Frage zur Raumrenovierung (Spanplattenwände, Noppenschaum, Teppichfliesen)

von LeadGitarrist89, 11.04.12.

  1. LeadGitarrist89

    LeadGitarrist89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.12   #1
    Hallo zusammen,

    seit längerer Zeit plane ich bereits einen Kellerraum in ein Heimstudio umzufunktionieren. Kurz zum Raum:

    Raumplanung.png

    Zu den Wänden (von der links außen im Uhrzeigersinn):
    1. Beton
    2. Beton
    3. Rigips (an Holzkonstruktion, ohne Dämmmaterial leider, also hohl)
    4. Stein

    Nun meine Frage:
    Kann ich die Rigipswand von Innen so verkleiden, dass das Wummern, das auftritt, wenn man dagegen klopft, sich nicht mehr so stark auf z.B. Musik von Innen auswirkt?

    Wenn ja, dann würde ich den Raum einfach so lassen und mit Teppichfliesen(Boden), diversen Möbeln und vereinzelt Noppenschaum (Wände und Decke) ausstatten, um die Akustik zu verbessern. Eventuell noch Bassabsorber in die Ecken, müsste ich aber zunächst Test-hören..
    Was meint ihr dazu? :confused:
     
  2. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 13.04.12   #2
    Dröhnt es denn?

    Warum? Optik oder Akustik?

    Besser ordentliche Breitbandabsorber. Mindestens 10 cm dick. Besser noch 20 cm.
     
  3. LeadGitarrist89

    LeadGitarrist89 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.12   #3
    Ja, wenn ich dagegen klopfe sehr! : /
    Kann man da was gegen machen??

    Optisch natürlich schön, relativ einfach zu verlegen, aber auch wegen der Akustik. Würde dann einen sehr dünnen, festen Teppich wählen. Laminat und ähnliches kommen für mich im Keller nicht in Frage..

    Alles klar, werde mich, wenn ich soweit bin, nach solchen Absorbern umsehen. Hoffe die werden nicht zu teuer :confused:
     
  4. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 16.04.12   #4
    Ja: noch ne Lage drauf. OSB ginge auch.

    Ja. Dünn und fest ideal. Eben weil er nicht (oder nur wenig) akustisch wirkt. Dickerer Teppich macht dumpf ohne jeden positven Effekt.

    Selbstbau: aus ein paar Dachlatten. Dämmung (Sonorock, Thermohanf, Isover) rein. Stoff drüber.

    Kaufen: in D kenn ich nur http://www.mbakustik.de/main.php?target=1-7-3_bab150.
     
  5. Zarfld

    Zarfld Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.12   #5
    also das Hohl würd ich nicht nur als nachteil sehen. mein erster gedanke war: Das volumen könnte für einen Helmholtz recht brauchbar sein, problematisch ist wahrscheinlich dass man das exakte volumen nicht kennt, und man sich an den soll wert empirisch rantasten musste. (oder gleich in richtung Lochplatten absorber).

    zur Hohlraumdämmung müsstest du, mineralwolle, Stopfhanf oder ähnliches nehmen und dazu auf einer seite die Platten abnehmen um das reinzubringen.
    Der Vohrschlag mit der zusätzlch angebrachten OSB platte kann auch funktionieren. (versteift und beschwert)

    im optimal fall beides: Die OSB platte um die Frequenz in einen weniger kritischen bereich zu bringen, und das Dämmen um die noch vorhandene Schwingungen zu dämfen.

    nur lass dich nicht auf die idee bringen irgendwelche Fensterschäume da durch Bohrungen in den hohlraum zu spritzen. -> der ist zu Leicht und steif um dort als akustische dämmung zu wirken, noch dazu würde der direkten kontakt der beiden RigipsSchalen herstellen, und dadurch wäre auch die Schalldämmung nach außen auch dahin. (ich sag mal "Schallbrücke").
     
  6. Fish

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    Erstellt: 17.04.12   #6
    Die zusätzliche Lage Rigips würde ich um 90° Versetzt zu der jetzigen Montageposition der Platten aufbringen. Das schafft noch mehr mechanische Stabilität.

    Gruß

    Fish
     
  7. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 17.04.12   #7
    Zumindest überlappend.
     
  8. LeadGitarrist89

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    Erstellt: 17.04.12   #8
    Das wäre eine sehr angenehme Lösung! Ich komme kostenlos an Spanplatten ran (etwa 5cm dick), könnte ich davon nicht vielleicht 1-2 Lagen vor die Rigipswand schrauben? Schalldicht braucht die Wand nicht sein, nur die Akustik von innen soll möglichst gut sein.

    Mit dem Namen Helmholtz kann ich leider nicht viel anfangen, und Wikipedia gibt mir auch keine Infos bezüglich einer Schallisolierungstechnik o.ä. Kann mir das jemand vielleicht grob erklären? Den Hohlraum sogar zu nutzen wäre natürlich ideal!
     
  9. Zarfld

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    Erstellt: 18.04.12   #9
    hm hier gings eher an Lochplattenschwinger, da Hemlholtz ja nicht "immer" ganz so wirken wie sie berechnet wurden, aber das mit einer 5cm dicken Spanplatte, ist auch fraglich...
    http://www.ppvmedien.de/pdf/StudioAkustik_148_156.pdf

    zum Helmholtz:
    https://www.musiker-board.de/raumakustik-tech/452929-helmholtz-resonator.html

    http://books.google.at/books?id=LJk...AEwAA#v=onepage&q=Helmholtz resonator&f=false

    aber probiers erst mal mit der 5cm dicken Platte, die ist sicher ausrecihend schwer um das gar nicht mehr nötig zu machen.
     
  10. LeadGitarrist89

    LeadGitarrist89 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.12   #10
    So, die letzte Woche war hart, aber der Raum sieht jetzt schon viel besser aus : )

    Ich habe die Spanplatten an den Wänden und werde bald mal probehören, aber zunächst fehlt noch der Teppich und etwas für die Decke.
    Ich hatte da an folgende Deckenplatten gedacht (nur weil die aktuelle Betondecke sehr hässlich aussieht):
    http://www.ebay.de/itm/15-m2-Decken...tDomain_77&hash=item19cb29c9a6#ht_2644wt_1396

    Oder sollte ich lieber Noppenschaum an die Decke machen? Dachte das wäre am Ende vielleicht zu viel Hallabsorbtion .. ?
     
  11. ThomasT

    ThomasT HCA Akustik HCA

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    Erstellt: 30.04.12   #11
    Die Deckenplatten sind akustisch praktisch wirkungslos. Daher egal.
     
  12. LeadGitarrist89

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    Erstellt: 05.05.12   #12
    Das ist gut, denn sie sollen ja nur die hässliche Betondecke verkleiden und nicht den Klang kaputt machen^^
     
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