3. D. Die Erzählperspektive

von x-Riff, 11.05.06.

  1. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.05.06   #1
    Die Erzählperspektive
    Angenommen, eine Idee, eine Geschichte oder eine Handlung ist vorhanden. Daraus entsteht die Frage, aus welcher Perspektive sie erzählt wird. Dies ist nichts, was songtexten eigentümlich ist, dies gilt für jegliche Art von Literatur. Häufig spürt man intuitiv, welche Erzählperspektive paßt. Es kann allerdings nicht schaden, sich mit anderen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und das Mittel der Erzählperspektive bewußter einzusetzen.

    Die Erzählperspektive ist der Perspektive der Kamera im Film vergleichbar. Die Zuschauer nehmen die Geschichte unmittelbar aus der Perspektive der Kamera wahr und übernehmen damit ihre Sicht, denn über eine andere Sicht auf die Geschichte und die Personen verfügen sie nicht. Die Erzählperspektive ist somit das Auge und das Ohr des Publikums und leitet sie.

    Häufig nimmt man, wenn man selbst einen Text schreibt, unwillkürlich die Ich-Perspektive ein. Dies hat bestimmte Vorteile. Es gibt allerdings noch weitere mögliche Perspektiven, die jeweils auf der einen Seite bestimmte Stärken und Vorzüge haben, auf der anderen Seite jedoch auch ihre jeweils spezifischen blinden Flecke – das was sie nicht leisten können.

    Um die verschiedenen Perspektiven, ihre Vor- und Nachteile und ihre jeweilige Charakteristik soll es im folgenden gehen. In der Literatur über das Schreiben werden auch andere Begriffe als die folgenden benutzt. Das soll uns hier aber nicht weiter aufhalten – Ihr kennt das aus anderen Bereichen der Musik ebenso.


    Der Ich-Erzähler
    ... der natürlich kein Mann sein muss. Die Geschichte wird aus der Perspekte dessen erzählt, der sie erlebt: Sitting in the morning sun, I´ll be sitting till the evening´s come. („Dock of the Bay“, Roy Orbison).

    Diese Erzählperspektive gleicht der subjektiven Kamera: wir nehmen die Welt aus den Augen des Protagonisten wahr. Mehr noch. Wir haben unmittelbar Zugang zu dessen Innenwelt und können die Gedanken, Gefühle, Wünsche, Ängste genauso wahrnehmen wie dessen Handlungen – sofern er sie schildert.

    Der große Vorteil der Ich-Perspektive liegt genau darin, diese Innenwelt unmittelbar zugänglich zu machen: Wir als Zuschauer oder Zuhörer sind diese Person. Durch die Ich-Perspektive können wir uns unmittelbar mit der Person identifizieren. Damit können wir als Autoren anderen Menschen die Figur verständlich machen: wir können plötzlich einen Mörder ebenso wie ein Opfer, einen Regierungschef, einen outcast, selbst einen alien verstehen, denn wir kennen ihre Gefühle, ihre Gedanken, sein oder ihr Innenleben.

    Die Situation, in der man selbst steckt und die man schildern und vor allem nacherlebbar machen möchte – hier ist die Ich-Perspektive die erste Wahl. Nicht umsonst ist der Blues als sehr persönliches Erlebnis in den meisten Fällen in der Ich-Perspektive geschrieben: I woke up this morning with the blues on my mind. Lost my job and my wife, got no dime in my pocket...

    Die Begrenztheit dieser Perspektive ist damit auch gegeben: was der Ich-Erzähler nicht schildert, wird nicht wahrgenommen, ist nicht vorhanden. Wir erfahren alle Informationen nur aus dieser einen Perspektive. Oder andersrum: Wir müssen alles, was wir als Zuschauer wissen müssen, um die Geschichte zu verstehen, aus dem Mund, den Gedanken oder generell den Schilderungen des Protagonisten erfahren.


    Exkurs 1: Das lyrische Ich
    Das lyrische Ich ist ein Kunstprodukt des/r Schreibenden. Es beruht darauf, dass der Autor seine Erfahrungen und Gefühle in Form der Ich-Perspektive einbringen kann, ohne dass er 1:1 genau diese Person ist.

    So kann man als Autor, der ein erwachsener Mann ist, das Erlebnis eines Kindes aus dessen Sicht schildern oder als Autorin einen Greis sein Leben aus seiner Sicht erzählen lassen.

    Das lyrische Ich enthält also eine Differenz zwischen Autorenschaft und seinem/ihren „Produkt“. Sie eröffnet damit alle Freiheiten – in etwa zwischen autobiografischen Schilderungen und freier Phantasie. So ist der Mann, der auf dem dock of the bay sitzt, nicht Roy Orbison selbst. Aber er kann Erfahrungen oder generell Teile von Roy Orbison in sich tragen.

    Das spezifische Kunstgeschöpf „Lyrisches Ich“ hat vor allem eins zu sein: glaubhaft. Dann entfaltet es seine volle Wirkung. Scheinen uns als Publikum seine Handlungen unmotiviert, seine Gedanken weit hergeholt und seine Gefühle unglaubwürdig, werden wir kaum einen zweiten Gedanken auf die Geschichte des Protagonisten verschwenden: der Zauber verfliegt.

    Zu dieser Glaubwürdigkeit des Lyrischen Ich gehören rein textliche Elemente wie etwa Sprache, Wortwahl und Stil. Wie glaubhaft ist ein outcast, der reines Oxford-Englisch spricht, wie sehr vertrauen wir einer Person aus der Oberschicht, die sich der Umgangssprache bedient? Es lohnt sich also, sich ein genaues Bild des Lyrischen Ich zu machen und dies auf die textliche Ebene zu transportieren.
    In den betreffenden Abschnitten dieses Workshops könnt Ihr diese wichtigen Elemente sprachlicher Beschreibungen vertiefen.


    Die Welt von oben – der neutrale Beobachter
    Stellen wir uns eine Perspektive über den Handelnden vor. Die Kamera würde keine bestimmte Person repräsentieren, sie verfolgt quasi die Handlung und die verschiedenen Personen aus neutraler Perspektive und ist überall dort, wo gerade etwas los ist. Der Film „Smoke“ ist ein Beispiel dafür.

    Ob neutraler Beobachter oder Erzähler – die Funktion dieser Perspektive ist die gleiche: Wir als Publikum wissen mehr als die jeweiligen Figuren der Handlung, denn wir können alle Figuren betrachten und verfügen deshalb über das umfassende Wissen.

    Daraus entsteht eine bestimmte Spannung: Wir wissen, dass eine Person von einem Mörder bedroht ist, ohne dass die Person selbst es weiß oder wir wissen, dass dem Mörder längst eine Falle gestellt wurde. Schon verfolgen wir die weitere Handlung mit Spannung: geschieht der Mord tatsächlich oder tappt der Mörder in die Falle?

    Dieser suspense erfolgt also im Wesentlichen über die Handlung, über das Vorwissen des Publikums gegenüber den Handelnden, die nur über ein Teilwissen verfügen, aber darauf ihr ganzes Tun und Lassen stützen.

    Sitting in the morning sun, the man will be sitting till the evening´s come. Das ist die sprachliche Entsprechung des neutralen Beobachters. Was wird geschildert? Ein Mann sitzt auf einem Dock von morgens bis abends. Wie beteiligt sind wir? Wesentlich weniger als beim Ich-Erzähler. Denn beim Ich-Erzähler sitzen wir selbst auf dem Dock, während hier ein (fremder) Mann geschildert wird, der auf dem Dock sitzt. Was geht er uns an? Nichts, wenn uns sein Schicksal oder seine Person nicht näher gebracht wird.

    Die Perspektive des neutralen Beobachters geht also mit einer gewissen Distanz einher. Die Sicht von Oben ist eben vorwiegend die Sicht auf die Dinge – und zwar auf die Oberseite der Dinge. Im direkten Gegensatz dazu steht der Ich-Erzähler, der die höchstmögliche Identifikation zur handelnden Person ausdrückt.


    Der persönliche Beobachter/Erzähler
    Auf der Skala zwischen Distanz (neutraler Beobachter) und Identifikation (Ich-Erzähler) liegt der persönliche Beobachter. Hier erzählt jemand eine Geschichte, die einem Freund/einer Freundin passiert ist.

    Es wird deutlich, dass dies einerseits eine Außenperspektive (in Bezug auf die handelnde Person) darstellt. Auf der anderen Seite ergibt sich ein persönlicher Bezug dadurch, dass die erzählende Person der handelnden Person nahe steht. Dadurch ist auch der Zuschauer/Zuhörer dieser handelnden Person näher gebracht und vermag es dadurch leichter, (positive) Gefühle und Nähe zur handelnden Person zu verspüren.


    Die Verwendung mehrerer Erzählperspektiven
    In einem Spielfilm wird kaum eine Kameraperspektive über 90 Minuten durchgehalten – dies geschieht eher in experimentellen Filmen (etwa einige Dogma-Filme).

    Die Kombination mehrerer Perspektiven erzeugt Spannung über einen Wechsel von Identifikation, Distanz, Verfolgung mehrerer Handlungsstränge oder Protagonisten und bewirkt eine geschickte Steuerung der Zuschauer oder Zuhörer.

    Dies bedeutet für den Autoren oder die Autorin ein sehr bewusstes Umgehen mit der Handlung und den Vorteilen der jeweiligen Erzählperspektiven. Es gilt auch abzuwägen, dass ein song in der Regel wohl kürzer als ein Film ist und man diese Schwenks nicht übertreiben sollte.

    Die Orientierung der Zuhörer sollte in den meisten Fällen gewährleistet bleiben – es sei denn, man zielt genau darauf ab, eine Desorientierung zu bewirken. Dies ist nicht selten bei psychodelischen Texten der Fall oder bei Texten, die etwa Träume oder bizarre Erlebnisse schildern und dies über die Form der Schilderung unterstützen möchten.


    Exkurs 2 – Die Rahmenhandlung
    Zum Schluss eine nicht selten verwendete Form der Handlung bzw. Erzählführung. Eine Rahmenhandlung ist vergleichbar einem „Bild in einem Bild“.

    Ein oft verwendetes Motiv ist das einer Lagerfeuer- oder Gruselgeschichte. Wir sehen zu Anfang eine Gruppe von Menschen, von denen einer anfängt, eine Geschichte zu erzählen. Oft ist diese Rahmenhandlung aus der neutralen Perspektive (Kamera von oben) geschildert.

    Doch plötzlich ist der Zuschauer in der Geschichte drin und erlebt sie aus der Sicht der handelnden Person (Ich-Perspektive). Dies erhöht die Spannung und die Identifikation mit dem Geschehen. Eine Sog-Wirkung wird erzeugt.

    Gegen Ende der erzählten Geschichte wechselt die Perspektive wieder. Man sieht die Gruppe wie am Anfang – nur eben verändert (erschüttert, beängstigt, belustigt) durch die erzählte Geschichte.

    Der große Vorteil der Rahmengeschichte liegt darin, dass sie einerseits Spannung und Identifikation mit der erzählten „inneren“ Geschichte ermöglicht. Andererseits bleibt für den Zuschauer oder Zuhörer die Geschichte offen: Glaubt man daran? Ist die Geschichte wahr oder nur gut erfunden? Was macht man selbst mit oder aus dieser Geschichte?

    Eines der filmischen Beispiele für eine Geschichte in einer Geschichte ist die „Unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Besonders reizvoll daran ist, dass im Laufe der Handlung die äußere (der Protagonist liest ein Buch) und die innere Geschichte (der Protagonist rettet Phantasia) in einen Bezug zu einander treten.

    Ein Beispiel im Bereich song wäre „Black Diamond Bay“ von Dylan. Der Protagonist (äußere Handlung) sieht einen Bericht im Fernsehen über eine Katastrophe am Black Diamond Bay. Daraufhin erleben wir die Geschichte verschiedener Personen innerhalb dieser Katastrophe (innere Handlung). Zum Schluss sieht man wieder die fernsehguckende Person, die auf einen anderen Kanal schaltet – „weil solche Katastrophen ja ständig in der ganzen Welt passieren“.
    Dylan schafft es damit, nicht nur eine spannende Geschichte (Katastrophe) zu erzählen, sondern den Zuschauer oder Zuhörer zugleich mit einer alltäglichen Erfahrung im Medienzeitalter zu konfrontieren: wir erfahren (fast) alles – aber berührt es uns auch? Und wenn es uns nicht berührt – wozu sehen wir es dann an? Und was machen wir damit?


    Ein Übungsvorschlag
    Mit diesem Exkurs ist die kurze Betrachtung über die Erzählperspektive abgeschlossen. Es wurde deutlich, dass alleine über die Wahl der Erzählperspektive Spannung oder Durchgängigkeit, Identifikation oder Distanz, allumfassende Information oder subjektiver Blick erzeugt werden kann.

    Wer sich damit praktisch weiter auseinandersetzen möchte, sollte vielleicht einmal eine Geschichte oder Handlung aus den unterschiedlichen Perspektiven beschreiben. Dies schärft den Blick für die jeweiligen Vor- und Nachteile der verschiedenen Erzählperspektiven, regt die Kreativität an und erhöht den Fundus, den man als Schreibende/r zur Verfügung hat.
     
  2. desgraca

    desgraca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #2
    Die Unterteilung in Erzählperspektiven, die mir geläufig ist, weicht ein kleines bisschen von der dargestellten ab, deswegen will ich das kurz anmerken. Geht auf einen Franz Stanzel zurück.

    Demnach gibt es eine Unterteilung in erzählendes und erlebendes Ich einerseits, und die allwissende=auktoriale, die neutrale und die personale Erzählsituation andererseits.

    so sieht die zugehörige graphik im original aus:
    http://www.guidonaschert.de/Typenkreis.jpg

    und so wenn man es ein bisschen vereinfacht schreibt:
    [​IMG]

    Der auktoriale oder auch allwissende Er-Erzähler kann die Vergangenheit, Zukunft und das Innenleben sämtlicher Figuren darstellen, kann also Analepsen (Zeitsprünge in die Vergangenheit) und Prolepsen (Zeitsprünge in die Zukunft) nach Belieben vornehmen, sowie frei zwischen Schauplätzen springen, das Geschehen mit ironischer oder wertender Distanz kommentieren, und Figuren direkt charakterisieren, das heißt, ihnen direkt Eigenschaften zuweisen.
    Der auktoriale Erzähler ist also die oberste Instanz des Textes.

    Der personale Er-Erzähler
    dagegen tritt hinter eine der handelnden Personen, die Reflektorfigur, zurück, nimmt also ganz die Position dieser einen Figur ein.
    Diese Erzählposition bewirkt einen Eindruck der Unmittelbarkeit, das heißt man fühlt sich direkt in das erzählte Geschehen hineinversetzt, der Erzähler ist nicht mehr spürbar.
    Dadurch ist die Hörerlenkung wesentlich geringer, denn es handelt sich ja um die subjektive Meinung eines einzelnen, die dargestellt wird.
    Demnach wird ein so verfasster Text als objektiver wahrgenommen.

    Eine extreme Form des personalen Erzählens findet man im Stream of Consciousness, eine Technik bei der der Eindruck erzeugt wird, man höre/lese genau das , was der Erzähler gerade denkt.

    Die neutrale Erzählsituation
    nach Stanzel kommt der oben beschriebenen camera-eye-Perspektive gleich.

    Das erzählende Ich ist dem auktorialen Er-Erzähler in vielen Punkten ähnlich.
    Dieser Ich-Erzähler reflektiert über die Vergangenheit, beschreibt, und hat eine distanzierte Haltung zu dem Erzählten, bedingt durch zeitlichen Abstand oder Erfahrungszuwachs.

    Das erlebende Ich dagegen ist ähnlich dem personalen Er-Erzähler fest ins Geschehen eingebunden, es wird unmittelbar aus dem Erlebnis heraus erzählt. Auch hier entsteht wieder der Eindruck der Unmittelbarkeit.

    Eine Sonderform stellt das multiperspektivische Erzählen dar. Hier werden durch das Einsetzen mehrerer personaler Erzähler verschiedene Sichtweisen auf die Welt dargestellt.
     

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  3. x-Riff

    x-Riff Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 22.08.06   #3
    Danke, nate.

    Da werde ich mal schauen.
    Ich hatte eher einen workshop abgestrebt, der leicht verständlich ist - und dieser ist mir fast schon zu abstrakt. Andererseits - wenn sich jemand damit tiefer auseinandersetzen will, sind das wichtige Hinweise und Erweiterungen.

    Hm. Mal schauen.

    Danke auf jeden Fall, nate.

    Ach so: Das interessiert mich an dieser Stelle:

    Nutzt Du das beim Schreiben Deiner Texte?
    Und wenn ja: eher unbewußt (also hast Du eigentlich in Dir drinne) oder bewußt (also Du setzt Dich hin und fragst Dich: welche Erzählhaltungen nehme ich denn für diesen plot/Text?)
    Oder c) wenn´s nicht richtig fluppt mit dem Text, überlegst Du dann, ob es an der Erzählperspektive liegt?

    x-Riff

    Da können natürlich auch andere drauf antworten !

    Mich interessiert einfach, wie "bewußt" Ihr an Eure Texte rangeht.


    x-Riff
     
  4. desgraca

    desgraca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.06   #4
    nö.
    aber ich schreib texte welcher art auch immer auch schon seit ich schreiben kann,,,von daher wird das benutzt wie es mir in den kopf kommt und passt dann schon meistens:D

    aber ich finde das wie einige andere dinge trotzdem interessant zu wissen, weil man ja manche sachen durchaus auch mal bewusst einsetzen kann, um einen effekt zu erzielen.
    multiperspektivisches erzählen zum beispiel gibt es in vielen songs und es hat einen interessanten effekt, den eben, dass man die unterschiedlichen seiten des erzählten sieht- vgl. "where the wild roses grow":

    On the third day he took me to the river
    He showed me the roses and we kissed
    And the last thing I heard was a muttered word
    As he stood smiling above me with a rock in his fist

    On the last day I took her where the wild roses grow
    And she lay on the bank, the wind light as a thief
    As I kissed her goodbye, I said, 'All beauty must die'
    And lent down and planted a rose between her teeth


    von daher ist es für mich eher etwas spannendes, wenn ich mir andere texte anschaue als meine eigenen.
    aber ich hab mir auch beim texten noch nie große gedanken über einen rhythmus, wortmelodien, reimschema oder sonstiges gemacht und sie waren am ende trotzdem vorhanden, aber ich glaub eben auch nicht, dass das unbedingt jedem so leicht fällt, und ein konzept zu haben schadet ja nie, man muss es ja nicht anwenden:D
     
  5. StayTuned

    StayTuned Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.06   #5
    Dock of the Bay ist im übrigen von Otis Redding! ;)
    ansonsten gute Arbeit jungs...
     
  6. x-Riff

    x-Riff Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.08.06   #6
    Danke, StayTuned,

    dat mach ich immer falsch mit dem Otis Redding.
    anke StayTuned,Ich kann da nicht mehr rumeditieren.
    Aber ich denke, wenn die Texte zu den einzelnen Teilen stehen, dann schaut man mal wegen Formatierung und so, geht noch einmal rüber und stellt dann die fertige Fassung rein.

    x-Riff
     
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