Epiphone Riviera Nick Valensi - Gutes Holz ?

von Seven 11, 14.08.08.

  1. Seven 11

    Seven 11 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #1
    Nachdem die SuFu nix Wissenswertes ausgespuckt hat frage ich hier mal in die Runde.

    Das Konzept der Valensi gefällt mir wegen der spezifischen Eigenschaften der P94 AlNiCo´s. Nun gibts diese Gitarre wenn ich es richtig mitgeschnitten habe in drei Versionen bzw. Preisklassen.

    Die teuerste aus der Elitist Serie kostet fast 2000 Talers und ist u.A. in mehrfarbigem Sunburst erhältlich....fällt bei mir derzeit wg. des Preises flach.

    Dann gibt es zwei im Natural Finish, eine aus Japan ca. € 700 und eine aus Korea für ca. € 555. Zumindest bei der Koreanischen habe ich herausbekommen können dass die Decke lediglich laminiert ist....finde icht nicht so pralle obwohl ich weiss dass dies selbst bei hochpreisigen Gibsons der Fall ist.

    Nun würde mich interessieren ob jemand aus der Runde das japanische Pendant kennt und weiss ob es über eine massive Decke verfügt.

    Ich könnte theoretisch meine ES335 Copy mit P94 PU´s ausstatten.....aber so ganz ohne Humbucker Sound will ich auch nicht leben obwohl ich guten Single Coils seit jeher den Vorzug gebe.
     
  2. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 14.08.08   #2
    hi 7eleven!

    ich kenne die gitarre zwar nicht, aber ich kann dir mit einiger sicherheit sagen, daß die auch eine laminierte (sperrholz) decke haben wird.

    archtops mit (geschnitzten) vollholz-decken werden - meines wissens nach - nur im hochpreisigen sektor (jazzgitarren + so) gefertigt.

    die bekannten/beliebten mitglieder der gibson ES-familie (ab der 335...) hatten aber immer "nur" laminierte decken.

    es mag sein, daß einige der früheren und/oder höherpreisigen modelle auch vollholz-decken hatten...

    aber eigentlich ist "laminated maple" der stoff aus dem die ES-träume sind ;)

    cheers - 68.
     
  3. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 14.08.08   #3
    Die Laminate bestehen aus zwei inneren Schichten Mahagoni, Pappel oder Linde ( je nach Verfügbarkeit ) und zwei äußeren Schichten Ahorn. Das Ahorn umschließt praktisch als Sandwich die anderen beiden Schichten.

    Das ist seit Bestehen der ES-Modelle so und wird bis in die Gegenwart so fortgesetzt.

    Auch wenn dies den Gitarristen etwas verwundert, weil er immer vollmassiv=Qualitätsprodukt sieht, ist es hier eben mal anders.

    Das Laminat ist ja nur die äußere Hülle der Gitarre und soll ja nach Möglichkeit nicht soo stark resonieren. Das Laminat dämpft sozusagen etwas ab, damit sich das Ganze bei höheren Lautstärken nicht so hochschaukelt ( tut es aber ab einer bestimmten Lautstärke/Frequenz trotzdem).

    Es gibt auch bei Gibson einige vollmassive Semiakustiks, hauptsächlich die CS Modelle aus dem Custom Shop, wie die CS-336.

    [​IMG]

    Der Korpus dieser Gitarre besteht aus einem massiven Block Mahagoni, bei dem die Höhlung einfach rausgefräst wurde. Da blieb dann nur noch der zentrale Mittelblock und die Seitenwände übrig. Die Decke ist massiver ( Riegel ) Ahorn.

    Diese CS-336 ist aber ein ganzes Stück kleiner als eine normale ES-335.

    Kleiner Vergleich:

    [​IMG]

    Zu Epiphone Semiakustiks sei gesagt:

    ich find sie eigentlich, für's Geld, recht gut. Sofern man eine gut verarbeitete bekommt, kann man da ruhig zugreifen.

    Klangfaktoren bei ES-335-Modellen sind meiner Meinung nach die Gesamtkonstruktion, die Qualität des Sustainblocks, Hals, sowie Elektronik und Tonabnehmer.

    Vom Holz her spielt die Qualität des Sustainblockholzes die größte Rolle. Die unterscheidet eine gute von einer weniger guten ES.

    Das Problem, was die billigeren Epiphones halt haben, sind die Tonabnehmer und die "Haltbarkeit" der Elektronik. Es ist reichlich blöd, wenn man nach zwei Jahren bereits einen kratzenden Poti auswechseln muß und den dann durch das F-Loch durchpfriemeln muß. Deswegen tendiere ich da mehr zur Elitist oder zu Yamaha Semiakustiks. Ich kenn aber auch Leute, die ohne Probleme schon 5-6 Jahre mit ihren Sheratons spielen. Ist halt alles ein Glücksspiel.
     
  4. Seven 11

    Seven 11 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #4
    Vielen Dank für die schnellen und kompetenten Antworten.

    Ich hab das inhaltlich schon so ähnlich erahnt wobei mir bislang in keinster Weise bewusst war dass der Sustainblock die übergeordnete Rolle spielt.

    Ich spiele derzeit ebefalls eine "billige" ES Kopie, nämlich die Ibanez AS73-BS die ich gemessen am Preis absolut super finde......aber die ist eben der Tradition entsprechend mit Hamburgern ausgestattet ;) und ich mag den speziellen P90 Charme einfach lieber.

    So wie es aussieht werde ich dann doch mal ne Valensi in die Hand nehmen........
     
  5. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 14.08.08   #5
    Bei den Custom Shop Historic ES Modellen von Gibson bezog der Custom Shop z.B. die Laminat-Teile aus der normalen USA-Produktion und nur der Rest ( Sustainblock, Hals ) wurde aus selektiertem Holz des Custom Shops hinzugefügt. Die früheren CS Semiakustiks unterschieden sich also nur durch den Sustainblock und Hals und deren unterschiedliche Selektion und Konstruktion von den teilweise 1/3 billigeren USA-Serienmodellen.

    Heutzutage ist's etwas komplizierter geworden, da alle ES-Modelle zwecks Kapazitäten / Ökonomie aus dem Custom Shop kommen. Nur gibt es bei Gibson jetzt zwei davon: CS Memphis ( Serien-ES ) und CS Nashville ( Historic Collection ).
     
  6. Scholle70

    Scholle70 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.08   #6
  7. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 15.08.08   #7
    hi 7eleven!
    vielleicht wäre auch die epiphone casino eine möglichkeit. die ist zwar - anders als die nick valensi und andere es335-vertreter - komplett hohl, aber das macht sie natürlich auch charmant.

    da die preise bei epi kürzlich mächtig gepurzelt sind gibt´s die jetzt NEU für unter 500,- E.

    cheers - 68.
     
  8. Seven 11

    Seven 11 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.08   #8
    Vielen Dank nochmal für den "Nachschlag".

    Ich habe den Thread eröffnet weil ich mal eine Rickenbacker 330 und eine Heritage HS575 besessen habe. Zumindestens die Gitarren aus Kalmazzoo sollen über solide Decken verfügen und sich deshalb explizit vom Rest abheben....bei der Ricki hatte ich einen ähnlichen Eindruck.

    Ich habe mich aber über die gängige Produktion gerne eines Besseren belehren lassen und glaube auch nicht an klangliche Einbußen.

    Mittlerweile habe ich mir eine Valensi bestellt. Wenn sie gut ist behalte ich sie....

    Die Riviera, also das "John Lennon" Modell hatte ich tatsächlich auch auf dem Zettel, eben wg der P 90 PU´s allerding hat mich der fehlende Sustainblock tatsächlich davon abgehalten sie näher zu betrachten. Unkontrollierte Feedbacks sind gruselig und ich will nicht ständig im "richtigen Winkel" stehen müssen.

    Wenn ich die Valensi gut genug kenne mach mal ein Review :).

    Thx nochmal für Eure netten und guten Tipps.
     
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