Entscheidung Yamaha P-45 oder Roland FP-10

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DasKurti
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Hallo an alle,

Nachdem ich nun eine Weile mitgelesen und mich informiert habe, bräuchte ich doch noch eine Entscheidungshilfe.

Profil:

- totaler Anfänger, vor paar Jahren mal auf einem Keyboard rumgeklimpert
- keine Notenkenntnisse aber Spaß am Rhythmus
- 60 jähriger Frühpensionär, Kinder aus dem Haus, agil und sportlich
- ich höre sehr gerne Klavier, nicht nur in der Kirche, überall wo eins rumsteht, klimpere ich drauf los
- Musikrichtung nicht festgelegt

Nun möchte ich es anpacken und das Klavierspielen erlernen.
Erst autodidaktisch, später vielleicht Unterstützung durch ansässige Musikschule oder Musiklehrer

Sowohl preislich wie auch von Berichten, Meinungen, Hörproben und Tests kommen nun zwei Digis zur Auswahl.
Jeweils im Set als „Home“-Piano. Also mit Unterbau, Hocker, Fußpedale und Kopfhörer.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr kurz und knackig Eure Empfehlung für eins der beiden Digitalpianos abgeben würdet.

1. Roland FP-10 (im Set derzeit 578€)

2. Yamaha P-45 (im Set derzeit auch ca. 579€)

Ich danke Euch im Voraus und wünsche Allen eine gesegnete Weihnachtszeit.

DasKurti
 
Eigenschaft
 
Kurz gesagt: Mit keinem der beiden machst du etwas falsch, die Unterschiede sind praktisch nur Geschmackssache, beide haben ihre Fans.
Wobei es sich allerdings lohnt gleich ein wenig für das FP-30 oder P125 auszugeben, ich beispielsweise habe auch sehr spät angefangen und nun nach knapp 3 Jahren nicht den Eindruck, dass ich mit meinem FP-30 an eine Grenze komme oder bald kommen werde.
 
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Wobei es sich allerdings lohnt gleich ein wenig für das FP-30 oder P125 auszugeben

Hatte ich auch im Visier.
Jedoch will ich derzeit „nur“ ca. 600€ ausgeben, Bar bezahlen ohne Finanzierung und sich sonst nicht irgendwie einschränken zu müssen.

Das FP-30 wäre schon toll :great:
 
Das FP-30 sollte neu durchaus für 600€ zu bekommen sein, allerdings ohne den Holzständer, sondern "nur" mit einem normalen Ständer.

Beispielsweise so ein Set:



Wobei diese X-Ständer aber nicht so mein Fall wären, aber schon für 30€ bis 40€ gibts auch stabile Vierbeinständer, die sind zwar nichts zum regelmäßigen Auf- und Abbauen, aber für den stationären Einsatz gut. Ich habe beispielsweise so einen, da wackelt beim Spielen auch nichts:
https://www.amazon.de/Gewa-900577-Basix-Keyboardtisch-Geräteständer/dp/B0019HYHGQ

Wie gesagt, mir einem aus deiner ursprünglichen Auswahl machst du auch nichts falsch, aber diese beiden Modelle klingen doch schon deutlich besser. Da würde ich persönlich eher den Unterbau durch einen normalen Ständer ersetzen als auf Saitenresonanz etc. zu verzichten.

Ach ja, jetzt fällts mit wieder ein: Das P45 soll bei der Dynamikwiedergabe nicht so toll sein, da wird die Stärke des Tastendrucks wohl eher großzügig gerundet. Das ist meines Wissens nach beim P125, aber wohl auch schon beim Roland FP-10, deutlich besser. Laut einigen Rezensionen, die ich gelesen habe, kannst du dann das P45 auch nicht vernünftig durch eine Software wie beispielsweise Pianoteq am PC aufwerten.
 
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:) Willkommen im Forum @DasKurti :)

Wenn Du auf beiden Geräten beim Händler einfach mal los klimperst, wird sich wahrscheinlich ziemlich schnell zeigen, was besser zu Dir passt.
 
Danke für die schnellen Informationen.

Ja, das FP-30 wäre schon toll, allerdings mit Holzunterbau, als ständiges Homepiano, erwünscht.

Händler habe ich hier leider keine in der Nähe, würde wohl online bestellen.

Ach ja, damit die Auswahl noch komplizierter wird, habe ich nun bei Thomann noch folgendes gesehen:

Thomann SP 5600 https://www.thomann.de/de/thomann_sp_5600_deluxe_set.htm

Jetzt kommt langsam der Punkt der Verzweiflung :weep:

Könnt Ihr bitte auch die aufgerufenen Preise bei Thomann und Co. kommentieren?
Ich habe keine Ahnung ob gute/schlechte Preise oder sogar ein Schnäppchen mit sofortiger Kaufempfehlung dabei ist!
 
Ach ja, damit die Auswahl noch komplizierter wird, habe ich nun bei Thomann noch folgendes gesehen:

Thomann SP 5600 https://www.thomann.de/de/thomann_sp_5600_deluxe_set.htm

Nein, nimm das nicht, auch keine andere Hausmarke. Ich hatte das Thomann schon zweimal neu als Zweit / Dritt-Piano. Die Tastatur fand ich am Anfang wirklich gut, mit etwas Erfahrung kam sie mir immer schwammiger vor, war aber immerhin noch ok. Aber vor allem ist der Klang ein bis zwei Generationen hinter dem der genannten Modelle. Das hört man selbst als Anfänger deutlich, vor allem der Ausklang der Noten war schauerhaft, teilweise hats mich dabei etwas an Trompeten erinnert, keine Ahnung wieso, aber da war immer so ein seltsamer Tremolo- und Vibrato Effekt drin.

Wie schon am Anfang gesagt: Nimm einfach eines der beiden erstgenannten, da liegen vor liegen vor allem für Anfänger nur Nuancen zwischen. Zur Not einfach welches dir von den Klangbeispielen besser gefällt, das gibt zwar auch praktisch nie den realen Klang im Raum wieder, ist aber immerhin etwas besser als eine Münze zu werfen. Wobei ich, wie gesagt, mich wegen der Tastatur eher mit Roland anfreunden kann.
 
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Wobei ich, wie gesagt, mich wegen der Tastatur eher mit Roland anfreunden kann.

Danke für Deine offene Meinung.

Das FP-10, besser das FP-30 von Roland wäre gedanklich auch meine erste Wahl.

Ist die Tastatur wirklich so ähnlich dem einen Klaviers?

Und gibt es denn irgendwo momentan ein Schnäppchenpreis?

Wie gesagt, sollte mit Unterbau sein und 600€ nicht überschreiten!
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Und hat das FP-10 die gleiche Tastatur wie das FP-30? :m_key:
 
Schnäppchen gibts in dem Bereich kaum bis gar nicht. Auf dem Gebrauchtmarkt tauchen die eh selten auf und gehen dann auch oft bis knapp unter den Neupreisbereich. Selbst die Retouren bei den großen Versandhändlern mit Rabatt meist unter 10%, oft auch nur 5%, werden praktisch sofort wieder verkauft. Das wäre mir zu wenig als Ausgleich dafür dass es eben schon mindestens zweimal per Lieferdienst unterwegs war.

Die Marktpreise schwanken immer etwas, waren in letzter Zeit aber auch ziemlich stabil. Ich würde einfach jetzt bei einem der großen Händler kaufen, die bieten halt im Schadensfall einen guten Service. Zumindest Roland bietet auch eine verlängerte Garantie an, dafür muss man aber bei einem offiziellen Händler gekauft haben, sonst kann man es dort nicht registieren. Ich persönlich war mit Thomann und dem Music-Store immer zufrieden und hatte nie Probleme, deren Service ist wirklich gut.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Und hat das FP-10 die gleiche Tastatur wie das FP-30?

Ja, aber du wirst dich wundern wie stark der Klang auch auf das Spielgefühl zurück schlägt. Selbst bei gleicher Tastatur kann ein nuancenreicherer Klang sich deutlich auswirken, so dass sie sich gefühlt anders spielt.
 
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Nein, nimm das nicht, auch keine andere Hausmarke.
100% Zustimmung.

Weder mit dem FP-10 noch mit dem P-45 kannst du was falsch machen. Ist einfach Geschmackssache. Mir gefällt z.B. Yamaha besser.
Wenn es dir dann doch nicht so liegen sollte, oder du doch was besseres (teurere) möchtest, kannst du es ohne viel Verlust wieder verkaufen.

Ich hatte auch das P-45, habe mir dann ein gutes Jahr später allerdings das P-115 (Vorgänger vom P-125) gekauft, da ich Line-Ausgänge gebraucht habe. Das P-45 habe ich dann privat weiterverkauft und dabei nur ca. € 50,- abgelegt.

Also die Einsteigermodelle der Markenhersteller verlieren kaum an Wert. Ist also ein ziemlich risikoloser Kauf.
Die Hausmarken kannst du im Gegensatz dazu fast verschenken und keiner will sie ...

lg Thomas
 
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Ja, aber du wirst dich wundern wie stark der Klang auch auf das Spielgefühl zurück schlägt. Selbst bei gleicher Tastatur kann ein nuancenreicherer Klang sich deutlich auswirken, so dass sie sich gefühlt anders spielt.

Habe ich das so zu verstehen, dass das FP-30 sich in Nuancen anders anhört?

Nun, ich als blutiger Anfänger werde das wohl nicht so merken.

Wichtig ist mir, dass ich nicht den Spaß und natürlich die „Ernsthaftigkeit“ des Lernens und Übens nicht verliere.
Mich beeindruckt der Klang des FP-10 schon sehr und denke, dass ich vielleicht in ein paar Jahren erst den Unterschied zum nächsthöheren Gerät, also dem FP-30, merke.

Ich tendiere zum Roland FP-10 mit Holzunterbau und Sitzbank/-Hocker. Es soll ja auch in der Wohnzimmerecke eine gute Figur machen.
 
das hier wäre evtl. auch ne Überlegung wert:
[/LEFT
in weiß sogar noch etwas günstiger.
Momentan gibt es in einer Sonderaktion das 3fach-Pedal gratis dazu.
Beim FP-10/30 gibt es standardmäßig nur so einen billigen "Fußtaster" ohne Halbpedal-Funktion, wodurch der Kauf des richtigen Pedals DP-10 fast schon obligatotisch, was dann nochmal mit ca 40 oder 50€ zu Buche schlägt.
Das Casio würde ich zumindest auch mal antesten​
 
Grad nur absolut auf die Schnelle (normalerweise schreibe ich es nciht so abgehackt):

Wenn du nicht nur über Kopfhörer spielen willst, dann sind bei den internen Lautsprechern das P-45 und das FP-10 ziemliche Gurken.

Da sind P-125 und FP-30 deutlich besser. M.E. ist das P-125, wenn es etwas glockig, klimprig, klischeehatf klaviermäßig klingen soll noch etwas besser. Das Roland ist mir zu dumpf, zu warm im Klang, hat aber die deutlich bessere Tastatur.

Gruß,
Tobias
 
Habe ich das so zu verstehen, dass das FP-30 sich in Nuancen anders anhört?
Du wirst es auf Anhieb hören. Der Klang des Roland FP-30 ist voller als der des FP-10, Tastatur und Klangerzeugung sind in beiden Modellen dieselbe. Unterschiede betreffen neben den besseren Lautsprechern vor allem die Anzahl der Klänge, die Polyphonie und die Ausstattung.

Wenn es allein um einen anständigen Grand Piano Klang geht oder wenn man sich das Instrument öfter unter den Arm klemmen möchte ist das FP-10 m.E. trotzdem eine gute Wahl für den geringen Preis.
Mehr und auch sehr hochwertige Klänge kann man bei Bedarf immer noch über den Computer verfügbar machen.

Die Tastatur ist m.E. ausreichend zum Klavierspielen lernen, als Spät- oder erwachsener Wiedereinsteiger kann man damit sicher für Jahre (oder immer) zurechtkommen.
Lehrer werden dich aus guten Gründen wahrscheinlich trotzdem immer wieder auf die Vorzüge akustischer Klaviere hinweisen.

Ich bin mit dem FP-30 jedenfalls sehr zufrieden und die Überzeugung festigt sich sogar noch, seit ich wieder die Ausbildungsliteratur durchgehe, um systematisch Technik, Etüden und Stücke zu üben.

Gruß Claus

Nachtrag:
Die gerade vom Musikerkollegen getroffene Einschätzung des Roland Klangs als "warm" ist richtig, kommt mir aber geschmacklich entgegen.

Will man das nicht, gibt es in der Klangauswahl sowohl mehrere akustische Pianos mit verschiedenen Klangnuancen als auch eine Anschlags- sowie eine Klangregelung.
 
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Danke @Claus für Deine Erläuterung.

Finanziell war ich eigentlich beim FP-10. Da wäre noch der Unterbau, Hocker etc. drin gewesen.

Jetzt bin ich gedanklich schon wieder beim FP-30.

Hocker und 3er-Pedale könnte ich ja auch später holen.

Mit dem Roland FP-30 in weiß und dem Roland KSC-70 WH wäre ich bei 643€. Passt.

Purzeln die Preise vielleicht nach Weihnachten noch?
 
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Also, ich hab auch keine Glaskugel, aber ich beobachte die Preise auch schon länger, da passiert nichts wirklich bahnbrechendes. Und gebraucht kann man gleich vergessen, die Preise liegen unerheblich unter Neupreis. Deine Idee, das NP-30 plus Holzständer scheint mir die absolut richtige zu sein. Wenn dir das einfache Pedal dann nicht mehr reicht, kaufst du das dreifach einfach nach. Zu viele Kompromisse aus Preisgründen führen dazu, daß du dich später ärgerst.
 
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Das Dreierpedal brauchst Du eigentlich nicht, für das Sostenuto holst Du dir besser einen Steinway in die Hütte. :D
https://de.wikipedia.org/wiki/Klavier#Pedale

Ich habe beim FP-30 allerdings den mitgelieferten Taster DP-2 gegen ein Roland DP-10 ersetzt. Das DP-10 ist ein solide gebautes Dämpferpedal und rutscht dank ausdrehbarer Gummisohle nicht weg.
https://www.thomann.de/de/roland_dp10.htm

Der Preis ist beim FP-30 schon länger stabil und derzeit rund 100 Euro unter dem bei Markteinführung. Es stand vor Längerem einmal bis zu knapp unter 500 Euro, aber die Phase der rein algorithmischen Verkaufspreise ist wohl vorbei.

Empfehlen würde ich einen bewährten Händler statt ein paar (im Glücksfall) gesparter Euro. Bei der Lieferung würde ich mich auf die Lauer legen, damit der große, unhandliche Karton nicht auf den letzten Metern auf den Boden knallt.
Ich habe meines sogar selbst transportiert (Thomann ist nur eine Autostunde entfernt), damit die Hammermechanik garantiert keinen Schaden abbekommt.


Gruß Claus
 
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Zu viele Kompromisse aus Preisgründen führen dazu, daß du dich später ärgerst.

Da sprichst Du Wahres!

Wie ich schon im Eingangspost sagte, will ich mich nicht finanziell einschränken.

Deshalb, und dank Eurer Bemerkungen, Hinweise und Ratschläge, sowie eines freundlichen Lächelns meiner Gattin, wird es das Roland FP-30, zunächst mit Unterbau, werden.

Ich wünsche Euch eine gesegnete und frohe Weihnachtszeit.

Möge unter dem Tannenbaum alles das liegen, was Ihr euch wünscht.

Tolles Forum hier! :claphands:

P.S.:
Ja @Claus , ich werde einen bewährtem Händler mein Anliegen mitteilen. :great:
 
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Danke @Claus
Jetzt bin ich gedanklich schon wieder beim FP-30.

Hocker und 3er-Pedale könnte ich ja auch später holen.
Genau das halte ich auch für das Vernünftigste - auf jeden Fall ein gescheites Gerät zu holen, das zwar auch noch im gehobenen Einsteiger- und Fortgeschrittenenbereich spielt, aber nicht das absolute und m.E. spürbare Minimum ist.
Und das Zubehör kann man ergänzen. Auch wenn eine wohnzimmertaugliche Optik das Ziel ist, ggf. mit komplettem Pedal und schöner Klavierbank, kannst du zunächst mit dem reinen Instrument schon Musik machen.
Der Rest kann nach und nach dazu kommen; das kann man auch bedenkenlos(er) gebraucht kaufen.

Gruß und viel Spaß beim Musikmachen,
Tobias
 
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