Gebrauchte Fender. Kaufen oder nicht?

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mr.twister

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Hi Leute,

ich spiele jetzt seit fast 6 Monaten Gitarre. Ich habe mir meine Gitarre in der Musikschule, auf die ich gehe, ausgeliehen. Jetzt muss ich sie ja bald wieder abgeben und weiß natürlich nicht welche Gitarre ich mir holen soll. Der Kumpel von meinem Musiklehrer will seine Strat von Fender verkaufen. Er will 400€ für die Gitarre haben. Mein Lehrer meinte das ist wie schon gesagt ne Fender und zwar ne 70iger Mexica oder wie man dazu sagt. Ich habe mal bei Thomann.de nachgeschaut, die Mexican Strats von Fender also die aus den 70igern fangen erst bei 650€ oder so an. Sollte ich die Gitarre kaufen, oder mir lieber eine neue bestellen?
Achso ich werde sie vorher natürlich mal spielen, das ist klar.

mfg Mr.Twister
 
doesofskaipod

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Hallo,

Ich würde an deiner Stelle die Gitarre mal angucken und anspielen. Denn wenn du von der begeistert bist und mit der weiterspielst hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Und wenn du nicht mit zufrieden bist hast du immerhin nochmal eine Gitarre mehr gespielt und wieder einen etwas größeren Erfahrungswert, welche Gitarren dir liegen und welche nicht.

Einfach mal spielen und dann entscheiden :great:

MfG
 
Sephris

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Naja du gibst dir selber die Antwort...
Das wichtigste ist erst mal selber anzuspielen, dann entscheidest du.

Einen weiteren Rat habe ich allerdings noch:
Da du Anfänger bist, wäre es ratsam, in einen Musikladen zu gehen und dich beraten zu lassen. Es kommt nicht selten vor, dass man zwar mit einer Vorstellung in ein Geschäft reingeht, dann aber (mit einer entsprechend guten Beratung natürlich) doch entdeckt, dass das Optimum für einen selber was anderes ist.
Vielleicht gefällt dir auch eine Gibson/Epiphone oder sogar eine Ibanez?


Gruß,
Sephris
 
Miles Smiles

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die Mexican Strats von Fender also die aus den 70igern fangen erst bei 650€ oder so an. Sollte ich die Gitarre kaufen, oder mir lieber eine neue bestellen?
Gemeint ist der Nachbau einer Fender Stratocaster, wie sie in den 1970ern gebaut worden ist. Warum diese Gitarre um bis zu 150 € mehr kostet als die Standard Stratocaster ist mir nicht ganz klar. Zudem muss man sagen, dass diese Gitarren mit einer 3-Punkt-Halsverschraubung kommen, die ich persönlich liebe, allerdings haben viele gehört, dass diese schlecht sei und das drückt beim Weiterverkauf den Preis. Was aber nur für viele aus den 70ern stammenden Originale stimmt, weil diese damals in der Zeit als Fender CBS gehörte, auf ausgeleierten Maschinen gemacht worden sind und ein Spiel zwischen Hals und Korpus, bei einer 3-Punkt-Verschraubung ungute Auswirkungen hat, sprich der Hals sitzt nicht fest. Bei den heutigen Replicen ist das ziemlich sicher kein Problem, und bei meinen alten Gitarren von G&L ganz sicher nicht. ;)

Ich würde dir dringend anraten, in ein Musikgeschäft zu gehen und dort die verschiedensten Gitarren anzuspielen. Vielleicht willst du ja gar keine Stratocaster sondern eine Telecaster oder Les Paul, oder sonst irgendwas. Aber bitte nicht erst im Laden ausprobieren und dann Online bestellen! Die Preise sind in Musikgeschäften durchaus verhandelbar ein Hinweis auf die Online-Preise reicht meistens und einen etwas höheren Preis sollte man aber durchaus in Kauf nehmen, immerhin kann man dort ausprobieren udn bei Problemen oder Garantieansprüchen sofort Unterstützung in Anspruch nehmen.

Prinzipiell ist Gebrauchtkauf eine gute Sache und ich kaufe nur mehr so, allerdings sollte man sich da gut auskennen oder jemanden kennen, der das tut. Das wäre in deinem Fall durch deinen Gitarrenlehrer gegeben. Bei deinem Angebot, ist die Frage ob dir die riesige Kopfplatte gefällt, oder auch die Farbe. Bei einem Neukauf kannst du dir alles selbst aussuchen und eine Stratocaster auf der Fender steht, gibt es aus Mexico schon um 500 € neu, z.B. diese, für meinen Geschmack sehr gut aussehende 50 Classic:
54400_800.jpg
 
Saitenstechen

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Leider ist der Tipp, einfach in das nächste Musikgeschäft zu gehen um dort ordentliche Gitarren anspielen zu können, zu pauschal gehalten. Wenn du in meiner Region in ein Musikgeschäft gehst, dann hast du:

1. keine Auswahl und

2. sehr viel Schrott im Regal stehen!

Fahre ich allerdings ein paar Kilometer (z.B. zu Musik Schmidt nach Frankfurt), kann ich unzählige hochwertige Gitarren antesten. Nicht jeder hat eben die Gelegenheit, in einem wirklich guten und vertrauenswürdigen Musikgeschäft Erfahrungen sammeln zu dürfen. Von daher entwickelte sich (durch das neue Fernabsatzgesetz) der Onlinekauf zu einer guten Alternative. Auch ich, wie schon einmal hier geschrieben, setze mich zuerst in der Theorie damit auseinander, welche Gitarre meinen Anforderungen entsprechen könnte. Zur ersten Bewertung dienen die blanken Daten und Soundfiles aus dem Internet. Sagt mir eine Gitarre ernsthaft zu, bestelle ich diese risikolos und teste sie entsprechend an. Bei Nichtgefallen (was bisher bei mir noch nicht vorkam) geht sie an den Onlinehändler zurück. Allerdings prüfe ich auch unzählige Angebote bis zu einem halben Jahr, bevor ich mich für eine Gitarre entscheide. Vielleicht bringt dieser Weg nicht den Erfahrungsschatz mit sich, der durch das tatsächliche Anspielen von unzähligen Gitarren entsteht. Jedoch muss ich sagen, dass ich mit meiner Vorgehensweise bisher immer gute Erfahrungen gemacht habe. Ja, ja, ich bin auch eher ein Kopfmensch. :rolleyes:

Aber zum Thema zurück: Eine gebrauchte Fender aus Mexico, für 400,- Euro, ist kein Schnäppchen, sondern der normale Gebrauchtwert (so wie die Gitarren z.B. bei ebay verkauft werden). Von daher ist es keine besondere "Gelegenheit" und du mußt dich keinem "Kaufdruck" aussetzen. Sagt dir die Gitarre jedoch (nach dem Anspielen) zu, machst du mit Sicherheit auch nichts falsch. Wie meine Vorredner schon schrieben, kannst du dir Zeit lassen und auch andere Gitarren in Augenschein nehmen (sofern eben möglich).

Gruß

Andreas
 
Big A

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Schließ mich den anderen an, ich würd aber auf alle Fälle was Klang und Verarbeitung angeht auch deinen Lehrer mal das Teil anspielen lassen oder vielleicht hat er die Gitarre schon gespielt. Durch seine Erfahrung kann er sicher besser beurteilen ob die Gitarre ihr Geld wert ist ...
 
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Benjey

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"normale" Mexico-Strats gehen u.a. bei Quoka.de und ebay.de auch für 280-340€ weg.

Ich weiß zwar nicht, was an der 70's Ausführung besser/schlechter sein soll, aber günstiger gehts meistens :great:
 
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mr.twister

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Danke Leute für die vielen Antworten und Tipps und tschuldigung das ich erst so spät antworte. Also ich habe die Gitare jetzt bei mir zu Hause hängen (nur ausgeliehen). Was mir aufgefallen ist, ist, dass sie keine Orginal Bestückung von den Single Coils hat. Also sie hat 2 Single Coils von Noise (glaube ich) und einen Hubucker, weiß aber nicht von welcher Firma, die Schrift auf dem Humbcker ist schon ab. Ansonsten gefällt mir die Gitarre sehr gut und die hört sich auch gut an.
Hier noch ein paar Bilder von der Gitarre:

http://willy-may.html-ag.wvs-berlin.de/IMG_0432.jpg
http://willy-may.html-ag.wvs-berlin.de/IMG_0435.jpg
http://willy-may.html-ag.wvs-berlin.de/IMG_0436.jpg

Aso, zu Big A, die Gitarre will der Kumpel von meinem Musiklehrer verkaufen. Deswegen weiß ich nicht ob ich da so hinhören soll. Er kann mir mit seinen 15 Jahren Erfahrung natürlich auch irgendwas vormachen. Ok zugegebenermaßen, so ein volltrop bin ich auch nich aber ich weiß nich ob ich ihm trauen soll, auch wenn er mein Musiklehrer ist^^
mfg
 
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Butzenqualm

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Wie es ausschaut sind die Neck und Middle Pickups Fender Noisless, bei denen sich der Schriftzug langsam auflöst. ;)
Der Gutste scheint hinten die Tremolo Abdeckung verkürzt haben um die Saiten schneller wechseln zu können
Der Steg Pickup ist ein Seymour Duncan, aber den erkennt man leider nicht so einfach. Könnt z.B. der PAF 59 im Single-Coil Format sein, aber auch der Jeff Beck Junior. Frag mal nach was er da eingebaut hat. ;)
Zwar sind die Pickups hochwertiger als bei der Serie, aber mach dir keinen Stress und erkundige dich mal bei dem Typen was er da alles genau gemacht hat.
Vorher solltest du meiner Meinung nach nicht zuschlagen.
 
Miles Smiles

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aber ich weiß nich ob ich ihm trauen soll, auch wenn er mein Musiklehrer ist^^
Also, wenn du Angst haben musst, dass er dich betrügen will, dann solltest du da garn nicht mehr zum Unterricht hingehen. Ich hoffe schon für dich, dass er seiner Verantwortung bewusst ist, und dir nicht eine Gitarre vermitteln wird, von der er weiß, dass sie Schrott ist. Ich gehe sogar davon aus, dass es so ist. :)

Das wichtigste ist, dass dir die Gitarre gut in der Hand liegt und dir eine Strat und auch in dieser Aufmachung gefällt. Dass du den Klang auch recht gut findest, ist relativ klar und ein weiterer natürlich nicht unwesentlicher Bonus.

Unter dem Gesichtspunkt, dass du nicht die Katze im Sack kaufen musst, dein Gitarrenlehrer in gewisser Weise moralisch verpflichtet ist, dir bei Problemen mit dem Teil zu helfen und auch da bessere Tonabnehmer nachgerüstet worden sind, finde ich den Preis auch akzeptabel. Was nicht heißt, dass du vielleicht einmal 350 € vorschlagen solltest und/oder nachfragen, was mit den originalen Tonabnehmern so passiert ist, aber nur wenn du Spaß am Handeln hast, wenn es dir unangenehm wäre, dann lass es und zahl die 400. :)

Das einzige Manko, das ich von der Ferne sehen kann, ist dieser auffällige mittlere Korpusteil, allerdings sieht man es offenbar nur von vorne. Die Rückseite passt wieder recht gut zu den beiden anderen Hälften. Vielleicht ist auch nur auf dem einen Foto so stark zu sehen und in Wirklichkeit sieht's ganz anders aus, aber das ist rein optisch.
 
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mr.twister

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@Miles Smiles:
Also das sieht nicht nur auf de Foto so aus, diese 3 Teile sieht man auch in echt sehr stark.
Die Strats von Fender aus den 70igern hatten doch alle einen 3-teiligen Korpus oder?
Ist das schlimm wenn man das so stark sieht?

Achso, wenn ich spiele bzw. nicht spiele und die Gitarre an den Verstärker angeschlossen habe und sie nicht berühre, dann macht die ein echt hässliges Rauschen. Wenn ich dann spielen will und die Saiten berühre, dann kommt so ein richtig nerviges Knacken.
Ich war im Musikladen und die meinten da das würde an der Abschirmung der Gitarre liegen.
Kann das sein? Und wie viel würde es kosten noch einmal die Elektronik zu überarbeiten?

mfg
 
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Also das sieht nicht nur auf de Foto so aus, diese 3 Teile sieht man auch in echt sehr stark.
Die Strats von Fender aus den 70igern hatten doch alle einen 3-teiligen Korpus oder?
Ist das schlimm wenn man das so stark sieht?
Die Gitarren haben je nach Preisklasse auch heute noch Korpi, die aus mehreren Teilen bestehen. Aber bei transparenter Lackierung nimmt man günstigerweise seit jeher nur solche, wo das nicht so auffällt. Kann natürlich sein, dass der mittlere Teil über die Zeit mehr nachgedunkelt hat, was nicht so leicht passieren kann, wenn alle Teile aus demselben Stamm sind.
Kommt darauf an, ob es einen selbst stört oder nicht. Prinzipiell ist es natürlich nicht schlimmt. ;)
Achso, wenn ich spiele bzw. nicht spiele und die Gitarre an den Verstärker angeschlossen habe und sie nicht berühre, dann macht die ein echt hässliges Rauschen. Wenn ich dann spielen will und die Saiten berühre, dann kommt so ein richtig nerviges Knacken.
Ich war im Musikladen und die meinten da das würde an der Abschirmung der Gitarre liegen.
Kann das sein? Und wie viel würde es kosten noch einmal die Elektronik zu überarbeiten?
Wenn du die Saiten anfasst und es hört auf, dann ist das ein Zeichen dafür, dass zumindest die Saitenerdung intakt ist. Das Hauptproblem ist da wohl deine "strahlende" Umgebung und ob das durch Maßnahmen an der Elektronik geregelt werden kann, kann ich so nicht beurteilen.
Wenn das auch mit dem Stegtonabnehmer so ist, mit deiner anderen Gitarre aber überhaupt nicht, dann liegt die Vermutung aber nahe, dass das Problem doch an der Elektronik liegt und behoben werden müsste und zwar von dem, der sie der verkaufen will.
 
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mr.twister

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Cool. Danke erst mal für die Antworten. Ich werde am Montag bevor ich Unterricht habe, nochmal zum Gitarrenbauer gehen und mal fragen woran das genau liegt.

mfg
 
My_Friend_Jack

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Wenn ich mir die Gitarre so ansehe, in Betracht ziehe, dass sie gebraucht ist, die verschieden hellen Stellen am Korpus wirklich nicht gut aussehen, und auch noch ein kleines Problemchen mit der Elektronik vorliegt, bleibt mir nur zu sagen:

Die Gitarre ist wirklich kein Must-Have & ein Schnäppchen ist sie auch nicht wirklich.
Ich würd's sein lassen...
 

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