Frage zu Rackkompressor

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Gammlisack

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Hey Leute,

ich weiß, es sind schon ein paar Threads zu diesem Thema vorhanden, die ich auch alle gelesen habe, aber trotzdem ein paar Fragen offen bleiben.

Da ich in meinem Gitarrensetup viel zu viel Stepptänzer bin und das ziemlich Leid bin, will ich mein Basssetup komplett ohne Bodentreter auskommen lassen.
Deshalb bin ich da gerade an einer Racklösung, die auf einem Mark Bass aufbaut und dann in eine 4x10er EDEN Box spielt.
Ich bin auf der Suche nach einem guten Kompressor, um generell die Dynamik gleichbleibender zu haben, wenn es mal mit mir durchgeht und vor allem auch, um mit kleinen Slap Fills nicht gleich
Tontechniker und PA zu quälen.

Im Auge habe ich da den dbx 160A, da er MONO ist und die andern dbx wohl auch deutlich schlechter sind und ich kein Freund bin von dem ungenutzten Kanal bei den Stereo Geräten.

Jetzt die Frage: Wegen der Arbeitspegelproblematik müsste dieser Kompressor ja im seriellen Effektweg laufen.
Allerdings ist dieser ja nach Preamp und damit auch nach dem EQ. Arbeite ich dann nicht mit dem Kompressor gegen die EQ und Filter - Einstellungen des Preamps und er probiert den Frequenzgang wieder glatt zu bügeln?

Mein Wunsch wäre ein Nichtfärbender Kompressor, der sich rein um die Dynamik kümmert. Dies soll der dbx nach Erfahrungsberichten ja sehr gut können.

Funktioniert das so im Effektweg sauber oder sollte ich doch lieber zu nem EBS Multicomp oder einem MXR M87 greifen und diese dann vorm Eingang des Preamps benutzen?

Wenn auch bisschen teurer, wäre mir die reine Racklösung wesentlich lieber. In erster Linie geht es aber um den Sound.

Hat da evtl. jemand Erfahrungberichte? Den dbx 160a sieht man ja in einigen Bassracks.

Kommt man ohne Attack und Release Zeit Einstellung trotzdem auf ein gutes Ergebnis?

Vielen Dank
 
MrC

MrC

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Ich bin grad ein wenig verwirrt, von wegen "Frequenzen wieder glattbügeln". Meinst Du, dass der Kompressor die dB-Anhebung im EQ des Verstärkers gleich wieder kompensiert, da er das Signal sowieso abschneidet? Muss nicht sein, schließlich ist das Frequenzspektrum Deines Basses auch nicht gerade linear, und eine Anhebung bestimmter Frequenzen im Verhältnis zu den anderen Frequenzen muss nicht bedeuten, dass gerade die angehobene Frequenz sofort die Komprimierung auslöst. Wenn Du da Sorgen hast, würde ich zu einem Modell mit Zugriff auf alle Parameter greifen, um im Zweifelsfall auf Threshold und Ratio zugreifen zu können.

Zur Signalkette: viele Bassisten leben sehr gut mit einem One-knob-Kompressor vor dem Amp. Was vielleicht noch eine Überlegung sein KANN: falls Du viel mit Zerre arbeitest, macht es oft Sinn, erst HINTER der Zerre einen Kompressor zu haben. Einfach, damit die dynamischen Spitzen auch von der Zerre erfasst werden.

Ich persönlich (!) habe immer gern Zugriff auf die Parameter ... und stelle dann doch meistens fest, dass ich diesen Zugriff nur selten benötige. Ich spiele viel über einen tc electronic-Kombo, der einen Kompressor eingebaut hat. Ein Knopf, passt scho. Für "speziellere" Sachen habe ich einen alten Boss-Multieffekt, brauch ich aber, wie gesagt, eher selten.
 
mix4munich

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Hallo,

Du schriebst:
Wegen der Arbeitspegelproblematik müsste dieser Kompressor ja im seriellen Effektweg laufen. - ja, das sollte so sein

Allerdings ist dieser ja nach Preamp und damit auch nach dem EQ. Arbeite ich dann nicht mit dem Kompressor gegen die EQ und Filter - Einstellungen des Preamps und er probiert den Frequenzgang wieder glatt zu bügeln? - Nein, das tust Du nicht. Der dbx160 ist ja nicht frequenzselektiv, sondern senkt immer linear über das gesamte Spektrum ab, auch wenn er (z.B. wegen Anhebung eines EQ-Reglers) auslöst.

Mein Wunsch wäre ein Nichtfärbender Kompressor, der sich rein um die Dynamik kümmert. Dies soll der dbx nach Erfahrungsberichten ja sehr gut können. - Ja.

Funktioniert das so im Effektweg sauber oder sollte ich doch lieber zu nem EBS Multicomp oder einem MXR M87 greifen und diese dann vorm Eingang des Preamps benutzen? - Das ist wie so vieles im Leben Geschmackssache. Ich habe auch den EBS Multicomp, habe ihn aber seit einiger Zeit aus dem Signalpfad genommen, weil er die tiefe B-Saite meines Basses irgendwie unkonkreter, verwaschener klingen lässt. Allerdings merke ich das auch erst, seit der Bass mal beim Instrumentenbauer zur Generalüberholung und zum Durchoptimieren war. Bei Dir muss das nicht unbedingt so sein.


Ganz generell würde ich Dir auch eher zum dbx160a raten, falls dessen Arbeitspegel zum Einschleifweg des Amps passt.

Viele Grüße
Jo
 
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Gammlisack

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Danke für eure Antworten. Hat jemand von euch schon einmal einen Direktvergleich gemacht?
Also Compressor vorm Input vs. Compressor im Effektweg?
Würde mich interessieren, ob dabei etwas auffällt?
 
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Hauself Zwo

Hauself Zwo

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Ganz generell würde ich Dir auch eher zum dbx160a raten, falls dessen Arbeitspegel zum Einschleifweg des Amps passt.
Das kann ich nur unterstützen. Ich spiele 4-, 5- und 6-Saiter genau in dieser Konstellation, also dbx160a im seriellen Einschleifweg, und hatte bisher null Probleme.

Bässte Grüße
Hauself Zwo
 
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Gammlisack

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Perfekt :) Hattest du mal im Vergleich einen Kompressor vorm Input benutzt? Fällt da irgendetwas auf?
 
Hauself Zwo

Hauself Zwo

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Hattest du mal im Vergleich einen Kompressor vorm Input benutzt? Fällt da irgendetwas auf?
Ja, und zwar auch den 160a: Zwischen Bass und Input (ohne Effekte etc. dazwischen) war bei passiven Bässen der Input gefühlt etwas schwach. Ich hatte den Eindruck, dass das Signal im Kompressor mehr oder weniger halt durchläuft, ohne dass ich da groß was tut. Ich bin aber nicht der große Techniker, habe halt nur die Aussteuerungs-LEDs beobachtet, und da tat sich bei gleicher Einstellung nicht so viel wie im seriellen Effektweg. Funktioniert hat dieser Aufbau aber trotzdem problemlos.

Ich hatte da vor etwa 25 Jahren mal so einen orangefarbenen Kompressor (DOD?) als Bodeneffekt. Mit dem lief es super vor dem Input (also Bass - Kompressor - Amp), aber da war's auch nicht anders möglich, denn der Amp hatte keinen Effektweg.
 
G

Gammlisack

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Top danke für die Infos.
Insofern du dich dran erinnerst:
Hat es für dich irgendeinen Sound Vorteil gehabt, dass der Bodentreter vorm EQ war oder würdest du sagen, es ist egal oder sogar besser nach dem EQ?
 
Hauself Zwo

Hauself Zwo

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Hat es für dich irgendeinen Sound Vorteil gehabt, dass der Bodentreter vorm EQ war oder würdest du sagen, es ist egal oder sogar besser nach dem EQ?
Jetzt wird's schwierig: Ich bin mit dem Bodentreter vor dem EQ gut zurecht gekommen, nach dem EQ hab ich's nicht probiert / probieren können (Combo ohne FX in/out).

Mein persönlicher Eindruck:

Vor dem EQ dämpft der Kompressor die Dynamik, was gewollt sein kann, wenn man z.B. im Song von Fingerstyle (relativ gleichmäßig) auf Slap (Lautstärkespitzen) umsteigt. Die Vorstufe / der Input bekommt hier ein geregeltes Signal, und da kann man mit dem EQ später noch herzhaft eingreifen.

Nach dem EQ bügelt der Kompressor eben das gesamte Signal glatt, und bei etwas extremeren EQ-Einstellungen kann der Ton im Detail leiden (dreh ich die Wumms-Bässe im EQ kräftig auf und wird das Signal zu mächtig, begrenzt der Kompressor das komplette signal und der Wumms fällt etwas flacher aus).

Wie gesagt: Persönlicher Eindruck - es gibt sicher noch andere Meinungen dazu, und manche Effekte sind ja auch gewünscht (ein Bekannter von mir hat 'ne Extremeinstellung in seinem Kompressor, da klingt der E-Bass wie eine Basstuba, das "hupt" richtig...). Da hilft nur ausprobieren!.
 
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SlapBummPop

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ich weiß, es sind schon ein paar Threads zu diesem Thema vorhanden, die ich auch alle gelesen habe, aber trotzdem ein paar Fragen offen bleiben.

Da ich in meinem Gitarrensetup viel zu viel Stepptänzer bin und das ziemlich Leid bin, will ich mein Basssetup komplett ohne Bodentreter auskommen lassen.
Deshalb bin ich da gerade an einer Racklösung, die auf einem Mark Bass aufbaut und dann in eine 4x10er EDEN Box spielt.
Ich bin auf der Suche nach einem guten Kompressor, um generell die Dynamik gleichbleibender zu haben, wenn es mal mit mir durchgeht und vor allem auch, um mit kleinen Slap Fills nicht gleich
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Im Auge habe ich da den dbx 160A, da er MONO ist und die andern dbx wohl auch deutlich schlechter sind und ich kein Freund bin von dem ungenutzten Kanal bei den Stereo Geräten.

Jetzt die Frage: Wegen der Arbeitspegelproblematik müsste dieser Kompressor ja im seriellen Effektweg laufen.
Allerdings ist dieser ja nach Preamp und damit auch nach dem EQ. Arbeite ich dann nicht mit dem Kompressor gegen die EQ und Filter - Einstellungen des Preamps und er probiert den Frequenzgang wieder glatt zu bügeln?

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Kommt man ohne Attack und Release Zeit Einstellung trotzdem auf ein gutes Ergebnis?

Vielen Dank
mein Tip!

API "The Channelstrip"
upload_2019-9-24_8-22-53.png


....mehr brauch ich nicht!

Gruß
SlapBummPop
 
S

SlapBummPop

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alex_de_luxe

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Der 160A ist der Hammer. Kann ich bedenkenlos empfehlen.

Die Markbass Amps haben teilweise so komische 50/50 gemischte parallele Effektwege (mit Jumpern seriell machbar wie mir ist). Vielleicht da noch kurz abklären wie das genau in deinem Amp so läuft.
 
T

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Natürlich greift ein kompressor auch ins Frequenzspektrum ein (Das ist in diesem Fall auch sinnvoll). Denn ist der tiefe Ton lauter als der hohe, wird dieser stärker komprimiert. Wenn ich persönlich die Wahl hätte würde ich beim Bass eher auf einen eq verzichten als auf einen Compressor. (Obwohl z.B. die fender Jazz-Bässe meist nur wenig benötigen) denn mit einem Compressor bekomm ich den Bass auch grade.
 
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Ich spiele derzeit mit dem Setup passiver Bass (Jazzbass) in Amp (Genzler Maggelan bzw SVT3) mit einem 160A im seriellen Insert auf eine Eich 2x12“. Da macht sich der 160er hervorragend. Aber ich habe auch einen alten 166 aus den Achtzigern und der funktioniert such gut.
Zum Einschleifpunkt. Die Rack-Kompressoren wie der 160A oder auch der 166er arbeiten mit Line-Pegel. Direkt mit einem, vor allem passiven, Bass in den Kompressor zu spielen ist nicht ratsam. Da sollte ein Preamp schon vorgeschaltet sein.
 
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