Fehlende Kreativität? Es klingt alles gleich...

von gernotf, 18.10.08.

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  1. gernotf

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    Erstellt: 18.10.08   #1
    Hallo Gemeinde ;-)

    Hab so meine Sorgen - habe mittlerweile meinen 3. Song - papiermässig - fertig.
    Akkorde, dazusummen etc. kommt recht gut an (bei meinen Versuchskaninchen).

    Das einzige, was alle sagen:
    klingt gut, nur sehr monoton (wobei, das mit gut kann auch eine Art Mitleid sein *gg*).

    Komischweise ist es egal wie meine Stimmungslage beim Texten und Komponieren ist, ich verfalle immer ins gleich Akkordschema - div. A und D Akkorde.
    Somit erklärt sich das fehlende Teil mit der Kreativität beinahe von selber.
    Aber - meine 3 Songs in Stimmungslagen, depressiv *lol*, fröhlich, traurig sind schon eigens, aber mit der Zeit klingts fad und monoton.
    Es fehlen auch noch div. Soli, mein größtes Problem sind aber die fehlenden "Refrains".
    Diese klingen gleich wie im Text... tja - alle Versuche scheiterten.
    Klingt monoton oder fürchterlich ;-)

    Kennt das wer - wie würdet ihr das lösen??
    Song fertigstellen und dann dran arbeiten?
    Oder gleich versuchen zu ändern?

    Danke ;-)

    PS. sollte noch erwähnen - ich lerne Gitarre spielen...
     
  2. Dux Herpes

    Dux Herpes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #2
    Wie lange musizierst Du schon ? Ansonsten, wie ich Deine Zeilen so interpretiere, würde ich sagen, daß Du einfach noch nicht so weit bist. Oder ? Komponierst Du auf Text oder frei weg und passt den Text hinterher an ? Und wieviele Strophen haben Deine Stücke ?
    Ich würde erstmal zum üblichen Liedaufbau übergehen. 1. Strophe 1. Refrain 2. Strophe 2. Refrain Chorus/Solo 3. Strophe 3. Refrain - Ende.
    Das Ganze dynamisch gestalten 1. Strophe gezupft 2. Strophe Anschlag - die Refrains dementsprechend angepaßt. Den Chorus/Solo-Teil entweder ruhig wie Strophe 1 oder Powern wie Refrain 2. 3. Strophe steigern oder abschwächen (je nach Chorus/Solo) um im Refrain 3 volles Rohr zu powern. Natürlich können vor den Strophen noch einleitende Themen (nennt man dort auch Chorus) platziert werden.
    Ich selber bin oft bestrebt, aus diesem Schema auszubrechen, verwende oft keinen Refrain oder kreiere unerwartete Themen oder lasse erwartete Themen weg. Dazu sind oft auch Übergänge nötig. Ein Beispiel dafür ist der Titel "Letzte Gedanken" auf meiner Myspace-Seite http://myspace.com/duxherpes
     
  3. gernotf

    gernotf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #3
    Danke für die Hinweise!
    An die "Kategorisierung" versuch ich mich zu halten - mein Problem ist einfach nur da gelagert, dass ich immer in mein gleiches Schema zurückfalle ;-)
    Eben zB. immer dieselben Akkorde verwende; unabhängig vom Inhalt des Songs.

    In meinen Ohren passen andere Akkorde nicht zu den Melodien etc.
    Klingt komisch, ich weiss ;-)
     
  4. Dux Herpes

    Dux Herpes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #4
    Dann höre einfach bewußt Musik und verfolge die einzelnen Instrumente. Die selben Akkorde sind nicht das primäre Problem. Versuche unterschiedliche Spielarten der Themen. Welche Art von Musik machst Du. Vielleicht kann man dann etwas genauer werden.
     
  5. gernotf

    gernotf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #5
    Das versuche ich ohnehin - bewusst zuzuhören ;-)
    Meine Songs klingen zwar verschieden, aber man hört sofort die Ähnlichkeiten.
    Das stört dabei irgendwie. Wenn ich 2 Lieder hintereinander spielen würden, ohne lange Pause zu machen, könnt das fast als ein Song missverstanden werden.

    Ich glaub, irgendwie sollt ich das vielleicht als meine Handschrift anerkennen... *gg*
    Naja, wenns net fad werden würde, wäre mir leichter.
    Versuch mich in Rock und bluesigen Themen...

    Wie eingangs beschrieben, bin mittlerweile soweit, dass ich die Songs "fertig" mache und dann versuche zu überareiten - und dabei wirds nicht besser :-(
     
  6. Dux Herpes

    Dux Herpes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.08   #6
    Ist nun schwer von der Ferne über ein noch nicht gehörtes Material zu urteilen. Aber ich denke, es ungefähr einschätzen zu können. Eine erkennbare Handschrift muß aber nicht zu Langer Weile führen. Ich habe auch den einen oder anderen 6-Minutentitel, aber die finde ich bis heute nicht langweilig. Vielleicht nimmst Du Dir einfach nicht genug Zeit. Klampfe einfach stundelang vor Dich hin und zeichne zwischendurch die Themen auf. Vielleicht kannst Du dann, wenn Du die Themen wiederum bis zur Vergasung gehört hast, zu einem Titel zusammenstellen.
    Das ist übrigens immer der Vorteil der ersten CD einer Band. Dort kommt oft Material aus der ganzen Anfangszeit, oft von verschiedenen Songwritern, drauf. Die nächsten werden dann im Rythmus von 2 oder gar nur 1 Jahr(en) erstellt und klingen dann auch so. Gute Sachen schütteln sich nicht einfach aus dem Ärmel, die brauchen oft Zeit, Geduld und oft eine Eingebung. Das kann man zu 98 Prozent nicht erzwingen.
     
  7. gernotf

    gernotf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.08   #7
    Danke... daran wirsd wohl liegen.
    Werd einfach mehr Zeit lassen, da wirds sich schon was rauskristallisieren denk ich mir.
    Immerhin spiele ich noch nicht sehr lange, Texte und Melodien für die Songs waren einfach da ;-)
    Nur mit der Vertonung haperts halt noch...
     
  8. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.10.08   #8
    Hi gernot,

    auch ich habe ein bißchen die Schwierigkeit, etwas zu sagen zu songs, die ich nicht hören kann ...
    Wie soll ich beurteilen, ob die alle gleich klingen, wenn ich keinen einzigen kenne?

    Ich tendiere daher gleich zu mehreren Ansichten:

    1. Es kann sein, dass Du die gleichen Akkorde nimmst, weil das Deine "natürliche" oder bevorzugte Stimmlage ist.
    Daran ist grundsätzlich nix schlimmes. Deswegen werden sogar songs transponiert - damit sie in den Stimmbereich der SängerInnen passen.

    2. Gerade das Verwenden von Schemata kann ein Problem sein.
    Man kann Deinen post so lesen: Es klingt alles gleich, weil es immer auf das Gleiche hinausläuft.
    Dann lass es eben auf etwas anderes hinauslaufen: Verletzte Schemata, setz Dich darüber hinweg. Nimm nicht das, was Dir zuerst einfällt, sondern stricke daran weiter - und zwar in Richtung Ich mach jetzt mal was anders ... Löse Dich dabei auch von möglicherweise vorhandenen Vorbildern. Du/der song muss nicht klingen wie X, Y oder Z.

    3. Du bist singer/songwriter?
    Tu Dich mit Leuten zusammen. Dadurch entstehen (fast) automatisch neue Ideen und es kommen neue Einflüße hinzu. Und das ist gut so. Dir werden ja wohl die unterschiedlichen Elemente und Ebenen von Text und Musik klar sein: Dynamik, Betonung, Instrumentierung, Melodie, Rhythmik ... Oder klingt auch in Deiner Vorstellung alles gleich?

    Und poste hier mal was ...

    Deinen anderen Kaninchen gibst Du Futter - und uns läßt Du im dunklen Stall stehen?
    Das kann nicht sein. Also: Ärmel aufkrempeln, Dich an die Umsetzung begeben und immer ran an die Fische!

    x-Riff
     
  9. PVaults

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    Erstellt: 25.10.08   #9
    Ein Handschrift ist gut, mangelndes Handwerk schlecht...

    Ich glaube, du solltest dich mal richtig intensiv mit Harmonielehre beschäftigen. Dann weiß du ganz schnell, w a r u m bei dir alles gleich klingt. Du lernst im Idealfall auch, wie du deine Grenzen überschreiten kannst, also neue Akkorde nutzen lernst, alte austauschen kannst, neue Akkordverbindungen einsetzen wirst, Lagen verändern, usw.

    Was ich auch vermute, daß du wenig Rhythmen kennst... - ein überaus wichtiges Thema, das viel zu viele Musiker sträflich vernachlässigen. Es ist auch kein Fehler, sich mit Rhythmen zu beschäftigen, die erstmal jenseits von deinem Interessenschwerpunkt liegen mögen, z.B. diverse Latin-Rhythmen, aber auch Märsche (SIC!!!) und besonders Rhythmen, die NICHT im 4/4-Takt stehen.

    Dazu ein Rat: Lerne die Rhythmuspyramide, bis du sie beherrschst, auch wenn es Monate dauert...

    Dann wäre es wichtig, daß du dich mit FORMEN beschäftigst, das ist ja weiter oben schon angeklungen. Analysiere auch mal einige der Stücke, die dir gefallen. Vielleicht kannst du dir da was abschauen, zumindest, was die Grundprinzipien betrifft.
     
  10. gernotf

    gernotf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #10
    Hallo!

    Mag sein - denke ich mir eh, sollte noch ein bissl lernen ;-)
    Das Problem ist leider nur, dass ich bereits jetzt meine Ideen niederschreiben möchte, aber das wird schon!

    Frage - wo finde ich "Rhythmustabelle" - bzw. was ist das (sorry für diese blöde Frage)?
    Könnte eigentlich auch mal meinen Gitarrenlehrer befragen, naja, er meinte sowieso, mit +30 wirds interessant *ggg* mir fehlen 20 Jahre Üben - nun will einfach mal bald ein Ergebnis erzielen.

    Tja, wegen upload - leider sind diese musikalischen Ergüsse bislang nur in meinen 6 Kellerwänden auf die Welt losgelassen, gibt leider keine Aufzeichnungen :-(
    Mangels Möglichkeit wirds auch noch dauern...
     
  11. reservoir dog

    reservoir dog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #11
    Ja also ich kenn dein Problem oder besser kannte es. Mein grosses Problem ist es das ich oft ähnliche und gleiche Rythmen verwende. das ist wie schon gesagt wurde ein oft vernachlässigtes Thema. Hör dir wirklich mal Künstler an die genau die Art von Musik machen die du auch machen willst. Das motiviert mich und bringt mich zu immer mehr Songs. Gehört hat man in der heutigen Zeit sowiso schon alles irgendwie einmal also sollte dich das schon mal gar nicht stören.

    Grundlegend machen folgende Dinge Songs abweglungsreich:

    - Verschiedenste Rythmen kennen
    - Verschiedenste Akkorde kennen
    - Transportiere Akkorde in andere Tonlagen. Ein Kapo lässt die Gitarre ganz neu erklingen
    - Verschiedene Spieltechniken. Nur Geschrammel klingt doof. Auch mal Picking oder Arpeggio spielen
    - Songstruckturen spannend gestalten. Mal was wagen. Wie wärs mit: Intro-1.Refrain- Solo-Outro z.B. das lässt deine Musik crazy erscheinen
    - Verschiedene Effekte einbauen. Hat mit Songwriting selbst weniger zu tun. Aber lässt deine Songs noch spannender erklingen. Was ich ganz spannend finde und in naher Zukunft selbst in meine Songs einbauen will sind Geräusche aus dem Alltag wie z.B. Autobahn, Vogelgezwitscher, Meeresrauschen, Wind oder jubelnde Menschenmassen. Immer zum Thema oder Stimmung des Songs passend.

    Tja so ist das Songwriting ist nicht einfach aber immer wieder aufregend und geil.
     
  12. PVaults

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    Erstellt: 26.10.08   #12
    Mit der Suchfunktion und dem richtigen Ausdruck "Rhythmuspyramide" kannst du allerhand hier finden.

    Meine Variante davon ist folgende:
    1. Schlag auf 1 und 3
    2. Schlag auf 2 und 4
    3. Achtelnoten auf allen "unds" (1 und 2 und ...)
    4. Sechzentelnoten auf allen "e´s" (Eins-e-und-e-zwei-e-und-e...)

    Die vier Rhythmen sind auf Hände und Füße zu verteilen, z.B. der rechte Fuß nimmt 1., der linke 2., die rechte Hand 3., logischerweise die linke Hand 4.
    Das kann man dann beliebig durchtauschen und muß man mit einem Metronom üben.
     
  13. gernotf

    gernotf Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.08   #13
    Stimmt, klingt mit anderem Rhythmus trotz gleicher Akkorde (mit anderer Anschlagstechnik) schon gleich anders :D
    Zumindest kann man das schon raushören (ich zumindest)
     
  14. Xmetal

    Xmetal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.08   #14
    erfahrung und übung hilf XD
     
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