Get real!

von **Freiwild, 25.09.07.

  1. **Freiwild

    **Freiwild Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.07   #1
    Liebe Leutz,

    ich lese hier so viel über Songwriting und wie man das macht oder aus besser nicht... Dazu möchte ich folgendes sagen:

    Ich habe das Gefühl, dass sich viele Musiker in Deutschland einfach nur selbst im Wege stehen indem sie denken, sie müßten "Musik für Musiker" machen!!!

    Ein kleines Beispiel, das verdeutlichen soll, was ich meine: Ich lese hier so viel über "anspruchsvolle Musik" etc... Das ist ein typisch deutsches Thema! Fragt mal Bands wie OASIS, LED ZEPPELIN oder AC/DC, was die für einen "Anspruch" haben!!! Die machen Rock n' Roll!!! Die faseln nicht drüber, die machen (oder machten) das einfach!!!

    In jeder Musik geht es um Emotionen! Um nichts anderes! Ob Ihr da Septime-, Minor- oder sonstwelche Akkorde spielt, interessiert vielleicht Euren Gitarrenlehrer, aber sonst keine Sau auf dieser Welt!

    Ich möchte da mal Paul Stanley von KISS zitieren: "Spiele einen Song nur mit der Akustikgitarre und Du wirst sehen, ob er was taugt!"

    Der Song ROCKSTAR von NICKELBACK verdeutlicht das in geradezu fast ironischer Weise: Ein simpler Song, der alles, um was es geht in genau drei Akkorden (!!!) auf den Punkt bringt! Weltklasse!!!

    Nehmt den legendären ROBERT JOHNSON: Aus wievielen Akkorden haben seine Songs bestanden??? Es geht hier nicht darum, etwas "anspruchsvolles"zu machen und das Rad neu zu erfinden, es geht um Rock n' Roll! Das ist ein Gefühl... Und wer es drauf hat, drückt das in genau diesen legendären drei Akkorden aus!

    Wichtig beim Songwriting ist einzig und allein der Beat und der Gesang! In allen Musikgenres! Darauf achten die Leute! Nicht, welche perversen Harmonieläufe Ihr spielt...

    Wer das verstanden hat, kann wirklich gute Songs schreiben! Es ist das Gefühl für den Beat und den Gesang! Der Gesang muß die Harmonien "spielen", nicht die Gitarre oder das Keybord! Das ist es, was Menschen bewegt!

    Ein Rythmusgefühl und die Emotionen des Gesangs! Genau das ist es, was Bands wie LED ZEPPELIN oder AC/DC ausmacht! Das Gefühl! Die Emotion des Augenblickes!

    Wer das verstanden hat, kann frisch, fromm, fröhlich von der Leber weg gute Songs schreiben... ohne sich in was weiß ich für langweiligen Hermonieläufen zu ergehen!

    Habt Ihr keinen guten Sänger, könnt Ihr tun, was Ihr wollt: Dann wird es nie etwas! Die Menschen wollen große Emotionen! Sie wollen Gefühle, keine auswendig gelernten Läufe!

    Und all das nennen wir: ROCK N' ROLL! Nennt Ihr es, wie Ihr wollt!

    Long live Rock n' Roll!
     
  2. johannes81

    johannes81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.07   #2
    Liebe Leutz,

    ich lese hier so viel über Songwriting und wie man das macht oder aus besser nicht... Dazu möchte ich folgendes sagen:

    Ich habe das Gefühl, dass sich viele Musiker in Deutschland einfach nur selbst im Wege stehen indem sie denken, sie müßten "Musik für Musiker" machen!!!

    Es gibt unterschiedliche Leistungsniveaus, auch bei Musikern. Je nach deinem musikalischem Können wird dir "simple" Musik evtl. nicht mehr genügen. Deshalb wendet man sich komplexeren Formen zu. Man will sich ja als Musiker auch nicht langweilen. Und es soll ja auch Menschen geben, die für sich Musik machen und nicht auf den großen Charterfolg schielen.

    Ein kleines Beispiel, das verdeutlichen soll, was ich meine: Ich lese hier so viel über "anspruchsvolle Musik" etc... Das ist ein typisch deutsches Thema! Fragt mal Bands wie OASIS, LED ZEPPELIN oder AC/DC, was die für einen "Anspruch" haben!!! Die machen Rock n' Roll!!! Die faseln nicht drüber, die machen (oder machten) das einfach!!!

    Es existieren genug Bands aus der ganzen Welt die "anspruchsvolle" Musik machen, z.B. Dream Theatre, Rush, etc. im Jazz-Bereich noch viel mehr. Also bitte keine Verallgemeinerungen. Außerdem: mal Led Zeppelin intensiv angehört? Kauf dir mal die "how the west was won"-dvd und hör/schau dir z.B. Jimmy Pages Solo-Nummer an. Das ist komplex.

    In jeder Musik geht es um Emotionen! Um nichts anderes! Ob Ihr da Septime-, Minor- oder sonstwelche Akkorde spielt, interessiert vielleicht Euren Gitarrenlehrer, aber sonst keine Sau auf dieser Welt!

    Verschiedene Akkorde erzeugen verschiedene Klangfarben, die wiederum mit verschieden Emotionen assoziiert werden. Das ist wie mit Sprachen und Vokabeln-lernen, wenn man keine Vokabeln kann, ist es auch schwer sich in der gewählten Sprache auszudrücken.


    Ich möchte da mal Paul Stanley von KISS zitieren: "Spiele einen Song nur mit der Akustikgitarre und Du wirst sehen, ob er was taugt!"

    Mit der Aussage kann ich mich anfreunden. Stimmt so.


    Der Song ROCKSTAR von NICKELBACK verdeutlicht das in geradezu fast ironischer Weise: Ein simpler Song, der alles, um was es geht in genau drei Akkorden (!!!) auf den Punkt bringt! Weltklasse!!!

    Also Nickelback jetzt hier als Beispiel anzuführen ist schon ein bißchen arm. Über Musikgeschmack kann man ja streiten, aber NIckelback! Die komponieren ihre immer mit nur 3-4 Akkorden weil sie einfach den sogenannten "Mainstream" erreichen wollen. Und dazu muss halt ein Song so einfach wie möglich sein, um den niedrigsten-gemeinsamen-nenner zu treffen.

    Nehmt den legendären ROBERT JOHNSON: Aus wievielen Akkorden haben seine Songs bestanden??? Es geht hier nicht darum, etwas "anspruchsvolles"zu machen und das Rad neu zu erfinden, es geht um Rock n' Roll! Das ist ein Gefühl... Und wer es drauf hat, drückt das in genau diesen legendären drei Akkorden aus!

    Robert Johnson ist Blues. Auch der Blues hat sich weiterentwickelt. Siehe Johnny Lang oder Joe Bonamassa (Rechtschreibung?)


    Wichtig beim Songwriting ist einzig und allein der Beat und der Gesang! In allen Musikgenres! Darauf achten die Leute! Nicht, welche perversen Harmonieläufe Ihr spielt...

    Wer das verstanden hat, kann wirklich gute Songs schreiben! Es ist das Gefühl für den Beat und den Gesang! Der Gesang muß die Harmonien "spielen", nicht die Gitarre oder das Keybord! Das ist es, was Menschen bewegt!

    Ein Rythmusgefühl und die Emotionen des Gesangs! Genau das ist es, was Bands wie LED ZEPPELIN oder AC/DC ausmacht! Das Gefühl! Die Emotion des Augenblickes!

    Wer das verstanden hat, kann frisch, fromm, fröhlich von der Leber weg gute Songs schreiben... ohne sich in was weiß ich für langweiligen Hermonieläufen zu ergehen!

    Habt Ihr keinen guten Sänger, könnt Ihr tun, was Ihr wollt: Dann wird es nie etwas! Die Menschen wollen große Emotionen! Sie wollen Gefühle, keine auswendig gelernten Läufe!

    Und all das nennen wir: ROCK N' ROLL! Nennt Ihr es, wie Ihr wollt!

    Long live Rock n' Roll!

    Ok: bitte jetzt hier einen Song von dir posten, da du ja die alleinig seelig machende Weisheit gefunden hast. Ich werd den dann klauen und große Charterfolge feiern.
     
  3. LostLover

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    Erstellt: 03.10.07   #3
    Das kann man gar nicht oft genug sagen!!!!

    Wenn Du die Leute erreichen willst - und dafür macht man Musik: zur Unterhaltung der Publikums! - dann brauchst Du einen Refrain, den die Kerle mitgrölen können, und einen Beat, zu dem die Mädels mit dem Hintern wackeln.

    Alles darüber hinaus ist Musiker-Onanie. Kann ja auch Spass machen - bleibt aber SELBST-befriedigung. :D

    Hut ab allerdings vor denen, die Komplexität so verpacken können, dass es so klingt, als wäre es ganz einfach.....
     
  4. Korgun

    Korgun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.07   #4
    Ich halte mich mal mit meiner persöhnlichen Meinung zu dem ersten Posting zurück, das würde nur ausarten.
    Aber eine Frage: Glaubst du, **Freiwild, nicht, dass es eventuell Menschen gibt, die auch nur ein klein wenig anders denken als du? Nicht jeder kann sich dauerhaft TSDT Kadenzen anhören. Und manche mögen eben Polyphone Musik. Ich mag Rachmaninoff, Chopin und Konsorten, dass ist mein Rock n' Roll.
    Aber deiner Meinung nach, mache ich mir, bzw haben sich jahrhunderte lang Menschen etwas vorgemacht, da es nur auf Beat und Stimme ankommt?
    Ich weiß ja nicht, wieso dann überhaupt noch Gitarre und Bass? Schlagzeug, ach ist auch zuviel, einfach ne Trommel und Gesang...reicht doch. Dann wären wir bei den simpleren Formen zB afrikanischer Musik.
    Weißt du, weder du, noch ich, wir haben beide nicht die Weißheit mit Löffeln gefressen, wie man so schön sagt. Also denk auch mal daran, dass andere Leute, andere Intressen, Geschmäcker und Vorlieben haben.
     
  5. Surf Solar

    Surf Solar Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.07   #5
    Ich weiss zwar wie du es meinst, finde aber, dass man das nicht so dastehen lassen kann.
    Musik macht man doch in erster Linie für sich selbst, weil es ganz einfach Spass macht, weil man sich damit verwirklichen kann, Gefühle ausdrücken kann etc.

    Ich glaube, dass wenige Leute beim Schreiben oder Produzieren ihrer Musik zuerst einmal daran denken, dass das auch möglichst vielen Hörern gefallen könnte.

    Soetwas stelle ich mir dann eher bei "Populärmusik" vor, in der Stücke z.b "gecovert" werden (d.h: einfach ein Umpa Umpa Technobeat daruntergelegt und mit einer Micky Maus Stimme drübergesungen wird ) so wie man es leider vermehrt in den deutschen Hitparaden wiederfindet.

    Auch ich selbst habe beim Musizieren nicht unbedingt die Intention , "die Ärsche zum Wackeln" zu bringen, den Konsumenten zu befriedigen. Ich sehe das auch nicht als musikalische Onanie, ich verwende einfachste musikalische Mittel und mache weiß Gott keine komplizierte Musik, ich denke mein Beispiel lässt sich auf Viele übertragen.

    Also versteh mich nicht falsch, ich finde nur, dass man die Unterhaltung des Publikums nicht unbedint an erste Stelle setzen muss...
     
  6. Orgeltier

    Orgeltier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.07   #6
    außerdem ist es immer wichtig, was man als publikum definiert. wenn ich in ner kneipe bei ner session mitzocke, und der pianist, der vor mir gespielt hat sagt mir, dass ich ordentlich abgeliefert habe, dann ist mir das wichtiger, als wenn mir das der hinterletze punk-vogel sagt, der sich sonst nur die ohren mit den ärzten volldröhnt. es soll auch leute geben (und ich gehöre definitiv dazu) die auf intellektuelle (rechtschreibung?) musiker stehen. Mir gibt die chick corea 1000mal mehr als ACDC, obwohl ich ACDC mag. Und chick macht keine simple 4/4 I-IV-V Mucke.

    um außerdem nochmal auf deine ACDC und Zeppelin zurückzukommen:

    kennt einer den namen vom acdc sänger??? ich nicht! weil der ja auch scheißegal ist in der combo. acdc ist gut, weil sie grooven wie sau, und das hängt vor allem an malcolm, den der laie nicht kennt, und der super tighten rythmus-truppe, die sich ja über die jahre auch ab und zu mal gewechselt hat. ob die musik nun einfach gestrickt ist oder nicht, ist völlig egal. auch etwas komplizierter würden die jungs spaß machen.

    zu zeppelin... das ist ne bluesband. und so wie das bei blues halt ist, passiert da (erstmal) harmonisch nicht viel. aber glaub mir, dass die jungs wesentlich mehr machen als nur ein bisschen I-IV-V geschrammel. das steckt doch recht viel dahinter...
     
  7. systray

    systray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #7
    Hi,

    Ich will mal meine Meinung dazu sagen: Ich bin froh dass es Leute gibt die anspruchsvolle Musik machen wollen, und ich muss meinen Vorpostern schon recht geben, Nickelback ist wirklich sehr Mainstreamig, aber ich hör mir sie trotzdem gern an, nur nach einiger Zeit langweilen mich die Lieder auch.

    Wären die Lieder nur noch Beat und Gesang, dann würde ich garkeine Musik mehr hören oder machen, ich finde diese Ansicht ist sehr beschränkt. Wenn jeder solche Musik machen würde könnte man nicht mehr von Musik reden, und sofort rumklimpern. Und ACDC besteht mehr als nur aus Beat und Gesang, da gehört einiges mehr dahinter.

    MfG
     
  8. Entropie

    Entropie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.07   #8
    Hi,

    ich würde ja auch sagen, dass Musik auch mit einfachen Mitteln grooven, rocken oder sonst was kann und auch in vielen Fällen tut.

    Andererseits sollte es auch eine ganz subjektive Ausdrucksform, wie Sprache oder Gestik sein über die sich jeder Musiker mitteilen kann. Da es ja auch nicht nur 4 Wörter oder 4 Gesichtsausdrücke oder Gestiken gibt halte ich es nur für sinnvoll, dass auch Musik nicht nur aus 4 Akkorden, Noten usw. besteht.

    Wobei natürlich die 4 richtigen Akkorde viel - und die 7.123 "falschen" Akkorde wenig bewirken :screwy:

    Wenigsten muss sich bei der vielfalt keiner "einschränken"...

    Grüße
    Entropie
     
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