FENDER Hot Noiseless Strat Pickup Set

von Lynx67, 06.07.05.

  1. Lynx67

    Lynx67 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #1
    Hallo Leute!

    Ich spiele seit 3 Jahren eine Fender Strat Mex und möchte nun die Pickups wechseln. Ich habe derzeit von einen Freund hinten einen Humbucker und in der Mitte einen Noiseless Singlecoil drinnen. Bin damit sehr unglücklich, da alle drei Abnehmer nun verschieden reagieren und ich beim spielen in der Band mehr damit beschäftigt bin an Höhen und Lautstärke zu verdrehen als zu spielen.

    Bei Rockinger.com hab ich nun dieses "Hot Noiseless Strat Pickup Set" im Angebot gesehn, und wollte euch daher um eure Meinung bitten. Oder gibt es vergleichbares. Ich singe, spiele Rythmus und soliere, brauch daher was universelles, möchte aber was fetteres als die original Pickups.

    Danke

    Lynx

    PS: Bin komplett neu im Forum und möchte nur sagen, dass ich es Spitze finde.
     
  2. DerOnkel

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    Erstellt: 06.07.05   #2
    Verglichen mit den normalen Single-Coils von Fender liegen die Hot Noiseless mit einer Resonanzfrequenz von 3,1 kHz (Werksangabe) recht tief. Den metallischen Strat-Sound aus den 50ern darf man also nicht erwarten. Für die Verwendung von Verzerrungen sind dieses PU's in der Regel besser geeignet.

    Den Sound a la PAF wird man jedoch keinesfalls erhalten, da die Noiseless einen Single-Coil-Sound liefern sollen und der PAF ein paralleler Humbucker ist.

    Bemerkenswerte Lautstärkeunterschiede sollten bei der Verwendung dieser PU's nicht auftreten. Aufgrund der sehr starken Magnete muß jedoch auf einen ausreichend großen Abstand zu den Saiten geachtet werden.

    Ulf
     
  3. Lynx67

    Lynx67 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #3
    Und was haltet ihr von "Texas Special Strat Set". Klingt das clean nach was?
    Verzerrt dürfte das Set sehr gut sein. Oder ist es auch wirklich universell?

    Lynx
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  4. DerOnkel

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    Erstellt: 06.07.05   #4
    Die dürften eine Resonanz bei 3,6kHz haben, klingen also wesentlich metallischer. Außerdem sind das keine koaxialen Humbucker. Sie sind folglich brummempfindlich (Siehe Guitar-Letter I).

    Ulf
     
  5. Lynx67

    Lynx67 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #5
    Hallo Ulf!
    Meinst du damit, dass sie nicht so universell ist?
    Lynx
     
  6. DerOnkel

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    Erstellt: 06.07.05   #6
    Universell ist so ein schönen Wort... Was verstehst Du in diesem Zusammenhang darunter?

    Diese PU liefern so ohne weiteres nicht so eine sahnige PAF-Verzerrung, da die Resonanz dafür viel zu groß ist. Sie klingen eben so, wie eine Strat klingen soll: Grell und metallisch.

    Für verzerrten Betrieb sind eher Resonanzen zwischen 2000 und 3000 Hz geeignet. Das ist dann mehr als weich bis brillant zu bezeichnen.

    Wenn ich die Strat universell haben will, so fliegt ein Tone-Poti raus und wird durch einen Drehschalter mit verschiedenen Kondensatoren ersetzt. So kann man dann verschiedene Resonanzen einstellen und emuliert somit verschiedene Tonabehmer. In Guitar-Letter II steht, wie es gemacht wird.

    Würde ich das Brummen der SC's nicht ablehnen, so wären diese PU's wohl in der engeren Wahl für mich.

    Ulf
     
  7. Tack

    Tack Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #7
    @ Onkel:
    Das klingt interessant mit den Resonanzfrequenzen! Hast du da irgendne Seite, wo die Frequenzen für verschiedene PUs aufgelistet sind oder so? Oder überhaupt Infos über Resonanzfrequenzen und wie sie von Kondensatoren abhängig sind?! Wär mal ganz interessant... n Workshop oder sowas...
     
  8. DerOnkel

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    Erstellt: 07.07.05   #8
    Die elektrischen Daten der Tonabnehmer sind eine Sache für sich. Es gibt kaum Hersteller, die wirklich verläßliche und vollständige Daten zur Verfügung stellen. Diese wären ganz einfach die Induktivität, die Wicklungskapazität und der Gleichstromwiderstand.

    Einige Hersteller geben statt der Kapazität auch die Resonanzfrequenz an, aber dann fehlt immer die Information über die Belastung des Tonabnehmers während dieser Messung, sodas man hier auch raten muß. In Guitar-Letter II findest Du zu diesem Thema weitere Informationen.

    Wenn man die elektrischen Daten hat, muß man ausgehend von der Schaltung in der Gitarre (inklusive Gitarrenkabel und Eingangswiderstand des Verstärkers) den sogenannten "Amplitudengang" berechnen. Das führt in der Regel zu sehr umfangreichen Gleichungen. Jemand ohne elektrotechnisches Studium ist da leider schnell am Ende.

    Eine Abschätzung der Lage der Resonanzfrequenz läßt sich mit Hilfe der Thomson-Gleichung machen:

    f0=1/(2*pi*Wurzel(L*C))

    Für C muß dann die Wicklungskapazität des Tonabnehmers und die Kabelkapazität eingesetzt werden. Erstere kann man auch vernachlässigen, da sie in der Regel um den Fakto 5 bis 10 kleiner ist als die Kapazität eines typischen Kabels (~100pF/m).

    Die Ausprägung der Resonanz (Güte) läßt sich leider nicht so leicht abschätzen.

    Daten von Tonabnehmern findet man unter anderem bei Fender (nicht vollständig) und bei Seymour Duncan (auch nicht vollständig). Helmuth Lemme hat in seinen Büchern auch einige Daten veröffentlicht, die er nach eigenen Angaben selber ermittelt hat.

    Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit dieser Thematik und habe auch eine entsprechende Publikation in Vorbereitung. Eine Veröffentlichung wird jedoch noch dauern (Zeit, Zeit,...)

    Da eine geschlossene algorithmischen Lösung der entstehenden Gleichungen keineswegs trivial ist, habe ich zur Charakterisierung einen Simulator in Excel geschrieben, der seit einiger Zeit schon gute Dienste leistet.

    Die bunten Grafiken, die ich ab und zu poste, stammen aus diesem Tool.

    Ulf
     
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