Fragen eines Transistor-Amp-Neulings (Taurus Stomp Head, neue Blackstar ID-Serie)

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Hallo zusammen,

ich habe gelesen, daß es heutzutage Transistoren geben soll, die dem Klangcharakter einer Röhre durchaus nahe kommen, sog. Feldeffekttransstoren (FET).

Aktuell bin ich auf der Suche nach einem Backup-System für mein Röhrenamp-Setup und habe - weil ich FET-beeindruckt war - auch im Transistoramp-Revier gewildert.
Dabei bin ich über folgende Produkte gestolpert: den Taurus Stomp Head 3 (neu seit 4/2011 glaube ich) und den brandneuen Blackstar ID:60 TVP (kommt erst im Herbst 2012).
Auf YouTube-Demovideos klingen beide für meine Ohren erstaunlich gut, liefern 40 bzw. 60 Watt an 8 Ohm und haben - was für mich (bisher jedenfalls) unverzichtbar war - einen FX Loop.

Unverzichtbar deswegen, weil ich meinen Röhrenamp bisher immer in 4-Kabel-Methode mit Pre- und Post-Effekten gefüttert habe.
Ich bin es deswegen gewohnt, in Signalketten zu denken, also so was wie Gitarre - Pre Effekte – Amp Vorstufe – Post Effekte - Amp FX Loop – Endstufe – Palmer PDI (statt Box).
Da wir uns in der Band nur über Bühnenmonitore abhören, gehe ich über ein Palmer PDI 03 direkt in unsere PA (FOH-Mixer).

Da ich kaum Erfahrung mit Transistoramps habe, würde ich gerne mal den wissenden und erfahrenen-Spezialisten unter euch folgende Fragen stellen:
1. Ist die Signalkette bei einem Transistoramp die gleiche wie bei einem Röhrenamp, wenn beide einen FX Loop haben = ist ein Transistoramp mit FX Loop 4-Kabel-Methode tauglich?
2. Hat bei einem Transistor-Amp ein Vorstufen-Booster als Pre-Effekt irgendeinen Sinn = kann man Transistoren boosten? Wenn ja: klingt sowas oder kann man den Sound in die Tonne drücken?
3. Kann man Transistoramps – anders als Röhrenamps – wirklich dauerhaft auch ohne Box unter Volllast betreiben? So was habe ich schon gehört, mag es aber als Röhrenamp-Geprägter nicht so recht glauben.

Ihr erkennt an meinen Fragen, wo ich herkomme, und wo ich hin will. Seht es mir bitte nach, wenn ich was Oberschwachsinniges gefragt haben sollte.

Genial wäre es auch, wenn jemand den Taurus schon mal angespielt hat und uns an seinen Erfahrungen teilhaben läßt. Die Blackstars kommen ja erst noch in den nächsten Wochen, die kann eigentlich noch keiner angespielt haben. (?)
Ich habe über die Suchfunktion in diesem Forum auf die Schnelle leider nichts finden können, was mir weiterhilft, und würde mich über eure Hilfe sehr freuen.

Vielen Dank & viele Grüße an alle, die das lesen!
 
Eigenschaft
 
1. Ja ist die gleiche Signalkette und 4CM ist kein Problem
2. Man muss aufpassen, dass er nicht Clipt, dann kann was kaputt gehen, sonst kein Problem
3. Kann man :)
 
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Herzlichen Dank!
 
Der Taurus sieht ja mal auch interessant aus. Hat den schon mal jemand angespielt?
 
Bist du auf diese Modelle festgelegt?

@ Whiteout:
Nein, das bin ich nicht. Ich suche was möglichst einfaches, tragbares, mit möglichst allen wichtigen Post-Effekten (als Backup für mein MultiFX). Und wenn Combo, dann sollte der Speaker mit einem Klinkenkabel zum schnellen Entfernen verbunden sein. Erst einmal vielen Dank für deine Vorschläge, die werede ich mir mal in Ruhe anschauen. Ich komme aber frühestens ab Sonntag dazu - vorher heißt es: rauf auf die Bühne und den Saal gerockt.

@ Mogadischu:
Der Taurus hat ein außergewöhnliches, interessantes Konzept,wie ich finde. Mal so was ganz anderes, mit allem, was das Gitarristenherz erfreut, nur ohne Box. Ein vollwertiger 40-Watt-Transistor-Amp im Bodentreterformat - sensationelle Idee. Den gibt es derzeit soweit ich weiß nur bei Musik Wein, Isernhagen. Es gibt auch eine Luxusversion namens 4lHG. Hier das Taurus Sortiment bei Musik Wein, Isernhagen, wen's interessiert.
 
Moin! Ich habe den Stomp Head 4 Silverline probegespielt (3 Tage unter Proberaumbedingungen). Ist schon sehr geil der Sound (im Vergleich zu anderen Hybriden). Geboostet mit einem TubeScreamer ist das Ding echt der Hammer, für nen Hybriden aber auch schon echt teuer, Clippen würde der nur wenn du das Eingangssignal viel zu hoch ziehst. Ich habe pre den Screamer benutzt, eingeschliffen mein Roland GS 6 und Out bin ich an eine 212er mit C90ern gegangen. Desweiteren wurde das Ausgangssignal gesplittet und direkt ins Pult eingespeist. Geht also schon alles.

Dennoch nutze ich als einzigen Transer dauerhaft nen uralten Ross RGC 65 (neben meinem geliebten und fast zu Tode gemoddeten Bugera). In den Ross gehe mit dem Tonelab direkt in die Endstufe, da mir die Soundformung in der Vorstufe einfach nicht gefällt (zu flach, undynamisch). Das lustige dabei ist, dass ich via Volumepedal direkt die Gesamtlautstärke kontrollieren kann (bei regelbarem Arbeitsweg quasi wie einen Booster schalten).
 
Ich war vor einiger Zeit mal sehr begeistert von den Taurus Stomp-Heads. Hauptsächlich des Konzeptes wegen. Aber wegen des verhältnismäßig hohen Preises habe ich keinen gekauft. Auf der Musikmesse habe ich sowohl den 4.SL, als auch den High Gainer getestet. Ich kann aber nicht wirklich sagen, ob ich sie gut oder schlecht fand, weil ich dafür mehr Zeit und eine bessere Testatmosphäre gebraucht hätte (u.a. die Möglichkeit auch mal etwas lauter zu machen...) Auf jeden Fall hatte mir der Crunch-Mode noch zu wenig Gain, daran erinnere ich mich noch.

Mir wurde von Taurus auf Anfrage mitgeteilt, dass man ihre Amps bei http://www.public-peace.de/ (in NRW) testen kann. Die Seite finde ich mehr als unübersichtlich. Auf E-Mail-Anfrage haben die mir gesagt, dass sie im Moment den 4.SL da haben, aber das High Gain Modell (noch) nicht.
 
Was für dich auch interessant sein dürfte, der AMT Stonehead.

Kleiner, leichter (4,9 kg) 4 Kanal Transistortopteil mit 50 Watt

https://www.thomann.de/de/amt_stonehead_sh504.htm

Auf youtube gibt es einige Soundbeispiele, u.a. von Ola Englund.
Leider alle nur Chugga Chugga Todesmetal Gebolze auf Drop A, keine umfassende Darstellung aller Kanäle und Soundeinstellungen.
 
Hallo,

ich beschäftige mich auch gerade mit der Wahl eines neuen Amps.
Das Blackstar ID60W Top interessiert mich auch sehr. Es ist aber leider noch nirgends antestbereit.

Aber Achtung: Die ID-Modelle haben keinen separaten Effektweg.

Man müsste also alle benötigten Effekte zwischen Gitarre und Amp schalten (auch Delay,...).

Deshalb steht weiterhin der Engl Gigmaster 15 Watt und der Tubemeister18 in der engeren Wahl.
Vielleicht kann mir da ja schon jemand einen Tip geben, welcher besser für cremigen, nicht zu spitzen Rhythmusklang geeignet ist (Classic-Rock, Pop, Country, Top40).

Viele Grüße und schönen ersten Advent

Steffen
 

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