Fragen eines absoluten Neulings: Grundbegriffe?

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schnoig
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Hallo Zusammen

Bin neu im Forum und habe eigentlich 0 Ahnung vom Homerecording und hoffe das mir hier geholfen werden kann. Ich möchte einige Lieder gespielt auf Konzert- oder Westergitarre (Solo, Fingerpicking ohne Gesang) aufnehmen. Ziel ist es, den Klang möglich natürlich, so wie er in meinen Ohren klingt (also ohne grossartige Nachbearbeitung) aufzunehmen.

Als Audiointerface benutze ich ein Steinberg UR22, Mikros verwende ich ein Rode-Kondensator Mirkofonpaar. Als Software verwende ich die mitgeleiferte Cubase AI Software.

Nach einigen Versuchen hatte ich schliesslich den ersten Teilerfolg und konnte mit einem Mirko schonmal eine Tonspur im Cubase aufnehmen und auch wiedergeben. Mit einem Mikrofon habe ich das dann als "Monospur" aufgenommen und das eine Mirkofon im VST-Menu auf "mono" eingestellt. Hat sich schon mal überraschend gut angehört (für mich als Anfänger xD).

Wie mach ich das nun, wenn ich beide Mikrofone anschlisse und mit beiden aufnehmen möchte? Das müsste ja im Endeffekt besser klingen als nur ein Mikro oder nicht? Oder sehe ich das falsch? Nehme ich diese beiden Mirkos als jeweils separate Monospur auf, oder muss ich diese irgendwie beide in eine Tonspur einfügen (Stereo)?


Neben dieser Grundfrage habe ich noch ein paar weitere Fragen:

Ich habe die bisherigen Aufnahmen mit Phantomspeiung "on" gemacht. Das ist schon richtig so bei Kondesatormikros oder? (Habe den gesamten Wikipedia-Artikel über Phantomspeisung gelsen aber als Anfägner ist es schwer wenn man mit all den Begriffen überschüttet wird)

Was bedeutet "DAW"?


Leider bin ich (noch) ein völliger Anfänger, sorry für die vielen Fragen und danke bereits im Voraus für jegliche Hilfe.
 
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Hallo Schnoig und willkommen,

Ob du nun die beiden Mikros auf jeweils eine separate Monospur oder beide Mikros direkt auf eine Stereospur aufzeichnest, geht natürlich beides. Zwecks der späteren Nachbearbeitungsmöglichkeiten empfehle ich aber 2 separate Monospuren.
Ob das jetzt besser klingt, als nur ein Mikro, hängt ganz davon ab, welchen Sound man bevorzugt. (du siehst schon, es gibt im Audiobereich keine schwarz/weiß- Antworten:D). Je mehr Mikros dazukommen, desto schwieriger wird es, vernünftig Aufzumehmen. Hier spiel die Position und die Raumakustik eine entscheidene Rolle. Im schlimmsten Falle kann eine Stereoaufnahme auch schlechter klingen, als eine Monoaufnahmen. (Phasenschweinereien und schlechte Raumakustik)

"DAW" steht für "Digital Audio Workstation" und bezeichnet die computergestütze Aufnahme und Verarbeitung von Audiomaterial mittels speziallisierter Software wie Logic, Cubase, Studio One usw.
 
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Hallo schnoig und erstmal herzlich Willkommen im Musiker-Board. :)

Mit einem Mikrofon habe ich das dann als "Monospur" aufgenommen und das eine Mirkofon im VST-Menu auf "mono" eingestellt. Hat sich schon mal überraschend gut angehört (für mich als Anfänger xD).

Ein Mikro ist in aller Regel immer Mono. Demnach stimmt auch die Mono-Spur.

Wie mach ich das nun, wenn ich beide Mikrofone anschlisse und mit beiden aufnehmen möchte? Das müsste ja im Endeffekt besser klingen als nur ein Mikro oder nicht? Oder sehe ich das falsch?

Besser ist relativ. Eine Aktustik-Gitarre kann man sehr vielseitig abnehmen. Hier ist experimentieren angesagt. Ich würde dir zwei Mono-Spuren empfehlen. Es geht aber auch als Stereospur (was du davor in Cubase einrichten musst, dass beide Eingänge zusammen auch als Stereo genutzt werden können). Im Nachhinein bist du mit Verison 1 aber flexibler.

Ich habe die bisherigen Aufnahmen mit Phantomspeiung "on" gemacht. Das ist schon richtig so bei Kondesatormikros oder?

Richtig. Durch die Bauart brauchen die Mikros eine Fremdspannung aus dem Interface/Mischpult, damit die Membran schwingen kann. Dynamische Mikros (wie das bekannte Shure SM58 für Sänger) brauchen diese Phantomspeistung nicht. Es gibt auch noch die alte Tonaderspeisung, die ist zum glück kaum noch verbaut und macht uU. neuere Mikros kaputt, weil die Spannung auf dem "falschen" Kanal liegt. Dein Interface macht aber die modernere, "richtige" 48V-Spannung.

Was bedeutet "DAW"?

Digital Audio Workstation. Wird heutzutage auch mit der Software gleichgesetzt, wie etwa Cubase oder Pro Tools. Ursprünglich ist das ganze (digitale)

System aus Hard- und Software gemeint – das aber nur als Randinfo.

Leider bin ich (noch) ein völliger Anfänger, sorry für die vielen Fragen und danke bereits im Voraus für jegliche Hilfe.

Kein Problem, dafür sind Foren da. Auch Google und Wikipedia beatwortet hier schon sehr viele Fragen. :)


edit: bäh, Novik war schneller. :redface:
 
Die Membran bei einem Kondensator-Mikrophon kann auch ohne anliegende Phantomspannung schwingen, es kommt dabei nur nix raus. :)
 
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Hallo Zusammen

Besten Dank für alle Antworten. Jede hat mir weitergeholfen, jetzt ist alles klar :) Ich werde erstmal mit 2 Monospuren aufnhemen und vergelichen wie das im Gegensatz zu einer einzelnen Spur klingt und dann wie empfohlen exmperimentieren mit den Postionen.

Noch etwas anderes, was vielleicht jemanden mit dem selben Problem helfen könnte. Anfangs hatte ich bei den Aufnahmen ein extremes Rauschen drin, welches offensichtlich vom PC-System kam (oder vom Interface, dachte zuerst, es wäre defekt).

In der Anleitung vom Steinberg UR22 und im Internet las ich, dass man den Netzwerkadapter des PC's deaktivieren sollte. Das habe ich dann getan, das Rauschen war aber nach wie vor vorhanden. Ich habe andere Sachen ausprobiert (Mainboard-Einstellungen im BIOS zum Beispiel), nichts half.

Die Lösung war letztendlich folgende: Das Rauschen kam von meinem physischen Powerline LAN-Adapter (weil ich keine Internetdose in dem Zimmer habe und auch kein W-Lan, hole ich mir die Internetverbindung mittles Powerline von der Steckdose). Wenn ich den Adapter ausstecke, ist das Rauschen komplett weg.

Das einfach noch so zur Info, falls jemand dasselbe Problem hat.

Nochmals vielen Dank für die Hilfe. Ich werde in Zukunft sicherlich noch weitere Fragen haben und komme dann gerne wieder vorbei, oder auch um anderen zu helfen wenn ich kann.
 
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Nochmals vielen Dank für die Hilfe. Ich werde in Zukunft sicherlich noch weitere Fragen haben und komme dann gerne wieder vorbei, oder auch um anderen zu helfen wenn ich kann.

Sehr gute Einstellung. :)
 
Die Lösung war letztendlich folgende: Das Rauschen kam von meinem physischen Powerline LAN-Adapter (weil ich keine Internetdose in dem Zimmer habe und auch kein W-Lan, hole ich mir die Internetverbindung mittles Powerline von der Steckdose). Wenn ich den Adapter ausstecke, ist das Rauschen komplett weg.

Das einfach noch so zur Info, falls jemand dasselbe Problem hat.

danke schonmal für den Tipp. Ich wollte die Frage des Internets genauso in meiner neuen Wohnung lösen, aber wenn es da zu Problemen führt, nutze ich doch lieber das W-LAN :)
 
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