FZG Tremolo Switch - Tremolo jederzeit schnell und einfach blockieren [Start-Up]

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Dies ist der Kleinfirmen-Thread der
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LG Lenny (für die Moderation)


Hallo Leute,

Nach Absprache mit der Moderation, darf ich euch hier freundlicherweise meine Tremolo-Blockier-Lösung vorstellen. Nachdem ich mit bestehenden Lösung nicht zufrieden war, habe ich ein kleines Gadget entwickelt, welches in die Federkammer eingebaut wird und mit dem man ein freischwebendes Tremolo mit einem einfachen Handgriff jederzeit blockieren kann. Downtunings, schnellere Saitenwechsel und einfachere Einstellarbeiten werden durch die Blockierung ermöglicht.


Tremolo Switch_Banner mit Logo.png


Jeder Besitzer einer Floyd Rose Gitarre kann wohl ein Lied davon singen, dass die Einstellerarbeiten und Saitenwechsel durchaus nervtötend sein können. Zudem kann man nicht einfach mal tiefer stimmen und andere Tunings ausprobieren ohne jedesmal die Federspannung neu anpassen zu müssen. Das ganze wäre ziemlich zeitaufwendig und macht auch einfach keinen Spaß. Gerade Anfänger tun sich oft etwas schwer und haben auch nicht unbedingt mehrere Gitarren für unterschiedliche Tunings zur Verfügung. Versteht mich nicht falsch: das Ganze ist, wenn man das Funktionsprinzip einmal verinnerlicht hat, ganz gut machbar und mit einem einfachen Holzkeil zum Festsetzen kann man sich gut behelfen. Aber dennoch macht eine flexible Lösung zur temporären Blockierung des Tremolos in manchen Fällen - auch für Fortgeschrittene - durchaus Sinn!




Vorgeschichte:

Ich selbst habe lange Zeit das Tremol-No in meiner MusicMan JP7 genutzt und war auch immer recht zufrieden damit. Die Handhabung ist zwar meiner Meinung nach ein bisschen fummelig, aber es funktioniert. Das Tremolo lässt sich festsetzen und ich kann herunterstimmen. Gerade für die Bandprobe fand ich es super praktisch, da ich mit einer einzigen Gitarre auskam und nicht noch eine weitere mitschleppen musste. Außerdem möchte ich mir auch nicht unbedingt eine zweite 7-Saiter zulegen müssen (für ein paar wenige Songs in Drop-A :rolleyes:).

Nun gut, als ich mir meine Custom Gitarre bauen ließ (eine 6-String mit ABM 5200 Tremolo), wollte ich quasi "ab Werk" ein Tremol-No eingebaut haben und erteilte meinem Gitarrenbauer den Auftrag die Federkralle direkt durch das Tremol-No zu ersetzen. Nachdem die Gitarre endlich fertig gestellt war und ich ein paar Tage mit ihr spielen konnte, fiel mir jedoch auf, dass das Tremol-No in meiner Neuen irgendwie keinen guten Job macht. Das Tremolo verstimmte sich im floating Modus nämlich ständig (d.h. Tremol-No nicht aktiviert). Nach einer genaueren Analyse machte ich die Reibung, die das Tremol-No unweigerlich mit ins System bringt, für die Verstimmungen verantwortlich. Dadurch, dass die Schubstange jederzeit mit dem Tremoloblock verbunden ist, kann es bei Nichtgebrauch die Leichtgängigkeit und die Stimmstabilität erheblich beeinträchtigen. Ich schreibe kann, weil ich kein unnötiges Bashing betreiben möchte. In meiner JP7 hat es schließlich immer gut funktioniert und ich bin mir sicher, dass Tausende Gitarristen mit dem Tremol-No absolut zufrieden sind!

In meiner neuen Gitarre wollte es aber partout nicht einwandfrei funktionieren. Ich habe alles versucht: Ich habe versucht mit einer besseren Einstellung etwas herauszuholen, ich habe mit Silikonspray geschmiert, habe geschaut, dass die Buchse gratfrei ist, aber es hat alles nichts gebracht. Ihr könnt euch vorstellen, dass sowas die Freude am neuen Instrument drastisch schmälern kann. Ich war ziemlich enttäuscht und total genervt und habe das Tremol-No schlussendlich rausgeschmissen. Vielleicht hatte ich Pech und ein Montagsmodell erwischt, vielleicht wurde es nicht 100% genau eingebaut (die Stange sollte möglichst rechtwinklig zum Tremoloblock stehen) oder vielleicht passt es auch aufgrund der speziellen Befestigung am Tremoloblock einfach nicht gut mit dem ABM Tremolo zusammen.

Egal an was es lag... Mir war von nun an klar, dass ich eine andere Lösung brauche! Ich möchte eine hochwertige, solide und zuverlässige Lösung, die meiner Custom Gitarre gerecht wird und mit der ich mich nicht herumärgern muss. Da möchte ich einfach keine Kompromisslösung!



Meine Lösung:

Da ich schon immer gerne gebastelt und getüftelt habe, dachte ich mir, es wäre doch gelacht, wenn ich nicht selbst eine Lösung finden würde. Zugegeben ist die prinzipielle Idee sicherlich nicht neu und ich ließ mich von einer "Baumarktlösung", die ich bei meiner Recherche nach anderen Möglichkeiten im Internet fand, inspirieren: Ein einfacher Grendelriegel im Tremolofach erfüllt im Grunde die Anforderung an einen flexibel aktivierbaren Anschlag zum schnellen Blockieren des Tremolos. Auf die Möglichkeit das Tremolo komplett zu fixieren muss man damit zwar verzichten, aber zum Tieferstimmen ist das auch gar nicht notwendig. Ungewünschter Tremolobewegungen beim Benden, kann ich durch festes Auflegen meines Handballens auf die Saitenreiter gut entgegenwirken und mit Hilfe des Anschlages das Tremolo sicher in der Ruheposition halten. So bekommt man auch Double Stop Bendings sauber hin. Für mich reicht ein einseitiger Anschlag für alles was ich mit der Gitarre machen möchte vollkommen aus. Ich entschied mich also dafür, diese Idee aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Wie oben schon erwähnt suche ich eine hochwertige und solide Lösung. Deshalb möchte ich in meine teure Custom Gitarre ungern einen einfachen, billigen Türriegel reinschrauben, auch wenn diese Lösung preislich natürlich unschlagbar ist. Der Türriegel ist allerdings auch nicht einstellbar, klappert und benötigt relativ viel Platz. Also setzte ich mich an den Rechner und entwickelte das Design für meinen Tremolo Switch.



activate_deactivate.png



Als ich soweit war und ich mir relativ sicher sein konnte, dass das Teil so funktioniert, wie ich es mir vorstellte, stand die Frage im Raum, wo ich einen ersten Prototypen zum Testen fertigen lassen könnte. Mir war klar, dass eine Einzelanfertigung sicher nicht günstig wird, aber mir sollte es das trotzdem wert sein und ich streckte die Fühler nach Möglichkeiten aus. Schlussendlich bekam ich Kontakt zum Vater eines Kollegen, der mir dann die ersten Prototypen in seiner Fräserei hergestellt hat. Der aller erste Entwurf sah noch etwas anders aus und ich stellte fest, dass ich noch ein paar Dinge ändern muss, um alles noch kompakter zu gestalten. Aber als die zweite Version fertig war, war ich richtig happy und erleichtert, dass alles so gut geklappt hat. Die Passungen waren perfekt, nichts klemmte oder hakte und die ersten Tests zeigten auch, dass alles genau so funktioniert, wie ich wollte. Das Teil ist richtig solide, läuft spielfrei, ist hochwertig gefertigt und hält den Belastung locker stand. Auch nach kompletter Entfernung aller Saiten auf einmal, bleibt das Tremolo stabil in seiner Ruhelage - Saitenwechsel so einfach wie mit einer fixed Bridge. :)


Banner (alt).jpg


Ich war richtig begeistert und fing solangsam an, mir Gedanken zu machen, ob eine solche Lösung nicht seinen Platz auf dem Zubehörmarkt finden würde. Man sollte ja meinen, es gibt schon alles, aber die vorhandenen Lösungen waren für mich alle irgendwie nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Ich war mir sicher, dass es da draußen den ein oder anderen geben wird, der Interesse daran haben könnte. Obwohl die Intention beim Entwickeln gar nicht so sehr der spätere Verkauf war, sondern einfach für mich eine schöne Lösung zu finden, wollte ich es der Gitarristenwelt dann auch nicht vorenthalten. Ich postete also ein paar Bilder auf Facebook und auch hier im Board und fragte, was die Leute davon halten, um herauszufinden, wie groß das Interesse ist. Das Feedback war in weiten Teilen auch sehr positiv und die Leute fragten, wo ich es her habe, ob und wo man es kaufen kann...



Kickstarter Kampagne

Zufällig kam gerade zu dieser Zeit eine E-Mail über den Hochschulverteiler rein, mit der Einladung zu einem Gründerworkshop im Herbst letzten Jahres. Ich tauschte mich mit dem Organisator per Mail etwas aus. Zufälligerweise ist er selbst auch Gitarrist und er fand meine Idee gut und perfekt geeignet für den Workshop. Ich war zunächst etwas skeptisch, meldete mich dann aber doch an und ließ es einfach mal auf mich zukommen. Auch wenn ich die Idee wieder verwerfe "ein Unternehmen gründen zu wollen", wird es wohl nicht ganz uninteressant werden, dachte ich. Ich hatte diese Gründermentalität eigentlich auch nie, aber an dieser Stelle möchte ich liebe Grüße und ein großes Dankeschön für die Überzeugungsarbeit an meinen "Mentor" raussenden (wenn er das mal hier lesen sollte) :LOL:. Ohne den Motivationsschub aus dem Workshop würde ich wohl jetzt nicht diesen Text hier verfassen! Ich bin froh, dass ich den Schritt gegangen bin!

Die Idee reifte also solangsam und ich begann mich in das Thema Crowdfunding, Unternehmensgründung, etc. einzulesen und soviel es geht aufzusaugen und aus dem besagten Workshop mitzunehmen. Schlussendlich kam ich zu dem Entschluss, es einfach mal zu probieren. Ich habe ja schließlich nicht viel zu verlieren. Trotzdem habe ich in den letzten Wochen einen enormen Ehrgeiz entwickelt und möchte das Projekt unbedingt realisieren. Ich habe viel Arbeit hineingesteckt, viel Neues gelernt und bin davon überzeugt, dass es klappen kann!


Gerade bin ich dabei, die letzten Vorbereitungen für die Kickstarter Kampagne zu treffen. Wenn alles soweit ist, werde ich den Link dazu hier bekannt machen. Solange könnt ihr euch bei Interesse aber auch schon auf meiner Website weiter informieren.


Tremolo Switch_Banner.png




Noch einmal zusammengefasst:

Tremolos sind geil, aber irgendwie auch nervig.png
Der Tremolo Switch eröffnet neue Möglichkeiten.png



Der Tremolo Switch ist einfach zu bedienen und leicht nachzurüsten:

Trem Cavity_deactivated.png
Trem Cavity_activated.png

Hier sieht man, dass der Tremolo Switch ohne großen Aufwand nachrüstbar ist. Er wird lediglich mit zwei Schrauben im Tremolofach befestigt. Die Bedienung erfolgt über die Rändelmutter und ist kinderleicht. Mit einer kleinen Handbewegung wird der Anschlag aktiviert und deaktiviert. Ich nutze ihn selbst schon seit einem Jahr und bin sehr zufrieden.



Ich sage Danke!

Ich bin für jeden der dieses Projekt in irgendeiner Form unterstützen möchte mehr als dankbar. Und dabei meine ich nicht nur die diejenigen, die in Erwägung ziehen bei Kickstarter mitzumachen und einen Tremolo Switch vorzubestellen, sondern auch alle Anderen, die mir wertvolles Feedback geben, Tipps geben und mich auf Fehler hinweisen. Deshalb wollte ich das Projekt auch hier vorstellen, im Internet bekommt man schließlich das ehrlichste Feedback. ;)

So, ich habe nun viel geschrieben, mehr als vielleicht notwendig für ein reines Bekanntmachen des Projekts (besser gesagt: "Werbetrommel rühren" :ROFLMAO:). Danke an alle die bis hier hin durchgehalten haben! Ich wollte aber auch einfach mal die gesamte Geschichte erzählen und somit eventuell auch den ein oder anderen dazu ermutigen einfach mal zu machen, anzufangen und sich zu trauen; wenn man eine Idee hat, daran zu arbeiten und über sich hinauszuwachsen! Ich bin richtig aufgeregt und sehr gespannt, was in den nächsten Wochen passieren wird. :)

Also haut in die Tasten! Ob Fragen, Anregungen oder schonungslose Kritik: schreibt was ihr denkt! :p



Bleibt gesund!
zappaloni


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Schöne Idee. Erinnert ein wenig an die "Rockinger Black Box". Nur kann man die halt nicht einfach blockieren...
 
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Hi,

mir gefällt das auch gut, allerdings bin ich aus verschiedenen Gründen ein Freund von möglichst vielen Federn am Block. Von daher würde mich interessieren, wie breit das Teil denn ist, denn auf den Bildern kann ich es schlecht einschätzen. Kann man zumindest noch vier Federn verwenden?

Gruß, bagotrix
 
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Ich war gestern Abend schon drauf und dran, zu schreiben "schon wieder das Ding. Hatten wir doch schon abmoderiert als Me-Too-Gedöns". Dann habe ich mir die Fotos angeschaut und war von der Ausführung/Umsetzung sehr angetan. Ich habe hier ein halbes Dutzend aus dem vollen Messingblock gefrästen Tremstopper. Richtig schwer. Einfache Befestigung mit zwei Schrauben. Inbus zum justieren des "Blockers". Nachdem ich die ersten zwei verbaut hatte, hat mich die elende Fummelei mit dem Inbus in der Federkammer wahnsinnig gemacht. Also wieder raus und zum guten alten Buchenholzblöckchen zurück. Deine Lösung hat dieses Problem elegant gelöst und schafft auch ordentlich Gewicht an die kritische Stelle. Aber: Mit geplanten 80 euro bist Du halt voll im Tremolo-No-Preisrahmen drin. Das wird wahrscheinlich nicht einfach sein. Trotzdem: Ich finde es gut und ich würde es mal vertesten.

Zur Not würde ich von vier weichen Fender-Federn auf zwei Heavy-Duty FU-Tones gehen, um den Platz zu erhalten. Da bin ich jetzt nicht dogmatisch.
 
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ThisErik
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Für mich stellt sich die Frage wo denn nun da von Blockierung die Rede sein soll.
Eigentlich verhindert das Teil doch nur, dass z.B. beim Hand auflegen oder halt das Tremolo ziehen verhindert wird, nur
wozu soll das gut sein? Ich mag auch mehr Federn drin, da ist dann sowas wie Verstimmung per handauflage keine Thema.
Bei 4 Federn siehts aber so aus, wenn die noch reinpassen dass die Rändelschraube eher schlecht bedienbar sein wird.

Also Fazit, wozu soll das gut sein ausser für die ´Handballen-draufdrückfraktion...?
 
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ThisErik
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Man beachte die genaue Aussage in meinem Post..
Kannst Du mit dem Teil montiert noch Dives machen? Ja.
Gibt das Tremolo leicht nach, wenn du eine Saite ziehst (kann relevant sein für 2.gegriffenen Ton) ? Ja.

Ergo..das Tremolo ist nicht wirklich blockiert sondern hat nur einen Anschlag und man kann nicht mehr nach "oben" ziehen.
Schau Dir doch die letzten beiden Bilder aus Post 1 an wenns montiert ist.
 
murle1
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...das Tremolo ist nicht wirklich blockiert sondern hat nur einen Anschlag und man kann nicht mehr nach "oben" ziehen.
Schau Dir doch die letzten beiden Bilder aus Post 1 an wenns montiert ist.
Dann schau Du doch auch richtig hin: Dieses Teil, ob ich es nun gut finde oder nicht - drückt gegen den Tremblock, und damit auch die Tremgrundplatte auf die Decke. Damit ist weder Bewegung nach "oben" und auch nicht nach "unten" möglich. Allerdings würde bei einem schwebenden Trem, dieses dann nach unten drücken, und damit die Gitarre verstimmen...? Allerdings wird es wohl kaum mitten im Song oder Auftritt nötig sein?
 
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Hi Leute,
Vielen Dank schonmal für eure Fragen und Anmerkungen!
Ich versuche mal alles der Reihe nach durchzugehen.

...Erinnert ein wenig an die "Rockinger Black Box"...
Danke Darkdonald. Die Black Box ist für einen etwas anderen Anwendungsfall gedacht. Bei der Black Box geht es um eine Stabilisierung des Tremolos. Richtig "blockieren" geht damit nicht. Man kann die Black Box vielleicht so stark vorspannen, dass es Möglich wäre auf ein Drop Tuning zu gehen, aber für mich hätte dies zu viele Nachteile gegenüber einer echten Blockierung bzw. eines echten Anschlages.

Mit dem Tremolo Switch möchte ich explizit einen deaktivierten Anschlag haben, damit ich bei Nichtgebrauch, sprich im Standard Tunings, nichts davon spüre. Mir ist es wichtig, dass das Trem leichtgängig bleibt um beispielsweise das Tremolo zum flattern bringen zu können.

...wie breit das Teil denn ist, denn auf den Bildern kann ich es schlecht einschätzen. Kann man zumindest noch vier Federn verwenden?

Hallo Bagotrix. Du hast einen berechtigten Einwand. Ich habe es zwar ausgemessen aber selbst noch nicht mit 4 Federn getestet, weil ich generell ein 2-Feder-Setup vorziehe und auch nur zwei Tremolo Gitarren habe. Aber du hast Recht: Ich muss die Tatsache, dass 4 Federn funktionieren besser herausstellen und am besten auch klar bildlich darstellen. Deshalb habe ich in meine JP-7 gerade mal noch ein Federpaar eingebaut:

IMG_20210624_155036.jpg


IMG_20210624_155017.jpg


Ich hoffe man erkennt, dass die Federn problemlos reinpassen. Und das die Bedienung wenig beeinträchtigt wird. Natürlich merkt man die Federn etwas an den Fingerkuppen, aber es ist nicht so, dass man sie erstmal aus dem Weg drücken müsste.

IMG_20210624_155113.jpg


Hier noch mal ein Bild, welches zeigt, dass der Tremolo Switch nicht über das Tremolo Fach hinausragt.
Die genauen Maße sind: 12mm in der Breite, 46mm in der Länge und 15mm in der Höhe.


...Tremstopper. Richtig schwer....hat mich die elende Fummelei mit dem Inbus in der Federkammer wahnsinnig gemacht....Aber: Mit geplanten 80 euro bist Du halt voll im Tremolo-No-Preisrahmen drin. Das wird wahrscheinlich nicht einfach sein...

Danke für deinen Kommentar! Genau das stört mich an den Tremstoppern. Für einen dauerhaften Anschlag sind sie sicherlich gut zu gebrauchen, aber man kann ihn halt nicht so einfach deaktivieren. Der Tremolo Switch wiegt übrigens genau 36,5 gramm und wird aus dem vollen gefräst. Er besteht offensichtlich zum größten Teil aus Messing, die Verriegelung im Inneren aus V2A Edelstahl, ebenso die Rändelmutter.
Der Preis ist noch nicht entgültig. Da muss ich nochmal genau rechnen und schauen, wieviel Spielraum ich noch habe. Aber im Bereich 70 - 80 € werd ich wohl landen. Dafür wird alles von mir händig zusammengebaut und mit viel Liebe verpackt und versendet. :)

...Frage wo denn nun da von Blockierung die Rede sein soll. Eigentlich verhindert das Teil doch nur, dass z.B. beim Hand auflegen oder halt das Tremolo ziehen verhindert wird, nur
wozu soll das gut sein?...

Danke für deinen Einwand. Ich gebe dir Recht: Um eine vollständige Blockierung handelt es sich selbstverständlich nicht. Ich hoffe aus meinen obigen Antworten wird nochmal deutlicher, was der Anwendungszweck von dem Teil sein soll. Vielleicht muss ich noch ein wenig an der Kommunikation arbeiten, um solche Missverständnisse nicht aufkommen zu lassen. Danke für das Feedback!
Beitrag automatisch zusammengefügt:

...drückt gegen den Tremblock, und damit auch die Tremgrundplatte auf die Decke. Damit ist weder Bewegung nach "oben" und auch nicht nach "unten" möglich. Allerdings würde bei einem schwebenden Trem, dieses dann nach unten drücken, und damit die Gitarre verstimmen...?...

Der Anschlag des Tremolo Switches soll den Tremoloblock idealerweise in keinster Weise bewegen, wenn er aktiviert wird, sondern ihn gerade so berühren. Erst wenn man die E-Saite zum droppen runterstimmt, wirkt die Differenz aus der nun schwächeren Saitenkraft und der gleichbleibenden Federkraft auf den Anschlag. Den Tremolohebel kann man weiterhin nach unten drücken ("diven"). Aber man hat eben den Vorteil, dass man Drop Tunings nutzen kann, ohne dass das veränderte Kräftegleichgewicht die komplette Einstellung des Tremolos ruiniert.
 
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Dann schau Du doch auch richtig hin: Dieses Teil...
Hä? ich geb mal deinen Rat direkt an dich zurück, schau selbst nochmal genau hin @murle1 , wie gesagt die letzten beiden Bilder aus Post 1.

Dann überlege und wir reden nochmal drüber...
 
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Hey, bitte bleibt sachlich.

Wenn noch fragen zur Funktionsweise und zum Anwendungszweck offen sind, dann fragt bitte nochmal nach. Ich möchte mich bemühen, dass keine Missverständnisse aufkommen.

@ThisErik Es ist vollkommen OK, wenn du mit dem Teil nichts anfangen kannst. Aber bitte häng dich nicht so sehr an der Formulierung, ob das Tremolo nun geblockt ist oder nur vom Anschlag in seiner Bewegung eingeschränkt wird, auf.


Ein Satz bringt es, denke ich, auf den Punkt:

"Mit dem Tremolo Switch kannst du dein floating Tremolo in sekundenschnelle in ein aufliegendes Vintage Tremolo (dive only) verwandeln."
 
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Ich glaube auch, dass man hier nicht in semantische Gefilde abschweifen muss. Ein Tremstopper ist im üblichen Sprachgebrauch ein "Dingens", welches ein Vibratosystem auf "dive only" stellt. Dann gibt es andere "Dingers", mit denen kann man Vibratos auch arretieren. Aber streiten sollten wir darüber nicht. Alles cool.
 
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@zappaloni... Da muss ich mir eigentlich nix vorwerfen lassen. Meine Posts waren ausschliesslich von Sachlichkeit geprägt.

Wieso sollte ich mich also an was hängen? Meiner meinung nach hat sich Rainer nur in die Funktionsweise falsch interpretiert.
Meinte also ich sollte genau hinschauen und den Rat gab ich ihm zurück, weil ich meine er irrt sich in seiner Augenschau .
Das halte ich nicht nur für legitim sondern den eigentlichen Zweck von technischem Austausch in Foren und begrüssenswert.
Wenn ich mich irre, freue ich mich auch auf Hinweise.

Ich denke Du überinterpretierst da womöglich eine Spannung rein wo aber keine vorhanden ist, manche bevorzugen halt kurz und knapp.

Zu deinem Produkt noch, ich habe da jetzt direkt keine Verwendung, sehe aber dass es z.B. bei Dropped Tunings durchaus hilfreich sein könnte,
eben weil es halt ein Anschlag ist der aber schnell auch wieder ausgesetzt werden kann.
 
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Damit könnte das Thema "Dive noch möglich, oder nicht" dann ja nun hinreichend geklärt sein.

Sonst verwässert das ja nur den Thread. Danke! :)

LG, der Pie
:)
 
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[...] Das halte ich nicht nur für legitim sondern den eigentlichen Zweck von technischem Austausch in Foren und begrüssenswert. [...]

Natürlich liegt es auch in meinem Interesse, dass die Funktionsweise meiner Erfindung hier richtig dargestellt und verstanden wird.

Die aufkommenden Missverständnisse wollte ich mit meiner Antwort heute Mittag ausräumen. Ich war leider einen Ticken zu spät dran, denn deine zweite Antwort und Murles Beitrag kamen genau in dem Zeitraum als ich eben jene Antwort verfasst habe. Zu Murles Aussage habe ich daraufhin nochmal seperat Stellung bezogen.


Zu deinem Produkt noch, ich habe da jetzt direkt keine Verwendung, sehe aber dass es z.B. bei Dropped Tunings durchaus hilfreich sein könnte,
eben weil es halt ein Anschlag ist der aber schnell auch wieder ausgesetzt werden kann.

Danke dir! Und nichts für ungut, ich wollte hier nur gerne eine persönliche Auseinandersetzung vermeiden. Danke für dein Bemühen, die Funktionsweise richtig zu stellen!
 
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...und ganau das wurde ja schon im ersten Beitrag erwähnt:

Ein einfacher Grendelriegel im Tremolofach erfüllt im Grunde die Anforderung an einen flexibel aktivierbaren Anschlag zum schnellen Blockieren des Tremolos.

Deshalb möchte ich in meine teure Custom Gitarre ungern einen einfachen, billigen Türriegel reinschrauben, auch wenn diese Lösung preislich natürlich unschlagbar ist. Der Türriegel ist allerdings auch nicht einstellbar, klappert und benötigt relativ viel Platz.
 
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Ein ähnliches System gibts ja bereits eine Weile. Habs daheim herumfliegen, aber aufgrund anderer Prioritäten noch nicht ausprobiert. Die hier vorgestellte Variante kann sicherlich deutlich bei “ease & speed of use“ punkten. Würde ich das Vierfache bezahlen? Wahrscheinlich schon.
 
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