Freier Fall

von Gast 2738, 16.05.08.

  1. Gast 2738

    Gast 2738 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.08   #1
    Heyho, mich würde interessieren, welche Aussage ihr aus folgendem Songtext herauslest bzw. was ihr sagen würdet, was das Thema des Textes ist (allgemeine Kritik zu Lesefluss und Kausalzusammenhängen sind ebenfalls erwünscht):

    Freier Fall


    [Verse 1]
    Bisher trugen meine Flügel Dich,
    Fingen Dich auf, wenn du fielst.
    Doch plötzlich bist Du so bedrückend schwer,
    Und ich spüre keinen Auftrieb mehr.


    [Verse 2]
    Wind strich einst durch meine Flügel,
    Jetzt verfangen sich Deine Tränen darin.
    Glitzernd wie ein bunter Regenbogen,
    Nähern wir uns mit Tempo dem Boden.


    [Chorus]
    Im freien Fall sind meine Gedanken überall.
    Sind bei Deinen Ängsten und Deinen Träumen,
    Doch sind sie nicht bei mir.

    Im freien Fall sind Deine Gedanken überall,
    Bei Deinen Ängsten, Deinen Träumen,
    Aber nicht bei mir.

    Ein Blick nach unten zeigt,
    Dass sich die Last dem Ende neigt.
    Wenn Du auf dem Boden zerschellt bist,
    Weißt Du, dass das Leben kein Freiflug ist.


    [Verse 3]
    Kurz bevor meine Flügel brechen,
    Ruft der Wind nach meinem Namen.
    Und leise schleicht sich die Frage an,
    Ob ich Dich noch tragen kann.


    [Chorus]


    [Bridge]

    Freier Fall, doch Du lässt nicht los.
    Der Schrei nach Freiheit wird übergroß.
    Im letzten Moment reiße ich mich los,
    Weil ein Vogel fliegen muss.


    [Chorus]
     
  2. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.08   #2
    Hallo Necatia,
    recht stimmungsvoll, dein Text.
    Die Thematik scheint mir recht klar zu sein und ist ja auch nicht neu oder spektakulär.
    Zwei Menschen hängen aneinader, obwohl es keinen Sinn mehr macht.
    Wer trennt sich wie?
    usw.
    Die Wortwahl ist schlicht aber mMn meistens treffend und auch insgesamt gut singbar.

    Einige Stellen sind so ein wenig unrund oder unbeholfen formuliert, das merke ich unten noch an.
    Mancher Paarreim nervt ein wenig. Hier und da hast Du in ausgenudelten Bildern ein bisschen dick aufgetragen, für meinen Geschmack. (z.B. brechende Flügel)

    Insgesamt find ich den Text ganz ordentlich und auch mit Anspruch geschrieben.

    Vielleicht hast Du ja Lust noch daran zu arbeiten.
    Grüße
    willy



    Bisher trugen meine Flügel Dich,
    Fingen Dich auf, wenn du fielst. (diese Zeile holpert)
    Doch plötzlich bist Du so bedrückend schwer,
    Und ich spüre keinen Auftrieb mehr. (insgesamt ganz gute Strophe)


    [Verse 2]
    Wind strich einst durch meine Flügel,
    Jetzt verfangen sich Deine Tränen darin. (holprig)
    Glitzernd wie ein bunter Regenbogen,
    Nähern wir uns mit Tempo dem Boden. (die Strophe ist unlogisch, prüfe die Bezüge)


    [Chorus]
    Im freien Fall sind meine Gedanken überall.
    Sind bei Deinen Ängsten und Deinen Träumen,
    Doch sind sie nicht bei mir.

    Im freien Fall sind Deine Gedanken überall,
    Bei Deinen Ängsten, Deinen Träumen,
    Aber nicht bei mir.

    Ein Blick nach unten zeigt,
    Dass sich die Last dem Ende neigt. (nicht schön)
    Wenn Du auf dem Boden zerschellt bist,
    Weißt Du, dass das Leben kein Freiflug ist. (die Zeilen sind umständlich formuliert)

    [Verse 3]
    Kurz bevor meine Flügel brechen, (Pathos)
    Ruft der Wind nach meinem Namen. (noch mehr Pathos)
    Und leise schleicht sich die Frage an, (wieso schleicht die Frage hier noch?)
    Ob ich Dich noch tragen kann.


    [Chorus]


    [Bridge]

    Freier Fall, doch Du lässt nicht los.
    Der Schrei nach Freiheit wird übergroß. Schreie sind selten groß
    Im letzten Moment reiße ich mich los,
    Weil ein Vogel fliegen muss.
     
  3. Phizzèl

    Phizzèl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.08   #3
    hiho,

    japp, gefällt mir. die art wie du die situation beschreibst hat durchaus ihren eigenen duft. der text geht auch gut runterzulesen und ich finde die metapher mit dem vogel recht treffend. ich denke mal es soll den zustand kurz vor dem beenden einer beziehung beschreiben. vielleicht gehts auch um jemanden, der sich nur bei dem lyrischen ich ausheult, so eine art seelensorger :) man weiß es nicht so genau, was ich ebenfalls gut finde!
    vielleicht hier mal ein paar zeilen die mir persönlich nicht ganz so gefallen:

    Glitzernd wie ein bunter Regenbogen,
    Nähern wir uns mit Tempo dem Boden.


    ich finde hier ist ein bruch - plötzlich wird der fall in die tiefe(der ja eigentlich was negatives ist) als bunter regenbogen beschrieben (also etwas positves). passt meiner meinung nach nicht.

    Ein Blick nach unten zeigt,
    Dass sich die Last dem Ende neigt.


    "last" finde ich irgendwie nicht so schön.

    hoffe du kannst damit was anfangen. meine lieblingszeile ist übrigens die letzte - die ist herrlich :)

    grüße,
     
  4. Gast 2738

    Gast 2738 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #4
    Hey hey,

    danke für die konstruktive Kritik :)

    Das mit "Ein Blick nach unten zeigt, wie sich die LAST dem Ende neigt" ist mir auch schon aufgefallen, das werde ich wohl durch FLUG besser ersetzen.

    Mit den holprigen Zeilen werde ich mir das nochmal ansehen, "Problem" ist, dass der Text schon vertont ist, aber vllt lässt sich da ja noch was richten :p

    Vielen Dank, dass ihr euch ein wenig Zeit genommen habt :great:

    Grüße
     
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