Funktionsweise von aktiven PUs (EMG, Blackouts usw)

von Zwachi, 12.04.12.

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  1. Zwachi

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    Erstellt: 12.04.12   #1
    Grüß euch!

    Wollte mal fragen, ob jemand genau weiß, was für ein Preamp in den aktiven PUs verwendet wird?
    Ist es ein Impedanzwandler oder ein einfacher Buffer?

    Um passive mit aktiven Tonabnehnern zu mischen benötigt man bekanntlich auch einen Impedanzwandler, daher meine Vermutung..
    Ich möchte wissen, wie sich verschiedene Kondensatoren auf den aktiven PU auswirken, das geht jedoch nur nach dem unbekannten Preamp.

    LG, Emil

    ---------- Post hinzugefügt um 19:37:03 ---------- Letzter Beitrag war um 13:22:19 ----------

    Durch Eigenrecherche bin ich draufgekommen, dass es sich tatsächlich um einen im PU integrierten Impedanzwandler handelt, der bewirken würde, dass die Kondensatoren als Höhenblende wirken..

    Hat außer dem 18V Betrieb irgendemand einen DIY Schaltungsvorschlag?
    Booster sollten meines Wissens genauso wie bei passiven PUs funktionieren, ich denke eher an etwas Klangbeeinflussendes..
     
  2. AxlB

    AxlB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #2
    Irgendwie hab ich nich richtig gecheckt, was du überhaupt willst.
    Willst du testen, wie sich verschiedene Kondensatoren auswirken? (Meinst du überhaupt die Tone-Caps?)
    Aber was willst du dann mit dem 18V Betrieb
     
  3. organic

    organic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #3
    Hallo,
    ich will bei Leibe keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, dafür fehlen mir die Voraussetzungen,
    deshalb versuche es mit eigenen, laienhaften Begriffen zu erklären: (wenn ich irgendwo falsch liege,
    bitte korrigieren):
    Der Preamp in aktiven PU's ist i. d. R. ein Preamp (=Vorverstärker).
    Aktive Pickups habe ohne Preamp, auf Grund der wesentlich geringeren
    Wicklungszahl der Spule, im Vergleich zu inaktiven PU's fast keine Ausgangsleistung.
    Ein aktiver Pickup ist vom Grundsatz her auch ein "normaler" Pickup, dessen Ausgangsleistung
    mit dem Preamp auf die entsprechende "Stärke" gepuscht wird.
    Aktiv Pickups sind deswegen niederohmig, weil sie auf Grund der geringen
    Wicklungszahl weniger Widerstand haben.

    Du brauchst beim Betrieb von aktiv u. passiv Pickups keinen Impedanzwandler für den passiv Pickup.
    Probleme gibt es, wenn beide Arten über das gleiche Volumenpoti gesteuert würden.
    (Aktiv Potis - 25kOhm, Passiv Potis zwischen 250 u. 500 kOhm). Der Widerstand und damit auch
    die Wirkungsweise des 25kOhm reicht für passive Tonabnehmer nicht aus.
    Es würde also ausreichen, wenn aktiv- u. passiv Tonabnehmer je einen eigenen Poti hätten.

    Mit den Kondensatoren in Verbindung mit Preamp u. Impedanzwandler verstehe ich nicht was du meinst.
    Kondesator am Volumenpoti oder Tonpoti?

    EMG-aktiv-Pickups können mit 9V bis 27V Spannung betrieben werden.
    Mit mehr oder weniger Preampleistung in Bezug auf Leistung hat das nichts zu tuen.
    Wenn du einen EMG mit 18V (2x9VBlockbatterie) speist, hat er einen minimal volleren Klang
    und das Rauschen ist etwas weniger (eigene Erfahrung).
    Was meinst du mit Schaltungsvorschlag im DIY? Die Batterie anschließen musst
    du ja sowie so selbst, also DIY?!

    http://www.emgpickups.com/content/wiringdiagrams/PowerTips_Tricks_0230-0190C.pdf

    Impedanzwandler in Relation zur Wirkungsweise eines Kondensators
    zu bringen bzw. Kondensatorwirkung ohne Impedanzwandler = 0
    ist auch völlig abwegig. Beim Kondensator geht es lediglich darum
    den angepassten Wert in Bezug auf die gewünschte Filterleistung
    zu setzen.
    Ein Beispiel: Ein 47nF Kondensator an einen 500 kOhm Volumenpoti gelötet
    bringt in Bezug auf die Regelwirkung des Potis den Effekt, dass beim Zurückdrehen
    des Potis der Ton relativ klar bleibt, aber die Lautstärke auch erst ab Stellung 3 und weniger
    abnimmt. Bei manchen Potis ist das sogar so grass, da bis Stellung 0,3 die Lautstärke fast
    völlig erhalten bleibt und ab darunter plötzlich abbricht und gegen 0 geht.
    Ein "kleinerer" Kondensator (z. B. 20 nF) wirkt in Bezug auf Klangverlust nicht so effektiv
    aber dafür lässt sich die Lautstärke besser regeln.

    Und den letzten Satz deiner Frage verstehe ich erst recht nicht.
    Ich glaube du hast einiges an Gedankengut kräftig durcheinandergemischt.

    Gruß
    Jo
     
  4. Zwachi

    Zwachi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #4
    Gut, das hab ich wohl verschwiegen, dass ich die Kondensatoren als C-Switch, also immer verschieden wählbare C parallel zu den PUs schalten möchte.
    Der 18V Betrieb ist sozusagen der einzige "Mod", den viele aktiv PU Spieler anwenden, alles andere wird meistens nur von EMG zugekauft (zB Afterburner, PA2, usw), aber einen EMG PU in Verbindung mit einem selbstgebauten Booster hab ich bisher noch niergens gesehen.
    Das die 18V mehr Headroom bieten als die niedrigere Spannung von 9V ist mir auch klar, aber bei mehr als 18V sind die Unterschiede zu gering, als dass es sich lohnen würde, 3 Batterien in Serie zu schalten..
    Hier ist ein Link zum Schaltbild eines EMG 81, das darstellt, dass der Preamp im Tonabnehmer nichts anderes als ein Imedanzwandler ist!
    Am V Pot wird doch für gewöhnlich bei EMGs gar kein Kondensator verlötet, oder?

    Mit DIY Schaltung, die den Klang verändert meine ich eben keinen Mosfet Booster oder OPAMP Booster sonder eher Richtung EQ..
    Bei passiven Gitarren würd ich die Reonanzfrequenz mit den parallelen Kondensatoren verschieben, das soll jedoch angeblich bei EMGs zu Höhenblenden führen.
     
  5. AxlB

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    Erstellt: 13.04.12   #5
    Das kann gut sein, da man die Caps ja quasi nicht direkt in den Schwingkreis(den ein Pickup ergibt) einlötet, sondern hinter die Op-Schaltung. Somit hast du einfach nen Tiefpass hinter der "Signalquelle" wenn mein Gedankenspiel richtig ist.
     
  6. organic

    organic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #6
    Hallo Zwachi,
    beim den EMG-Potis wird kein Kondensator verlötet, weil beim
    Zurückdrehen des/der Potis, auf Grund des geringen Widerstandes,
    kein hörbarer Klangverlust entsteht.
    Beim Volumenpoti ist lediglich eine Verminderung der Zerrung und
    Lautstärke hörbar. Der Klang bleibt aber weitestgehend erhalten.
    Noch ein Vorteil ist, dass das Gitarrenkabel oder zwischengeschaltete Effektgeräte
    den Ton nur ganz gering "killen". Fast nicht hörbar.

    Ich hab's zwar noch nie ausprobiert, aber ich glaube auch, wie du schon beschreibst,
    das ein Kondensator als Klangfilter bei EMG's die Höhen zu stark hervorhebt.
     
  7. Zwachi

    Zwachi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #7
    Die allgemein bekannten Vor- und Nachteile der EMGs sind mir bewusst, ich möchte lediglich die vom Hersteller nicht angegebenen Fakten wissen..

    Ich hab sogar irgendwo gelesen, dass die Spulen der aktiven Humbucker nicht seriell sondern parallel zueinander verschaltet sind, was ich mir eigentlich dem Klang zu urteilen nur schwer vorstellen kann..

    2 EMG Humbucker zueinander seriell ist mir bisher auch noch niergens untergekommen, spricht denn da irgendetwas dagegen?
     
  8. organic

    organic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #8
    Schreib den Hersteller doch einfach mal an.

    Durch die Parallelschaltung beider Spulen würde sich die Resonanzfrequenz
    verdoppeln. Um dem Humbucker dann einen "fetten" Sound zu entlocken,
    müsste EMG dies schaltungs- u. preamptechnisch wieder korrigieren.
    Der Preamp müsste dann auch mehr Ausgangsleistung erzeugen, was
    wiederum mehr Rauschen bedeuten würde.
    Kann ich mir ehrlich gesagt, nicht vorstellen.
     
  9. Zwachi

    Zwachi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #9
    Zufälligerweise war ich vor einer Woche genau in Santa Rosa, wo die PUs hergestellt werden, da wusste ich aber noch nichts vom Firmensitz..

    Immer wieder verwunderlich, wie viele EMG User es gibt, die dabei so wenig über die Teile sagen können..
    ..offenbar ein gut gehütetes Geheimnis!

    Hat vielleicht sonst noch jemand Fragen, dann fasse ich alles zusammen, bevor ich EMG anschreibe.
     
  10. Zwachi

    Zwachi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.04.12   #10
    Hab jetzt die Information bekommen, dass die Spulen der aktiven PUs nicht seriell geschaltet werden dürfen, da sonst eine -9V Spannung an einer Spule anliegt.
    Damit erklärt sich auch, warum die Schaltungen immer recht einseitig ausgeführt werden..
    Der EMG 89 besteht aus 3 Spulen, je nach Push Pull Schaltvorgang ist Spule 1+2 oder Spule 2+3 in Betrieb..

    Der eingebaute Preamp ist ein Impedanzwandler: Den Anhang 216816 betrachten

    Was kann ich noch hinter einem Impedanzwandler löten?
    Booster jeglicher Art sollten kein Problem sein, oder?
    Also ein Jfret Booster, Opamp Booster oder Mosfet..
     
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  11. organic

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    Erstellt: 25.04.12   #11
    Booster bietet ja sogar die Fa. EMG als Einbau Poti (AB2) oder Kippschalter (PA2) an.
    Damit ist ein Levelboost von max. +20dB möglich. Allerdings macht sich der Booster
    auch mit einer Menge mehr Rauschen bemerkbar. Mit hat das nicht gefallen; zu viel Rauschen!

    Alternativ bieten sie auch noch externe Booster z.B. der Fa. Lehle an (Lehel Sunday Driver +12dB) oder andere Hersteller.
    Die Lehle-Geräte sind sehr klangneutral und nebengeräusch arm. (eigene Erfahrungem gemacht).

    http://www.lehle.com/frameset.php?country=de&lang=de

    Gruß
    Jo
     
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  12. organic

    organic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.12   #12
    Das Ausgangssignal von aktiven EMG-Pickups ist so schwach, dass dem Gitarrenamp
    an der Eingangsbuche Eiszapfen wachsen würden, wenn dieses Signal nicht vom
    Impedanzwandler auch verstärkt würde.
    Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass der in den EMG-Pickups integrierte Impedanz-
    wandler nicht auch das Signal boostet, also somit auch gleichzeitig ein Vorverstärker ist.

    Oder gibt es da sonst noch einen Trick?

    Gruß
    Jo
     
  13. Fabi_S

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    Erstellt: 01.05.12   #13
    Ein Impedanzwandler kann das Signal nicht boosten, da er nur eine maximale Verstärkung von 1 hat.
    Ich denke, da wird eher ein dualer Operationsverstärker verwendet. Mit der einen Hälfte wird das Signal verstärkt, die andere Hälfte ist dann der Impedanzwandler.
    Grüße,
    Fabi
     
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