Erster Plattenvertrag-Steuern/Gema

von Sardo Numspa, 19.06.17.

  1. Sardo Numspa

    Sardo Numspa Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.01.07
    Zuletzt hier:
    19.06.17
    Beiträge:
    58
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    10
    Erstellt: 19.06.17   #1
    Hallo zusammen,

    Danke erstmal für Euer Interesse an meinem Beitrag und jede Hilfe!

    Rein fiktiv;-) Man stelle sich folgende Situation vor:


    Jetzt ist es so weit! Bandübernahmevertrag steht in der Tür. Es handelt sich um eine Rockband, die etliche Gigs erfolgreich absolviert hat und bereits einen kleinen Namen in der Szene hat. Viel mehr möchte ich nicht verraten.

    Ich suche keine handfeste Rechtsberatung, aber wäre toll - wenn jemand er Ahnung hat mir mal erklären könnte wie man folgendes machen könnte, oder was so gängige Praxis ist, was sich so bewährt hat:

    Nun fragt man sich, wie macht man das als Band eigentlich mit den Steuern- wenn die ersten Einnahmen kommen Label, Konzerte, usw) und vor allem - legal und einfach?

    Melden solche Bands eine GbR an? Oder Gewerbe als Kleinunternehmer!? Oder einfach Privat mit der Steuerabrechnung?

    Sollte man sich als Band schon einen Steuerberater nehmen?

    Wie machen das die meisten Bands mit der Gema? Label rädt dazu-jeder der Komponist oder Texter ist sollte auch bei der Gema sein.
    Sinnvoll?

    Sorry, dass ich so wenige Infos geben kann - aber ich denke die Grundfragen ergeben sich und ich kann mir vorstellen, dass man hier schon typische Schritte solcher Bands aus der Vergangenheit kennt.

    Und ich hoffe Ihr könnt mir davon berichten.

    Danke!
     
  2. CaptainFuture

    CaptainFuture Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.03.09
    Zuletzt hier:
    29.06.17
    Beiträge:
    289
    Zustimmungen:
    41
    Kekse:
    243
    Erstellt: 19.06.17   #2
    hat damals alles unser Management gemacht. Kostet was, aber a) war das Management bereits seit jahren mit diversen bekannten Künstlern unterwegs ( was die zusammenarbeit bzw die entscheidung einfacher gemacht hat) und b) wir auch garnicht den kopf frei hatten als "es richtig los ging"
    wer hat ernsthaft bock im tourbus, flugzeug oder bahn sich mit sowas auseinander zu setzen ?
    Wenn wir nicht unterwegs waren, hielten wir uns im Studio oder Proberaum auf.
    Wir Waren sehr dankbar darüber, denn beide Parteien profitierten davon....
     
  3. punkadiddle

    punkadiddle Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.12.11
    Beiträge:
    434
    Zustimmungen:
    126
    Kekse:
    423
    Erstellt: 20.06.17   #3
    Hai, Thema ist komplex. Rechtsberatung darf hier niemand machen. Also zum Steuerberater.

    keep on Plattenvertraging`
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    09.01.06
    Zuletzt hier:
    29.06.17
    Beiträge:
    12.429
    Ort:
    Dessau-Roßlau
    Zustimmungen:
    2.478
    Kekse:
    62.684
    Erstellt: 20.06.17   #4
    Deie Fragen lassen darauf schließen, dass das alles noch ziemlich unbekanntes Gebiet ist.

    Erst mal ist es so, dass steuerlich gesehen hoffentlich/wahrscheinlich jedes Bandmitglied dadurch Geld verdient. Das muss versteuert werden. Dazu muss vorher folgende Grundrechnung aufgemacht werden: Einnahmen minus Kosten gleich Gewinn. Der Gewinn wird dann unter die Bandmitglieder aufgeteilt, die das dann in ihrer Einkommenssteuer angeben.

    Wenn keine/r von Euch die - möglicherweise aufwändige - Bandkasse (Einnahmen, Kosten, Gewinnermittlung) machen will oder kann, solltet Ihr Euch jemand suchen, der das macht.
    Dazu kann eine Beratung bei einem Steuerberater sinnvoll sein. Am besten kennt der sich im Musikbereich aus.

    Rechtlich gesehen, handelt Ihr bereits als Gesellschaft bürgerlichen Rechts - das braucht man nicht anzumelden. Das besagt im Grunde nur, dass Ihr gegenseitig Verpflichtung eingeht und rechtlich so behandelt werdet, als hättet Ihr das vertraglich geregelt. Das mal zu machen, ist eine sinnvolle Sache. Überlegt Euch einfach mal, was passieren würde, wenn eine/r von Euch aussteigen würde: Wer hätte da welche Ansprüche an wen - und warum und in welcher Höhe?

    Das mit der GEMA hat was damit zu tun, dass das jemand ist, der sich um die Eintreibung und Auszahlung Eurer Vergütungsrechte kümmert. Wieder ein anderes Gebiet.

    Es gibt also mindestens drei Gebiete, auf denen Ihr Euch zumindest etwas auskennen solltet.
    Ein Buch kann ich nicht empfehlen, aber hier könnt Ihr Euch mal umschauen:
    https://www.popkultur.bayern/home/
    Oder mal googeln nach Rockbüro oder ähnlichen Begriffen.
    Dabei geht es darum, dass Ihr mal eine persönliche Erstberatung bekommt, wobei es auch da nicht schlecht ist, wenn man sich vorher ein bißchen schlau gemacht hat.

    Letztlich ist eben auch immer die Frage dabei, was Ihr selbst machen wollt und könnt und was Ihr als Dienstleistung abgebt (und wofür Ihr dann bezahlt). Das hängt aber von so vielen Dingen ab, die man in einem öffentlichen Forum nicht besprechen kann und soll.

    Herzliche Grüße und: haut rein und viel Erfolg!

    x-Riff
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...