Geschichte der elektronischen Musik


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igorkr
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Hi!

Ich denke, viele hier werden sich mit der Geschichte der elektronischen Musik auskennen. Ich möchte euch dennoch auf dieses interessante Video hinweisen.

Dazu die Videobeschreibung: "Electro, Minimal, Deep House - Interessierst du dich, woher diese Musik kommt, die du so feierst? Wie lange es diese Musik schon gibt? Wer die Erfinder sind? Dann ist das hier für dich goldrichtig. Eine kleine Reise in die Geschichte der elektronischen Musik, mit spannenden Soundbeispielen."

Lieben Gruß aus Berlin!

Igor K

 
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Hättest ruhig erwähnen können, dass das Video von Dir ist. Der Track um 4:20 hört sich nach Drumcode an.

Ich finde es etwas anstrengend, dass Du erzählst, während Du durch die Gegend rennst. Wirkt dadurch auch ziemlich unprofessionell, zumal man meist nur Teile von Deinem Gesicht sieht.

Tut mir leid, aber da gibt's dutzende wesentlich besserer Filme/Filmchen drüber. Z.B.:



Mit Interviews von den Pionieren wirkt das Ganze halt auch irgendwie besser als wenn irgendein Nobody was verzählt.
 
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Das Video ist auch leider nciht mehr Verfügbar
 
Martman
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Ich habe ja mit "Geschichte(n) der elektronischen Musik" meistens so meine Probleme, weil sie nur das abdecken, was der jeweilige Macher relevant findet. Da gibt's überwiegend zwei erschreckend eingeschränkte Varianten.

Bei promovierten älteren Semestern fängt die Geschichte der elektronischen Musik in ihren Grundzügen vor dem 1. Weltkrieg an, umfaßt zu 90% nur Friedrich Trautwein, Oskar Sala sowie Karlheinz Stockhausen & Consorten und hört 1967 auf, als man fix und fertige Synthesizer kaufen kann und Leute auf die Idee kommen, damit Platten aufzunehmen. Wenn man Glück hat, bekommen Tangerine Dream im Epilog einen eigenen Absatz. Kraftwerk bekommen einen Satz, und Carlos, Vangelis, Jarre, Tomita, Moroder & Co. werden nur stichpunktartig als Namen gedroppt, wenn überhaupt. Morton Subotnick und die West-Coast-Szene existieren gar überhaupt nicht, und über die Musik ab dem Aufstieg des Synthpop zu schreiben, war unter der Würde des Autors.

Bei allen anderen fängt die Geschichte der elektronischen Musik frühestens 1987 mit Acid Tracks von Phuture an, also der Geburt des Acid House. Was davor war? War davor was? Und – wayne? Wie so oft wird elektronische Musik mit EDM (vulgo "Techno") gleichgesetzt – nicht etwa, weil man bestimmte musikalische Stilelemente für eine Einstufung als elektronische Musik voraussetzt (die knallharten Verfechter der Kosmischen Musik a.k.a. Berliner Schule tun ja genau das), sondern weil man weder weiß noch sich dafür interessiert, daß auch schon vor 1987 Musik mit elektronischen Instrumenten gemacht wurde. Oder überhaupt Musik. Kurioserweise sind die Zielgruppe dieser geschichtlichen Abhandlungen diejenigen, die glauben, Skrillex, Deadmau5 oder Tiësto hätte die elektronische Musik erfunden, und dann Bauklötze staunen, weil es sowas schon vor Dubstep gab.


Martman
 
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Da ich hier im Forum ganz neu bin, habe ich dieses Thema auch eben erst gelesen. Möchte aber auch gerne etwas dazu sagen: Meinem Vorredner kann ich nur zustimmen, aber der Reihe nach.

Vor kurzem unterhielt ich mich mit einem Freund, es ging um das Thema "Vocoder". Hier war es ganz ähnlich wie es mein Vorredner beschrieben hat. Viele kennen den Vocoder erst seit Kraftwerk oder Alan Parsons Project. Im Mainstream der 80er war er sehr populär. Als ich meinem Freund dann erzählte, dass der Vocoder aus einer Zeit stammt, wo es eben genannte Bands noch gar nicht gab und selbige Musiker noch gar nicht gelebt haben, staunte er nicht schlecht. Die Entwicklung geht zurück bis in die späten 30er Jahre. Der Vocoder kam sogar im Krieg zum Einsatz, allerdings nicht als musikalische Bereicherung sondern als "Verschlüsslungsmaschiene" für übertragene Telefongespräche.

Ja so haben viele der heutigen Geräte einen wirklichen historischen Hintergrund. Ich fand das Beispiel oben mit Oskar Sala wirklich sehr gut.
 
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Empfehle zum Thema diese Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf: Electro. Von Kraftwerk bis Techno

https://www.kunstpalast.de/electro

Etwas Kraftwerk-lastig, aber sehenswert, falls man in der Nähe ist.
 
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Vor allem blendet die Ausstellung weder alles nach 1967 aus (nach dem Motto "alles nach Stockhausen ist irrelevant") noch alles vor 1987 (nach dem Motto "vor Acid House gab's noch nix").

Und auch bei dem dazwischen ignoriert sie weder alles, was nicht aus Düsseldorf kam (nach dem Motto "gab's noch was außer Kraftwerk, Neu! und den Krupps?"), noch alles, was nicht aus Deutschland kam (nach dem Motto "wir haben hier in Deutschland soviel gute elektronische Musik, wen interessiert das Ausland?").


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Empfehle zum Thema diese Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf: Electro. Von Kraftwerk bis Techno

https://www.kunstpalast.de/electro

Etwas Kraftwerk-lastig, aber sehenswert, falls man in der Nähe ist.
Ich war übrigens da. War ziemlich gut. Klar, kraftwerklastig, weil eben in Düsseldorf, aber auf eine Art hatte der Standort auch sein Gutes: Weder hat man die Geschichte der elektronischen Musik nur von Lew Termen bis 1967 erzählt, noch hat man sie gleichgesetzt mit der Geschichte der EDM und erst 1987 beginnen lassen.

Aber da gab's noch einiges mehr zu sehen. Sogar Jarre hatte einen gläsernen Schaukasten (und auch außerhalb des Kastens ein paar Instrumente zur Ausstellung beigetragen). Da wurde z. B. gezeigt, wie sie früher Tapeloops gemacht haben, anhand einer Revox B77 und eines Mikrofonstativs als Bandstraffer. Oder in einer der diversen Kurzdokus wurde gezeigt, wie es mit House losging, wie schon früh in Chicago im Warehouse mit zwei direktgetriebenen Plattenspielern kreativ hantiert wurde.


Martman
 

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