Für Elise von Ludwig van Beethoven mit 49-Tasten Synth Anschlagdynamisch möglich?

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Hallo Leute,

ich beschäftige mich gerade als Anfänger mit meinem Synth ( Roland Ax Synth ) und würde gerne wissen ob man Für Elise von Ludwig van Beethoven auf einem 49-Tasten Synth spielen kann? Oder sind mehr tasten notwendig? Wäre super wenn mich jemand aufklären könnte. Im voraus bedanke ich mich ganz herzlich für die mühe...
 
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49 Tasten, das dürfte knapp werden. Aber so genau weiß ich das im Moment auch nicht, Sorry :(
 
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Na ja, komplett wie notiert läßt sich das sicher nicht spielen - wenn ich mir die Noten anschaue, ist der tiefste Ton ein A', den könnte man notfalls eine Oktave höher spielen. Dann reicht es, wenn man bis zum E runterkommt.
Was die höchsten Töne anbelangt, Takt 13 und 51 ein e''' und in einem Ausnahmefall geht Takt 80 bis zum e'''' hoch.
Deshalb sind selbst 5 Oktaven (61 Tasten) zu wenig, denn man braucht mindestens 68 Tasten - vom A' bis zum e''''. So eine Tastatur gibt es nicht, aber ein 76-Tasten-Keyboard würde komplett ausreichen (sogar ein Nord Electro mit seinen 73 Tasten).

Also: Ohne Modifikation/Vereinfachung geht das sicherlich nicht auf dem AX-Synth zu spielen.

Doch, halt: Es handelt sich ja um einen Umhänge-Synthesizer, den man gewöhnlich wohl einhändig spielt. Und für "nur die Melodie" würde es (fast) reichen.

Viele Grüße
Torsten
 
Gibt es eigentlich etwas klassisches was man mit 49 Tasten spielen könnte? Könntest du mir da ein Lied empfehlen? Das Problem ist das ich als absoluter Anfänger, keine Noten lesen kann ( ich werde es aber angehen ) und erst einmal mich mit dem Instrument vertraut machen möchte. Ich schaue mir da meisten Youtube Videos an und versuche durchs schauen zu lernen, gibt es irgendwelche Finderübungen zu denen Ihr mir raten würdet. Ich komme eigentlich aus dem E-Gitarren Bereich und da habe ich alles per Tabs gelernt usw...
 
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Gibt es eigentlich etwas klassisches was man mit 49 Tasten spielen könnte? Könntest du mir da ein Lied empfehlen?
Mir fällt da speziell Johann Sebastian Bach ein. Wenn man bedenkt, daß zu Bachs Zeiten Tasteninstrumente einen deutlich geringeren Tonumfang hatten als heutige Klaviere (auch das "Clavier" aus dem Wohltemerieren Klavier ist keinesfalls ein modernes Piano, sondern damit waren allerlei Tasteninstrumente wie Cembalo, Orgel, Clavichord usw. gemeint).
Zum Beispiel das kleine Orgelpositiv im Bach-Haus Eisenach hat genau vier Oktaven von C bis c''' - wie ein AX Synth. Auf diesen Dingern wurde damals tatsächlich gespielt - also geht es.

Wenn Du Dir irgendeine Invention oder Sinfonia von Bach aussuchst, wirst Du sie sehr wahrscheinlich auf 49 Tasten spielen können. :great:

Viele Grüße
Torsten
 
Erst einmal herzlichen Dank für diesen Tip Be-3 das hört sich super an ;) Dachte schon das ich keinerlei Möglichkeit habe etwas Klassisches zu spielen. Ich würde mich auch sehr freuen falls jemand noch andere Sachen kennt die sich mit 49 Tasten spielen lassen, richtung ist mir eigentlich gleich, bin für alles offen..:great:

Ps: Die Mondscheinsonate von [FONT=Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif]Ludwig van Beethoven müsste eigentlich auch mit einem 49 gehen oder?
[/FONT]
 
Zuletzt bearbeitet:
Dachte schon das ich keinerlei Möglichkeit habe etwas Klassisches zu spielen.

Na ja, spielen ist wohl zuviel gesagt, das wird auf dem Teil wohl eher vergewaltigt - zum Spielen gehört ja ein wenig mehr als nur die richtigen Töne zu treffen (was auf einem 49 Tasten Synth eh nicht funktioniert wenn man die genannten Stücke korrekt spielen möchte), der Ausdruck und die Dynamik machen die anderen 50% des Spielens aus, und das geht auf einem solchen Synth sicher nicht, das ist schon schwierig auf den meisten Digitalpianos zu bringen.

Wenn man allerdings nur die Melodie irgendwie wiedergeben möchte dann sollte das auch auf einer alten Bontempi Dudelorgel gehen :rolleyes:

Will damit eigentlich nur sagen, das man nicht jede Literatur, die für ein Instrument mit schwarzen und weissen Tasten geschrieben wurde, auf jedem Teil spielen kann nur weil es auch schwarze und weisse Tasten hat ..... aber vielleicht sehe ich das auch zu eng mit 14 Jahren an klassischer Klavierausbildung ;)
 
Also das es nicht 1 zu 1 geht ist mir schon bewusst, ich wollte nur nicht ganz drauf verzichten. Ein Sxnth ist ja eher etwas zu experimentieren und ausprobieren...
 
Na ja, spielen ist wohl zuviel gesagt, das wird auf dem Teil wohl eher vergewaltigt - zum Spielen gehört ja ein wenig mehr als nur die richtigen Töne zu treffen
Wieso? Der alte Bach soll doch persönlich gesagt haben: "Alles, was man tun muß, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen." ;)

(was auf einem 49 Tasten Synth eh nicht funktioniert wenn man die genannten Stücke korrekt spielen möchte),
Gut zu wissen, daß Herr Bach seine Stücke auf den primitiven Instrumenten seiner Zeit nicht korrekt spielen konnte, der alte Stümper... :rolleyes:
Spielst Du jetzt auf die Anzahl der Tasten oder deren Plastik-Labberigkeit an? Vom Umfang her reicht es für ziemlich viel. Meine Beispiele (viele Inventionen, die eine oder andere Sinfonia, Suite...) lassen sich definitiv mit vier Oktaven spielen. Das von mir genannte Orgelpositiv im Bach-Haus hat sogar nur 48 Tasten, weil die Sparfüchse das tiefste D# weggelassen haben (wie übrigens auch bei den berühmten Silbermann-Orgeln). :rofl:

der Ausdruck und die Dynamik machen die anderen 50% des Spielens aus, und das geht auf einem solchen Synth sicher nicht, das ist schon schwierig auf den meisten Digitalpianos zu bringen.

Wenn man allerdings nur die Melodie irgendwie wiedergeben möchte dann sollte das auch auf einer alten Bontempi Dudelorgel gehen :rolleyes:

Will damit eigentlich nur sagen, das man nicht jede Literatur, die für ein Instrument mit schwarzen und weissen Tasten geschrieben wurde, auf jedem Teil spielen kann nur weil es auch schwarze und weisse Tasten hat ..... aber vielleicht sehe ich das auch zu eng mit 14 Jahren an klassischer Klavierausbildung ;)
Ja, das siehst Du definitiv zu eng. ;)
Klassische Pianisten neigen wohl dazu, ihr Instrument zu vergöttern (schön so) und alles (!) andere per se als minderwertig zu betrachten.
Ich habe ja darauf hingewiesen, daß zu Bachs Zeiten mit "Clavier" alle möglichen Tasteninstrumente gemeint waren und Du kannst mir nicht erzählen, daß sich ein Cembalo oder eine Orgel "dynamisch" spielen ließen. So war das halt im Barock. Ton an. Ton aus. Terrassendynamik. :)

Es ist doch schön, wenn jemand klassische Stücke spielen will und einen Zugang sucht - warum muß man ihm das vermiesen?
Bach & Co. wären sicherlich fasziniert von dem Möglichkeiten eines Synthesizers gewesen! :cool:

Also das es nicht 1 zu 1 geht ist mir schon bewusst, ich wollte nur nicht ganz drauf verzichten. Ein Sxnth ist ja eher etwas zu experimentieren und ausprobieren...
Die von mir genannten barocken Stücke lassen sich in der Regel 1:1 so spielen, wie es dasteht. Das war schon ernst gemeint!
Couperin, Fischer, Froberger, Händel, Kuhnau, Scarlatti, Pachelbel, Rameau, was weiß ich, gehen auch meist.

In diesem Sinne gute Nacht
Torsten
 
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Wieso? Der alte Bach soll doch persönlich gesagt haben: "Alles, was man tun muß, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen." ;)


Gut zu wissen, daß Herr Bach seine Stücke auf den primitiven Instrumenten seiner Zeit nicht korrekt spielen konnte, der alte Stümper...

Hier war aber ursprünglich nicht von Bach die Rede (da stimme ich dem Gesagten absolut zu) sondern von klassischen Klavierstücken von Beethoven - darauf habe ich mich bezogen. Und die richtige Taste kann man nicht treffen, wenn die auf einem 49 Tasten Synth nicht vorhanden ist weil man entweder im Bass oder Diskant mehr braucht. Vermiesen will ich niemandem was, aber man sollte wissen was machbar ist und was nicht. In diesem Sinne ebenfalls eine gute Nacht.

---------- Post hinzugefügt um 00:32:06 ---------- Letzter Beitrag war um 00:27:35 ----------

Also das es nicht 1 zu 1 geht ist mir schon bewusst, ich wollte nur nicht ganz drauf verzichten. Ein Sxnth ist ja eher etwas zu experimentieren und ausprobieren...

Klar, das geht natürlich, dafür sollte der Synth auch ausreichen. Kommt halt nur nicht so wie es eigentlich gedacht ist.
 
Hier war aber ursprünglich nicht von Bach die Rede (da stimme ich dem Gesagten absolut zu) sondern von klassischen Klavierstücken von Beethoven - darauf habe ich mich bezogen.

[...]

Vermiesen will ich niemandem was, aber man sollte wissen was machbar ist und was nicht. In diesem Sinne ebenfalls eine gute Nacht.
Ach so, dann war es ja überhaupt nicht so dramatisch gemeint, wie's bei mir angekommen ist. Für Beethoven oder Chopin sind 49 Plastiktasten ja auch wirklich nix.
Mir war einfach wichtig aufzuzeigen, daß die meisten "Keyboards" im Barock auch nicht viel mehr Tasten (manchmal auch weniger) als ein AX Synth hatten und die Stücke dieser Zeit durchaus spielbar sind.

Viele Grüße
Torsten
 
Wunderbar ich danke ganz herzlich, da habe ich heute viel dazu gelernt. Ich werde mich auf die besagten Stücke erst mal konzentrieren und erst einmal üben üben üben ;) Falls ich irgendwann 88 Tasten brauche kann ich mich ja nach einem Digital Piano umschauen. Vorher werde ich aber Noten lernen...:D

Naja für manch einem klingt der Gedanke etwas suspekt wenn sich jemand einen umhänge synth holt und auch etwas aus der Klassik lernen möchte, aber Klassik ist meiner Meinung nach nun mal die Essenz des ganzen, es schadet ja nicht bei den Meistern etwas zu stöbern und zu lernen. Vorerst kann ich mich wunderbar mit barocken Stücken usw. zufrieden geben, die werden schwer genug sein.
 
Ein Lied, was ich davon geübt habe war z.B. das "Air" Telemann, das hat nur eine Umfang von ca. 2.5 Oktaven und ist recht einfach.
Vor allem ist es recht einfach, weil es sich um eine zweifellos stark simplifizierte Bearbeitung handelt. Es ist zwar nicht nachzuvollziehen, welches "Air" es ist (kenn ich nicht und TWV-Nummer ist nicht angegeben), aber ich schwöre Stein auf Bein, daß das nicht mehr viel damit zu tun hat, was Telemann tatsächlich aufgeschrieben hat. ;)
Ich sehe gerade, daß bei den anderen Bearbeitungen ein "Arranged by" dabeisteht, aber der Telemann enthält keinen Hinweis, daß hier etwas geändert wurde. Das ist ja fast Rufschädigung! :D

Viele Grüße
Torsten
 
Ach komm, sieh das doch nicht so eng! Hauptsache ist doch, dass man lernt, ein schönes Musikstück zu spielen und Freude daran hat. Was nützt es mir, wenn ich originalgetreue Noten habe und dann daran verzweifele, weil das Stück zu schwierig für mich ist?
 
Strogan14 vielen Dank für die Seite, aber leider kann ich noch keine Noten lesen, wenn ich so weit bin nutze ich Sie aber gerne ;)
 
Ach komm, sieh das doch nicht so eng! Hauptsache ist doch, dass man lernt, ein schönes Musikstück zu spielen und Freude daran hat. Was nützt es mir, wenn ich originalgetreue Noten habe und dann daran verzweifele, weil das Stück zu schwierig für mich ist?
Dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Ein entsprechender Verweis seitens des Publizierenden ist aber eigentlich eine Frage des Anstands.
 
Strogan14 vielen Dank für die Seite, aber leider kann ich noch keine Noten lesen, wenn ich so weit bin nutze ich Sie aber gerne ;)
Dann wird es aber Zeit, daß Du Dich sofort dranmachst! Wenn Du klassische Musik spielen willst, kommst Du an Noten nicht vorbei, und Du wirst sehen, ab einer gewissen Komplexität ist es sehr viel einfacher, als Tutorials anschauen.
strogon14s Link ist jedenfalls sehr hilfreich, selbst wenn die einfach gesetzten Stücke Dich technisch unterfordern (wer weiß?), sind sie sehr gut zum Notenlesenüben geeignet. :great:

Dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Ein entsprechender Verweis seitens des Publizierenden ist aber eigentlich eine Frage des Anstands.
Das war auch sicherlich beim Telemann ein Versehen. Ich war eben auf den ersten Blick etwas geschockt, was der gute Mann da so abgeliefert haben soll. :eek:
Bei Mozarts Türkischem Marsch steht ja auch "Long Easy Version" und "Arrangement by GALYA" dabei - das ist dann völlig in Ordnung.
 
Dann wird es aber Zeit, daß Du Dich sofort dranmachst! Wenn Du klassische Musik spielen willst, kommst Du an Noten nicht vorbei

Genau. Davon abgesehen ist ja auf der Seite zu jedem Stück auch eine MIDI-Datei dabei. Mit dieser kannst du dir das Stück anhören und mit den Noten vergleichen. Oder, mit ein wenig Bastelei, die linke Hand über MIDI spielen lassen und selbst die rechte dazu. Oder andersherum. Usw.

Chris
 

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