ich find das alles übertrieben.
Ihr tut alle so, als würden Röhrenverstärker leise prinzipiell total scheiße klingen.
?

Stimmt.
Ich spiele meinen auch zuhause (bisschen über zimmerlautstärke ;) ) und er klingt besser als jeder Transistor oder Digiteil das ich bis jetz gehört habe.
 
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Dretsche schrieb:
Also es ist nicht so das ich jetzt nur super leise zu Hause spiele

Also, dann ist das kein Problem. Ab dem 1. Teilsitrich des Master-Volumes tönt der Screamer schon ganz ordentlich - auf jeden Fall schon klar besser als vergleichsweise ein Roland Cube.
 
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Laut klingt er besser, aber der Screamer Combo ist auch auf mittlerer Lautstärke noch vertretbar... trotzdem würde ich ihn mir nur holen, wenn du damit in einer Band spielst, weil du lediglich bei Heimnutzung nicht von den Vorteilen der Röhren profitierst, die Nachteile (Wartung, Gewicht, Kosten, Know-How) allerdings ungeachtet dessen mit dem Kauf einhergehen.

Zum Alesis Quadraverb: Kannst es ja mal testen, ich denke aber, dass das im Screamer enthaltene Accutronics Reverb alle Ansprüche an ein Standard-Reverb befriedigen dürfte.
 
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Thias schrieb:
Da hast du ihn glaub ich falsch verstanden, oder ich. Will ja nur helfen.

:redface: Wenns falsch war alles zurück :redface: .
 
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Ich danke Euch erstmal allen, dass Ihr so zahlreich geantwortet habt !!!

Klar ist mir die Überlegung auch gekommen, dass der Amp in einem Proberaum besser aufgehoben wäre. Nur denke ich mir, wenn ich mir jetzt einen anderen kaufe, müsste ich mir nachher wenn ich mal ein paar Leute finde die verrückt genug sind mit mir in einer Band zu spielen, ja schon wieder was Neues holen. Und ausserdem hat mir der Klang echt gut gefallen. Habe mehrere Verstärker probe gespielt unter anderem auch den Marshall AVT 150 (Ich weiss, das ist was ganz anderes), der mir eigentlich mal ganz gut gefallen hat, aber nachdem ich den Engl getestet habe fand ich den Marshall gar nicht mehr so toll.

Ich werd wohl die Woche nochmal hin fahren und ihn leise ausprobieren und noch ein paar andere die dort rumstehen (Sind ne ganze Menge) und dann werd ich mich entscheiden.

Ich danke Euch nochmals !!!
 
Fun Tom
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Thias schrieb:
Nein. Der Klang ändert sich dadurch nicht. Gemeint ist, dass wenn du ihn laut spielst und vorallem die Endstufenlautstärke aufdrehst die Verzerrung besser klingt. Aber auf längere Zeit beeinflusst das der Klang nicht. Höchstens die Röhren die dadurch mehr strapaziert werden aber die müssen ja sowieso nach ein paar Jahren gewechselt werden.

Ich habe mal gelesen, dass neue Lautsprecher erst mal eingespielt werden müssen (broken in). Falls was dran ist wird dafür auch eine gewisse Lautstärke über längere Zeit nötig sein.

Bei der Verzerrung sollte man zwischen Distortion=Vorstufenverzerrung und Overdrive=Endstufenverzerrung unterscheiden. Distortion regelst du per Lead-Gain und das geht sogar mit Master 0,5...
Bei OD bin ich mir selber nicht so sicher. M.E. wirken sowohl Lead Volume als auch Master auf die Endstufe. (Aber wo ist der Unterschied? Weiß das jemand genauer?)

Kann ich dann nicht die Endstufe auf 2 Arten in Sättigung bringen?
1. per Lead Volume
2. per Master Volume
Für Zimmerlautstärke wirst du beim Screamer nicht über Master 2-3 gehen können, also fällt 2. aus, es sei denn, du machst es wie Thias (s.u.).

Selbst live habe ich übrigens bei meinem Screamer den Master nie über 12 Uhr aufdrehen müssen, um mich im Band-Gefüge durchzusetzen. (Ohne Mikrofonierung.) Keine Ahnung, was da noch alles kommt, wenn man weiter aufreißt....

Thias schrieb:
Meine Erfahrung:

Den Screamer kann man auch leise gut spielen. Er bringt auch dann eine schöne Verzerrung. Wichtig ist nur, dass das Endstufenvolume dann voll aufgedreht ist und die Vorstufenlautstärke nur ganz ganz wenig aufgedreht ist. Dann Verzerrt der Screamer auch leise sehr sehr schön. Ich spiele übrigends immer so. Endstufe voll auf und mit der Vorstufe wird dann die Lautstärke eingestellt.

Du spielst echt mit Master auf Anschlag und regelst die Lautstärke über die Vorstufen-Empfindlichkeit? Ziemlich ungewöhlich, aber wenn's funktioniert...
 
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@Fun Tom

Probiers mal aus, so bekommt man meiner Meinung nach die schönste Verzerrung. Ist natürlich geschmacksache. Mir gefällts so am besten.

vorallem gehts so auch sehr leise.

Vielleicht fals es jemand interessiert meine momentanen Einstellungen:

Zuhause:

Clean: 3UHR
Bright: gedrückt
Lead: 2UHR
Bass: 1UHR
Middle: 12Uhr
treble: 1Uhr
Lead Presence: 3-4Uhr
reverb: 2Uhr
Lead Volume: zwischen 7 und 8UHR
Master: Voll auf

Band:

Clean: 3UHR
Bright: gedrückt
Lead: 1UHR
Bass: zwischen 10 und 11UHR
Middle: zwischen 2 und 3Uhr
treble: 1Uhr
Lead Presence: 4Uhr
reverb: 2Uhr
Lead Volume: 1UHR
Master: Voll auf
 
Saladi
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50 watt vollröhre zuhause :eek: (würd ich zwar auch wenn ich das geld hätte)
 
Fun Tom
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Thias schrieb:
Band:

Lead: 1UHR
Lead Presence: 4Uhr
Lead Volume: 1UHR
Master: Voll auf

Junge, Junge, ganz schönes Brett.
Stehst du da auch noch davor oder bläst deine Mitmucker damit an? Würden mir glaub ich die Ohren verwelken...

In deiner Sig habe ich ein Boss MD2 gesehen:
Welche Richtung spielst du dass dir der Engl Zerrsound nicht ausreicht?
 

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