Gegriffene Töne zu hoch. Warum?

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Alagopex
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Guten Tag,

Nachdem ich nun diverse Jahre lang Akustikgitarre gespielt habe, habe ich mir von meinem Bruder einer 3 Jahre alte, größtenteils unbespielt Fender Squier (Bullet Strat nennt sich das Teil, wenn mich nicht alles täuscht) geliehen. Ja, billig etc. - aber eigentlich sollte die Bundreinheit gegeben sein, nicht?

Saitenlage stimmt ungefähr, Halskrümmung ist meiner Meinung nach auch korrekt. Allerdings werden die gegriffenen Noten in den ersten paar Bünden höher, als sie sein sollten. Vor allem auf der H-Saite sind die ersten paar Noten bereits leicht über 20 cent zu hoch (sagt das Stimmtgerät). Auf den dickeren Saiten sind die Abweichungen geringer, aber dennoch da. Gehe ich jetzt weiter nach oben, gibt sich dies wieder. Die Noten im 14. Bund beispielsweise sind perfekt.

Ich hatte bereits die Idee, neue Saiten aufzuziehen. Gesagt, getan; doch das Problem besteht weiterhin.

Die Oktavreinheit ist größtenteils vorhanden - es gibt bei den Flageaulett-Tönen nur minimale, lediglich mit dem Stimmgerät erkennbare Abweichungen nach unten. Oh, und wie stelle ich bei einer solchen Strat überhaupt die Oktavreinheit ein? Woran muss ich da schrauben?

Nach Internetrecherche habe ich versucht, an den auf diesem Bild unten am Tremolo befestigten Schrauben zu drehen, um die Intonation zu verbessern, allerdings ist mir kaum eine Änderung aufgefallen. Habe ich nicht weit genug gedreht? Die Schraube der h-Saite habe ich um etwas mehr als eine ganze Drehung gedreht, ohne Veränderungen zu bemerken.

Also, hat irgendjemand eine Ahnung, was hier vor sich geht? Und vor allem, wie ich es reparieren kann?

Auf jeden Fall danke für's Lesen,
Alagopex
 
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Hört sich so an...oder besser liest sich so, dass du einfach zu stark auf die Saiten drückst. Das passt auch m.E. zum Wechsel von langem A Gitarrespiel zur E Gitte, da kann es schnell passieren, dass man zu stark, wie gewohnt, drückt.
Kann sein, dass es daran liegt, muss aber nicht. Aber zumindest solltest du mal ausgiebig testen , um das ggf. ausschliessen zu können.
 
Danke für deine Antwort!

Daran habe ich auch schon gedacht, aber selbst wenn ich wirklich nur so auf die Saiten drücke, dass gerade so ein Ton entsteht, ändert dies nichts an der Tonhöhe.
 
Also, ich habe auch Probleme wenn ich E-Gitarre spiele. Ich drücke zu stark.
 
Das ist alles reine Übungssache. Bei den nächsten malen einfach besonders darauf achten, dann geht das mit der Zeit von selber weg :)
 
Oh, und wie stelle ich bei einer solchen Strat überhaupt die Oktavreinheit ein? Woran muss ich da schrauben?

http://www.rockinger.com/index.php?page=ROC_Workshop_Setup

Die Oktavreinheit ist größtenteils vorhanden - es gibt bei den Flageaulett-Tönen nur minimale, lediglich mit dem Stimmgerät erkennbare Abweichungen nach unten.

Man nimmt ja die Einstellungen deshalb genau vor, damit es eben auch kleine Abweichungen nicht gibt.
 
Könnte sein, dass hier die Sattelkerben nicht tief genug ausgefeilt sind - kannst du mal durchgeben, wieviel Platz zwischen Saitenunterkante und Oberkante der Bundstäbchen ist, wenn du die Saiten jeweils mal am dritten Bund runterdrückst ?
 
Hans_3 schrieb:

Genau dieser Anleitung bin ich gefolgt, allerdings habe ich absolut keine Ahnung, wo sich bei mir diese Saitenreiterchen befinden und wie ich da was dran ändern kann.

Weltenlenker schrieb:
Könnte sein, dass hier die Sattelkerben nicht tief genug ausgefeilt sind - kannst du mal durchgeben, wieviel Platz zwischen Saitenunterkante und Oberkante der Bundstäbchen ist, wenn du die Saiten jeweils mal am dritten Bund runterdrückst ?

Wo soll ich diesen Entfernung messen? Zum Kopf hin, schätze ich, richtig(also am 1. oder 2. Bundstäbchen)? Wenn dies stimmt, dann muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich nicht so genau messen kann. Mein Medium-Pick krieg ich auf jeden Fall nicht dazwischen.
 
Genau dieser Anleitung bin ich gefolgt, allerdings habe ich absolut keine Ahnung, wo sich bei mir diese Saitenreiterchen befinden und wie ich da was dran ändern kann.
Die befinden sich unten am Steg, sie bilden die unteren Auflagepunkte der Saiten. Über das Einstellen gibt es zahlreiche Videos, einfach mal Google/YouTube befragen.
 
Frage v. Alagopex: Genau dieser Anleitung bin ich gefolgt, allerdings habe ich absolut keine Ahnung, wo sich bei mir diese Saitenreiterchen befinden und wie ich da was dran ändern kann.

saitenrei.JPG

Lies dir bitte den verlinkten Workshop durch, bevor du am Sattel rumfeilst. Begründung:

Viele feilen die Kerben tiefer und das oftmals zu weit. Wenn dann vorher die Halskrümmung zu groß war - und der Hals gerader eingestellt wird - schnarren die Saiten auf dem ersten Bund.
Bevor du da also dran rumwerkelst, zuerst die Halskrümmung prüfen/einstellen, die Saitenlage prüfen/einstellen und die Oktavreinheit an den Reitern einstellen.

Dann weitersehen......


upps, zu spät, hihi
 
@Vester:

Mit diesen Schrauben stelle ich die Oktavreinheit ein? Ich dachte, hier stelle ich die Bundreinheit ein.
Hm, dann versuche ich das nochmal. Wie schon gesagt, ist die Saitenlage mit 3mm den Fender-Standardwerten entsprechend und die Halskrümmung ist ebenfalls angemessen.

Und wo stelle ich dann die Bundreinheit ein? Und die Saitenlage? Ich habe mich schon im Internet erkundig, aber die Fülle an Informationen ist verwirrend. Wenn ich google, erzählt beispielsweise jeder Zweite, dass man die Saitenlage mit der Halseinstellschraube einstellen kann, wovon dann die Hälfte der Leute abrät etc. Wenn man dann endlich ein relevantes Video findet, besitzt die Gitarre in dem Video dann ein anderes Tremolo.

Ich weiß, dass das vielleicht ein bisschen viel verlangt ist, aber könnte nicht eventuell jemand auf dem im Ersten Post verlinkten Bild die Stellen markieren, an denen ich Saitenlage, Bundreinheit und Oktavreinheit einstelle? Langsam weiß ich überhaupt nicht mehr, wie ich an das Problem herangehen soll...

Btw, hier die Gitarre, falls das in irgendeiner Weise hilft.
 
@Alagopex:

Ja, sagen wir mal lieber Oktavreinheit. Und wesentlich mehr ist diesbezüglich auch nicht einzustellen, denn die Bünde sind ja unverrückbar (im Gegensatz z.B. zur Sitar)
Kurz gesagt: Verstell die Saitenreiter durch drehen an den Schrauben, und dann wird es funktionieren.

Die Saitenlage (also Höhe der Saiten) kannst du beeinflussen, wenn du die Saitenreiter in der Höhe verstellst. Dazu sind jeweils die 2 kleinen Madenschrauben im Saitenreiter.
Beim Tremolo kommt es auf das Gleichgewicht zwischen Saitenzug und Gegenzug der Federn an, damit es eine parallele Position einnimmt. Manche lassen es auch aufliegen, indem sie die Kraft oder Anzahl der Federn erhöhen, andere klemmen etwas dahinter....gibt viele Möglichkeiten dazu.

Die Halskrümmung verändert man durch Einstellungen am Halsspannstab.
Wenn du Schwierigkeiten bekommst, kannst du diese Arbeiten auch im Gitarrenladen machen lassen.

Zu den Beiträgen mit der Saitenlage und der Halskrümmung:
Natürlich verringert sich die Saitenlage, wenn der Hals stärker gespannt - also gerader - wird. Wenn der Hals mit mehr Krümmung versehen wird, erhöht sich die Saitenlage.

Es gibt dabei aber das Problem, in welchem Bereich des Halses es sich gut spielen lässt und wo z.B. die Saiten aufliegen. Im Rockinger-Workshop sind aber Abbildungen zum besseren Verständnis.

Beispiel:
Stell doch deine Saitenlage über die Saitenreiter mal so flach, dass es z.B. ab dem 16. - 21. Bund fürchterlich scheppert. Es ist völlig egal, wie du die Halskrümmung veränderst, das Scheppern bekommst du im Moment des Spielens dort trotzdem nicht weg:)

Die Halskrümmung soll sein, damit der Hals/die Bundstäbe so halbwegs dem Bogen folgen, den die schwingende Saite beschreibt. Dadurch werden Geräusche vermieden, sie kann frei schwingen.

Ich würde immer zuerst die Halskrümmung einstellen, z.B. 0,4mm, und dann die Saitenlage. Dabei spiele ich die Gitarre "oben" und "unten", um zu sehen wo es schnarrt und ab wann ich damit leben kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Right - 'ne Gitarre ist (relativ) bundrein oder eben nicht, um das einzustellen, müsstest Du ja die Bünde verschieben können ... Mit den Reitern der Bridge stellst Du die Oktavreinheit ein.

Generell ist Bundreinheit immer relativ zu sehen, bzw. stellt sie bei Saiteninstrumenten immer 'nen Kompromiss dar. Absolute Bundreinheit ist kaum machbar, es gibt Ansätze, sich dem Ideal anzunähern - vom Earvana Compensated Saddle bis zu dem neuen System mit den "welligen" Bunddrähten, wie auch immer das noch mal heißt ;)

Klingen Akkorde und Solo-Lines denn halbwegs sauber in den unteren Lagen? Dann ist alles in Butter - perfekt nach Stimmgerät auf allen Bünden und Saiten geht schlicht und ergreifend nicht! Klingt es falsch, obwohl Oktavreinheit und generelles Setup der Gitarre OK ist, und liegt es nicht nur an der Greiftechnik? Dann läge da mehr im Argen, da ist ggf. mit Einstellen nicht viel zu retten ... Das würde mich aber sehr wundern.

Wie gesagt - totale Bundreinheit ist generell erst mal nicht möglich, verlass' dich auf deine Ohren und nicht auf dein Stimmegrät ;)
 

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