Frage zu Focusrite Scarlett 6i6 2nd Gen

von Incubus, 05.01.17.

  1. Incubus

    Incubus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #1
    Hallo zusammen,

    über das genannte Audiointerface wurde ja schon einiges geschrieben und in der Regel auch empfohlen.
    Trotzdem würde ich mich gerne bevor ich das Geld investiere nochmal vergewissern, dass es das richtige für mich ist.

    Hier die Ausgangssituation:
    - Zum Aufnehmen nehme ich ein Laptop mit Linux (!) drauf, z.Zt. Xubuntu 14.04
    - Aufgenommen werden soll entweder Geige ODER Akustik-Gitarre + Gesang
    - Ob ich die Gitarre über den Tonabnehmer oder ein Mikro abnehme weiß ich noch nicht

    Meine Fragen bezüglich dem Focusrite:
    - Hat jemand Erfahrungen mit dem Ding unter Linux? Das 2i2 soll ja angeblich gut funktionieren.
    - In der Bedienungsanleitung wird sehr viel Bezug auf die Software "Focusrite Control" genommen. Ist das Interface sinnvoll zu nutzen ohne diese Windows-Software?
    - Des weiteren steht da, dass mit dem Schalter 48V für beide XLR-Buchsen die Phantomspannung eingeschaltet wird und nicht einzeln. Kann das in irgendeiner Variante Probleme geben (z.B. Gesang über Mikrofon und Gitarre per Kabel)?

    Abschließend bin ich auch offen für sinnvolle Alternativen.

    Vielen Dank für eure Hilfe!
    Gruß Dennis
     
  2. The_Dark_Lord

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    Erstellt: 05.01.17   #2
    Hast du auf der Focusrite-Homepage schon nachgesehen, ob es dafür Linux-Treiber gibt?

    Das 2i2 ist Class-Compliant, funktioniert also ohne eigenen Treiber, während das 6i6 zwingend den Focusrite-Treiber braucht.
    Für die Scarlett-Interfaces braucht man den Scarlett MixControl Treiber, zwingend, denn darüber wird das Interface konfiguriert, Routing, Samplerate eingestellt etc etc.

    Die 48V Phantomspeisung liegen nur am XLR-Input an, nicht an den Klinken-Inputs.
    Jedes ordnungsgemäß beschaltete Gerät mit XLR-Ausgang kann Phantomspeisung ignorieren. (So lang keine TT Patchbay im Spiel ist)
     
  3. Incubus

    Incubus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #3
    Hey, danke für deine Antwort! Es gibt lediglich Treiber für Windows und MAC.

    Ist das ein generelles "Problem" mit den Interfaces, dass sie bei vielen Ein- / Ausgängen spezielle Treiber benötigen,
    oder gibt es vielleicht andere Anbieter die das bei ihren Produkten nicht brauchen?
    Für mein beschriebenes Setup würde das 2i2 ja reichen, aber ich habe gerne etwas Luft nach oben, falls doch noch
    mal irgendwas anderes angeschlossen werden soll...

    Gruß
     
  4. The_Dark_Lord

    The_Dark_Lord HCA Recording HCA

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    Erstellt: 05.01.17   #4
    Mit Linux schränkst du dich halt wirklich stark ein. Ich verstehe die Vorzüge von Linux für eine gewisse Sparte an Tätigkeiten (vornehmlich aus dem IT-Umfeld), aber speziell für Musikproduktion schränkt man sich damit enorm ein.
    Das beginnt mit fehlenden Treibern, geht über schwierigen Plugin-Support und endet damit, dass man eigentlich nur Ardour als DAW verwenden kann. Audacity ist lieb aber nicht ernsthaft verwendbar, Reaper auf Linux auch nur eine Krücke.

    Natürlich gibt es - typisch für Linux - eine Menge Hobbyisten die all diese Probleme zu umgehen versuchen:
    https://linuxmusicians.com/viewtopic.php?t=15810
    https://community.ardour.org/node/8821

    Irgendwann muss man sich dabei die Frage stellen was wichtiger ist: Unbedingt auf Linux zu arbeiten, oder einen schnellen, effizienten Workflow zu pflegen bei dem man sich nicht um das OS kümmern muss, sondern auf die eigentliche Tätigkeit (Aufnehmen, Mischen, Musik machen) konzentrieren kann.
     
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  5. Incubus

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    Erstellt: 05.01.17   #5
    Danke nochmals für deine Anmerkung, allerdings wird erst anders ein Schuh raus: wegen einer Sache auf Windows umzusteigen
    ergibt einfach keinen Sinn. Und wenn man dann noch bedenkt, dass wir von einem Spielniveau von "Let it be" mit drei Akkorden
    reden sind solche Klimmzüge unsinnig.

    Dann wird es eben das 2i2, was meine Anforderungen ja erfüllt. Aber aus reinem Interesse: wie sieht es aus mit Mischpulten?
    Besteht dort die gleiche Problematik oder kommt hier nur das Summensignal am Rechner an?

    Gruß Dennis
     
  6. ecki2

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    Erstellt: 05.01.17   #6
    @The_Dark_Lord: Hast du Erfahrungen mit Reaper unter Linux ? Was waren dabei die Probleme ?
    Ich wollte das demnächst mal selbst probieren, da ich es ebenfalls lästing finde nur wegen der DAW meinen Rechner unter Windows zu betreiben und Cockos bewirbt Reaper ja mit der Möglichkeit es unter Linux zu verwenden. Aber möglicherweise kann ich mir das ja sparen. Wäre für alle Infos sehr dankbar.
     
  7. Incubus

    Incubus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #7
    Ganz ehrlich: wo ist denn hier der Bezug zum Thema? :bad:
     
  8. ecki2

    ecki2 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #8
    Hi,

    Ich bezog mich dabei auf The_Dark_Lord's Aussage daß es keine brauchbare DAW unter Linux gibt und seinem expliziten Bezug auf Reaper. Wollte halt wissen ob er Reaper als "Krücke" ansieht weil natürlich die Verwendung von Windows Software unter Wine unschön ist oder es konkrete Probleme gibt.

    Ein möglicher Weg Focusrite Interfaces zu verwenden wäre eben alles, also DAW und Focusrite Software in Linux unter Wine laufen zu lassen. Vorraussetzung ist halt daß die erforderlichen Komponenten unter Wine laufen. Bzgl. Focusrite recherchiere ich gerade etwas, bzgl. Reaper hätte ja The_Dark_Lord etwas Input geben können.

    Wenn dir das zu Off-Topic ist, entschuldige ich mich hiermit.

    Grüße
    Ecki
     
  9. The_Dark_Lord

    The_Dark_Lord HCA Recording HCA

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    Erstellt: 05.01.17   #9
    Als Linux-User ist es sicherlich nix neues für dich, wenn ich dir sage dass man auch mehrere OS installieren kann, und je nach Bedarf auf das passende switcht.
    Linux für die Sysadmin-Tätigkeiten, Windows zum Recorden. Das wäre eine Idee.

    Das Setup von zwei OS dauert ziemlich sicher auch weniger lange als passende Treiber für Linux zu finden und sich an Ardour zu gewöhnen...

    Wenn das Gerät USB Class Compliant ist (wie das 2i2, 2i4) dann sollte (!) es funktionieren. Dann gibt's halt aber auch nur 2 Inputkanäle.
    Die "Mischpulte" auf die du dich vermutlich beziehst (Behringer Xenyx, ...) senden tatsächlich nur die Stereosumme über USB.
    Klar gibt es auch ernsthaftere Varianten die sämtliche Kanäle einzeln zur Verfügung stellen, angefangen beim Behringer X32 bis hin zu größeren Geräten, aber dafür braucht man - richtig geraten - wieder dedizierte Treiber die es - das rate ich jetzt einfach mal - nicht für Linux gibt.

    Nein, ich kann dir nicht viele weite Infos dazu geben, ich arbeite mit OS X. Den Linux-Ausflug hab ich sehr schnell wieder aufgegeben als mir bewusst wurde, dass ich da mehrere Tage in das Konfigurieren stecken müsste, die ich deutlich besser im Studio verbringen könnte.
     
  10. Zelo01

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    Erstellt: 05.01.17   #10
    Hi :hat:

    Mal vorneweg: Ich bin Mac User. Ich kenne mich mit Windows nur beschränkt, und mit Linux überhaupt nicht aus. Will hier nur mal eine Idee einbringen, weiss jedoch nicht ob dies nur mit Mac geht. Kann man nicht Windows UND Linux installieren, und dann wahlweise starten?
     
  11. Incubus

    Incubus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #11
    Ja, das hat man vor circa hundert Jahren so gemacht.. ;-) Virtualisierung heißt heutzutage das Zauberwort.

    Aber ganz ehrlich, wenn jemand ein Netzteil braucht, empfiehlt doch auch keiner lieber in ein Land zu ziehen, welches das passende Stromnetz hat. Es geht auch nicht um Windows vs. Linux. Man sieht ja auch an Userberichten, dass mit Windows 10 und dem Focusrite mal wieder vieles vermurkst wurde (Windows 7 64 Bit auch, wie ich gerade gesehen habe).

    Meine beiden Fragen wurden ausreichend beantwortet:
    - 2i2 und 2i4 sind "USB Class Compliant" und funktionieren mit hoher Wahrscheinlichkeit unter Linux.
    - Das mit der Phantomspeisung stellt erst mal kein Problem dar.

    Vielen Dank für eure Anmerkungen. Ich werde das 2i4 mal bestellen und ausprobieren.
    Gruß Dennis
     
  12. Zelo01

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    Erstellt: 06.01.17   #12
    Auch wenn dein Vergleich etwas weit her geholt ist: Ich hab dir nicht empfohlen in ein anderes Land zu ziehen, sondern dir ein passendes zweites Netzteil für dieses Land zu besorgen. Es ging mir überhaupt nicht um Land A vs Land B, sondern um Land A und Land B, je nach Anwendung.

    Wenn ich die Einträge weiter oben lese, kristalliert sich etwas sehr deutlich raus: Recording und Linux passen nicht zusammen. Im Linuxland wirst du als Homerecordler wohl für immer und ewig ein Ausländer bleiben. Die Frage ob Ausländer oder nicht, stellt sich ja nicht nur beim Audiointerface, sondern auch bei jedem Plugin was du installierst. Wenn du das Audiointerface zum laufen bringst, hat dein Rechner mal die Gebährdensprache des Recordings erlernt, weiter nichts. Du wirst dich jedoch trotzdem mit Händen und Füssen verständigen müssen, weil die Plugins im Recordingland dein Linux nur beschränkt verstehen werden.
     
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