Liebe Akkordeonisten (m/w/d

),
hier hat sich zwar schon ein halbes Jahr lang nichts mehr getan, aber weil hier u. a. die Hohner Ventura besprochen wurde, hole ich dieses Thema aus (für mich) aktuellem Anlass wieder nach vorne.
Meine ersten Akkordeon-Gehversuche habe ich als 9-Jähriger mit einer Hohner Student 40 gemacht. Als das Instrument zu klein wurde, haben mir meine Eltern eine gebrauchte Lucia IV P gekauft. Das Instrument war technisch in Ordnung, aber sehr "bespielt", optisch bei Weitem nicht mehr taufrisch (verbeultes Diskantverdeck usw.), hat aber jahrzehntelang seinen Dienst getan. Im Laufe der Jahre wurde der Wunsch nach einem neuen (oder neueren gebrauchten) Akkordeon größer. Man schaut sich um, macht sich schlau, probiert aus - und scheitert am Geld. Bei meinem kürzlichen runden Geburtstag dache ich mir "jetzt oder nie" und seit Kurzem bin ich glücklicher Besitzer einer Hohner Ventura IV 96 M "Black Motion".
Wenn man wie ich, viele Jahre mit einer relativ abgenudelten Lucia gespielt hat, ist man mit einem neueren Instrument vermutlich relativ leicht zu beeindrucken. Mag sein. Mir gefällt sie jedenfalls sehr, sehr gut. Das nicht zu flach gestimmte Doppeltremolo begeistert mich total und verschafft mir eine bisher nicht gekannte Präsenz, wenn ich ab und zu mal mit meinen Blasmusikkollegen musiziere. Klanglich habe ich absolut nichts auszusetzen. Der schlichte, schwarze Look der "Black Motion"-Serie hat mich auch sofort angesprochen. Ich bin mit meiner Ventura also rundum glücklich. Lediglich an eines muss ich mich noch gewöhnen: Verglichen mit der Lucia lassen sich die Bassknöpfe bei der Ventura meiner Ansicht nach etwas zu tief drücken, was den positiven Gesamteindruck aber nicht schmälert.
Dies hier festzuhalten war mir wichtig weil ich den Eindruck hatte, dass die Ventura im vorangegangenen Austausch teilweise in einem zu ungünstigen Licht erscheint. Ich würde in dieser Preisklasse und Größenordnung eine Empfehlung für die Ventura aussprechen.
Viele Grüße!