Fender Bassman 135 BIAS, Anodenspannung

von cfortner, 14.08.19.

  1. cfortner

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    Erstellt: 14.08.19   #1
    Hallo,

    ich habe meinem Fender Bassman 135 neue Röhren spendiert, einen Set von TAD mit 6L6GC-STR in der Endstufe.

    Den Amp kann man ja auf drei verschiedene Primär-Versorgungsspannungen einstellen, 220 V, 240 V, 260 V.

    Mit dem TAD Bias-Meßgerät habe ich, abhängig von der Primärspannung, folgende Ströme gemessen (gemittelt, 1-2 mA Differenz zwischen den Röhren), dazu die jeweilige Anodenspannung:

    Primär Ruhestrom Anodenspannung

    220 V 37 mA 526 V

    240 V 33 mA 483 V

    260 V 29 mA 446 V

    1. Die normale Anodenspannung wird im Schaltplan mit 500 - 520 V angegeben, das spricht für die 220 V-Einstellung. Der Ruhestrom ist mit 37 mA allerdings etwas hoch, es werden 25-30 mA für die 6L6GC-STR empfohlen

    2. Bei 240 V ist der Ruhestrom nur wenig erhöht, die Anodenspannung nur wenig erniedrigt. Reichen 483 V für 135 Watt?

    3. Bei 260 V ist der Ruhestrom im empfohlenen Bereich, die Anodenspannung mit 446 V aber sehr niedrig. Wie hoch wird die Leistung da in etwas sein?

    Von Schaltplan und Empfehlungen ausgehend würde ich die 240 V-Stellung primär benutzen und den Ruhestrom auf ca. 30 mA senken wollen. Ist das notwendig? Nimmt die Röhren-Lebensdauer bei 7 mA mehr schon drastisch ab? Ändert sich der Sound drastisch?

    Danke für Eure Tips,

    C. Fortner
     
  2. Jenzz

    Jenzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.19   #2
    Moin .-)

    Bei der Spannungswahl würde ich eher die Heizspannung als 'Referenz' heranziehen. Dies ist bei den alten Fenders meist in der 240V-Stellung der Fall (denn wir haben ja ein 230 -235V - Netz). Wenn die 6,3V AC passen die Hochspannungen messen und Bias entsprechend anpassen (wobei hier ja nur ein quasi 'Balance-Regler' vorhanden ist, Bias an sich wird ja über einen Festwiderstand eingestellt). Auf ein paar Watt mehr oder weniger kommt es bei 135W nicht an.

    PS: Die 520V aus dem Schaltplan beziehen sich auf 'Stand-by off'. Im 'on' sacken die auf die 500V ab.

    Jenzz
     
  3. cfortner

    cfortner Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.19   #3
    Hi,

    danke für den Tip!

    Heizspannungen:

    220 V 6,72 V
    240 V 6,22 V
    260 V 5,74 V

    Damit ist die 240 V-Stellung die Richtige, zumal die Anodenspannung mit 450-500 V angegeben wird..

    Ich werde dann den 33 k-Widerstand durch einen 47 K ersetzen (Schleifer BIAS-Balance zur Masse) und ein 1 M-Trimm-Poti (hochwertig) parallel schalten, damit sollte der Ruhestrom gut einstellbar sein.

    So long

    Christian
     
  4. Jenzz

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    Erstellt: 14.08.19   #4
    Moin .-)

    Kann man vermutlich so machen... Allerdings besteht so immer mal die Gefahr, dass aus versehen der Trimmer komplett zugedreht wird und damit die Biasspannung weg ist (= Ruhestrom maximum).

    Ich hätte jetzt einfach den Reihenwiderstand zur Diode direkt nach dem Trafo angepasst, also quasi gleich an der 'Quelle' ;-)

    Jenzz
     
  5. cfortner

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    Erstellt: 14.08.19   #5
    Hi,

    Ok, das macht Sinn! Welcher Widerstand ist das genau?

    So long

    C.
     
  6. Jenzz

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    Erstellt: 14.08.19   #6
    Moin .-)

    Der 1K2 / 1W ist meist mit der Diode, den Gleichrichterdioden der Hochspannung und dem ersten 70uF-Elko der Bias-Aufbereitung zusammen auf einem separaten kleinen Eyeboard drauf, gleich am Netztrafo.

    So ähnlich wie hier:

    biasboard.jpg

    Jenzz
     
  7. cfortner

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    Erstellt: 14.08.19   #7
    Hi Jenzz,

    Mhmm, meiner sieht anders aus.

    Ich kann den Widerstandswert des seriellen R nicht erkennen, lt. Schaltplan sind das 1.8 K, der Widerstand in Deinem Amp hat wohl irgendwas mit 47 Ohm?

    Welcher Strom fliesst den über diesen Zweig? Ich würde das gerne regelbar machen, deshalb würde ich den Widerstand vergrößern und ein Poti (mit eigenem Vorwiderstand) parallel schalten.

    So long

    C.
     
  8. Jenzz

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    Erstellt: 14.08.19   #8
    Moin .-)

    Das Bild ist nicht mein Amp und nur als Beispiel, da sieht man einen 470R-Widerstand. Im 135 müsste da laut meinem Schaltplan ein 1K2 sein. Es gibt da sicherlich unterschiedliche Schematics, von daher könnte 1K8 auch sein.

    Das sind nur einige mA, von daher kann man auch woanders 'eingreifen'. Man muss sich nur darüber im klaren sein, dass hier weniger (negative) Spannung mehr Ruhestrom bedeutet.

    Jenzz
     
  9. cfortner

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    Erstellt: 14.08.19   #9
    Hi,

    also Widerstand leicht erhöhen, z. B. von 1.8 K auf 2.7 K, ein hochohmiges Poti 100 K lin parallel mit Vorwiderstand ca. 4.7 K (damit es nicht auf Null gehen kann), dann sollte man den Regelbereich haben...

    Danke!
     
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  10. Jenzz

    Jenzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.19   #10
    Moin .-)

    Ja, das kann man so machen...

    Das Poti bräuchte dort nicht unbedingt einen Vorwiderstand. Wenn es auf Null ginge würde die Spannung ja ansteigen = Ruhestrom wird kleiner, das ist ja 'ungefährlich', nur das der Amp dann irgendwann käse klingt.

    Außerdem kommt ja gleich dahinter der nächste Widerstand (2K2) der 2ten Siebstufe, bevor es auf den Matching-Trimmer geht...

    Jenzz
     
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