Geige Schulterstütze

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Neiwo

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Hallo Mitstreicher,
mein Name ist Wolfgang, ich lebe in Salzburg (A), bin 66 Jahre alt und spiele seit 7 Jahren Geige (zur Demenzvorsorge).
Ich bin, nachdem ich mit meiner Wolf Secondo mehr und mehr unzufrieden bin, auf die Produkte der schweizer Firma Dolfinos gestoßen. Eine Testellung über zwei Monate hat mich überzeugt, das ist mein Ding. Der Preis für die Ausführung in Aluminium ist jedoch heftig! Die günstigere "Karbonversion" durfte ich auch testen, die ist aber zu hoch. Meine Frage nun: hat jemand Erfahrung damit? Ich könnte mir vorstellen, dass man vielleicht über Wasserdampf oder unter Zuhilfenahme eines Heißluftgebläses kleine Anpassungen vornehmen kann - biegen, das Ding ist zu hoch.
Viele Grüße, Wolfgang
 

Hallo Wolfgang, ich kenne beide Stützen leider nicht.
Falls du also Fotos machen könntest, wäre das hilfreich um auch die Unterschiede zu verstehen.
Wenn die Carbon-Version aus echtem Carbon ist, lässt sich da thermisch nichts verformen.
Dann kann man nur Sägen, Feilen, Schleifen, oder andere mechanische Bearbeitungen machen.
 
Wenn ich es richtig sehe, kostet das Teil um 800EUR. Das wäre mir entschieden zu viel Geld und ich würde eher in eine Lehrkraft investieren, mit der ich die Einstellung meiner Geige optimiere.
 
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Ich glaube ja, daß wir einem Troll auf den Leim gegangen sind. Ein Beitrag, keinerlei Reaktion auf Antworten. Auch der Grund, weshalb er mit dem Geigespielen begonnen hat lässt mich aufhorchen. Als ob Musikmachen an und für sich kein ausreichender Zweck wäre. Doch! Der und kein anderer!

Kleine Anekdote am Rande: Vor einiger Zeit bin ich neidisch um die Superduper-Schulterstütze eines Orchesterkollegen geschlichen. Hersteller habe ich vergessen. Er schwärmte davon, dass sie im Vergleich zur Bonmusica so schön leicht sei, was den Klang unglaublich verbessere. Bei der Frage nach dem Preis (um 300EUR) war mein Interesse ganz schnell erloschen. Auch wenn ich mich selbst als solide Amateurgeigerin bezeichnen würde: Mit Üben und Unterricht dürfte ich nachhaltiger zu einer Klangverbesserung kommen, da ist noch viel Luft nach oben. Das ist wie mit den übergewichtigen Rentnern, die meinen ein Carbonrahmen würde sie schneller machen, weil es 300g leichter ist als ein Rennrad aus Metall. Auch da wäre Abnehmen die günstigere Variante...
 
Vielleicht hat @Neiwo seine Anmeldedaten vergessen?
Mir persönlich reicht die Wolf Secondo seit über 40 Jahren absolut.
Man kann sie in die gewünschte Form biegen und sehr weit verstellen.
Mittlerweile habe ich davon drei Exemplare.
Die alte ist weiterhin am Start und hat zwischendurch von mir nur neue Gummis übergezogen bekommen.
REVIEW Wolf - Forte Secondo
 
Keine Ahnung, ob das ein Trollpost ist.
Der Preis für diese Schulterstützen ist aber enorm.
Ich würde zu einem Geigenbauer gehen, ein Budget nennen, die eigene Geige mitbringen und in Ruhe, vielleicht auch über mehrere Tage, Schulterstützen testen.
Ich habe auch mehrere Schulterstüzen probiert, erst mit einer Wolf angefangen, die mehrere Jahre automatisch benutzt (also nie darüber nachgedacht, ob die gut passt oder nicht) und dann mal eine andere gekauft und hängen geblieben bin ich bei einer von Keenso, die ich über Amazon gekauft habe. Tatsächlich auch dann für jede Geige eine, weil meine Geigen offen herum stehen und falls mal eine kaputt geht und dann nicht mehr zu haben ist. Die Dinger kosten aktuell gut 23 € pro Stück.

Der Punkt ist: Man MUSS sicherlich nicht mehrere hundert Euro für eine Schulterstütze ausgeben, damit die passt. Man KANN das bewusst machen, wenn es das einem wert ist, aber vorher würde ich alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, und da wäre der erste Ansprechpartner der Geigenbauer, ggf. dann auch ein Musikfachgeschäft, das Schulterstützen führt.

Der von mir ermittelte Preis ist so hoch wie der Preis einer Mittelklasse-DSLR. Das ist mMn keine Ausgabe, die man mal eben so tätigt, es sei denn, man ist Krösus.

Bei meiner Suche stellte ich fest, dass auch die Geigenhaltung eine große Rolle spiel und angepasst werden kann. Also wäre, falls kein Lehrer vorhanden ist, eine Stunde bei einem Privatlehrer, der das noch mal anschaut und anpasst, vielleicht sinnvoll. Möglicherweise macht das auch der Geigenbauer.

Nebenbei, eine Recherche sagt schon, dass Bewegung eine Vorkehrung gegen Demenz sein kann, auch Neues zu lernen, aber auch ausreichend Schlaf und ausgewogene Ernährung und ggf. noch einiges anderes. Also, falls das Geigespielen bisher die einzige Vorkehrung war, würde ich da noch mal recherchieren, Sozialkontakte sind auch immens wichtig.

Es hat aber auch nicht jeder die gleiche Motivation zum Instrumentspielen. "Musikmachen" kann eine Motivation sein, muss aber nicht die einzige sein.
Ich habe als junge Erwachsene mit Geige angefangen, weil ich gern Geigenmusik hörte und das einfach mal ausprobieren wollte. Später habe ich autodidaktisch mit Cello angefangen, einfach aus Neugier und mehr als Konzentrationsübung. Große Ambitionen habe ich nicht, die meisten Cellokonzerte gefallen mir nicht, eher die kleinen "Salonstücke" (Arioso und so). Ich spiele da zur Zeit ganz entspannt meine Anfängeretüden und -übungen und das reicht mir völlig.

Also, ich könnte schon glauben, dass "Demenzprävention" eine Motivation fürs Instrumentenspiel sein könnte. Meist wird man, wenn man 7 Jahre dabei bleibt, aber noch andere Gründe für das Weiterspielen gefunden haben, und wenn es nur "Spaß an der Sache" oder "Routine" ist.
Es kann auch frustrierend sein, ein Instrument anzufangen, weil man bestimmte Musik spielen will und dann festzustellen, dass diese Stücke viel zu anspruchsvoll für einen sind und man sie nie wird spielen können.
Ich habe hier die Noten für das Beethovenkontert (jeder darf jetzt mal lachen), weil ich beim Hören immer dachte "hm, das klingt ja einfach, das kann man ja mal ansatzweise probieren". Nö, kann man gar nicht, noch nicht mal den Anfang. Ich habe auch die Noten von Hilary Hahns "In 27 pieces" und ja, das ist dann auch ein "vielleicht mal eine Zeile hier und dann lernen"-Projekt.

Bitte mal darüber nachdenken, dass teurere Ausrüstung oft für bestimmte Menschen ist und nicht für jeden geeignet. Gerade als Hobbypsieler sollte man sich informieren, für wen so eine Ausrüstung gedacht ist und ob die einem wirklich hilft und ob sich die Ausgabe lohnt.
Jeder kann sagen "ich habe das Geld übrig, ich leiste mir jetzt mal bspw. ein E-Bike für 15.000 € und fahre damit zweimal in der Woche zum Einkaufen". Andere, die darauf mehrere Jahre sparen müssten, sollten dann Alternativen überlegen.
Manche Dinge sind auch wirklich nur für Profis gedacht. Keine Ahnung, ob diese Schulterstüzen dazugehören.
 
Das Konzept dieser Dolphino-Stützen ist ja nicht schlecht.
Sie klemmen ausschließlich am Endklotz, sind leicht einstell- und abnehmbar und sehen gut aus.
Allerdings braucht man ein recht großes Schulterstützenfach im Geigenkoffer, oder muß sie extra transportieren.
Sie liegt mit zwei rutschfesten Kissen auf der Schulter auf und ich kann mir schon vorstellen, dass dadurch die Geige etwas stabiler in Position bleibt.
Mir wäre sie trotzdem viel zu teuer.
Mit einer gut gebogenen Wolf Secondo hat meine Geige auf meiner Schulter jedenfalls genügend Halt.
Ich denke auch, dass ich mit ihr die Drehung der Geige auf der Schulter leichter einstellen kann, da ihre Füße unterschiedlich weit rausgedreht werden können.
Außerdem kann ich an ihr meinen 3D-gedruckten Senderhalter befestigen und sie passt trotzdem noch gut in meinen Koffer.
 
Ich muss @Fidi987 einen Punkt noch mal unterstreichen: Korrektur von Haltung, Höhe und Sitz der Schulterstütze mit externer Hilfe, z.B. durch nen Geigenlehrer!

Ich hatte viele Jahre keinen Unterricht und habe meine Haltung und wohl auch die Schulterstütze zwar immer wieder versucht "richtig" hinzubekommen, trotzdem rutschte mir die Geige immer wieder runter. Hab auch die Bonmusika probiert, leichte Verbesserung, aber etwas unbequem. Vor knapp einem Jahr habe ich dann wieder mit Unterricht angefangen und "der Alex" hat genau zwei Korrekturen vorgenommen - einmal ein minimaler Dreh an der Kopfhaltung und dann einfach nur eine Veränderung der Position der Schulterstütze an der Geige. Auf der Vorderseite 2,5 cm zum Körper verschoben. Das war alles. Klar, die veränderte Haltung muss ich auch jetzt noch gelegentlich aktiv durchsetzen, aber es wird immer seltener, dass die Geige ins Rutschen kommt, und wenn es passiert, dann weis ich jetzt, in welcher Position das nicht mehr weitergeht und kann dann meistens auch im Stück wieder geradeziehen. Und es spielt sich auch entspannter!
 
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