Fender Telecaster, 1969 - John Watts (Fischer-Z)

M
mynodeus
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
03.04.26
Registriert
19.10.10
Beiträge
478
Kekse
4.558
Ort
NRW
Fender Telecaster, 1969 - John Watts (Fischer-Z)

Die Älteren von uns kennen sicher noch die frühen Fischer-Z-Alben mit Songs wie Pretty Paracetamol, So Long, Room Service, Berlin, Marliese, Red Skies over Paradise, Battalions of Strangers oder Cruise Missiles.
Besonders das Album Red Skies over Paradise hat mich damals als angehender Teenager geprägt.
Ich höre die Songs zwar heute nicht mehr, aber ich spiele sie gerne mal aus dem Gedächtnis auf der E-Gitarre oder dem Bass nach.
Damit stellt sich dann die Frage, wie man den speziellen E-Gitarren-Sound auf den Alben (für mich insbesondere Red Skies) hinbekommt.
Und der hängt - abgesehen von Spieltechnik, Amp und Studiotechnik natürlich - sicher auch an der verwendeten Gitarre.

John Watts (der kreative Kopf, Sänger und Gitarrist von Fischer-Z) war über viele Jahre immer live mit seiner in Babyblau umlackierten Gibson Melody Maker zu sehen.
Das ließ vermuten, dass dies seine Hauptgitarre wäre, die auch in den Aufnahmen genutzt wurde.
Dann wurde John Watts mit seiner Gitarre, die tatsächlich auf den ersten drei Fischer-Z-Alben verwendet wurde, in der Ausstellung "The Myth of the Electric Guitar" gewürdigt.
Und Überraschung... dies war nicht die Melody Maker, sondern eine (ebenfalls modifizierte) 1969er Fender Telecaster.

Ihr könnt die Gitarre hier sehen und über ihre Geschichte lesen:


Die Tele ist offenbar nachträglich mit Humbuckern ausgestattet worden.
Dafür wurde die Brücke einfach verkürzt ("half cut").
Über die Optik der Befestigungsrahmen sprechen wir lieber nicht!

Davon abgesehen hat die Gitarre die Tele-üblichen Bedienelemente:
Pickup-Wahlschalter, Volume- und Tone-Regler, jedoch auch noch einen zusätzlichen Schalter.

Es gibt sogar eine Demo-Aufnahme, leider wird die Gitarre hierbei aber nicht gut zur Geltung gebracht, der Gitarrist hat offenbar keine Ahnung, wie/was John Watts spielt:


View: https://www.youtube.com/watch?v=ukYVmxytl5M

Jetzt meine Fragen an die Kundigen unter euch:
  1. Seht ihr das auch so, dass es sich um Mini-Humbucker handelt, etwa im Stil von diesen hier:
    Für normale Humbucker scheinen mir die Tonabnehmer einfach zu schmal zu sein, da wäre nicht so viel "Luft" zwischen den Tonabnehmern.
    Könnt ihr das bestätigen, oder liege ich mit der Einschätzung falsch?
  2. In der Demo-Aufnahme wird der zusätzliche Schalter betätigt.
    Kann jemand dem entnehmen, was der Schalter macht?
Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen, die Modifikationen zu klären, die an der Gitarre vorgenommen wurden.
Vielen lieben Dank!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Guten Morgen, schönes Teil, das Fischer Z Konzert schaue ich gelegentlich am Rechner.......

Das sieht wirklich nach Mini Humbuckern aus, auf die auch manche Gibson-User schwören, Ich habe mal aus Spass 2 billige solcher in schwarz bestellt, mit einem dazu gekauften P90 dogear Rahmen passte es in die P90 Fräsung. Nette Bastelei, aber jetzt ist der originale P90 wieder in der HB
DC Junior.......... Gruß,Th.
Mini HB --Dogear.jpg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Mich interessiert eigentlich vor allem die Funktion des zusätzlichen Schalters.

Leider wird aus dem Youtube-Video, in dem die Gitarre von einem "Unkundigen" vorgeführt wird, für mich nicht eindeutig klar, was die "Normalstellung" des Schalters ist und was die Stellung ist, in der man den eigentlichen Effekt des Schalters hört.

Ideen:
  • Boost-Schalter
    Dann müsste die Gitarre aber einen Preamp und eine Batterie enthalten. Es gibt kein Batteriefach und im Tele-Elektronikfach ist wenig Platz.
  • Out-of-Phase-Schalter
    In den 1970ern (als die Gitarre modifiziert wurde) beliebt. Dafür müsste man bei einem der Pickups ein dreiadriges Kabel verwenden und das Gehäuse gesondert an Masse anschließen. Ich weiß nicht, ob das bei den Mini-Humbuckern so einfach geht.
  • Seriell-Schalter
    Vielleicht werden die Tonabnehmer durch den Schalter in Reihe statt wie normal parallel verdrahtet.
    Das hätte (ohne Notwendigkeit eines Preamps) auch einen Lautstärke-Boost und einen etwas höhenärmeren Klang zur Folge, wenn der Schalter aktiv ist.
    Dafür bräuchte man, wenn man es richtig machen, will, aber auch einen Pickup mit dreiadrigem Kabel (Schirmung gesondert) und hätte an den Humbuckern herumlöten müssen.
    War Seriell-Schaltung in den 1970ern schon ein Thema?
  • Coil-Split-Schalter
    Dazu müsste man noch mehr an den Pickups löten. Ich weiß nicht, ob das bei einem Mini-Humbucker geht und ob es in den 1970ern schon verbreitet war, Humbucker auf Single-Coil-Betrieb umschalten zu können.
  • Einfacher Tone-Switch
    • Der Schalter könnte wie ein einfacher Tone-Switch einen Kondensator direkt hinter den Pickups gegen Masse schalten und dadurch die Resonanzfrequenz der Tonabnehmer senken (= den Ton weicher oder singender machen, wenn er aktiv ist).
    • Oder ein Kondensator wird in den Signalweg geschaltet und arbeitet als Bass-Cut, so dass der Schalter die Bässe straffer macht.
    • Oder (ähnlich) ein Treble Bleed-Kondensator am Volume-Poti wird eingeschaltet. So kann man, wenn man das Volume runterdreht, gleichzeitig immer mehr Bässe wegnehmen.
  • Volume-/Tone-Überbrückung
    Vielleicht wurden Volume/Tone normalerweise zum eher cleanen Rhythmus-Spiel etwas heruntergeregelt und es war praktisch, mit dem Schalter für verzerrte/betonte Passagen kurz auf volle Lautstärke (oder auf einen maximal hellen Ton) schalten zu können?
(Die zuletzt genannten Varianten sind schon ziemlich exotisch, es ging mir nur darum, alles abzudecken, was man mit einem Schalter in einer passiven Schaltung evtl. anstellen könnte).

Fällt euch noch etwas ein, was der Schalter machen könnte?
Welche der Varianten ist für eine vermutlich gegen Mitte der 1970er Jahr umgebaute Gitarre am plausibelsten?
Und welchen Effekt des Schalters hört Ihr im Video bzw. welche Variante wird für Euch durch das Video bestätigt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Tipp: keep it simple.........Vol---- Tone-----3fach switch-----treble bleed spielbereit........
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das könnte gut sein. Wenn man den aktiven Booster ausschließt (da kein Platz für Preamp und Batterie) und wenn man Out-of-Phase/Seriell/Split ausschließt, weil man dafür die Mini-Humbucker intern umverdrahten müsste, dann bleiben ja eigentlich nur noch Tone-Switch oder Bass-Cut- oder der Full-Volume-Switch (die aber alle wenig flexibel sind) oder der Treble Bleed, der eigentlich die cleverste Variante ist und auch klanglich variabel, weil das Volume-Poti zu einer Art Bass-Regler wird.
Ich weiß nur nicht, ob das eine verbreitete Schaltung ist oder damals war. Treble Bleed-Kondensatoren am Volume-Poti sind ja üblich, nur wählt man die normalerweise so klein, dass der Effekt nur leicht spürbar ist.
Mit einem etwas größeren Kondensator ist der Effekt dann so stark, dass man das vielleicht doch lieber schaltbar machen möchte.
ich denke an Sounds wie die cleane, bassarme Gitarre in den Strophen von Berlin.
Wenn das nicht am Mischpult so gedreht wurde, dann könnte es der Effekt eines Treble-Bleeds oder Bass-Cuts sein.
Andererseits sind die Mini-Humbucker doch klanglich eh ziemlich hell. Möchte man sie wirklich noch höhenbetonter und greller machen?
 
Also ich denke, das ist mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ein Out-of-Phase-Schalter. Er spielt ja drei Sounds, wenn ich das richtig sehe, die ersten beiden in der Mittelstellung, dann den Steg-TA alleine. Der erste Sound ist deutlich dünner als der zweite. Das spricht für einen Phasenschalter und gegen einen Split der beiden Tonabnehmer, denn ein Split hätte nicht diesen ausgeprägten Effekt. Und der dritte Sound ist ähnlich laut wie der zweite, das spricht gegen einen seriell/parallel-Umschalter; dann wäre nämlich der zweite deutlich lauter als der dritte. Ganz eventuell wäre noch ein sehr ausgeprägter Bass-Cut denkbar. Von einem schaltbaren Treble Bleed habe ich noch nie gehört, und der Effekt wäre auch ein anderer. Out-of-Phase war zu der Zeit eine übliche Schaltung; Andy Summers hatte auch so eine in seiner Telecaster.
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich hab leider auch keine Ahnung, wie er den Sound so hinkriegt, aber ich hab ihn unzählige Male live gesehen. Wenn er nicht gerade auf dem Clean Trip war (mit irgendeiner Halbakustik Tele), hat er immer seine Melody Maker am Start gehabt und klang, wie John Watts klingen muss.
Die letzten Jahre war zwar irgendein Deluxe Reverb oder so auf der Bühne, aber möglicherweise war das nur ein Backup. Vor sich hatte er einen Helix.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich den nochmal zu geben, er spielt ja praktisch jedes Jahr bei uns in D und die letzten Jahre hat er speziell das Red skies...Album komplett gespielt, absoluter Hammer!!!
Möchte deine Soundsuche nicht bashen, für mich jedenfalls braucht's nicht unbedingt ne Tele für den Sound...

1771103390395.png
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 2 Benutzer
Moin.
Wenn ich den Klang (Video) mit meiner Fender Lead II/III (ist eigentlich eine Lead II, aber die gesamte Elektronik der Lead II wurde versehentlich von Fender selbst in einer Lead III Gitarre verbaut) vergleiche, dann hört sich das nach Out-of-Phase an.
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke für die Rückmeldungen!
Ich denke, ihr habt recht.
Die von mir in den Raum gestellten exotischen Möglichkeiten (einschl. Treble-Bleed) wären zu ausgefallen und waren in den Siebzigern nicht verbreitet (bzw. sind es auch heute nicht).
Dagegen war ein Out-of-Phase-Switch in den Siebzigern absolut in Mode und er passt auch klanglich zu dem Vorführ-Video.
Damit ist diese Sache wohl geklärt.

Die letzten Jahre war zwar irgendein Deluxe Reverb oder so auf der Bühne, aber möglicherweise war das nur ein Backup. Vor sich hatte er einen Helix.

John Watts war irgendwann von seinem Marshall-Amp (den er von Beginn an Live genutzt hatte) auf einen Supro umgestiegen, zumindest war das auf einem Konzert-Foto zu sehen.
Danke für das aktuelle Foto, was er jetzt nutzt.
In Bezug auf die alten Alben gibt es vom Produzenten Mike Howlett die Aussage, dass auf dem Album Going Deaf for a Living (genaugenommen: für "So Long") ein Peavey-Comboverstärker genutzt wurde.
Vielleicht gilt das auch für den Nachfolger Red Skies over Paradise?
Dazu ist leider nichts dokumentiert.

Ich habe John Watts früher öfter mal live gehört, damals immer mit der "Parrot"-Melody Maker und dem Marshall-Amp.
Live ist das Arrangement natürlich spärlicher und es klingt nicht unbedingt wie auf den Alben, dafür erinnere ich mich heute noch an die Konzerte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe die Jungs früher auch sehr gern gehört und eben tatsächlich nochmal in das Album "Red Skies over Paradise" reingelauscht.

Ganz ehrlich? Ich finde da den Amp, bzw. die gesamte Kette nach der Gitarre eigentlich fast wichtiger.

Als Gitarre könnte da einiges funktionieren. Ich würde wahrscheinlich zuerst zur Tele greifen, aber auch etwas im Style einer LP-Junior könnte vielleicht hier und da auch mal ganz gut passen.

Wenn man die heute live hört, dann klingt das auch deutlich anders. ;-)
Ich glaube, denen sind auch ihre Songs wichtiger, als der Studio-Sound von damals.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das denke ich auch. John Watts hatte ja mit der Auflösung der ursprünglichen Besetzung eh die alten Zöpfe abgeschnitten.
Die alten Alben sind stark durch die damalige Studio-Praxis geprägt: Double Tracking und/oder Artificial Double Tracking (ADT), Plattenhall und vermutlich die im Manor-Studio verfügbaren frühen Studioeffekte z.B. von Eventide.

Mir ist der Sound einiger Songs oder Passagen der Fischer-Z-Alben schon immer ein Rätsel und eigentlich will ich da nur sozusagen den Code knacken und verstehen, wie das gespielt wurde und wie das Ergebnis erzielt wurde.
Wenn ich zu Hause mal wieder eins der Stücke nachspiele, dann geht es mir auch nicht darum, den Studio-Sound wirklich 1:1 einzufangen, das klappt mit nur einer Gitarre eh nie.
Durch Herumprobieren mit Anschlagsmuster und -technik und Akkordgriffen habe ich mich in letzter Zeit ein wenig an den Rhythmus-Sound und -Fluss annähern können.
Aber wenn ich durch eine technische Maßnahme (wie einen simplen Out-of-Phase-Switch oder einen anderen Tonabnehmer) noch näher an bestimmte Sounds kommen könnte, wäre das toll!
Deshalb auch die Fragen hier zu der Gitarre.

Ganz ehrlich? Ich finde da den Amp, bzw. die gesamte Kette nach der Gitarre eigentlich fast wichtiger.
Was hörst Du denn bezüglich Amp (Amp-Modell, Amp-Einstellungen, Speaker) und Nachfolge-Kette?
Würde mich interessieren!

Wenn Du es jetzt von heute frisch im Gedächtnis hast: Soweit ich mich erinnere, hört man in "You'll Never Find Brian Here" und in der Bridge von "Cruise Missiles" nicht nur Rhythmus-Gitarre, sondern auch mit der Gitarre gespielte Melodie-Linien.
(Bei diesen wurde Double-Tracking genutzt und die beiden Aufnahmen sind hart links/rechts gepannt).
Hört sich das für Dich auch möglicherweise nach der Tele an?
Für meine Ohren ist der Klang komplett anders als der sonstige Rhythmus-Gitarren-Sound und ich habe da andere Assoziationen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ganz schwer zu beschreiben, finde ich. Dünner breiiger Sound. Klingt wie ein völlig ausgedünnter Transistor Amp mit etwas zu viel von einem fiesen Overdrive. :D

Es wäre niemals mein Ziel, das „so“ zu reproduzieren. 😜 Da würde ich persönlich einen etwas anderen Sound wählen.

Im Gesamtkontext ist das halt natürlich der Studiosound, der seinerzeit sicher so gewollt war und insgesamt finde ich die Songs auch heute noch sehr cool, aber wenn ich so alleine auf die Gitarre höre? Na, ja…

Die Gitarre ist da vielleicht gar nicht so wichtig, aber dennoch, ich würde auch da zuerst an eine Tele denken.

Beim Amp würde ich ganz persönlich vielleicht erstmal etwas aus der Vox Ecke probieren. Vielleicht sogar auch mal ein Fuzz davor. Aber wie gesagt, mein Ding ist es nicht so und ich stehe auch nicht so darauf solche Studiosounds nachzustellen.

Wenn das jemand gut singt und du spielst da eine Tele und einen leicht crunchy Amp, ggf. noch einem passenden Pedal, dann wird da live sicher niemand meckern.
 
Ganz schwer zu beschreiben, finde ich. Dünner breiiger Sound. Klingt wie ein völlig ausgedünnter Transistor Amp mit etwas zu viel von einem fiesen Overdrive. :D
Danke für die Rückmeldung.
Es sind eben New Wave-Alben!
Die Leute wollten damals modern und neu klingen bzw. das Publikum auch solche Musik hören, sozusagen die Antithese zu den altbekannten Blues- und Rock-Klängen von "vorher".
Im Gegensatz zum Punk, der schon einiges eingerissen hatte, wollte man es intelligenter machen.
Gitarren wurden jetzt anders eingesetzt als bisher. Da stellt sich niemand mehr hin und versucht, die Zuhörer oder sich selbst mit virtuosen Soli zu beeindrucken.
Die Gitarren hatten jetzt die Aufgabe, klangliche und rhythmische Texturen zu erzeugen, die natürlich auch geschichtet wurden.
Da gibt es z.B. Stakkato-Texturen (aus vielen schnell wiederholten Einzeltönen), aber als Kontrast auch stehende verzerrte Akkorde und eben auch weichere, "breiige" Teppiche.
Mir gefällt die Überlagerung dieser Klänge und der Wechsel kontrastierender Elemente nach wie vor sehr gut!
Dazu kommen natürlich noch die Reggae-Einflüsse, war wohl damals in UK in Mode.
Für die Schaffung der Texturen und die klangliche Abgrenzung vom Alten wurden gerne auch damals moderne Amps eingesetzt, wie der Roland JC-120 bei The Police oder eben auch hybride Peavey-Amps (wie der laut Howletts Aussage von John Watts bei So Long eingesetzte Peavey-Combo), die sich für diesen Zweck gut eigneten und den oft gewünschten modernen, etwas kühlen oder technischen Klangcharakter herstellen konnten und ggf. auch verzerrt nicht wie das Altgewohnte klangen. Für eine Gitarren-"Textur" kann dann eben auch eine Halbleiter-Zerre passen.
Ein organischer, warmer Blues-Gitarrenklang mit voluminösen, etwas mulmigen Bässen hätte zu der Musik nicht gepasst - auch angesichts der oft sehr zügigen Tempi.
Das führt natürlich dazu, dass der Klang auch heute nicht unbedingt Leuten zusagt, die die traditionellen Gitarrensounds mögen und eben mit einem anderen Mindset Gitarre spielen (musikalischer Ausdruck statt Textur).
Zumal die traditionellen Blues- oder Rocksounds im Rückblick wohl langlebiger waren und bis heute beliebt sind - da wirken die New-Wave-Gitarrensounds dann heute schon wieder etwas fremd oder wie ein Ausreißer von der "Norm", wie eine E-Gitarre zu klingen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
John Watts war irgendwann von seinem Marshall-Amp (den er von Beginn an Live genutzt hatte) auf einen Supro umgestiegen, zumindest war das auf einem Konzert-Foto zu sehen.
Genau, der wars!
1771178191113.png
 

Ähnliche Themen

Cadfael
Antworten
44
Aufrufe
14K
Cadfael
Cadfael
unixbook
Antworten
9
Aufrufe
5K
kypdurron
kypdurron
Miles Smiles
Antworten
6
Aufrufe
2K
PsychedelicFunk
PsychedelicFunk
unixbook
Antworten
13
Aufrufe
12K
msantifaller
M

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben