Falsche Wechselschlagtechnick angeeignet! Was tun???

von sebmorse, 04.12.06.

  1. sebmorse

    sebmorse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #1
    Hallo zusammen!!!

    Nachdem ich bisher nie mit Alternate Picking und üben mit Metronom beschäftigt, sondern immer "irgendwie draufgehauen" habe, beschäftige ich mich seit kurzem mit konsequentem Üben mit Metronom.
    So nun ist mir aufgefallen, dass ich viele Dinge die ich bisher "irgendwie" im Wechselschlag gespielt habe, falsch spiele und das Up- und Down der rechten Hand meistens nicht straight durchziehe und oft automatisch und unbewusst neu angesetzt habe.
    Jetzt habe ich natürlich wahnsinnig viele Dinge "neu zu erlernen", durch meine falsche und nicht wirklich vorhandene Technik. Mir fällt wohl auf, dass mir schwierige Passagen wesentlich leichter fallen, mit sauberem Wechselschlag und bei niederigerem Tempo. Doch sobald ich das Tempo steigere muss ich mich wahnsinnig konzentrieren um es nicht "auf die alte Weise" also falsch zu spielen.

    Jetzt frag ich mich ja nur, ob jetzt lange und harte Arbeit auf mich zukommt, nur um erstmal diesen Fehler auszubügeln und um erstmal die Grundlage für eine vernünftige Technik zu schaffen, oder ob ich durch konsequentes Üben auch trotz dieses Handicaps im Laufe der Zeit eine vernünftige Spieltechnik zulegen kann!

    Was meint ihr? Hat vielleicht jemand anders solche Erfahrung mit falscher Technik gemacht? Was würdet ihre (auch allgemein) zu Alternate Picking raten? Könnte man da die Übungen aus Rock Discipline von Petrucci gut verwenden? Oder eignen sich Sextolen (sind es meistens in dem Buch) nicht gut für den Anfang?

    gruß
    Sebmorse
     
  2. rainaaa

    rainaaa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #2
    Grundsätzlich würd ich sagen, wenn du deine "alten" Läufe, Licks oder was auch immer jetzt mit einem konstanten Wechselschlag spielen willst, musst du immer so langsam spielen das du das ohne Fehler schaffst. Metronom ist dabei eine sehr gute Idee. Ich würd sagen du suchst dir ein Tempo bei dem du das was du spielen willst locker schaffst und steigerst dich in 3er oder 5er Schritten solange du mit dem Tempo fehlerfrei mithalten kannst. Nach ner Woche oder sogar nach Tagen sieht man dann meistens schon kleine Verbesserungen (sprich man kanns schneller fehlerfrei spielen). Ist natürlich trotzdem Arbeit.
    Um den Wechselschlag generell zu üben gibts natürlich zigtausend Übungen, wie zum Beispiel die Sachen aus der Rock discipline aber noch vieles mehr. Versuch aber das du nicht nur Chromatiksachen zum Wechselschlag-üben nimmst, sondern bring ein bisschen Abwechslung rein durch, andere Skalen usw..
    Ich hoffe ich konnte helfen.

    Aja nochwas: Du sollst natürlich Sextolen und 16tel und eventuell auch Quintolen üben, das schult das Rythumsgefühl. Natürlich muss man Sextolen ein bisschen langsamer angehen was die Metronomeinstellungen betrifft, da du ja sechs und nicht vier oder zwei pro Schlag spielst.
     
  3. Big A

    Big A Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.06   #3
    Hab die letzten 3 Monate damit zugebracht meine Technik zu ändern (Daumen hinter den Hals und Wechselschlag ...) kämpf immer noch damit ... bei neu zu lernenden Songs ist es natürlich kein Problem ... ich schreib mir immer bei den markanten Stellen unter die Noten ob Up oder Down und dann üben ...

    aber bei alten Sachen wo es drin ist ...
    ich habe mit der Metronomgeschwindigkeit bei alten Sachen wieder halbe Geschwindigkeit angefangen und mache übertriebene Up und Downstrokes ...
    üben üben üben ... :great:
     
  4. StrangeDinner

    StrangeDinner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.06   #4
    jo üben üben und üben.der wechselschlag kommt von alleine und speed auch.nach ener gewissen zeit hast du deinen wechselschlag so drin,dass du garnicht mehr drüber nachdenken musst.dann kannst du auch wieder einfach nur reinhauen und trotzdem ist es wechselschlag;)
     
  5. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.12.06   #5
    Ich würde das in zwei Schritten machen. Erst Wechselschlag üben mit Sachen, die du nicht schon mit deinem alten "Halbwechselschlag" intus hast, irgendwelche Tonleitern vielleicht. Wenn du dann den Wechselschlag so verinnerlicht hast, dass du nicht mehr darüber nachdenken musst, kannst du im zweiten Schritt die alten Sachen umlernen. Ich habe das Gefühl, das geht so einfacher als wenn du beide Schritte auf einmal machen willst, da stolperst du doch nur.

    Gruss, Ben
     
  6. sebmorse

    sebmorse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.06   #6
    Vielen Dank für eure Antworten!
    Ich habe mich übrigens für das Rock Discipline Book von Petrucci entschieden. Ich denke es ist sinnvoller sich für ein einziges Buch zu entscheiden und das auch konsequent durchzuarbeiten. Ich übe die Sachen immer mit ziemlich wenig Verzerrung und höherer Lautstärke und komme bei der Sextolenübung Nr. 10 (E Moll Scale) aus dem Petrucci Buch mittlerweile auf 75bpm, wenn ich mich warm gespielt habe. Hat einer Erfahrung oder Anregungen zu dem Buch ?
    Ich denke ich werde es so versuchen wie Ben Chnobli es gemacht hat und mich erstmal auf neue Übungen zu dem Thema zu beschränken. Bei alten Licks fällt es mir dennoch schwer sie im Alternate Pickung zu spielen.
    Da ja bald die Feiertage vor der Tür stehen und ich dann viel Zeit habe, habe ich mir überlegt das Erotomania Solo von Dream Theater (Quintolen, nach dem Tipp von Raina) zu üben, um nicht ständig trockene Übungen zu machen. Haltet ihr das für Größenwahnsinnig? :screwy: Also bringt das überhaupt was das erst lange auswendig zu lernen und dann auf speed zu üben oder sollte ich mich erst auf die Trockenübungen beschränken?

    Übrigens, dass ich so oft Petrucci erwähne liegt nicht daran, dass ich so ein Riesen Dream Theater Fan bin, sondern weil ich seine Picking Technik für ausgezeichnet halte und zB Steve Morse Sachen als zu schwierig empfinde und viele andere Shredder wie Malmsteen oder Gilbert ziemlich schrecklich finde.

    gruß
     
  7. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #7
    Hi!
    Vielleicht hilft Dir auch das, was ich unter: "Sehr schnelles Spiel - wo wird die Bewegung erzeugt?" geschrieben habe?
     
  8. fragelf

    fragelf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #8
    was Paul Gilbert @schrecklich ??
    Bei Ingrid Malmsteen kann ichs noch einsehn ^^
    aber der ?hm..

    Was aber dennoch net schadet wäre Arpeggios mal zu picken statt zu sweepen... nur zur übung.
     
  9. shaolin

    shaolin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #9
    Pfui da hat jemand meinen Nerv getroffen.

    Malmsteen als Shredder zu bezeichnen, schrecklich noch dazu :eek:
    der Typ ist für mich wie Gott....

    Dream Theater find ich ja eigentlich ganz ok, aber dass dieser Petrucci
    immer derart gehyped wird versteh ich überhaupt nicht.

    Nimm mal ne DVD und geh auf Slow Motion, Du wirst feststellen, dass er
    seine Arpeggios teilweise sehr unsauber sweept.
    Nimm ne DVD von Frank Gambale und stell auf Ultra Slow Motion.
    Er sweept doppelt so schnell und Du findest nicht einen einzigen unsauberen
    Ton :p
     
  10. sebmorse

    sebmorse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.06   #10
    @shaolin: tja Geschmäcker sind eben verschieden und derjenige, der alles am schnellsten und kompliziertesten spielen kann ist auch nicht immer der Beste!!! :)
    Und an Malmsteen scheiden sich ja eh die Geister. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn....

    @S. Tscharles: Gib mir mal bitte den Link zu deinem Thread. thx

    Das ist auch keine schlechte Idee, nur erstmal ne Grundlage für eine angemessene Picking Technik schaffen oder nicht??? Das Apreggio picken ist übirgens eine Spezialtät von Mr. Steve Morse, denn ich zB für "Gott" halte. Da hat der olle Johann Lannerbäck leider keine Chance. :p
     
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