Fragen zum Waldhorn

von chamilla, 04.11.09.

  1. chamilla

    chamilla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.09   #1
    Hallo zusammen,
    mein Sohn lernt ein sehr schönes Instrument: Waldhorn. Leider verstehe ich nichts davon und es ist daher sehr schwierig, ihn zu unterstützen. Die Sache mit der Stimmung ist mir z.B. ein Rätsel. Der Lehrer sagte, es sei ein f-Horn. Was bedeutet das konkret? Er hat es mir auch erklärt, aber ich habs einfach nicht verstanden.
    Sind nun seine Noten anders? Oder sein c ist nicht das c vom Klavier, z.B,? Also kann er ohne weiteres mit seinem Bruder (der Klavier spielt) zusammen musizieren - vom selben Blatt spielen?
    Mir ist schon aufgefallen, dass das einbischen schief klingt.
    Kann mir jemand die Sache mit der Stimmung erklären?
    Das wäre mir erstmal das wichtigste.
    Danke.
     
  2. Stoner88

    Stoner88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.09   #2
    Hallo und willkommen im Board.
    Da hat der Sohnemann ja ein schönes Instrument gefunden, das muss ich doch gleich unterstützen.
    Zur Frage:
    F-Horn heißt das Horn arbeitet in F. Dazu müsste man jetzt sagen das Klavier ist normal ein C-Klavier, also in C. Wenn nun der Hornist ein C spielt, also in seinen Noten speziell fürs Horn (da muss dann Horn in F davorstehen) ein C steht, ist der gleich Ton auf dem Klavier ein F. Kurz dargestellt:

    Horn-----C D E F G A H C
    Klavier---F G A B C D E F

    Anders herum:

    Horn-----G A H C D E F# G
    Klavier---C D E F G A H C

    So muss man sich das denken, Zwischentöne dementsprechend auch. Also für das Horn braucht man richtige Noten für "Horn und Klavier", da gibt es einige Anfängerbücher. Um aus Klaviernoten zu spielen muss man wieder nach der Übersicht oben umdenken, da aber Horn in F an Musikschulen Standard ist würde ich es am Anfang nicht empfehlen.

    Einen zusätzlichen Tip noch: Wenn es so immer noch nicht sauber klingt sollte man das Horn einstimmen, das heißt nachdem der Hornist sich etwas warmgespielt hat versucht man mit dem Klavier den gleichen Ton zu spielen, also z.B. der Hornist sein C und der Pianist sein F. Jetzt versucht man das Horn anzupassen indem man den Hauptzug (den großen Zug wo man am häufigsten das Wasser rausmacht, der auf der Rückseite ist) bewegt. Ist das Horn zu hoch zieht man ihn etwas raus, ist es zu tief drückt man ihn rein. Einfach ausprobieren, perfekt stimmen kann das bei einem Anfänger eh nicht (selbst beim Profi ist es noch weit weg von perfekt) aber je besser es stimmt, umso besser klingt nachher auch. Und dann machts Musiker und Zuhörer gleich mehr Spaß.
    Ich hoffe ich konnte helfen, ansonsten immer fragen, bin regelmäßig hier und auch einige sehr kompetente Kollegen.
     
  3. Hyperion

    Hyperion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #3
    Wenn du selbst kein Instrument spielst, wie möchtest du ihn denn genau unterstützen? Meine Eltern sind z.B. völlig unmusikalisch, daher lag die (sehr sehr hilfreiche) Unterstützung darin, dass sie mir Unterricht, Vereine und Auftritte ermöglichten.
    Damit es dauerhaft Spaß macht, würde ich auf jeden Fall ein Orchester oder Verein empfehlen, sofern er bei sowas noch nicht spielt. Tiefergehende Weke kann man dann immernoch zuhause mit Klavier zusammen machen.
    Und, ich weiß ja nicht, wie alt er ist, aber bitte ermutige ihn in gewissem Maße regelmäßig zu üben und zum Unterricht zu gehen :) Anfangs brauchen einige da noch etwas leichten Druck, wofür sie später aber recht dankbar sind.
     
  4. chamilla

    chamilla Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #4
    @Stoner88
    Danke für die tolle Erklärung, das hab ich soweit verstanden.Danke auch für die nette Begrüßung. Ich nehme die Einladung gerne an und werde mich bei Fragen wieder melden.
    @Hyperion
    Das ist schon eine gute Frage, wie ich ihn unterstützen will. Also zunächst einmal würde ich behaupten, nur weil man kein Instrument erlernt hat, heißt das nicht, dass man unmusikalisch ist, oder?
    Ich behaupte einfach mal so, trotzdem musikalisch zu sein. Ich kann schon ein bisschen helfen, was den Takt betrifft, den Ansatz, Backen nicht aufpusten, richtig Luft holen usw, wenn er zu leise spielt, der ton nicht sauber ist, usw., das hört man doch....
    In der Hauptsache besteht allerdings meine Unterstützung im Zu- und Hinhören, Umherfahren, Horn schleppen, Finanzierung, Aufforderung zum Üben, Konzerte anhören fahren usw., alles was deine Eltern also auch gemacht haben. Er geht glücklicherweise gerne zum Unterricht (ist 9 Jahre alt).:)
     
  5. Stoner88

    Stoner88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #5
    Ersteres ist sehr wichtig und nicht immer selbstverständlich (kenn da viele Fälle von verschenktem Talent) und das zweite ist absolut Top, das habe ich selbst nicht erlebt, hab lange nicht anderen zugehört dafür viel selbst gemacht. Die wichtigsten Erkenntnisse über die eigene Leistung, eine Richtung, Fehler usw. kann man daraus entnehmen dass man Hornisten in Aktion erlebt, egal wie gut oder schlecht sie sind.
     
  6. Hyperion

    Hyperion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.09   #6
    Ja, das ist anfangs oft so, aber es folgen oft Durststrecken, auf denen einige aufgeben, was schade wäre. Wenn ich jetzt z.B. überlege, dass ich mit 13 mit dem Eifer hätte üben können, den ich jetzt habe, dann wäre ich jetzt auf einem viel höheren Level und mir wäre vieles leichter gefallen.
    Aber klingt alles gut, was du so sagst. Wenn dann noch der richtige Unterricht dabei ist, seh ich da vorerst keine Probleme^^

    Fang doch auch mit dem Spielen an :p
     
  7. chamilla

    chamilla Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #7
    Hallo ihr zwei,
    ha, ha, selbst mit spielen anfangen. Das wärs ja noch. Ich hab natürlich schon heimlich probiert dem Horn ein paar Töne zu entlocken, aber es hat nicht geklappt. Scheint ziemlich schwierig zu sein. Aber vielleicht lerne ich noch ein Instrument, es muss ja nicht unbedingt das Horn sein.
    Ja, ich denke auch, die Voraussetzungen sind für den Kleinen optimal. Er bekommt genug Unterstützung und hat auch auf jeden Fall ausreichend Talent. Der Lehrer ist ein wahrer Glücksgriff, ein genialer Pädagoge und ein toller Hornist. Perfekt. Tja, ich denke mal, das schwierigste wird sein, das regelmäßige Üben in den Alltag zu integrieren und Durststrecken durchzustehen, da habt ihr schon Recht. Deshalb wäre es vielleicht wirklich sinnvoll, wenn ich auch irgendetwas "übe". Aber was????
     
  8. Hyperion

    Hyperion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.09   #8
    Ob es unbedingt sinnvoll ist, weiß ich nicht. Wenns dir Spaß macht, ok, aber sonst würd ichs lassen. Ob ich früher scharf darauf gewesen wäre, mit meinem Vater Musik zu machen, weiß ich nicht. Im Verein/Bigband hatte und habe ich dagegen immer viel Spaß und man trifft halt Leute mit denen man regelmäßig probt.
     
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