Gast 2361
Gesperrter Benutzer
- 17.06.17
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Da sollte man aber etwas differenzieren. Im Amateurbereich ist es nicht unwahrscheinlich und unüblich, dass man auf Kollegen "zurückgreift", die man (von gemeinsamen Gigs, vom Proberaum nebenan, oder woher auch immer) kennt. Das bietet sich förmlich an. Mit denen vorher (und vorallendingen nachherAlso habe auch nur schlechte Erfahrungen mit dem "Casten von Fremden" gemacht.
) "einen Trinken" zu gehen, fällt auch leichter, als mit jemanden, den man vorher noch nie gesehen hat.
Das sind die einzigen Vorspiele, die ich bisher gemacht habe. Das ist auch schon eine ganz besondere Situation. Da sitzen immer Leute, die einem auf die Finger schauen. Und damit kommt nicht jeder gleich gut zurecht.
) Habe aber jede Menge Vorspiele und Castings miterleben dürfen und müssen. Und da war echt alles dabei. Von wirklich schon mitleidserregenden Dilletanten (die Zeit und Nerven kosten), bishin zu unglaublichen Rohdiamanten. Manchmal hab ich mich gefragt, woher die Leute den Mut und das Selbstbewusstsein nehmen vorzuspielen und machmal fragt man sich warum man von anderen (wirklich guten) Leuten vorher noch nie was gehört hat.
), aber dann war er fertig. So, dachten wir, dann können wir ja mal loslegen. Pustekuchen! Der Mann musste sich erst einmal umziehen. Und kam als Simon Phillips-Clon (mit Stirnband und allem drum (<-haha) und dran) wieder. Einen Moment lang dachten wir auch, da steht Simon Phillips himself. Aber dafür sprach der Kerl sehr gut deutsch. Nun, und schon ging es los. Wir fingen mit einer etwas leichteren Nummer an (ohne komplizierte Breaks etc), um das Timing zu checken. Ich selbst bin was Timing angeht schon sehr sensibel, aber unser Bassmann kann Drummer mit einem schlechten Timing nicht leiden (um es mal vorsichtig auszudrücken). Bei dem Kollegen schwankte es. Nicht arg, aber spürbar. Er war aber auch sichtlich sehr nervös. Also nächste Nummer. Direkt am Anfang ein Wirbel, dabei schoß er im wahrsten Sinne des Wortes über´s Ziel hinaus und haute den Notenständer um. Es war ersichtlich, dass das was da auf dem Boden lag nicht mal eben schnell wieder zu ordnen war. Unser Drummer gab ihm seine Noten und schlug eine weitere Nummer vor. Etwas komplizierter mit einem Tempowechsel. Wir wissen nicht wie, aber er hat es geschafft, diese Nummer in einem Tempo durchzuspielen.
) 
Ich finds auf jeden Fall seltsam und unangemessen bei Amateur-Kellerbands richtige Castings zu veranstalten, sehe ich als Überheblichkeit. Im Profibereich läufts anders, da wissen die Musiker was sie machen, was sie erwartet, da ist von vorne rein eine andere Atmosphäre ein anderer Umgang.
da sind wir doch einer Meinung! Na klar teste ich alle Musiker, die in Frage kommen, aber auf Augenhöhe und nicht abgehoben als "Casting-Show" .Was willst machen, wenn sich auf ein Inserat 3 Leute melden?
Klar lass ich die alle mal kommen...
cumartin
auf das trifftUnd ganz oft ist Selbstüberschätzung im Spiel, bei den Bewerbern, aber vor allem auch bei den Bands.
Ganz einfache Formel: Je höher die Selbstüberschätzung, desto peinlicher ist es.Hatte schon mal jemand einen zum vorspielen, der vom level über dem rest der Band war. Das stelle ich mir auch ziemlich unangenehm vor.
Ganz wichtig! Das meinte ich damit, als ich schrieb, dass man fair miteinander umgeht.Und es fehlt am Mut, einem Bewerber, der gar nie nicht in Frage kommt, das auch sofort zu sagen - auch hier klare Ansagen, damit kommt man am besten voran. Daß sich der eine oder andere Bewerber damit auf den Schwanz getreten fühlt, ist das kleinere Übel. Ebenso am Ende, klare Absagen, so schnell wie möglich.

). Mit dem Bier oder was weiß ich vor der Probe bin ich etwas gespalten, einerseits ist es schon eine logische Konsequenz wenn man das "Menschliche" in den Vordergrund stellt. Andererseits finde ich diese Gespräche als jemand der nicht so gesprächig ist immer unglaublich gezwungen. Daher würde ich es wenn ich zu einer bestehenden Band kommen würde auch eher gleich zur Probe und sich in der Pause oder wenn Lust da ist auch nachher unterhalten.Nicht unbedingt!Hatte schon mal jemand einen zum vorspielen, der vom level über dem rest der Band war. Das stelle ich mir auch ziemlich unangenehm vor. ��

Ich find auch, dass ne ehrliche Kommunikation von Anfang an wichtig ist. Dabei kommt es auch auf das Zwischenmenschliche an, man sollte aber schon das bandinterne mit besprechen. Nicht, dass der "Anwärter" denkt, er würde in eine super professionelle Truppe einsteigen, obwohl er gerade bei einer "Wir hocken nur im Proberaum rum und kiffen"-Combo landet.
Labern kann man nämlich immer viel und es wird auch immer viel gelabert. Der Neue macht sich besser als er ist, wie in einem Vorstellungsgespräch und die Bands tut so, als sie es die Traumkombo schlechthin, wo sich jeder Musiker voll und ganz entfalten kann. 
Ich bin noch eine andere Generation, ich tue mich mit so einem Verhalten schwer - ich habe Aufwand betrieben, war bei einer Probe, mir steht eine Absage zu!...Sonst gilt die Regel: Wer nach einem bestimmten Zeitraum nichts von sich hören lassen hat (so ca. 1-2 Wochen), der hat kein Interesse und Punkt ...
Wenn man 10 Musiker einlädt, kommen maximal 6 tatsächlich. DAS finde ich traurig.