"Fehlerhafte" Spieltechnik

von der amp, 14.07.08.

  1. der amp

    der amp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #1
    Hi

    Vorweg: ich spiele nun seit guten 3 jahren egitarre, und bin somit kein anfänger
    Mein problem ist folgendes:
    Meine spieltechnik ist jetzt seit längerer zeit dieselbe geblieben, und von verbesserung merk ich keine spur.
    Das macht sich vor allem bei zwei sachen bemerkbar (ich wollte aber keine 2 threads dazu aufmachen XD)

    1) Ich übe jetzt seit ca 6 wochen die petrucci-übung (dürfte hier einigen geläufig sein), bin jetzt aber zwischen 140 und 150 steckengeblieben: die 140 spiel ich natürlich so locker wie es geht, aber um höhere speed zu erreichen müsste ich ja den ausschlag von plek verringern, und weniger stark die saiten streifen. Doch genau dort liegt für mich der hund begraben: Sobald ich versuch eben noch "lockerer" zu spielen bleibe ich mit dem plek des öfteren an den saiten hängen. Hier könnte man zwar sagen, dass ich mein übungspensum erhöhen sollte, aber es ist nun seit wochen dasselbe; und in diesem bereich bessert sich nichts an der technik, und ich weiß nicht mehr, wie ich das problem lösen kann (wenn sich beim üben halt jeden tag dasselbe problem seit wochen auftut und sich nicht bessern will werd ich es wohl nur durch "üben" nicht beheben können, weil der fehler scheinbar woanders liegt)
    Desshalb wäre ich euch sehr verbunden, wenn ihr mir da einige übungen oder ratschläge geben könntet, die den problemchen entgegentreten könnten.

    2) Mein akkordpicking bereitet mir probleme. Es mag blöd klingen, wenn man bedenkt dass ich metalriffs und ähnlcihes sauber hinbringe, aber ich habe mit völlig simplen pickings ein problem; da liegt es scheinbar auch an der spielkonsistenz, mal bleibt (wie schon oben im bezug auf die petrucci übung erwähnt) das plek stecken, mal vergreife ich mich.
    Jedenfalls wäre ich auch hier sehr froh wenn mir jemand nützliche tipps geben könnte...

    ich weiß, dass sich diese fehler sehr anhören wie die eines absoluten anfängers, und grade desshlab wundert mich die sache immer mehr, dass sich die probleme nicht bessern wollen, auch wo ich jetzt seit 3 jahren egiatrre spiele und auch nicht soo wenig übe..
    Wäre jedenfalls froh, wenn mir jemand nen brauchbaren anhaltspunkt liefern könnte und danke für alle konstruktiven antworten

    mfg, ich
     
  2. sparfuchs

    sparfuchs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #2
    Hi der amp , wenn du immer mit deinem Plektrum Probleme hast , hast du schonmal daran gedacht , dir andere Plektren zuzulegen , anderer Herrsteller, anderes Material , andere Stärke ?
    Du könntest dich auch mit deiner Plektrumhaltung beschäftigen , vielleicht behinderst du dich selber durch deine Haltung , es wäre hilfreich wenn du uns sagen könntest , wie du dein Plektrum greifst .

    Ansonsten kann ich nur sagen üben üben üben ;)
     
  3. Skydreamer

    Skydreamer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #3
    Naja, ich spiele seit *mal kurz überlegen* über 9 Jahren. Ich finde aber, dass ich immer noch ein Anfänger bin, es kommt wirklich nicht auf die L.. Zeit an. =)

    Es gibt tatsächlich so eine Plateauphase beim Lernen, wo es einfach nicht weitergeht. Und so banal es auch klingt, da hilft nur dranbleiben, weitermachen, Spaß an der Sache haben. :) Vielleicht mal eine andere Technik ausprobieren, andere Songs.

    Ach ja, einmal habe ich in einem P.M. Heft gelesen, dass es besser wird, wenn man vor dem Schlaf übt. Vielleicht hilfts ja. ;)
     
  4. der amp

    der amp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #4
    Ich halte mein plek meist mit daumen und zeigefinger, greif es relativ kurz und strecke die restlichen finger locker weg (also so, dass ich nicht die saiten berühre, aber ich pass auch tunlichst darauf auf, vollkommen locker zu bleiben).
    Sonst pass ich halt darauf auf, dass der anschlag aus dem handgelenk kommt und nicht etwa aus dem unterarm oder ähnliches (passt wohl auch etwas in richtung plekhaltung)

    mfg
     
  5. der amp

    der amp Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #5
    Okay, ich bin vielleicht ein bisschen missverstanden worden, denn man lern nie aus auf der gitarre, das ist klar. Unter anfänger verstehe ich jemanden, dem man erstmal klar machen muss, dass das plek beim spielen nicht auf das pickguard zu klopfen hat, und der gitarrenhals nichts mit erwürgen zu tun hat.

    Ich befürchte mal, es wohl am ehesten ein konzentrationsproblem sein könnte? Nur wie verbessert man eine "spielkonzentration"?

    trotzdem dankeschön für die bisherigen antworten

    mfg
     
  6. soloGuitar

    soloGuitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.08   #6
    Mal was ganz generelles:

    Wenn Du sagts: "aber ich pass auch tunlichst darauf auf, vollkommen locker zu bleiben" und durch Deine anderen Aussagen, habe ich nicht das Gefühl, dass Du locker bist, locker an die Sache rangehst, sondern sehr verbissen bist. Denk mal darüber nach!

    Spiel, hab Spass, was willst Du mit den Hochgeschwindigkeitsübungen? Meine Meinung dazu: Sch... drauf! Übertreib es nicht...

    Ich spiel seid langem, aber ich übe nicht, ich spiele. Klar, ich bin daher auch nicht so gut, aber darauf kommt es mir nicht an, ich spiele und dabei lerne ich, und vorallem, ich hab Spass dabei und verkrampfe nicht. Wenn der Wechselschlag nicht perfekt ist, was solls, wenn ich die Solis nicht exakt nachsielen kann, was solls, wenn ich nicht so schnell bin, was solls... Jeder muss wissen, was er will, und Du solltest mal nachdenken, ob Du nicht mal mehr an den Spass denken solltest, den Gitarre als Hobby machen sollte.

    In diesem Sinne!
     
  7. Erikly

    Erikly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.08   #7
    Hallo

    Zur Geschwindigkeit:

    Ich hab die Übungen gerade nicht zur Hand. Aber es ist oft so, dass du durch noch so viel Üben nicht schneller wirst, sondern genau das Gegenteil erzielst, da du verkrampfst.

    Ich rate dir folgendes: Leg die Übung mal für eine gewisse Zeit beiseite. Ruhig mal ein paar Monate.
    Du brauchst in der Zeit nichtmal versuchen andere Übungen auf Geschwindigkeit zu üben.
    Dann irgendwann nimmst du die Übung wieder und versuchsts sie nochmal. Du wirst sehen, dass du sie nun schneller spielen kannst als noch ein paar Monate zuvor.
    Jedenfalls war das bei mir immer so;)


    Zu deiner Pleck-Haltung:

    Ich hatte, als ich so ca. 3 Jahre gespielt hatte auch Probleme mit meiner Pleck-Haltung, weil ich sie mir falsch angewöhnt hatte.
    Ich hatte das Pleck zwar auch zwischen Daumen und Zeigefinger, aber ich hatte die beiden Finger immer so gehalten, als würde ich damit was greifen. (Irgendwie blöd zu erklären)
    Und dann hab ich mich gezwungen mich umzugewöhnen...das war ne blöde Zeit sag ich dir, aber es hat sich gelohnt.
    Ich wäre mit meiner früheren Pleck-Halteung nicht annähernd auf die Geschwindigkeit gekommen, wie ich sie heute erreiche.

    Wenn du dir sicher bist, das deine grundsätzliche Pleck-Haltung richtig ist, ignoriere das oben stehende einfach ;-)


    Grüße eErik
     
  8. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.08   #8
    Danke, ich hätt's nicht besser formulieren können.
    Ich häng bei der Petrucci-Übung schon bei 90-100.
    Na und?!
    Bin ich halt Slowhand :-))
    Solange die meisten Soli trotzdem klappen.................
    Hauptsache SPAAASSS !!
     
  9. Christof Berlin

    Christof Berlin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #9
    Ein paar lose Gedanken.

    140-150Bpm ist schon schnell. Mach Dir keinen Kopf und nimm es locker. Wenn Du Dir dieses Tempo bei Scales oder guten Licks in einem sinnvollen musikalischen Zusammenhang sauber erarbeitest, bist Du spieltechnisch schon richtig weit vorn. Viel schneller muss man nicht sein um (fast) alles spielen zu können.

    Und denke Dir ein paar gemeine Übungen aus, um das zu erarbeiten. Meist sind es "nur" seltsame Verbindungen von Up- und Downstrokes, die man nicht hinkriegt, aber das muss man üben. Wohl oder übel...
    Schau Dir mal die Übungen und Tips von Paul Gilbert bei youtube an. Da sind viele gute Ideen zu finden. Oder auf der Homepage von Steve Morse gibt es einige teuflische Übungen, bei denen ich persönlich langsam wie ein Schnecke spielen muss um überhaupt irgendwie durchzukommen. Von Speed keine Spur.

    Zu Akkordpicking: auch das ist eine Kunst für sich. Wer mit 200Bbm Petrucci durchjuckeln kann, ist deshalb noch lange nicht automatisch in der Lage, ein paar Akkorde sauber gezupft darzubringen. Es ist eben eine andere Technik, die auch viel Übung braucht, um das gut und überzeugend zu spielen. Da sei Dir eine Akustikgitarre wärmstens ans Herz gelegt. Und dann die Patterns mit Plek, Finger oder Hybrid üben. Das kann schon wehtun, weil man diese vermeintlich simplen Sachen nicht hinkriegt auf Anhieb. Aber wie gesagt, es ist etwas anderes, was man nicht verlachen oder vernachlässigen sollte, wenn man sein Instrument beherrschen möchte.

    Deine "Fehler" sind nicht die von Anfängern.....
     
  10. immortalpx

    immortalpx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #10
    Es wurde ja schon viel gesagt, ich würde dir noch empfehlen wie schon geschrieben wurde: leg die übung mal für ne gewisse zeit weg und spiel was anderes.
    Wenn du dann wieder mit der Übung anfängst fang LANGSAM an. 80bpm oder so. oder noch langsamer. 60. Achte auf die plekhaltung und versuch mal wirklich jeden schlag BEWUSST zu machen. konzentrier dich erstmal nur auf deine schlaghand, die linke hand lässt du erstmal komplett außen vor.
    ich denke dein problem liegt im detail mit der schlaghand. und wenn du die übung langsam machst und auf jeden schlag achtest und vor allen dingen auch ein bisschen rumprobierst (position usw.) mit deiner schlaghand wirst du weiterkommen.
     
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