Aufbau von Heimstudio. Absolute Anfänger brauchen Hilfe

von Neme, 15.09.05.

  1. Neme

    Neme Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.05   #1
    Hallo erstmal :)
    Durch das Forum hier, bzw. vielmehr durch die FAQs bin ich auf das Thema "Homerecording" gekommen und hab schnell bemerkt, dass es mich nicht mehr loslässt. Die letzten Tage hab ich mir dann allen möglichen Kram durchgelesen, besonders dieses Forum und www.homerecording.de .
    Mein Ziel bzw. das Ziel unserer Band ist es unsere Songs in Zukunft selber, ein Instrument nach dem anderen, aufzunehmen. Außerdem wäre es toll wenn die Qualität ausreichen würde um die ersten Alben von "Schülerbands" für kleines Geld zu produzieren.
    So, dann stell ich mal kurz unsere Band vor. Wir haben 2 Gittaristen, die auch gleichzeitig singen, 1 Bass und natürlich nen Schlagzeuger. Die Richtung ist mal grob gesagt Rock, wobei die neueren Songs schon ziemlich metallig sind. Hier mal nen RockSong den wir vor ~ nem Jahr in nem sehr günstigen Studio aufgenommen haben. Nebenbei haben wir noch nen Nebenprojekt mit fast den gleichen Leuten, spielen da aber deutlich härtere Musik (hardcore bis deathmetal). Ne miserable Aufnahme (kassettenrecorder) davon gibts hier ..(das sind übrigens 2 sänger ;)) naja nur damit ihr die Richtung kennt ;P vielleicht hats ja Einfluss auf die Mikrowahl.

    So dann mal zum Pc:
    Ich hab hier nen Amd athlon 1700+ mit 512mb ram und ner neuen schnellen 250gb hdd. Ist halt schon etwas älter aber ich hoffe das geht noch für den Anfang. Wenns garnicht geht könnte ich auch an den Pc von meinem Bruder: AMD 3000+ ,1024mb ram.
    Dann schonmal meine erste Frage: Kann ich mit dem langsamen Pc aufnehmen und die hardware fressenden Sachen dann notfalls eben bei meinem Bruder erledigen? Er braucht den Pc halt selbst und fände es sicher nicht toll wenn ich mehr davor sitz als er selbst ;)
    Wie würdet ihr es machen? Neukauf kommt hier erstmal nicht in Frage.

    Dann weiter zum nächsten Problem, dem Mischpult.
    Wir haben noch eins von der letzten Band im Proberaum geerbt, kennen uns damit aber nicht aus und ich fand auch nix drüber im Netz. Auf dem Teil steht Miscara M1602SX, im Moment laufen 2 Gesangs-Boxen darüber(recht laut). Wir wollen die Instrumente nacheinander einspielen, maximum dabei sind 8 Kanäle für die Drums. Danach soll das Signal in die M-Audio Delta 1010lt gehen.
    Aussem Tut: "Die meisten Powermixer lassen sich leider nicht verwenden, da man bei diesen die einzelnen Signale nicht vorverstärkt abzapfen kann. Dazu benötigt man einen Mischer, der Direct Outs oder Inserts hat. Über diese kann man die vorverstärkten Mikrofonsignale der einzelnen Kanäle getrennt in die Eingänge der Audiokarte schicken." Leider ist das Pult nicht so gut bezeichnet und ich hab bisher wirklich keine Ahnung davon, deswegen: Wie erkenn ich ob das Pult für die einzelne Abnahme geeignet ist, oder kennt es vielleicht sogar jemand?

    Wie oben schon steht will ich mir wegen diverser Empfehlungen die M-Audio 1010lt kaufen. Als Recording-Programm hab ich Cubase im Auge. Reicht da die SE Version oder brauch ich die anderen auch schon als Anfänger?
    Dann das nächste: die Abhöre. Ich hab gelesen, das man billige Monitore gleich weglassen kann. Wir haben hier ne recht gute Hifi Anlage und ich würd dann den Monitorboxkauf erstmal verschieben, bis Geld für richtig gute da ist.
    Trotzdem brauchen wir beim Aufnehmen ja noch Kopfhörer. Die Dinger sollten vor allem laut sein, weil wir oft genug im Studio das Problem hatten, dass die Dinger dort zu leise waren :D Trotzdem soll natürlich nicht viel Krach raus an die Mikrofone kommen.
    Ich dachte da an den AUDIO TECHNICA ATH-M40fs Da gleich noch ne Frage: kann ich über die Kopfhörer auch schon beim recorden abmischen, weil ich nicht unbedingt die dicke Hifianlange innen Proberaum schleppen will.. Die Alternative wäre hier im Keller aufzunehmen, aber hier ist nichts schallgedämpft.

    Der nächste Schritt: die Mikrofone!
    Ich hatte erst überlegt ein Drumset + einzelmikrofone für die anderen Instrumente zu kaufen doch dann hat sich herausgestellt, dass es wohl sinnvoller ist etwas mehr Geld in einzelmikrofone zu investieren, die man dann sowohl für Drums als auch den Rest einsetzt.

    Ich dachte an 1 Mik für jede Trommel, 1 fürs Hi-Hat und 2 Overhead, also 8 Miks.
    Zusammengesucht hab ich mir dann die Zusammenstellung:

    Overhead: 2 * Studio Projects B1
    Bass: AKG D112
    Snare: Shure Sm 57
    Hi-Hat: Shure Sm 57
    Toms: 3 * DAP pl-07
    Besonders bei der Hi-hat bin ich mir nicht sicher. Bei den Toms sinds halt nur die Nachbauten weil uns 5 Sm 57 einfach zu teuer werden.

    Dann würden wir den Bass über DI abnehmen und evtl etwas Raumklang über das D112 dazumischen. Der Bassamp ist im moment nen Ashdown MAG 300, lohnt sich da überhaupt schon das dazumischen oder bringts das erst mit Ampeg&co? Und: ist das Mikro dafür geeignet?
    Die Gitarren würden wir mit den Sm57 abnehmen und vielleicht zusätzlich ein B1 weiter weg aufbauen.
    Den Gesang über die B1. Geht mit denen auch Metalltypisches Screamen/Shouten?

    So ein ganz dickes DANKE schonmal an alle die den doch recht langen Text bis hierhin ertragen haben. Bin vielleicht etwas zusehr ins Detail gegangen, aber beim stundenlangen Forenstöbern ist mir aufgefallen dass viele User helfen wollten aber nicht konnten, weil die Fragen zu ungenau waren.
    Wenn ihr noch irgendwelche Verbesserungsvorschläge habt, bitte bitte posten, aber denkt daran dass unser Budget mit dem obrigen eigentlich schon längst überschritten ist ;) Kommt schließlich auch noch der ganze "Kleinkram" dazu..
    Brennend interessieren würden mich dann natürlich noch Aufnahmen von erfahrenen Usern mit vergleichbarer Technik, also damit wir nen Anhaltspunkt haben wie gut wir klingen könnten wenn wir in nen paar Jahren genug gelernt haben :)
    Ziemlich perfekt find ich persönlich z.b. den Sound vom aktuellen In Flames Album, aber unser Ziel ist im moment ne Quali wie sie auf "Underground-Cds" üblich ist. Also CDs mit ner Auflage von meinetwegen 200-500 Stück die dann auf Konzerten verkauft werden.

    Danke nochmal fürs durchlesen und evtl fürs helfen :)
     
  2. helldorado

    helldorado Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.05   #2
    also bei overhead mics würde ich persönlich die AKG C1000 vorschlagen...sind meiner meinung nach die besten.....bei dem computer wirste schon leichte probleme bei den echtzeit effekten kriegen....da sollteste lieber nen athlon 64 mit mind. 1 gb ram nehmen die 250gb festplatte is schon gut sollte aber ne recht schnelle sein (kein massenspeicher der furz langsam is) zudem wäre auch zu überlegen ob man die M-audio karte nich bei ebay versilbert und sich 2 adat karten von marian kauft (kostenpunkt pro karte 129 euro) dann haste 16 inputs und 16 outputs gleichzeitig...wäre ein riesen vorteil zumal man bei drum aufnahmen in der regel 12 mics schon benutzt also 12 ton spuren, aber gut wenn die adat geschichte machen würdest bräuchtest du noch nen tauglichen AD/DA wandler.....entweder von alesis oder von RME nehmen.....nicht diesen wandler von behringer...der taugt wirklich nix. aber die frage ist erstmal was du investieren willst, für was du das studio brauchst (verwendung) usw.
     
  3. scheissPi-ber[]

    scheissPi-ber[] Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.05   #3
    die besten ? hmm was hast du denn für ne ahnung? das du sowas sagen kannst?
    aber ich denke aber schon auch dass die c1000 fürs OH besser geeignet sind als die B1

    reine spekulation!! denn: die A/D wandler in den behringer ULTRAGAIN PRO-8 DIGITAL ADA8000 sind nicht von behringer sondern von AKM® bittesehr...vielleicht sind die preamps nicht die besten aber das ist ein anderes thema (und auch ein guter grund...alternativen zu verwenden sofern man nicht sowieso extra preamps benutzen will)
     
  4. Neme

    Neme Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.05   #4
    die kosten aber leider auch fast das doppelte :(
    die overheads sollten wenns geht nicht mehr als 100€ kosten
    wenn die B1 natürlich garnichts taugen, sagt das bitte, aber wenn die C1000 "nur besser" sind dann müssen die B1 wohl reichen (ist klar kommt auf den anspruch an.. für nen guten anfang halt)

    wie gesagt die festplatte ist schnell (samsung spinpoint, mit das schnellste erschwingliche im moment)
    ich hab nochmal mit meinen bruder geredet und ich könnte bei ihm abmischen wenn mein rechner in die knie geht
    nun stellt sich noch die frage ob 1,7 ghz, 512 mb ram zum reinen aufnehmen reichen (max. 8 spuren gleichzeitig) also nur das das was von den mikros kommt auf der platte gespeichert wird

    12 spuren brauchen wir erstmal nicht, deswegen halt ich das mit den adat karten für etwas übertrieben
    das ganze würd schließlich wieder 500€ statt 200€ kosten und ich seh da jetzt keinen entscheidenden vorteil ausser den zusätzlichen spuren

    steht ja grob schon oben :)
    wir wollen unsere demos selber produzieren. die qualität sollte dann irgendwann so sein, dass mans auf konzerten verkaufen kann und die leute denken "rockt!" ;)
    kannst dir ja nochmal das erste lied downloaden. jetzt mal davon abgesehn dass wir inzwischen etwas andere musik machen sind wir mit der aufnahme relativ zufrieden. die gitarren könnten mehr drücken, sind aber auch nicht gedoppelt
    ausserdem ist der basedrumsound scheisse, damals stand das mikro aber auch ausserhalb, deswegen ist es so dumpf
    ausserdem wäre es cool wenn wir in 1-2 jahren den jungen schülerbands hier ne cd aufnehmen könnten, für wenig geld, ohne große ansprüche

    investieren wollen wir um die 1000€, nicht wesentlich mehr
    dafür drin sein sollen:
    -mikros für drums, gitarren, gesang, (bass) möglichst so, dass wir nur 8 drummikros kaufen und die auch für den rest verwenden können
    -soundkarte mit 8 eingängen
    -recordingkopfhörer
    -cubase

    dadrin ist jetzt kein neues mischpult und keine monitore, weil ich einfach mal optimistisch davon ausgehe dass es mit unserm pult geht und dass man fürn anfang auch über die hifi anlage mischen kann :)
     
  5. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 17.09.05   #5
    Die AKG C1000 waren mal so etwas wie der Standard in ihrer Preisklasse als Overheads. Das ist aber schon lange her. Schon damals haben Tonis, wenn das Budget es hergab auch mit Großmembrankondensatoren als OHs gearbeitet. Mittlerweile ist das Angebot an Mikros schön groß. Ich würde an Eurer Stelle auch die B1 nehmen. Erstens könnt Ihr sie als Mics für die Vocals nehmen, zweietns als Raummikros für die Amps (geht sogar alleine) und eben als OHs. Zu dem Preis sind die vollkommen o.K.

    PS: Die AKG C1000 waren noch nie die besten für Overheads. Die 414er AKGs , Schoeps, Neumann, B&K etc. waren z.B. immer schon besser.
     
  6. Neme

    Neme Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.05   #6
    gehen die b1 denn auch für aggressiveren gesang (shouts)?

    kann man das erste abhören auch über recordingkopfhörer machen?
    also mit den kopfhörern die der sänger beim aufnehmen aufhat auch die beste stelle fürs mikro am gittarenamp rausfinden?
    gibts für diesen kompromiss vielleicht empfehlungen?
    das richtige abmischen werd ich dann bei mir zuhause über die hifi anlage machen bis ich merk dass es ohne monitore nicht mehr geht. die hifi anlage will ich nur nicht zu den aufnahmen schleppen, mit monitoren würd das später dann natürlich gehen

    auch wenn noch nicht alles geklärt ist, danke für die ersten antworten :)
     
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