Gezielt Kondition verbessern

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Hallo!

In letzter Zeit habe ich angefange, gezielt an Technik und Geschwindigkeit der rechten Hand zu arbeiten. Dazu hab ich mir auch ein GP-File erstellt, dass Geschwindigkeiten von 160-180 BPM bei Sechzenteln über 1 oder 2 Saiten über längere Zeit beinhaltet. Wenn ich das Teil 2mal durchab, schmerzt mein rechter Unterarm enorm: Totale Überlastung. Wie kann ich gezielt meine Ausdauer verbessern?


Dankeschön, Carlos.
 
Eigenschaft
 
1) du versuchst es ganz einfach weiter bis zum "get no"
2) das kommt schon mit der zeit
3) covern von metal/rock-songs--> z.b.: "master of puppets" von metallica ( das ist nur ein bissl schwer, nicht der rede wert ( 220 BPM ))
4) viele solos spielen

aber mal was anderes, was ist ein GP-File, und wie krieg ich das ran???
 
GP = GuitarPro.
 
üben üben üben ??

evtl mal überlegen ob deine Technik ok ist ?
du sagst "unterarm" Spielst du ausm arm ? oder ausm Handgelenk ? machst du vielleicht zu viel bewegung ? oder fehlt es einfach an ausdauer für die Muskulatur ?

Kannst ja erstmal auf einer Saite bzw. einfach mal nur auf einer Note 16tel spielen.-.. eben auf höherer geschwindigkeit.
 
fragelf schrieb:
üben üben üben ??

evtl mal überlegen ob deine Technik ok ist ?
du sagst "unterarm" Spielst du ausm arm ? oder ausm Handgelenk ? machst du vielleicht zu viel bewegung ? oder fehlt es einfach an ausdauer für die Muskulatur ?

Kannst ja erstmal auf einer Saite bzw. einfach mal nur auf einer Note 16tel spielen.-.. eben auf höherer geschwindigkeit.


Bei den wirklich schnellen Sachen spiele ich aus dem Unterarm, zumindest teilweise.
An Muskulatur hab ich auch schon gedacht und überlege ob ich das gezielt trainiere.


Letzeres mache ich schon, als Alt.-Pick. training.
 
Das einzig gute Training dafür ist üben. Die Wunderwaffe die viel eerwarten durch andere Übungen gibt es nicht, denn, was viele vergessen:

Wenn man sich in soetwas verbessern will, dann muss man genau DAS tun(in dem fall dein training file) Denn, dass verbessert nicht nur ausdauer sondern auch die Technik, für den ganz speziellen fall. Das mit dem gezielt trainieren hab ich nun so interpretiert, dass du damit Gewichte etc meinst.Bzw irgendwelche anderen Übungen in der Richtung. Meiner Meinung nach Schwachsinn, denn durch simples spielen kommst du dem ganzen wesentlich näher aufgrund der dinge wie technik, bewegungsminimierung etc .Allerdings solltest du auch abwechslung reinbringen, also am besten mehrere dieser files erstellen und nacheinander spielen.
 
Wenn du Schmerzen hast, machst du etwas falsch. Du darfst keine Muskeln anspannen. Um die richtige Technik zu erarbeiten, spiel lieber erstmal ganz langsam und beobachte wo du anspannst und warum. Dann versuch diesen Muskel extrem locker zu lassen.
Das ist besser als wenn du 2 Jahre lang mit angespanntem Arm versuchst schneller zu werden. Das wird nämlich nix.
 
Naa,..nicht unbedingt, ich finde diese "bloß keine Schmerzen - Spielart" ein bisschn albern. Man muss nur unterscheiden können, ob es schmerzen sind, die aufgrund von ungewohntheit und anstrengung kommen, oder aufgrund von falscher technik oder wirklich zu extremer überbelastung. Jeder Sportler treibt sich selber immer ein Stückchen über seine (Schmerz)Grenze hinaus, bei Gitarristen nicht anders. Und das mit "bloß nix anspannen" na wie soll sie das Plek denn sonst bewegen? Durch gut zureden?! Um den Körper zu bewegen, muss man nunmal Muskeln anspannen. Etwas anderes sit es, wenn die Muskeln anfangen zu verkrampfen, dann sollte man logischrweise aufhören, aber ein bisschn Anstrenung und Angespanntheit ist nichts schlimmes.
 
Hi Carlos,

ich kenne Dein Problem nur allzu gut, denn ich bin schon seit einiger Zeit dabei mich verstärkt um das Thema "Spieltechnik" (ganz besonders natürlich um meine :D) zu kümmern. Ich will mal kurz probieren die wichtigesten Fakten zusammenzufassen, die ich bis jetzt durch sehr viel abschauen, nachlesen und nachfragen gesammelt habe und hoffe das hilft Dir und anderen dabei sich auf "gesunde" Art zu verbessern.

Erstmal ganz wichtig:
Wenn's weh tut -> SOFORT AUFHÖREN!!!!
Da ist nix mit Zähne zusammenbeißen und ein Mann sein, das ist Schwachsinn!
Das einzige was man so erreicht sind Schäden. AUFHÖREN!!! Du würdest mit 'nem Wadenkrampf auch nicht Gewichtheben machen, also....

Wenn ich mir mal wirkliche "schnelle" Gitarristen anschauen (so z.B. Petrucci, Malmsteen, ..., Meine Empfehlung: Michael Romeo/Symphony X), dann ist der erste Gedanke: "F***, das sieht so verdammt lässig und entspannt aus was die da an ultrakrassem Zeug shreddern und mir reißt es bei halbem Tempo schon die komplette Schulter aus'm Leib...!:screwy:

So, und jetzt das Geheimnis gelüftet: Es IST verdammt lässig und entspannt wie die das spielen! Und der Grund dafür ist der, daß man einfach keine große Kraft braucht, um mit einem dünnen Plastikdreieick ein dünnes Stück Draht anzuzupfen. Da ist kein Krafttraining für nötig, das kann jeder.
Was diese Leute aber in Perfektion beherrschen ist das, was man eben unter "Spieltechnik" versteht. Das sind Präzision, Koordination und Effizienz. DAS sind die wirklich wichtigen Dinge, die beachtet werden müssen. Schnelligkeit ist dann "nur" ein angenehmes Nebenprodukt.

Und wie macht man das?
Ich probier mal das nachvollziehbar zu erklären, wenn was unklar ist, dann spammt mich ruhig mit Fragen zu, dann bin ich selber Schuld, weil ich es nicht richtig erklärt hab', also:

Wenn Du übst, dann erstmal langsam. Nee, noch langsamer... und jetzt davon nochmal die Hälfte. Wenn Du jetzt denkst "Ich will aber SCHNELLER werden!!!", dann warte noch kurz ab. Ich hol mal kurz etwas aus.
Wenn Du z.B. eine neue Tonleiter lernst, dann machst Du das eben auch langsam, weil Deine Finger nicht genau wissen wohin. Du mußt nochmal nachschauen, sie richtig setzen, nochmal korrigieren, usw. Damit "programmierst" Du quasi den richtigen Bewegungsablauf in Deine Finger (bzw. konkret: in Deine Fingermuskulatur) ein. Dieser Teil ist beim Lernen der ALLERWICHTIGSTE Teil. Genau so mußt Du verfahren, wenn es um alle anderen mechanischen Abläufe geht. Da gehört die rechte Hand ebenso dazu.

Du mußt Dir zuerst mal klarmachen wie Deine Pickingbewegung abläuft. Wo kommt Sie her? Arm, Unterarm, Handgelenk (Ich persönlich bevorzuge das Handgelenk, aber manche nehmen auch Unterarm, hmm, da ist mir zu viel träge Masse im Spiel, aber gut...)? Wie halte ich das Plek? Welcher Winkel? Wie tief gehe ich mit dem Plek in die Saiten? Wie wechsel ich von Saite zu Saite? Das ALLES mußt Du wissen und Dir klarmachen BEVOR Du überhaupt spielst! Dann erstmal OHNE Metronom nur die Bewegung ausführen, möglichst effizient und nur mit den Muskeln, die dafür nötig sind. Keine verspannte Schulter, auf die Zunge beißen, Augen kneifen, Plek klammern, etc. Alles ganz entspannt. Damit programmierst Du Die Pickingbewegung ein. Ganz langsam, ohne Krampf und Zeitdruck. Wenn das sauber läuft, dann kannst Du das Metronom zur Hand nehmen und sehr langsam probieren Dich im Tempo hochzuarbeiten. Das wichtigste ist dabei, daß KEINE anderen Muskeln benutzt werden und keine Verspannungen auftreten. Wichtig beim Schnellerwerden ist, daß deine "schnelle" Spieltechnik vom Bewegungsapparat und -ablauf die gleich wie Deine "langsame" Spieltechnik ist.

Das ist hier "mal schnell" das Grundlegendste zusammengefaßt. Noch eine Anmerkung in eigener Sache wie ich überhaupt dazu gekommen bin mir über sowas Gedanken zu machen:
Ich hatte keine Probleme "schnell" zu spielen! (Absolutwerte mal außen vor) Wenn ich das gleich Lick aber mal 10BPM langsamer spielen wollte ging das einfach nicht. Es war total unrhythmisch, unsauber, kurz gesagt unanhörbar. Außerdem konnte ich das "schnelle" Tempo nicht wirklich lange halten und bei Saitenwechseln (z.B. von b zu e) war auch irgendwas seltsam. Nachdem ich dann mal eine Liveaufnahme von mir gesehen hab und das mal mit den Gitarrengöttern Nr. 1-17 verglichen hatte fiel mir was auf: Es klang nicht nur Sch****, es sah auch ebenso aus!!!
Ich hatte das, was ich bei vielen anderen auch sehe, die schnell spielen und ich will es mal die "Krampftechnik" nennen. Spiel durch Kraft! Immer feste druff, dat muß gehen. Das Problem ist nur, das das Ergebnis dabei immer das eine gleiche "Krampftempo" war, auf dem sich mein angespannter Arm wohlfühlte, drüber und drunter fing es an unkontrolliert zu werden.
Da hatte ich einfach mal gar keinen Bock mehr drauf!
Deswegen die vielen Buchstaben hier. Vielleicht kann ich dem einen von Euch den langen Weg etwas verkürzen.

Wichtig:
Das hier ist kein Wundermittel. Ihr bekommt genau so viel heraus wie ihr reinsteckt!
Die Saitenflitzer sind so schnell, weil sie verdammt viel an sich gearbeitet haben. Ich persönliche bin kein wahnsinnig schneller Gitarrist, aber das was ich spielen kann, das spiel ich auch problemlos x Stunden am Stück! Und das OHNE Anspannung!


So, das reicht erstmal.... ich geh' jetzt schlafen.

Bitte beachten :
Das alles hier ist zwar nur eine Diskussion um Spieltechnik und "Wie shredder ich mit Lichtgeschwindigkeit?" und Musikalität, Ausdruck, Emotion, Originalität und Flexibilität sind die Aspekte, die die "Musik" machen, aber alle diese Sachen können sich nicht entfallten, wenn ich meine Griffel nicht dazu bekomme die Musik aufs Griffbrett zu zaubern, die ich in meinem Kopf gerade höre. Und ohne eine vernünfitge Spieltechnik geht das einfach nicht. Bis zu welchem Grad jeder für sich diesen Spaß treiben will, hängt einzig und allein davon ab, welche Musik er machen will. Der Singer/Songwriter braucht meistens keine 16tel auf 200BPM, und Neo-Classic-Shredder halt schon. Die Grundlagen und Lernwege sind für beide aber die gleichen!
 
Wow!

Danke.

Das führt aber immer zu der folgender Diskussion zurück:

Spanne ich meinen Arm an oder nicht?


Du vertrittst die These, dass dies nicht so sein darf.
Andere (Black_Plek zB) meinen genau das Gegenteil.


Jetzt bin ich wirklich verwirrt.
 
Es kommt darauf an, das perfekte ist natürlich ihn so wenig wie möglich anzuspannen, da du dadurch so lang wie möglich spielen kannst. ABER:

Man nehme an, ein Gewichtheber, kann maximal 100kg stemmen(sagen wir der Gitarrenspieler maximal 16tel bei 100bpm spielen). Dafür muss er allerdings seine Muskeln schon stark beanspruchen. 50kg(50bpm) gehen hingegen, ohne wirklich die Muskeln stark zu belasten. Wenn er nun aber weiter trainieren will, dann reicht es nicht immer nur 100kg(100bpm) zu stemmen, sondern muss höhere Gewichte/Geschwindigkeiten nehmen, wobei er seinen Körper an die Grenzen treibt. Wenn er dann aber 110kg(110bpm) stemmen kann ohne große Probleme (wie also die 100kg/bpm voher), dann hat sich auch sein "Level" erhöht, indem er ohne große Belastung spielen kann (in diesem Fall dann zB auf 60kg/60bpm). Natürlich verläuft das ganze nicht so linear wie von mir als Beispiel gewählt.

Nun kommen natürlich Faktoren wie die Technik dazu, aber das ist auch beim Gewichtheben der Fall, ohne Technik geht da genauso wenig.

Auch wenn man nur ein Plastik Teil über nen Draht bewegen muss: Bewegung bleibt Bewegung! Und um den Arm/das Handgelenk zu bewegen muss man irgendwo Muskeln anspannen.

Außerdem: Keiner spielt ein 1 1/2std Set mit Songs die immer knapp an der Belastungsgrenze sind, sondern Stücke die "unter dem Niveau" liegen.Dadurch ist es überhaupt erst möglich so lange zu spielen. Nochmal dazu ein vereinfachtes Beispiel: Gitarrist X kann zwar bei 200bpm spielen, seine Stücke sind aber bei maximal 170bpm, damit er sich nicht überansprucht.
 
Ich stimme da zwar mit dir überein, aber meine Frage bleibt auch hier weitgehend unbeantwortet:

Arm ruhig anspannen (dann können natürlich die Muskeln trainiert werden) oder sowenig wie möglich?
 
Da es dir um Ausdauer geht (Kraft wäre ja auch Schwachsinn), eher weniger anspannen, allerdings dennoch probieren Speed reinzubekommen, auch wenn das zur Folge hat, dass der Arm angespannt wird. Ich denke jeder kennt diesen Punkt, bei dem es locker nicht mehr geht, aber beim anspannen dennoch einen ticken schneller. Beim Ausdauer training, muss man mit möglichst wenig Anstrngung, möglichst oft die Übung wiederholen, allerdings spielt man sich tot würde man immer total Unangespannt spielen.

Beispiel: Man kann Stundenlang gehen, aber es verbessert nicht wirklich die Ausdauer, da man den ganzen Tag durchgehen müsste. Allerdings kann man nur (nur ein Beispiel) eine Stunde locker joggen. Nach dieser Stunde ist man aber total fertig. --> Dadurch gibt es einen Trainingserfolg nach angemessener Zeit.
 
@Carlos ich bin der Meinung man sollte so wenig anspannen wie möglich (siehe Vai, Malmsteen) aber es gibt auch genug der "Meister" die es tun (Petrucci, Smolski...).

Ich selbst hab mich gestern einfach mal nach guitareddies Anleitung hingesetzt und nochmal alles nachgeprüft und muss jetzt nochmal was an meiner Technik arbeiten *g*
 
guitareddie schrieb:
Erstmal ganz wichtig:
Wenn's weh tut -> SOFORT AUFHÖREN!!!!
Da ist nix mit Zähne zusammenbeißen und ein Mann sein, das ist Schwachsinn!
Das einzige was man so erreicht sind Schäden. AUFHÖREN!!! Du würdest mit 'nem Wadenkrampf auch nicht Gewichtheben machen, also....

So, und jetzt das Geheimnis gelüftet: Es IST verdammt lässig und entspannt wie die das spielen! Und der Grund dafür ist der, daß man einfach keine große Kraft braucht, um mit einem dünnen Plastikdreieick ein dünnes Stück Draht anzuzupfen. Da ist kein Krafttraining für nötig, das kann jeder.

@guitareddie:

Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen und trifft sich mit meinen (zugegebenermaßen noch dürftigen) Erfahrungen haargenau.
Aber eine " Phase der Brachialgewalt" macht wohl jeder Anfänger durch.

Locker spielen ist auch leichter gesagt als getan.
Zuerst die Bewegungsabläufe langsam einzutrainieren ist auch erstmal das allerwichtigste. Wenn man dann auf mehr Tempo schaltet, ist man mit seinem Ehrgeiz aber schnell wieder an einer Stelle, wo man "fest" wird und es plötzlich an der einen oder anderen Stelle zwickt.

Mein derzeitiges persönliches Rezept ist, die Übung hintereinanderweg immer weiterspielen ohne aufhören, und die Haltung zu korrigieren. Wenn es der Hand zu mühselig wird, sucht sie sich (meistens) von selbst eine ergonometrische Haltung. Da man die Tonfolge ja durch das Langsamüben drauf hat, ist der Kopf auch frei um ggf. festzustellen: Den Muskel brauche ich doch gar nicht und kann ihn entspannen.

Aber nicht so viel auf einmal auf diese Tour üben! Abfallen darf der Arm natürlich nicht! ;-)

Naja, ich arbeite auch immer noch dran. Aber mit der Methode bin ich schon viel lockerer geworden, und das hört man den gelegentlichen Tapes auch an.

Ich lerne nach Herrn Stetinas Total Rock Guitar, und die Stücke sind in der Geschwindigkeit (sicher ganz bewußt) so gewählt, daß man (ich jedenfalls) sie nur bei absoluter Entspanntheit mitgespiet bekommt.
Habe (hier im Forum?) mal den schönen Satz gelesen: Wer verkrampft, hat verloren.

Grüße
Angelika
 
Estmal @Carlos:
So wenig wie möglich anspannen.
Wenn Du Muckis willst, dann mußt die Hanteln stemmen. Kraft durch Gitarre geht nicht ;)

@Korgun:
Sorry, aber Du bringst da Sachen zusammen, die nicht zusammengehören.

Beim Gewichtheben geht es um Maximalkraft, also die größtmögliche kurzzeitige Belastung. Dazu braucht man starke Muskeln. Muskelwachstum läßt sich nur durch gezieltes Training bis an die Belastungsgrenze des jeweiligen Muskels erreichen. D.h die Hantel stemmen, bis es weh tut, bis also der Muskel meldet: "Ich komm hier an meine Grenze, paß auf, sonst geht was kaputt!" Wenn man Muskeln regelmäßig solchen Belastung aussetzt, dann "merkt" der Körper das und versucht durch Muskelaufbau an dieser Stelle dieser Belastung entgegenzuwirken, denn durch besser ausgebildete Muskeln ist man mit gleichem Gewicht nicht mehr an der Grenze.

Ausdauertraining wie man es vom Sport her kennt, hat auch nix mit der Ausdauer beim Gitarrespielen zu tun. Es tritt nicht der Punkt ein: "Ich kann nicht mehr, Puste ist alle, kann kaum noch stehen...", sondern eher "mein Arm brennt, ich kann ihn kaum noch bewegen, alle Muskeln schreien schon. ", wie Carlos das meint. Bei ihm ist das Problem:"Ich kann das hier zwar spielen, aber irgendwann krampf ich fest und nix geht mehr!" Abhilfe schafft da kein Ausdauertraining im sportilchen Sinne.

Das beides hat nix mit Gitarrespielen zu tun und vor allem nicht mir Rechter-Hand-Technik!
Der Kraftaufwand zum Anschlagen ist so minimal, das kann wie gesagt jeder. Dazu braucht man keine kräfitgen Muskeln und Muskelaufbau hilft da gar nichts.
Es geht hier um Geschwindigkeit (das hat auch nix mit dem "Schnellkraft" zu tun, bitte nicht verwechseln). Und die Puste geht ihm wohl auch kaum aus...

@ Carlos:
Ich probier mal eine einfache Zusammenfassung. Falls Dir das "Warum" nicht klar ist, dann frag' nach. Mir persönlich geht es so, daß wenn ich nicht weiß warum ich etwas lerne oder üben soll, dann wird das nichts...

Der Weg (rechte Hand):
- Über zuerst OHNE Metronom. Leg' Dir Deine Pickmethode zurecht und mach Dir klar WIE die Bewegung ablaufen soll.
- Jetzt gehst Du in Spielposition, so entspannt wie möglich. Nimm einfach das Plek zur Hand, lege Deinen Arm in Spielposition, atme mal tief durch. Allet locker? Oberarm, Schulter, Finger?
- Mach einen Downstroke auf einer Saite. Das kannst Du aus dem Unterarm machen (ich mag diese Methode nicht) oder aus dem Handgelenk (macht für mich mehr Sinn).
- War das anstrengend? Wenn ja, dann MUSST Du erstmal versuchen die Muskeln, die sich jetzt angespannt haben zu entspannen.
- Wenn alles locker lief, dann super. Merk Dir wie es sich anfühlt. Wie sind Schultern, Arme, Finger.
- Optimiere Deine Pickbewegung. Up- und Downstrokes sollten beide leicht gehen. Wenn das Plek "hängenbleibt" in der Saite, dann bist Du zu tief. Probiere keine Bogenbewegung über den Saiten zu machen. Das passiert, wenn Du das Handgelenk zu sehr drehst. Probiere "nach" dem Anschlag möglichst nah an der Saite zu bleiben.
- Wichitg immer, nix extra anspannen.
- Wenn Du sauber spielst, dann nimm mal ein Metronom und probier auf langsamem Tempo ein paar Anschläge im Takt und immer darauf achten, daß es genauso relaxt läuft.
- Das Tempo langsam steigern und immer überprüfen ob sich irgendwo ein neuer Muskel meldet, der vorher Pause hatte. Wenn ja, dann hat er jetzt auch nichts zu melden. Warum auch?
- Dann kommt irgendwo der Punkt, wo Du merkst, daß Deine Grenze erstmal erreicht ist. Das liegt einzig und allein daran, daß Deine Muskeln nicht daran gewöhnt sind sich so schnell zu bewegen und die ganze Koordination flöten geht. Diese Problem kriegst Du nicht bis morgen in den Griff. Das ist ein langsamer Prozeß in dem Du Deinen Bewegungsapparat darauf schulen mußt, immer die gleichen Bewegungen gleich effizient zu machen.
- Übe regelmäßig. Nich 2 x die Woche 6 Stunden, sondern 6x die Woche 2 Stunden (vom Prinzip her).
- Gehe in kleinen Schritten und wenn's nicht geht, dann nicht mit Kraft und Krampf durchhacken, sondern zurückgehen, Koordination und Bewegung checken. Neue Mitspieler (also Muskeln, die auf einmal auch was melden wollen) wieder auf Pause schalten und noch einmal versuchen.

Und für alle die das jetzt versuchen und sich als total bekloppte Anfänger fühlen, weil erstmal nix geht:
Ich hab nach 10 Jahren spielen das ganze bemerkt und das war nicht mehr der Wink mit dem Zaunpfahl, sondern das war mit Betonmauer gegen Kopf... 10 Jahre "Rumpelkrampftechnik" und ich merk erst jetze, warum es einfach nicht weitergeht. War ziemlich frustrierend das Ganze, naja. Aber es lohnt sich, diese 5-10 Schritte zurückzugehen und das Fundament festzukloppfen bzw. zu erneuern. Ehrlich.
 
Danke. Das ist ja praktisch eine komplette Anleitung zum Thema: "So schlägst du locker an".

Jedoch gibt es auch Leute die meinen: "Man kann den Arm ruhig anspannen, wenn man schnell spielen will."

Und ich weiß noch nicht, welcher These ich Gehör schenken soll. Mal schauen, was mein Gitarrenlehrer dazu sagt.
 
guitareddie schrieb:
Estmal @Carlos:
@Korgun:
Sorry, aber Du bringst da Sachen zusammen, die nicht zusammengehören.

Beim Gewichtheben geht es um Maximalkraft, also die größtmögliche kurzzeitige Belastung. Dazu braucht man starke Muskeln. Muskelwachstum läßt sich nur durch gezieltes Training bis an die Belastungsgrenze des jeweiligen Muskels erreichen. D.h die Hantel stemmen, bis es weh tut, bis also der Muskel meldet: "Ich komm hier an meine Grenze, paß auf, sonst geht was kaputt!" Wenn man Muskeln regelmäßig solchen Belastung aussetzt, dann "merkt" der Körper das und versucht durch Muskelaufbau an dieser Stelle dieser Belastung entgegenzuwirken, denn durch besser ausgebildete Muskeln ist man mit gleichem Gewicht nicht mehr an der Grenze.

Ausdauertraining wie man es vom Sport her kennt, hat auch nix mit der Ausdauer beim Gitarrespielen zu tun. Es tritt nicht der Punkt ein: "Ich kann nicht mehr, Puste ist alle, kann kaum noch stehen...", sondern eher "mein Arm brennt, ich kann ihn kaum noch bewegen, alle Muskeln schreien schon. ", wie Carlos das meint. Bei ihm ist das Problem:"Ich kann das hier zwar spielen, aber irgendwann krampf ich fest und nix geht mehr!" Abhilfe schafft da kein Ausdauertraining im sportilchen Sinne.

Das beides hat nix mit Gitarrespielen zu tun und vor allem nicht mir Rechter-Hand-Technik!
Der Kraftaufwand zum Anschlagen ist so minimal, das kann wie gesagt jeder. Dazu braucht man keine kräfitgen Muskeln und Muskelaufbau hilft da gar nichts.
Es geht hier um Geschwindigkeit (das hat auch nix mit dem "Schnellkraft" zu tun, bitte nicht verwechseln). Und die Puste geht ihm wohl auch kaum aus...

Ok, ich versteh deinen Standpunkt, aber: Du unterscheidest die Dinge zu stark! Ich bin bei dem Gewichtheben auch nicht davon ausgegangen, dass man auf Maximalkraft trainiert, sondern auf Ausdauer(geht ja genauso). Natürlich hat Gitarre spielen nichts mit Kraft gescheige denn Schnellkraft zu tun.

Nun zu der Sache mit dem Sportler:

Nehmen wir an, er hat ein gutes Lungenvermögen und eine gute Atemtechnik -> ist also nicht außer Atem! Das heißt, der grund warum er nicht mehr laufen kann, ist das er pltözlich sagt: "Meine Beine brennen, ich kann sie kaum noch bewegen, alle Muskeln schreien schon!" Und das ist genau das gleiche, wie beim Gitarre spielen.

Ich denke das Hauptproblem ist einmal, dass man zu sehr utnerscheidet. Es gibt nicht diese typische Gitarrenbewegung, die sich von allen anderen Dingen unterscheidet!

Wenn man eine gewisse Geschwindigkeit eine Zeit lang durchhalten will, dann ist es einfach erforderlich, das zu trainieren! Egal ob die Bewegung 0,5mm oder 50Meter weit ist. Bei unseren Muskeln gibt es nur ein Anspannen und Entspannen. Mit der Zeit ist es dann möglich, dies bei einer bestimmten Geschwindigkeit zu machen (aufgrund unserers Gehirns und der Nerven, wie stark die Muskeln beteiligt sind, weiß ich nicht) Die Ausdauer, allerdings, kommt nicht einfach nur durch Technik, sondern auch durch die (trainierten) Muskeln. Und da spielt dann vorallem auch die Geschwindigkeit eine Rolle, denn wie gesagt: es ist einfach stundenlnag zu gehen, aber wer joggt mal so eben 6 stunden am stück?? (Außer die Ironmen ;) ).

Also um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Bewegung ist Bewegung, es ist egal wie groß diese ist, wieviel Kraft sie braucht oder wie schnell sie gemacht werden muss, es ist immer ein gewisses Maß Ausdauer erforderlich.

Zum anderen eventuell ein Verständnis Problem: Natürlich ist es am besten, wenn man etwas spielen soll vor Publikum, so wenig Aufwand und Anstrenung wie möglich zu haben. Allerdings verbessert man ohne Anstrengung beim trainieren wenn dann nur die Technik nicht die Ausdauer! Außerdem rede ich nicht von einem Verkrampften drauf los gehacke, sondern von einem leicht angespanntem Training.
 
Carlos :
Dazu hab ich mir auch ein GP-File erstellt, dass Geschwindigkeiten von 160-180 BPM bei Sechzenteln über 1 oder 2 Saiten über längere Zeit beinhaltet

könntest du denn diese File mal posten ?
würd mich interessieren...
 
@Korgun:
Ich glaub wir nähern uns da schon langsam einander an.
Ich versuch nochmal das zusammenzukriegen:
- Für die Pickbewegung brauchen wir natürlich ein bestimmtes Maß an Muskelspannung.
- Wenn man wach ist, haben alle Muskeln eine gewisse Grundspannung.
- Wenn ich ganz bewußt ohne Metronom ganz langsam eine definierte, saubere und effiziente Pickbewegung mache und mir dabei klarmache, welche Muskeln wie benutzt werden, dann definierre ich an dieser Stelle meinen Minimalaufwand an Muskeleinsatz.
- Mehr Muskeleinsatz ist auch bei schnellstem Picking NICHT notwendig.
- Der Grund, warum man an den Punkt kommt, wo man nicht länger als X spielen kann auf einem bestimmten Tempo ist, daß die beteiligten Muskeln auch diesen Minimalaufwand halt über einen bestimmten Zeitraum hinaus nicht gewohnt sind.
- Der falsche Weg, der an diesem Punkt gegangen wird, ist der Versuch das durch mehr Spannung (bis zum Krampf) oder durch Spannung anderer Muskeln zu kompensieren.
- Richitg ist, die Muskelspannung wieder auf das definierte Minimum zurückzubringen und dann weiterzumachen.

P.S.:
Ich glaub' ich sollte mal wieder mehr Gitarre spielen und weniger tippen...
 

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