Frage zum Umgang mit Noten

von PanteraBM, 01.11.07.

  1. PanteraBM

    PanteraBM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.07   #1
    Hallo zusammen

    Zwar raten viele davon ab, ich bin trotzdem fest entschlossen erstmal ohne Lehrer das Klavierspiel zu lernen.

    Nun gehe ich mit dem Buch "Klavier spielen - mein schönstes Hobby" von Hans-Günter Heumann das Ganze an. Soweit klappts auch recht gut, bloss hab ich noch ein wenig Probleme mit den Noten. Das Verständnis ist da und ich kann sie grundsätzlich lesen, bloss dauert das bisweilen noch recht lange (ist wohl klar am Anfang). Meistens zähle ich dann von Noten, die ich in jedem Fall kenne (C zb) weiter und erarbeite mir so das Lied. Spontan würde ich aber nicht ein G auf den ersten Blick erkennen. Ich frage mich hierbei, ob ich mich jetzt am anfang intensiv damit beschäftigen soll, oder ob ich einfach mal losspielen soll und wenn ich oft spiele, kommt das affektierte Verständnis der Noten automatisch (ich sehe eine Note und weiss direkt wo sie liegt und in welcher Handlage ich sie zu spielen habe)?

    Ich frage mich auch ob meine Herangehensweise korrekt ist: ich brauche die Noten um ein Lied, was ich einigermassen kann (aber noch nicht auswendig gelernt ist) als Orientierung, d.h. ich lese die Noten und erinnere mich dann an den Ablauf der Finger, den ich machen muss. Steige ich aber an einem beliebigen im Stück ein, so habe ich Probleme mich direkt zu orientieren. Heisst also: ich brauche die Noten, kann sie aber nur als Gedenkstütze verwenden. Sollte ich auch hier das automatisierte Lernen bei Seite schieben und üben möglichst schnell an beliebigen Takten ein Stück zu spielen?

    Die Fragen stellen sich mir, weil ich mich frage, ob ich längerfristig dann nicht irgendwelche Defizite haben werde beim Notenlesen. Wie ist da die beste Herangehensweise?

    achja, damit ich meinen Leistungsstand ein Wenig einschätzen könnt: ich spiele jetzt seit 1 1/2 Monaten fast jeden Tag etwa eine halbe Stunde. Technisches Highlight ist derzeit "Morning has broken". Ist eine ungefähr 20-Takt lange Version.
     
  2. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #2
    Hallo, prinzipiell ist das alles normal. Das mit dem Noten lesen wird von alleine flüssig werden. Auch die Noten alös Gedächtnisstütze sind normal (wenn auch nicht wünschenswert).
    Schau mal in folgendes online Buch rein, zu diesem Thema: http://foppde.uteedgar-lins.de/

    Aber auf lange Sicht, nimm Dir nen Lehrer spart Zeit und Nerven und ist ab nem gewissen Level nicht vermeidbar.
     
  3. Schrabbelvaddi

    Schrabbelvaddi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #3
    Stimmt, alles normal. Die ersten Lieder in solchen Lernbüchern haben nicht umsonst zuerst einen begrenzten Tonumfang (meist von c bis g). Die (und die folgenden) locker flockig spielen und üben und dann sollte das Notenlernen kein großes Problem sein. Irgendwann wirst du wissen, dass das g auf der 2.Linie von unten liegt oder das a ein zwischenraum drüber oder das h....;)
     
  4. PanteraBM

    PanteraBM Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #4
    Inwiefern? Nach 1 1/2 Monaten bei Morning has broken zu sein find ich ansich nicht langsam, oder was kann man da so bei einem Lehrer erwarten?

    Sondern? Müsste ich also jetzt schon lernen jeder Note direkt die entsprechende Taste zuordnen können? Der Umfang der zu spielenden Noten steigt ja auch, und ich hab irgendwie bedenken, dann später zuviel von früher nachholen zu müssen.
     
  5. Dextivity

    Dextivity Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #5
    Von einem Lehrer kannst Du vor allem das erwarten, was Dich anscheinend die ganze Zeit wurmt:
    Nämlich rechtzeitige Korrekturen, bevor man autodidaktischerweise wieder zurückrudern muß.
     
  6. lemato

    lemato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.07   #6
    Ein guter Lehrer hilft Dir bei so vielen grundsätzlichen Dingen aber auch bei KLeinigkeiten. Wenn man das alles hier so locker schriftlich fixieren könnte, bräuchtest Du vielleicht doch keinen. ;)
    Nur mal so als Beispiel. Du bist der Meinung Du kannst Morning has broken spielen. ich bin mir sicher ein Lehrer könnte Dich auf einige Dinge aufmerksam machen, die Du besser spielen kannst, und die Dir selbst nicht aufgefallen sind, die aber einen Riesenunterschied ausmachen können. Nimm doch einfach mal ne Probestunde und entscheide selbst.
    Ich lerne selber auch viel aus dem Buch, aber 1-2 mal im monat mach ich Rückkopplung mit nem Lehrer. Bin aber auch schon sehr viel länger dabei als Du. Am Anfang wär vielleicht häufigerwer Unterricht sinnvoll.

    Am besten ist es eben immer wenn man die Noten nicht braucht, auch nciht als Gedächtnisstütze. Aber das ist nicht das wichtigste beim Spielen und ich weiss nicht, ob ich da wshcon am Anfang einen Schwerpunkt setzebn würde. Irgendwann später aber schon.
     
  7. cirro

    cirro Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.07   #7
    Meiner Ansicht nach solltest du vor allem lernen die Noten mit Tönen in Verbindung zu setzen und dann erst mit einer Taste.
    Man sollte einen Ton eigentlich hören bevor man ihn spielt denn Klavierspielen besteht ja nicht nur aus Tastendrücken was auch eine Wissenschaft für sich ist.
    Ich lerne jetzt seid zwei Monaten Klavier und kann natürlich auch noch nicht fließend Noten lesen.
    Ich lerne die Stücke meistens sogar auswendig und der Blick aufs Blatt würde mich eher verwirren. Bei einigen STücken habe ich es aber schon geschafft auf die Noten zu gucken ohne mich groß zu verspielen und sie dann wirklich auch als Wegweiser / Gedächtnisstütze zu benutzen.
    Ich lese dabei aber noch nicht jede einzelne note sondern eher in Blöcken um mich grob zu orientieren., Daran muss ich natürlich noch arbeiten.
    Aber ich versuche bevor ich etwas spiele es immer erst im Kopf abzuspielen was mir oft auch noch schwer fällt oder manchal garnicht richtig klappt. Aber ich merke das es immer besser wird. Du musst es eben jeden Tag üben. Jeh mehr desto besser aber lass dir Zeit!
    Mach zwischendurch Pausen! Lass deinem Kopf Zeit um das alles zu verarbeiten.

    Note sehen - ton Hören - Ton spielen.
    Bis das richtig und vor allem flüssig und schnell geht vergehen bei mir bestimmt noch viele Jahre.
    Meine Klavierlehrerin nimmt die Russische Klavierschule Band 1 für mich.
    Sie sucht mir immer Stücke aus der Mitte des Heftes raus die ich dann meistens auch für einen Anfänger schon relativ gut (mal mehr mal weniger) spielen kann.
    Aber zum inneren abspielen sind sie mir teilweise noch zu "Komplex".
    Ich muss mich in die Stücke erst immer erst eine Woche oder etwas länger einarbeiten.
    Also wenn du nicht sehr begabt bist dauert das ganze wohl einige Monate.:)

    Ich würde mich von Anfang an mit dem lesen von Noten beschäftigen.
    Auch wenns noch nicht richtig klappt.
    Du kannst dir ja auch selber ganz simple Melodien selber aufschreiben und in deinem Tempo vom Blatt spielen.
    Also z.B. C - C - C - G - G - G - D - D -D oder sowas...


    Je besser du Noten lesen kannst um so mehr hilft dir das beim einstudieren von Stücken.
    Es geht leichter und schneller als wenn man sich nur selten damit befasst.

    Ich empfehle dir auch unbedingt Unterricht zu nehmen.
    Es gibt einfach sachen die kann ein Lehrer dir schneller und besser veritteln als ein Buch.
    Wie will dir ein buch genau beibringen wie man den Arm richtig einsetzt oder ähnliches?
    Fotos und Skizzen sind zwar schön aber können nicht alles erklären und der Lehrer kann es dir vor Ort genau zeigen.

    Und ich bezahle als Student gerade mal knapp 30 Euro für 4 mal 45 min Unterricht im Monat. Das ist doch ein super Preis oder? :D
     
  8. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.07   #8
    und wenn in 3 oder 4 jahren eine sängerin vorbeikommt, und du musst sie begleiten, dann musst du ihr leider sagen, dass die dir vorgelegten blöcke noch nicht im system sind, und sie deshalb erstmal ne woche warten muss.
    notenlesen sollte man von anfang an RICHTIG lernen, also so wie laufen. dann umgeht man nachher jede menge probleme. oder kannst du an jeder beliebigen stelle eines stücks einfach so einsetzen???
     
  9. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.07   #9
    Lehrer können auch keine Wunder wirken aber sie vermitteln ein Rüstzeug, das man aus keinem noch so guten Buch oder Video bekommen kann. Außerdem ist niemand in der Lage, sich selbst korrekt zu beobachten um sicher zu stellen, daß man alles richtig macht.

    Und ein guter Lehrer tröstet einen auch mal, wenn es mit dem Notenlesen noch nicht so richtig klappt und hat dann ein paar passende Übungen parat :)
     
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