Kawai ES 8/Yamaha P 515/ Roland FP-90 oder lieber Home Piano mit Holztastatur?

von freschopin, 27.03.20.

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  1. freschopin

    freschopin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #1
    Hallo zusammen,

    im Moment bin ich dabei mir ein geeignetes elektrisches Klavier als Übungsobjekt auszusuchen, um es mir dann zu bestellen. Ich bin noch ganz neu auf musikerboard.de und beantworte der Einfachheit halber mal den vorgeschlagenen Fragebogen:

    (1) Welches Budget steht dir zur Verfügung?
    bis EUR: 1100-1500 €
    [ ] Gebrauchtkauf möglich

    (2) Gibt es bereits Geräte, die anschlossen werden sollen?
    [x] nein

    (3) Wie schätzt Du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
    [ ] Anfänger
    [ ] Fortgeschrittener
    [x] ambitionierter Fortgeschrittener
    [ ] Profi (Berufsmusiker)

    (4a) Wo willst Du das Instrument bevorzugt einsetzen?
    [x] zu Hause
    [ ] auf der Bühne
    [ ] im Proberaum
    [ ] im Studio

    (4b) Was wird der Hauptzweck des Instruments
    Klavierersatz zum Üben (wohne in einem mehrstöckigen schlecht gedämmten Haus + in einer WG und möchte deshalb möglichst geräuscharm üben können), evtl. zukünftig auch mal kleine Auftritte


    (4c) Wie oft wirst Du es voraussichtlich bewegen?
    2x/Jahr

    (4d) Welches Gewicht willst Du bei Transporten des Instruments maximal schleppen?
    bis zu kg: ca. 30

    (5) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
    Klassisch, meist solo, selten im Duo mit Violine

    (6) Welche Gerätetypen kommen für dich infrage?
    [x] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
    [ ] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Klaviatur)
    [ ] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Klaviatur)
    [ ] Wie oben, aber Expander für 19-Zoll-Rack geeignet

    (7) Welche Tastaturumfänge kommen für dich infrage?
    [x] 88 (Standardumfang Pianotastatur)

    (8) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
    [ ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard bei Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
    [x] Hammermechanik (möglichst ähnlich zu Klavier)

    (9) Soll dein Instrument "Spezialist" für bestimmte Klangbereiche sein? (Flügelklänge, E-Pianos, Orgeln, Synthies...)
    [x] ja: Flügelklänge
    [ ] nein, lieber ein Allrounder

    (10) Welche Funktionen und Anschlüsse sind dir besonders wichtig?
    Eingebaute Lautsprecher wären schön, sind aber kein Muss.

    (11) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnlich-wohnzimmertaugliches Aussehen, gut transportables Design... )
    Das Design ist mir weniger wichtig.


    Ich spiele jetzt seit 12 Jahren Klavier und habe bisher immer auf einem akustischen Klavier oder Flügel geübt. Um mir meinen Anschlag beizubehalten und jederzeit wieder auf akustischen Instrumenten spielen zu können, würde ich mich über eine Tastatur mit möglichst natürlichem Spielgefühl freuen, d.h. mit gewichteter Hammermechanik, Druckpunktsimulation, 3-Sensoren-Technik und einer holzähnlichen/elfenbeinähnlichen Tastenoberfläche. Die Soundanzahl ist nicht wichtig, da ich nur klassische Stücke spiele und deshalb ausschließlich die Flügelklänge nutzen würde (diese sollten dann gut klingen). Da ich nicht viel Platz in meinem Zimmer habe und in Zukunft noch oft umziehen werde, wäre ein max. ca. 30 kg schweres Gerät super.
    Ich habe schon in einigen Musikerforen nachgelesen, Tests und Videos angeschaut und bin bei den drei recht typischen Konkurrenten gelandet:
    -> Kawai ES 8, Yamaha P 515 und Roland FP-90
    Da es derzeit niemandem möglich ist, in Musikgeschäften vor Ort die Geräte auszuprobieren, würdet ihr mir total weiterhelfen, wenn ihr mir etwas über eure Erfahrungen mit den dreien schildert! :) Mir ist klar, dass es sich dabei um sehr subjektive Erfahrungen handelt, aber ich kann mir leider im Moment wegen des Corona-Virus kein eigenes Bild machen...
    Noch eine andere Frage: Findet ihr, dass Tastaturen aus Holz viel zu dem natürlichen Spielgefühl beitragen oder ist das vernachlässigbar? Holztastaturen gibt es ja wenn dann eher in den Home Pianos, die (wegen Schwere und weil nicht so leicht umzubauen) eigentlich nicht so für mich in Frage kommen. Für ein natürliches Spielgefühl wäre ich aber bereit einige Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen :)

    Ich würde mich sehr über Antworten freuen und möchte mich jetzt schonmal bedanken!

    LG
     
  2. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #2
    Tja, Testen wäre jetzt der nächste Schritt. Vielleicht kannst Du das Roland RD88 noch mit in die Liste aufnehmen oder das Casio PX-870. Aber ohne eigenen Eindruck wird es schwierig, denn nur die persönliche Erfahrung zählt. Was andere über Klang und Tastatur denken, ist vielleicht interessant, aber wie Du selbst den Gesamteindruck empfindest, kann niemand vorhersagen.
     
  3. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.03.20   #3
    Yamaha P515: Die Tastatur ist toll, aber eher auf der schweren Seite. Ich benutze fast nur den Bösendorfer-Klang.
    Das Yamaha hat Holztasten. Die haben den Effekt, daß es sich angenehm anfühlt, wenn man die Tasten neben der gespielten seitlich berührt. Ein Wohlfühlfaktor, wenn man von akustischen Instrumenten kommt.

    Das mitgelieferte Pedal ist nicht halbpedalfähig. Wenn man das braucht, muß man es extra dazukaufen. Manche verwenden das günstigere Roland DP10 dafür und löten die Anschlußkabel um oder basteln sich per Stereo-Klinkenverlängerung mit verdrehten Polen einen Adapter. Dreifach-Pedaleinheit geht nur in Verbindung mit Holzgestänge.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  4. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 28.03.20   #4
    Ich vermute auch, das Yamaha P-515 wird ganz oben auf der Liste landen, denn es entspricht den genannten Anforderungen und bietet überhaupt sehr viel für sein Geld.

    Reine Spekulaton: nachdem Kawai Anfang des Jahres seine Grand Feel III Hammermechanik in Home Pianos vorgestellt hat, könnte auch ein Stagepiano als MP-11 Nachfolger folgen. Das erreicht dann wahrscheinlich auch die genannnte Schmerzgrenze von 30 kg. :D

    Gruß Claus
     
  5. M_G

    M_G Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.20   #5
    Ich hatte sowohl das Roland FP90 als auch das Yamaha P-515 einige Zeit im meinem Besitz (mittlerweile "nur" noch das Stagepiano CP88 aber aus rein praktikablen Gründen).

    Sowohl das FP90 als auch das P-515 sind m.E. wirklich prima Digitalpianos. Das ist schon sehr hohes Niveau, denn in den Gehäusen steckt Tastatur und Sound der jeweiligen grossen Holzkommoden. Wenn einem das "modernere" Design gefällt hat man dadurch ein deutlich besseres Preis-/Leistungsverhältnis.

    Klanglich gibt es Unterschiede, ist auch Geschmacksache, mir persönlich gefällt der "hellere" Yamaha Sound besser, aber die Klangformungsmöglichkeiten an beiden Geräten sind gegeben (vor allem in Verbindung mit den iPad Apps).
    Das Roland hat vielleicht eine etwas grössere Dynamik aber kann nach meinem Empfinden einen klitzekleinen synthetischen Einschlag (besonders im Attack) nicht verhehlen.

    Die PHA50 Tastatur (Holz dabei wie beim P515) spielt sich ganz hervorragend, ich würde behaupten etwas flüssiger als bei der etwas schwerer gewichteten NWX des Yamahas.

    Bei den Lautsprechern sehe ich das P515 vorn, die des FP90 empfand ich im Vergleich dazu etwas "dröhnig"... Bisschen mehr Pfund könnten beide vertragen, aber das hängt von Raum und Nachbarn ab! ;-)

    Was mir am P515 gut gefiel war das integrierte USB Audio/Midi Interface (FP90 nur Midi) mit nur einem USB Kabel zum PC oder iPad, fertig!

    Zum Kawai ES8 kann ich nicht viel sagen, hab das nur 2mal angespielt damals im Laden und es hat mich nicht angesprochen....

    Aber das ist natürlich alles viel Geschmacksache und Gekrittel auf hohem Niveau. Man sollte sich möglichst paar Stunden mit dem Instrument befassen, dann stellt sich irgendwann das richtige Bauchgefühl ein oder man stellt fest wie man an dem einen oder anderen Kandidaten die Zeit vergisst..... Leider ist das zur Zeit schwer möglich ausser man bestellt alle 3 Kandidaten und schickt 2 zurück, was auch wieder irgendwie doof ist....

    Aber ich würde ganz subjektiv sagen, dass man weder mit FP90 noch P515 was grundlegend falsch macht bzw. sich gewöhnen muss, was bei jedem neuen Instrument nötig ist (auch bei unterschiedlichen echten Klavieren oder Flügeln).

    Hope that helps, bleibt gesund!

    p.s.
    Mein persönliches "ideales" Homepiano wäre das schicke FP90 mit der PHA50 Tastatur in Verbindung mit den technischen Innereien des P-515 und den Lautsprechern aus dem Yamaha CP300 !
    Träumen darf man ja mal....
    ;-)
     
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  6. Gast277339

    Gast277339 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.20   #6
    Meine Tochter spielt das Roland FP-90. Sie merkt hinsichtlich der Tastatur schon einen deutlichen Unterschied zum Flügel, aber der regelmäßgie Wechsel bereitet ihr nach eigener Aussage keine Probleme. Beim Kauf war ich dabei und wir beide fanden das FP-90 klanglich deutlich besser als das Kawai ES 8. Das Yamaha haben wir nicht ausprobiert.
     
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