6m² großen Kellerraum (6-Familenhaus) füs Schlagzeug vorbereiten.


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Croey
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Hallo zusammen,

bei mir herrscht momentan folgendes Szenario: Ich habe seid ca 2 Monaten Schlagzeugunterricht, komme schnell vorran da ich bereits seid 15 Jahren Musikinstrumente spiele, und kaufe mir natürlich jetzt bald auch ein eigenes Set um endlich zu Hause üben zu können. Ich wollte bereits als kleiner Junge mit dem Schlagzeugspiel anfangen, allerdings entschieden sich meine Eltern aus Platz - und Lärmgrunden dagegen. Wir wohnen zwar immer noch im gleichen Haus, aber ich habe mich nun trotzdem an die Drums begeben. Zunächst einmal sind dies hier Eigentumswohnungen, was ja schon mal einen Vorteil gegenüber eines Hauses mit Mietpartein ist. Zu jeder Wohnung gehört ein Keller, welche alle zusammen eine Etage unter unserer Parterrenwohnung liegen. Der Zugang zum Kellerbereich ist bereits mit einer schweren Feuerschutztür vom Hausflur abgetrennt und auch jeder einzelne Keller hat noch mal so eine, jedoch etwas leichtere, Tür. Das Haus steht seid ca. 18 Jahren und alle Wände sind durchweg dicker Beton.

So auch unser Kellerraum: Er hat keine Fenster, Keine, Rohrleitung und liegt am Ende des Hauses. Eine Wand grenzt an einen anderen Kellerraum, die andere an die anliegende Tiefgarage mit 12 Stellplätzen. Die Tür ist die einzige Verbindung zum Kellergang, viel Wand hat der kleine Raum an dieser Stelle nicht. Somit ist die Decke die einzige Verbindung nach "außen", in diesem Fall zu den Paterrewohnungen. Leider liegt unser Keller nicht unter unter unserer Wohnung, sondern untern den Nachbarn. Ich schätze die Dicke der Betondecke auf ca. 30 cm bis man auf das Wohnzimmer meiner Nachbarn trifft.

Der Beton nimmt denk ich bereits einiges an Lärm raus, allerdings ist wichtig,dass die Nachbarn kein Bassdrum-Wummern oder Viberationen in ihrem Wohnzimmer spüren. Einige leise Spielgeräusche müssen sie hinnehmen, aber es darf halt nicht stören oder gar Viberationen übertragen. Ein weiterer Punkt ist die Lautstärke im Kellergang, die zwar eher sekundär ist, weil dieser ja kein "Lebensraum" ist und man während der 5 Minuten die jemand im Durchschnitt da unten ist ein bisschen Lärm in kaufen nehmen kann. Trotzdem wäre natürlich auch hier eine bestmögliche Dämmung erwünscht.

Durch den sehr kleinen Raum und die Betonwände erwarte ich einen sehr drückenden Sound für mich selbst beim Spielen. Die Wände sind jedoch alles andere als eben, denn es ist halt weiterhin der Keller meiner Eltern und kein spezieller Schlagzeugraum. Eine Wand ist meinem proppenvollen Hängeregal bestückt, während an den anderen sogar dicke Schränke und ein Kühlschrank stehen. Weiterhin hängt ein Fahrrad an der Wand. Dadurch sollte der Schall etwas aufgebrochen werden und nicht reflektiert werden, oder?

Jetzt fragt ihr euch vielleicht : "Das alles auf 6 m² und jetzt noch ein Drumset da rein? " Und ich muss antworten : Ja, es wird verdammt eng, ich weis :) Wer künftig an den Kühlschrank will hat halt mein Crashbecken im Rücken.

Die Fülle des Raumes bringen aber auch mit sich, dass nicht der Funken von Platz für professionelle Raumdämmung besteht. Trotzdem wird der Keller für die kleinen Vorbereitungen zumindest in seiner Bodenfläche (außer Schränke) komplett geräumt. Ich liste nun mal auf was ich mir überlegt hatte:

-Der Raum wird mit einem 160x200 großem Drumteppich ausgelegt, allerdings weis ich nicht wie sehr Trittschall in so einem Raum noch weitergegeben wird und wie sehr der Teppich dagegen hilft.

- Falls es nicht zu aufwendig wird, wollte ich die Feuerschutztür mit Sand füllen,damit sie schwerer wird und eventuell noch etwas schluckt. Zusätzlich will ich Noppenschaum von innen an die Tür kleben.

- Die Decke macht mir am meisten Sorgen. Besteht überhaupt die Gefahr, dass über eine 30 cm dicke Betonwand irgenteine Art Viberationen oder extrem lauter Geräusche nach oben in die Wohnung gelangt? Wenn ja, was bietet sich am besten an? Ich dachte hier generell an die Dämpfung der Bassfrequenzen, da Snare und Becken im Mauerwerk hängen bleiben sollten oder nicht? Ich habe von einer Möglichkeit gelesen, die Decke mit Noppenschaum auszukleiden und darüber dann wellenförmig dicken Bühnenmolton aufzuhängen. Die Lösung die Decke mit Brettern oder Regibsplatten abzuhängen kommt nicht in Frage, dort macht mein Vater dann nicht mehr mit und finanziell bleibt da keine Luft.


Für Vorschläge wäre ich sehr dankbar. Bedenkt bitte, dass Finanziell dort wirklich kaum noch was geht, insgesamt sind 100€ wirklich die Schmerzgrenze. Außerdem sind keine aufwenigen Umbaumaßnahmen möglich, wie z.b Raum-in-Raum oder eine "zweite Wand". Vermutlich wird ebenfalls nicht gelingen das Drumset vom Boden zu isolieren, da ich auch kein Podest oder sonstiges bauen kann, dort muss der Teppich und vielleicht einige weitere, einfache Ideen ausreichen.

Generell wäre ich auch dankbar, wenn mir irgentjemand sagen könnte was für ein Sound mich generell in so einem Raum erwartet und wie viel überhaupt nach außen dringen könnte.

Mfg

Croey
 
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Nunja...wie wär´s denn einfach mal damit: Drumset aufbauen, spielen und den Nachbarn fragen, ob oder wie viel er was hört und gleichzeitig selbst mitbekommen, wie der Klang im Raum ist. und Tip an Rande: ein paar normale baumwolldecken dämpfen mehr als man denkt, verhindern ggf., dass dir selbst die Ohren abfallen und sind auch noch billiger als irgendwelche Dämmschutznoppenmattendinger:rolleyes:
 
ThomasT
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Unterscheide erstmal grundsätzlich zwichen Raumakustik und Schalldämmung nach aussen (bzw. oben).

30 cm Beton klingt erstmal gar nicht so schlecht.

100 Euro sind lächerlich für Schalldämmmaßnahmen. Darum heisst hier die beste Empfehlung -> nichts tun.

Am besten wie vorgeschlagen spielen (lassen) und hören (lassen).
Ein paar Stunden/Woche muss der Nachbar erdulden.
 

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