Für was braucht man eigentlich einen Compressor?

von -=Mantas=-, 25.04.16.

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pedaltrain
  1. -=Mantas=-

    -=Mantas=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.04.16   #1
    Hi,

    mal eine etwas blöde Frage, aber wofür braucht ihr einen Compressor?

    Ich bin nämlich dabei mir einen zu kaufen, weil ich gerne Chord Tapping (cleaner Kanal) in meine Band einbauen würde. Dafür braucht man ja ne monotone Lautstärke, daher der Comp.
    Aber für was könnte ich einen Compressor noch so verwenden? Vielleicht bringt ihr mich ja auf ein paar coole Ideen!
    Hab mir beispielsweise überlegt, dass ich den generell immer im cleanen Channel verwenden könnte, um das Problem von "harter Anschlag -> Extrem laut", "weicher Anschlag -> Extrem leise" (vorallem bemerkbar wenn man auf der E-Gitarre einzelne Noten pickt und danach Akkorde "Strummt").
    Ist das eigentlich üblich so oder hab ich den Sinn hinter nem Comp falsch verstanden? :D

    Viele Grüße
    Mantas
     
  2. gemather

    gemather Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.16   #2
    Ich booste einen Big Muff gern mit einem anderen Pedal. Da kann es in der Summe
    dann schnell etwas zu viel des Guten sein. Ein Booster eignet sich gut, um das Signal
    etwas abzumildern, bevor es weiterverzerrt wird. Auch können die zwei Geräte mit dem
    Volume Regler des Compressors vom Pegel her angepasst werden.

    Durch die Verzerrungsschaltungen wird das Signal ja eh schon stark komprimiert.
    Da fällt dann dieser Effekt eines Compressors nicht mehr so ins Gewicht.

    Ansonsten ist richtig, was du sagst.
    Für die Bassgitarre wird der Compressor gern verwendet um Pegelspitzen
    zu vermeiden. Dann heißen die Geräte auch mal *Limiter*.

    Gitarristen, die gern "dynamisch" spielen, mögen hohe Verzerrungsgrade und/oder
    Compressoren nicht so gern. Wie soll man da mit dem Wechsel von lauten und
    dezenten Tönen spielen, wenn alles egalisiert ist.

    Aber letztendlich lässt sich das mit dem *Sustain* Poti des Compressors individuell regeln.
     
  3. dubbel

    dubbel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.16   #3
    super Antwort,
    nur eine sache verstehe ich nicht so richtig:
    würde es da nicht reichen, das pedal vor dem big muff einfach nicht so weit aufzureissen?
     
  4. The_Dark_Lord

    The_Dark_Lord HCA Recording HCA

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    Erstellt: 26.04.16   #4
    Nein, denn dadurch dass das Big Muff einen höheren Pegel am Eingang bekommt verzerrt es mehr (äquivalent dazu, den "Gain"-Knopf weiter aufzudrehen). Wenn der Pegel nach dem Big Muff wieder abgesenkt wird liegt der Pegel wieder im Rahmen, man hat aber immer noch die stärkere Verzerrung am Signal drauf.
     
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  5. grrt

    grrt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.16   #5
    Für Tappingorgien mit Cleansounds ist ein Compressor unabdingbar. Je nach Bandzusammensetzung sogar für „normale“ cleane Rhythmussounds, um Attack- und Sustainpegel anzunähern. Soweit siehst du das richtig. Zwei weitere Beispiele, die mir ad hoc einfallen:

    Ich habe letzten Samstag im Studio ein kurzes Solo eingespielt, das mehr Sustain aber weniger Verzerrung benötigte. War dann auch mit dem Compressor schnell erledigt.

    Eine zeitlang habe ich mit einem Compressor im Effektweg meines Amps experimentiert, um die leichten Lautstärkeschwankungen auszugleichen, die durch die Nutzung des Volume-Potis an der Gitarre entstanden, womit ich mich zwischen Clean- und Mid-Gain-Sounds bewegt habe.
     
  6. rick_emmet

    rick_emmet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.16   #6
    ein dezent eingestellter COMPRESSOR gibt mir persönlich (selbst im HIGH-GAIN Bereich) ein "besseres, smoothes" Spielgefühl (vor allem beim Solieren)..man kämpft nicht um jeden Ton, für Legato Sachen eine feine Sache... (DEZENT eingestellt)...
    Nachteil:
    ist der COMPRESSOR zu stark eingestellt, fällt das spielen zwar NOCH leichter, aber die Dynamik geht komplett flöten und der Ton wird mir zu sehr aufgeweicht.
     
  7. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.16   #7
    Also ich nutze auch einen Compressor vor der Verzerrung, damit schon ein möglichst gleichmäßiges, lautes Signal in der Röhre ankommt. Damit kriegt man dann selbst künstliche Flageoletts auf die Lautstärke eines Powerchords :-).

    Außerdem hab ich das Gefühl, dass damit der mulmige Bassanteil reduziert wird, also auch eine gewisse Klangfärbung Richtung Transparenz stattfindet. Mir war irgendwie auch so, als wäre das ein typischer Effekt von Compressoren ^^.
     
  8. Edged

    Edged Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.16   #8
    Na, der TE hat in Verbindung mit Cleansounds gefragt. Da können Kompressoren tatsächlich ein gleichmäßigeres Klangbild erzeugen.
    Ich persönlich mag sie aber nicht.

    Warum?
    Ich spiele meist clean. Bei meinem Spiel ist Dynamik eine wichtige Ausdruckskomponente. Die wird mit einem Kompressor, je nach Einstellung, schnell zerstört. Also spiele ich ohne Kompressor.

    Nur- irgendwann klappt das mit dem dynamischen Spiel auch nicht mehr. Das ist der Punkt, an dem die Saiten verschlissen sind und nicht mehr richtig intonieren. Also müssen die öfters gewechselt werden als bei Nutzung eines Kompressors. Mir ist es das wert.
     
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