Fragen zu einem Anfänger Set (Gitarre und Amp)

von xampire, 06.07.05.

  1. xampire

    xampire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #1
    Hallo,

    ich habe ein paar Fragen eGitarren und Verstärker betreffend.

    Ich möchte gerne anfangen Gitarre zu lernen und habe mich schon ein wenig umgehorcht. Mir wurden diese beiden Gitarren im Preissegment bis 400€ als ganz vernünftig genannt:
    * Ibanez SA-260 FMTG
    * Epiphone by Gibson Les Paul Classic EB

    Welche davon eignet sich mehr, oder ist das Geschmackssache? Ich möchte nicht zu sehr auf eine Musikrichtung festgelegt sein und möchte mich in den Bereichen Rock&Roll, Blues, Pop, etc. versuchen. Sind die beiden Gitarren dafür geeignet oder macht eine andere vielleicht mehr Sinn?

    Was den Verstärker angeht würde ich mich wahrscheinlich für den 'Roland Cube-15 Gitarren-Combo' entscheiden. Oder was taugt z.B. der 'Peavey Rage Transtube 158 II' oder 'Marshall MG-15 CDR Combo' sind die genauso gut oder haben die andere Vorzüge. (Der Verstärker soll nur zum Üben verwendet werden.)

    Ich möchte eigentlich im Moment nur bis 500-600 Euro für Gitarre und Verstärker ausgeben. Ist das überhaupt ein realistischer Preisrahmen?

    Vielen Dank für die Hilfe,
    Hans-Georg
     
  2. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.07.05   #2
    Hi!

    Erst mal willkommen im Forum!
    Und dann kann ich dich auch direkt beruhigen: 500 bis 600€ sind echt sehr ordentlich für einAnfängerequipment. Da wäre es schon fast schade, wenn's dir doch nicht gefält und du die Sachen nur mit größeren Verlusten wieder weg bekommst...
    Die Gitarren sind beide gut soweit ich das beurteilen kann. Den Epiphone Gitarren in der Preisklasse sagt man allerdings relativ starke Qualitätsschwankungen nach. Sieh dir also die Gitarre, die du kaufst vorher genau an. Achte drauf ob die Bünde nicht über's Griffbrett hinaus ragen, die Potis gut sitzen, alle schrauben so funktionieren wie sie sollen und so weiter. Bei der Ibanez solltest du das natürlich genau so machen.
    Die Ibanez ist generell etwas vielseitiger durch Ihre H-S-S-Tonabnehmer Bestückung. H steht für Humbucker (2 Spulen direkt nebeneinander, die gleichzeitig aktiv sind) und S für Singlecoil (eine einzelne Spule). Um mal eben die groben Eigenschaften von den beiden darzustellen: Humbucker klingen in der Regel fetter und Runder, haben dadurch, dass sie aus 2 Spulen bestehen meistens einen höheren Output, eignen sich dadurch besser für verzerrte Sounds und sind im Zerrbetrieb konstruktionbedingt auch weniger Störanfällig. Singlecoils haben normaler weise einen dünneren drahtigeren Sound mit relativ agressiven Höhen teilweise. Sie eignen sich für funkyge Cleansounds am besten. Generell kannst du aber sowohl mit Humbuckern als auch mit Singlecoils beides spielen. der Sound ist halt anders und das ist Geschmackssache.
    Da du bei der Ibanez eben beide Tonabnehmertypen hast, kannst du mit ihr ein größeres Soundspektrum abdecken. Die Epiphone ist da etwas gradlinieger ausgelegt was nicht unbedingt negativ sein muss. auch mit ihr kriegst du eine Menge verschiedener Sounds hin!
    Lass dir die beiden gitarren am besten in einem Laden vorführen und hör mal welchen Sound du mehr magst. Auch wenn du noch nie eine Gitarre in der Hand gehabt hast, ist es wichtig sie mal selbst in Spilposition zu halten und zu gucken, welche dir besser liegt. Sie werden sich alleine schon durch die Korpusform und den Hals komplett unterschiedlich anfühlen! Da musst du auch wissen welche dir besser gefällt.

    Zu den Amps: Beide haben 2 Kanäle, 15 Watt und einen 8 Zoll-Lautsprecher. Der Cube ist allerdings ein Moddler. Das heißt er simuliert verscheidene verstärker und ist damit auch wieder etwas vielseitiger. kostet dafür abr auch um die 20€ mehr. der Peavey ist ein ganz normaler kleiner Transistor-Übungscombo. macht nen guten Sound für seinen Preis und die Größe und ist einfach sehr Solide. Welcher Sound dir besser gefällt musst du aber selbst hören.
    Ob die beiden oder einer von ihnen per Fuß schaltbar ist (also dass man mit dem Fuß von Clean auf verzerrt wechseln kann) weiß ich nicht. Ich finde aber, dass es ein großer Vorteil und damit ein Kaufkriterium auch bei blutigen anfängern ist. In ein paar Wochen/Monaten wirst du ja mit CDs mitspielen wollen und bei den meißten Songs musst du von clean auf verzerrt wechseln. dann am amp auf nen Knopf drücken zu müssen ist nicht gerade super zum lernen und üben. ansonsten kannst du auch mal drüber nachdenken ob du dir nicht zusätzlich noch ein kleines Zerrpedal holst.

    Was du sonst noch brauchst weißt du offentlich, oder? Gurt, Plectren, Kabel, Stimmgerät... Bei manchen Läden gibt es solche Zubehör Sets. So zum Beispiel beim Music-Store in Köln: Leder Gurt, Gepolsterte Tasche für die Gitarre, Gitarrenständer, Stimmgerät, 6m-Kabel und ein Satz Plectren für 44€

    Hoffe ich konnte dir helfen und habe dich nicht zusätzlich verwirrt.

    MfG
     
  3. Brick Stone

    Brick Stone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #3
    SickSoul hats schon sehr gut gesagt.

    Noch ein kleiner Tipp:
    Achte nicht auf Namen (Marken).
    Zwar mag Gibson und Marshall auch sehr vielen Nicht-Gitarristen durchaus ein Begriff sein, aber in dem mittleren und unteren Preissegment sind diese Marken nicht unbedingt herrausragend.
    "Epiphone by Gibson" wie du so schön geschrieben hast. Stimmt schon Epiphone ist eine Tochterfirma von Gibson, die aber die eher das mittlere bis untere Preissegment abdecken (Ausnahmen bestätigen die Regel, siehe Elitist Serie). Deswegen hat man mit einer Epiphone noch lange keine orginal Gibson Gitarre.
    Genauso ist es mit Marshall. Berühmt für seine Stacks.
    Aber weniger berühmt für seine kleinen Transen-Combos, vielleicht sogar zurecht :rolleyes:.
    Ich will dich nur von diesem Markendenken, das man gerade als Anfänger vielleicht noch eher hat an den Tag legt, ein bischen abbringen.
    "Schaumal ein echter Marschall-Verstärker" "Geil, ne echte Gibson"

    Ich will natürlich hiermit nicht behaupten dass die Produkte dieser Marken im mittleren bis unteren Preissegment schlecht sind, ich will nur behaupten, dass sie durch den Name nicht automatisch besser werden als Konkurrenzprodukte.
    :great:

    500-600 Euro sind für eine Gitarre + Verstärker für einen Anfänger ein wirklich guter Rahmen.
    Wenn du nicht gerade Linkshänder bist, bei denen sich die Auswahl im Laden leider stark in Grenzen hält, dann rate ich dir mal in einem Laden vorbei zu schauen, und dich beraten zu lassen.
    Nimm einfach mal verschiedene Gitarren in die Hand und schau wie sie dir in der Hand liegen. Dabei macht es garnichts aus, wenn du noch nicht spielen kannst, und ein guter Verkäufer sollte für sowas auch vollstes Verständnis haben.

    Wie Sicksoul schon sagte, sollte man die Epiphone Gitarren, wegen ihre Qualitätsschwankungen in der Produktion, vorher schonmal genau anschauen, und wenn sie einem gefällt, genau diese kaufen.
     
  4. xampire

    xampire Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.05   #4
    Hallo,

    vielen Dank für diese vielen und sehr hilfreichen Antworten. Ich habe gerade ein Angebot für eine
    Epiphone by Gibson Les Paul Standard HB

    für 399€ gefunden. Wo ist da der Unterschied zur Classic?

    Vielen Dank,
    Hans-Georg
     
  5. Sabsl1603

    Sabsl1603 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.05   #5
    gleich wegeditiert, hab an scheis zam gschrieben ;)
     
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