Keine Ahnung, ob das ein Trollpost ist.
Der Preis für diese Schulterstützen ist aber enorm.
Ich würde zu einem Geigenbauer gehen, ein Budget nennen, die eigene Geige mitbringen und in Ruhe, vielleicht auch über mehrere Tage, Schulterstützen testen.
Ich habe auch mehrere Schulterstüzen probiert, erst mit einer Wolf angefangen, die mehrere Jahre automatisch benutzt (also nie darüber nachgedacht, ob die gut passt oder nicht) und dann mal eine andere gekauft und hängen geblieben bin ich bei einer von Keenso, die ich über Amazon gekauft habe. Tatsächlich auch dann für jede Geige eine, weil meine Geigen offen herum stehen und falls mal eine kaputt geht und dann nicht mehr zu haben ist. Die Dinger kosten aktuell gut 23 € pro Stück.
Der Punkt ist: Man MUSS sicherlich nicht mehrere hundert Euro für eine Schulterstütze ausgeben, damit die passt. Man KANN das bewusst machen, wenn es das einem wert ist, aber vorher würde ich alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, und da wäre der erste Ansprechpartner der Geigenbauer, ggf. dann auch ein Musikfachgeschäft, das Schulterstützen führt.
Der von mir ermittelte Preis ist so hoch wie der Preis einer Mittelklasse-DSLR. Das ist mMn keine Ausgabe, die man mal eben so tätigt, es sei denn, man ist Krösus.
Bei meiner Suche stellte ich fest, dass auch die Geigenhaltung eine große Rolle spiel und angepasst werden kann. Also wäre, falls kein Lehrer vorhanden ist, eine Stunde bei einem Privatlehrer, der das noch mal anschaut und anpasst, vielleicht sinnvoll. Möglicherweise macht das auch der Geigenbauer.
Nebenbei, eine Recherche sagt schon, dass Bewegung eine Vorkehrung gegen Demenz sein kann, auch Neues zu lernen, aber auch ausreichend Schlaf und ausgewogene Ernährung und ggf. noch einiges anderes. Also, falls das Geigespielen bisher die einzige Vorkehrung war, würde ich da noch mal recherchieren, Sozialkontakte sind auch immens wichtig.
Es hat aber auch nicht jeder die gleiche Motivation zum Instrumentspielen. "Musikmachen" kann eine Motivation sein, muss aber nicht die einzige sein.
Ich habe als junge Erwachsene mit Geige angefangen, weil ich gern Geigenmusik hörte und das einfach mal ausprobieren wollte. Später habe ich autodidaktisch mit Cello angefangen, einfach aus Neugier und mehr als Konzentrationsübung. Große Ambitionen habe ich nicht, die meisten Cellokonzerte gefallen mir nicht, eher die kleinen "Salonstücke" (Arioso und so). Ich spiele da zur Zeit ganz entspannt meine Anfängeretüden und -übungen und das reicht mir völlig.
Also, ich könnte schon glauben, dass "Demenzprävention" eine Motivation fürs Instrumentenspiel sein könnte. Meist wird man, wenn man 7 Jahre dabei bleibt, aber noch andere Gründe für das Weiterspielen gefunden haben, und wenn es nur "Spaß an der Sache" oder "Routine" ist.
Es kann auch frustrierend sein, ein Instrument anzufangen, weil man bestimmte Musik spielen will und dann festzustellen, dass diese Stücke viel zu anspruchsvoll für einen sind und man sie nie wird spielen können.
Ich habe hier die Noten für das Beethovenkontert (jeder darf jetzt mal lachen), weil ich beim Hören immer dachte "hm, das klingt ja einfach, das kann man ja mal ansatzweise probieren". Nö, kann man gar nicht, noch nicht mal den Anfang. Ich habe auch die Noten von Hilary Hahns "In 27 pieces" und ja, das ist dann auch ein "vielleicht mal eine Zeile hier und dann lernen"-Projekt.
Bitte mal darüber nachdenken, dass teurere Ausrüstung oft für bestimmte Menschen ist und nicht für jeden geeignet. Gerade als Hobbypsieler sollte man sich informieren, für wen so eine Ausrüstung gedacht ist und ob die einem wirklich hilft und ob sich die Ausgabe lohnt.
Jeder kann sagen "ich habe das Geld übrig, ich leiste mir jetzt mal bspw. ein E-Bike für 15.000 € und fahre damit zweimal in der Woche zum Einkaufen". Andere, die darauf mehrere Jahre sparen müssten, sollten dann Alternativen überlegen.
Manche Dinge sind auch wirklich nur für Profis gedacht. Keine Ahnung, ob diese Schulterstüzen dazugehören.