Garage zum Aufnahmeraum

von tfoal, 24.01.08.

  1. tfoal

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    Erstellt: 24.01.08   #1
    Hallo,

    ich möchte mir in nächster Zeit eine Garage auf unserem Grundstück mieten und zum Aufnahmeraum umfunktionieren.
    Die Aufteilung habe ich mir folgendermaßen vorgestellt:

    [​IMG]

    Hier noch ein Bodenquerschnitt vom Aufnahmeraum:

    [​IMG]

    Was haltet ihr davon?
    Aus welchem bzw. welchen Materialien würdet ihr die Trennwand bauen und die Außenwände dämmen?

    Grüße,
    Tfoal
     
  2. Funkateer

    Funkateer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #2
    ...Aufnahme- und Regieraum werden wirksam nur durch zwei Raum-in-Raum-Konstrutionen akustisch voneinander getrennt. Eine 'Trennwand' wie du dir das vorstellst --> sinnlos. Hörst du alles durch. Stichwort 'Körperschall'.

    Dasselbe gilt für die Außenwände. Akustisch zu trennen nur durch Raum in Raum. Nur was draufpappen...ääääää. - Aber das Thema hatten wir schon.

    Zum Boden: 2 Schichten Trittschallmatten -zu den Wänden hin auch eine schicht. drauf schwimmender Estrich. Dann Parkett.-Fest mit Untergrund verkleben. Kein Teppich! Ziel: Schallharter boden. Flexibilität durch 'Bettvorleger'.
    Jeder der 2 Räume braucht seinen eigenen Boden.

    Deine Palettenkonstruktion ist sinnlos. - Was soll die bringen?`
    Jede feste Verbindung überträgt schall. Dagegen hilft eine Masse-Feder-Konstruktion. Feder: Trittschallmatten. Masse: Estrich
     
  3. tfoal

    tfoal Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #3
    Ich habe vor kurzem mit einem Freund von mir gesprochen, der Studiobesitzer ist.
    Er meinte, das sein Aufnahmeraum nur auf Sylomer liegt. für 40m² Bodenfläche haben sie nur 1,5m² Sylomer gebraucht. Deshalb meinte er, dass es wahrscheinlich ausreichen würde, wenn ich Gummimatten drunterlege. Und mit Europaletten zu arbeiten kann auch helfen. Das gleiche hat mir eine Firma gesagt, die Schwingungsdämpfer herstellt.

    Die Wände werden natürlich auch noch gedämmt (Glaswolle, Weichfasermatten, Gipskarton, Noppenschaum, ...)
    Die Trennwand wird wahrscheinlich relativ dick werden. Vielleicht sogar mit 2 Schichten Gipskarton und Trennwandplatten.

    Danke für den Tip mit dem Estrich, aber das kann ich hier nicht machen, weil das nur eine Mietgarage ist. Nachher hab ich das Ganze zeug dann auf dem Boden und muss bei meinem Auszug wieder abschlagen. Wäre zuviel Aufwand.
     
  4. Funkateer

    Funkateer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.08   #4
    Aber in deiner Skizze der Konstruktion ist alles ziemlich wirkungslos geplant.
    Du hast praktisch Feder drauf ein bissl Masse drüber wieder Feder und da drauf wenig Masse. Das klappt so nicht.

    So hätts mehr sinn: Sylomer ist gut als Basis. (Besser 2 schichten) Und da drauf kannst du als günstigere Lösung 2-3- Schichten richtig schwere miteinander verschraubte Holzplatten legen und da dann da (mittelgünstiges) Parkett drauf. (schön mit den Platten verkleben).
    Sowas ist eine wirksame Masse-Feder-Konstruktion.

    Und die Paletten sind auch insofern eher unklug, als Raumhöhe akustisch ziemlich wertvoll ist.


    Es hört sich ja dick an, isses aber nicht, wenns nur eine Trennwand gibt. vor allem tieffrequenter schall geht da immer noch ohne probleme durch.

    Und zum Thema Noppenschaum, gibts eh schon hunderte Threads.
    Die Akustik des Aufnahmeraums sollte nicht dumpf sondern durchdacht sein. Mit Breitbandabsorbern, Plattenschwingern und Diffusoren kann man erreichen was man will. Aber gezielt und nicht alles damit vollgestopft.
     
  5. tfoal

    tfoal Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.08   #5
    Ich habe jetzt bei der SAE gesehen, dass man den Boden auch anders dammen kann:

    Neopren -> Holzlatten (10 x 5 cm) -> Glaswolle (zwischen den Holzlatten) -> oben drauf 2 Schichten Sperrholz oder OSB-Platte

    Die Wände werde ich dann wahrscheinlich mit einem Trockenbaugerüst bauen (1-2cm von der Garagenwand entfernt) und dann verschiedene Schichten ausprobieren müssen (Gipskarton, Dämmwolle, Weichfasermatten, Holz,...)

    Würde es eigentlich auch funktionieren, wenn man eine Trennwand so dick wie 2 oder 3 Trennwände macht? Also könnte mir das vielleicht dabei helfen, eine zweite raum-in-raum Konstruktion für die Regie
    nicht bauen zu müssen?

    Mein Problem wird auch noch sein, dass ich den ganzen Raum nicht auf einem Mal bauen kan, weil mir dazu einfach die finanziellen Mittel fehlen.
     
  6. Funkateer

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    Erstellt: 25.01.08   #6
    Hilft nur bedingt. Ich geb dir ein ganz einfaches Beispiel. Nimm 10-15 cm dicke Mineralwolle. Und dann nimm 20-30 cm dicke Mineralwolle. Bei geicher Dichte wirst du ca. die gleiche Absorption erreichen. Das liegt daran, dass nur bis in eine gewisse Tiefe des Materials Energie entzogen werden kann. Daher nützt es nix mehr, wenns dicker ist.

    Sogar solide feste dicke Ziegelwände übertragen Schall.

    Wie ich's dir schon gesagt habe, zur Aufnahme ist eine Regie nicht notwendig. Wenn du eh wo anders mischst, dann lass sie doch weg und investier das Geld lieber in den Raum, in dem du mischst.
    Aber es kann dich eh keiner zwingen, keine extra Regie zu bauen und dafür Geld rauszuwerfen.

    Noch zum Thema Bodenkonstruktionen: Im Prinzip ist alles mögliche denkbar. Du musst dir nur klar darüber sein, wie sie funktionieren soll. Und das ist, das bereits zum erbrechen oft erwähnte, Masse-Feder Prinzip. Das ist mit unterschielichsten Materialien verwirklichbar. Der Unterschied liegt dann halt im Wirkungsgrad.
    (Du könntest natürlich auch nur auf Masse, Masse und noch mehr Masse setzen. Dann wirst du aber einen Atombunker bauen.)
     
  7. tfoal

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    Erstellt: 27.01.08   #7
    Okay, hier mal zwischendurch mein neuer Entwurf für die Garage:

    [​IMG]

    Ich werde Vorsatzschalen mit Glaswolle ein paar cm von der Wand entfernt aufstellen und diese mit 2 Lagen Gipskarton (Regie nur eine Lage) von innen verkleiden.
    Metallgestell (50mm Stärke) -> 40mm Glaswolle -> 2 Lagen Gipskarton
    Diese Wände setzen auf dem Boden des Aufnahmeraum bzw der Regie auf.
    Der Boden besteht aus mit Glaswolle gefüllten Paletten, die auf Neopren-Stücken stehen. Oben drauf kommen ein bis 2 Schichten OSB- oder Sperrholzplatte. Dadrüber wahrscheinlich noch Auslegware oder Teppich gegen "Schlagzeugrutschen".
    Jeder Raum bekommt eine Tür, die ebenfalls mit Glaswolle gedämmt wird.
    Zwischen den Räumen werde ich 5-10 cm Luft lassen. Jeder Raum bekommt ein Sichtfenster zur Kommunikation.
    Die Regie hat abgeschrägte Ecken, welche zur Akustikverbesserung dienen sollen.
    Die Couch soll, neben ihrer eigentlichen Funktion, auch als Bassfalle dienen.
    Vielleicht werde ich das Eingangstor auch noch mit Glaswolle bestücken.

    Hat jemand von euch vielleicht noch einen Tip für die Decken-konstruktion?
    Vielleicht sogar eine, wo Licht mit vorkommt?

    Liebe Grüße,
    Tfoal
     
  8. Funkateer

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    Erstellt: 27.01.08   #8
    Die Decke muss natürlich in die Gesamtkonstruktion der Vorsatzschale miteinbezogen werden.

    Mir scheint so, als ob du denkst, die ganze Dämmproblematik lässt sich durch Glaswolleschichten da und noch mehr Glaswolleschichten dort lösen...
    Aber das Konzept geht nur im Zusammenhang mit akustischer Entkoppelung auf.
    Und das scheinst du einfach nicht durchschaut zu haben und wohl auch nicht durchschauen zu wollen.

    Du willst überall starre Verbindungen bauen und dann alles im Glaswolle ausstopfen.

    Du darfst z.B. die Vorsatzschale mit keiner einzigen Schraube oder sonst was fix mit der Originalwand verbinden! - Ist dir das z.b. klar?

    Ich weiß ja nicht, wer dir diesen Pallettenschwachsinn eingeredet hat (ja, irgendein verkäufer, ich weiß schon), aber solche Palletten (die starr verbinden) am Boden dann mit Glaswolle zu füllen... du willst doch nicht wärmedämmen.

    Du kannst Glaswolle auslegen und da einen schwimmenden Boden (also Platten) drauf verlegen. Das is wiederum sinnvoll. (Masse-Platten. Feder-Glaswolle)
     
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