Fingerübungen und Techniken für Deathmetal

von BassPlaya, 06.05.06.

  1. BassPlaya

    BassPlaya Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.05.06   #1
    Hi there,
    Ich bin gerad dabei mit dem Gitarristen aus meiner Band nen Deathmetalprojekt zugründen
    und will als zweiter Gitarrist dienen(eigentlich spiel ich in unserer BAnd Bass:D). Gitarre spiel ich eigentlich schon länger als Bass, also keine Sorge bin kein Anfänger^^!
    Trotzdem gibt es da ja immer Dinge, die man noch nicht weiß. Deswegen wollt ich mal nach nen paar Übungen Fragen und ob sich vielleicht jemand mit speziellen Techniken in dem Sektor auskennt ( Soll alles so in Richtung Cannibal Corpse, Cryptopsy oder Aborted gehn:twisted:).
    (Ich überleg auch, ob ich mir Zwecks dessen eine neue Gitarre zulegen soll.
    Dachte dabei an ne ESP oder B.C.Rich so im Preisbereich von 400-600(Da Schüler nicht viel Geld:D). Ich wollt mir aufjeden Fall eine mit FloydRoseTremolo holen, weil ich sowieso nur auf einer Stimmung spiele und den Tremolohebel ganz gerne mal etwas härter rannehme^^:D)
     
  2. Patrock

    Patrock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.06   #2
    Hi,

    spiele ebenfalls Gitarre in einer Death Metal/Metalcore-Band, nur gehts bei uns nicht ganz so brutal zu Werke wie bei CC oder Cryptopsy...

    Wie immer gibts auch hier kein allgemein gültiges Regelwerk, erlaubt ist, was gefällt. Ich kann hier aber ein paar Techniken nennen, die ich mir durch intensives DM-Hören und ausprobieren auf der Gitarre angeeignet hab:

    1. Tiefer gestimmte Gitarren klingen böse und agressiv. Wir sind z. B. auf D gestimmt, Bands wie In Flames und auch viele andere skandinavische Death-Metaller auf C. bei letzterem sollte man aber, vor allem mit Ffloyd Rose, aufpassen, da die Saiten schon sehr locker sind und man die Federn des FR nur bis zu einem bestimmten Punkt anziehen kann. Ich benutze einen Saitensatz 12-54.

    2. Die Akkordfolgen, bzw. Intervalle bestimmen maßgeblich, wie ein Song klingt, z. B. böse oder eher pathetisch etc.. Im Death Metal tauchen häufig verminderte Quinten auf (Intervalle von sechs Halbtonschritten), und auch kleine Sekunden (ein Halbtonschritt) verfehlen ihre Wirkung nicht. Weiß nicht, wie gut du dich in der Harmonielehre auskennst, aber hierzu gibts hier im Forum ne eigene Sektion.

    3. Im amerikanischen DM sind oft in Sechzehntel gehackte Melodieläufe zu hören. Hier ist Geschwindigkeit gefragt. In den Soli sind jaulende, mit dem FR erzeugte Töne häufig (sonst ist hier ebenfalls Geschwindigkeit gefragt, und das, was ich unter 2. zu den Intervallen geschrieben hab, nur auf einzelne Töne bezogen).

    4. Das Geheimnis des typisch skandinavischen Sounds sind zweistimmige, um Terzen (klein=drei, groß=vier Halbtonschritte) versetzte Melodien (muß innerhalb eines Laufes variiert werden, je nach dem, obs dur oder moll sein soll). Ich benutze hier zum Ausprobieren den Sample Player meines Multieffektgerätes.

    Das viel mir jetzt so auf Anhieb ein...

    Ich würde mich, was den technischen Anspruch angeht, übrigens nicht an Bands wie Cannibal Corpse oder Cryptopsy orientieren, da diese eher Ausnahmeerscheinungen sind. Eingängigeres, (in technischer Hinsicht!) simpleres und solides Death Metal-Handwerk ist z. B. auf "The End Complete" von Obituary zu hören (die Scheibe dient auch mir immer wieder als "Lehrstück" :-)).

    Hoffe, ich konnte dir weiterhelfen...
     
  3. Johnny_X

    Johnny_X Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.06   #3
    Also wenn du Fingerübungen suchst, versuchs mal mit dem Workshop hier:

    https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=107883

    mir hat der sehr geholfen...
    Bei speziellen Techniken in dieser Szene kenn ich mich nich so aus,
    aber ich würd sagen, dropped stimmungen, und irgendwelche soli mit tapping kommt immer gut.
     
  4. BassPlaya

    BassPlaya Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.06   #4
    @Patrock

    Mit tiefer gestimmten Gitarren kenn ich mich ganz gut aus:twisted::D;).
    Ähnliches gilt für die Harmonielehre und Songwriting^^...

    Aber mich interessieren noch mehr solche Sachen wie z.B.: Soli im DM (was du geschrieben hast is auch schon ganz gut)...(muss zugeben:obin eigentlich nen Riffer^^) oder wie krass sollte nen Riff sein bisses zu gestört klingt....etc. deswegen wollt ich nach speziellen Techniken (vielleicht hab ich das in meiner Frage auch schlecht rübergebracht:o)fragen.
    Also wenn wer nen paar gute Beispiele für Soli hat immer ansagen:great:THX

    Aber die Tipps mit Deathmetaltypischen Intervallen sind mir schonmal ganz hilfreich thx^^
     
  5. ColdBlade

    ColdBlade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.06   #5
    Tiefer Stimmen ists chon fast pflicht geworden in der Death Metal zone, aber noch besser wie tiefer stimmen ist sich gleich en 7saiter holen..da ersparste dir das rum gefummel an der technik...wer dann noch langewiel aht kann die 7saiter runter stimmen, wie eine befreundet metal abnd mit dem folgenden Tuning spielt: GCGCFAD - also 6 saiter auf Dropped C dann ein G drunter gelegt..das ganze klinkt sehr brutal...
     
  6. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.05.06   #6
    Wenn du so kram á la CC etc. machst: Halte dich bei den Riffs nicht an Tonarten ;) Und bei den soli nur harmonisch moll und so nen kram, is auch die einzige die du bei riffs verwenden darfst ( :D :D ).

    Für Riffs klingen chromatische Sachen mit Tritonüssen (again: :D ) dazwischen aber immer gut! Oder so Ganzton-halbton sachen.

    -2-4-5-7-8-10-

    etc. :D
     
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