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Gibson SG hält die Stimmung nicht

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JoergT
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Hi, ich habe 2012 eine günstige neue Gibson gekauft – eine Gibson SG Special Plus SGJ WBC für damals € 599. Von Anfang an hat sie das Problem, dass sie sich sehr schnell verstimmt. Ich habe sie jetzt wieder viel gespielt und mag sie sehr, so dass ich überlege, neue Mechaniken zu kaufen.

Kann die Stimm-Empfindlichkeit im Vergleich zu anderen Gitarren andere Gründe als die Mechaniken haben (Saiten ausgenommen)?
 
exoslime
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Hi

eher sind nicht die Mechaniken Schuld, sondern vermutlich ist der Schuldige der Sattel, dieser gehört überarbeitet und die Sattelkerben etwas geschmiert.

Ich hoffe die Saiten die aktuell drauf sind, sind nicht die von 2012? falls ja bitte schleunigst auch neue Saiten rauf. Alte Saiten sind auch nicht mehr besonders stimmstabil
weiters erwähnen möchte ich auch noch das korrekte Saitenaufziehen, dh, nicht zu viele Windungen (max 2) und unter Zug die Saiten aufwickeln, nach dem Aufwicklen auf Grundstimmung stimmen und dann jede Saite ordentlich dehnen, anschliessend wieder nachstimmen, das ganze wiederholt man dann einige mal und dann sollte die Gitarre ziemlich stimmstabil sein

lg
exoslime
 
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Myxin
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Ich würde den Sattel gleich ersetzen lassen durch einen Graphtech, dann hast du Ruhe und brauchst auch nicht dauernd "nachschmieren".
Kosten für sowas sind ca. 60 Euro beim Gitarrentech.

Diese günstigen Gibson Sättel nachfeilen zu lassen, lohnt sich meiner Meinung nicht.
 
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JoergT
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Ach echt, der Sattel? Obwohl auch die fabrikneue Gitarre 2012 schon schlecht die Stimmung hielt?
Bzgl. der Saiten bat ich, die als Grund auszunehmen.

Vielen Dank für den Input!
 
Der gute Fee
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Nicht "obwohl" sondern "weil". Sättel werden oft einfach vorgekerbt oder nicht entsprechend bearbeitet auf Gitarren gepappt. Die Saiten laufen dann hakelig und hängen, bis sie springen. Damit die Saite frei flutscht muss da nachgearbeitet werden, wie die Kollegen schon schrieben.
 
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Ich wünsche dir viel Glück mit der Gitarre!
Hatte mal eine Gibson LP Studio( war meine erste richtige Klampfe und traute mich Im Laden nicht ordentlich testen...) die hielt die Stimmung der D und G Saite ca für einen Anschlag.

Habe dann den Sattel getauscht und neue Mechaniken montiert, brachte aber alles nicht.
Habe mich wieder von ihr getrennt.

Bin nun Besitzer einer Tokai LP und einer gebrauchten PRS McCarthy. Beide muss ich eigentlich nur beim Seitenwechsel oder bei Temperaturschwankungen stimmen.

Hilft dir zwar nicht direkt, wollt ich aber trotzdem loswerden
 
Myxin
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Bin nun Besitzer einer Tokai LP und einer gebrauchten PRS McCarthy. Beide muss ich eigentlich nur beim Seitenwechsel oder bei Temperaturschwankungen stimmen.

Bei der Tokai hast du aber den gleichen Knick im Saitenverlauf hinter dem Sattel wie bei der Gibson - und das Beispiel zeigt dann doch, dass es bei besserem Material auch halbwegs stressfrei geht.
 
Kannix*
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Ich hab da schon einiges ergoogelt, am meisten wurde der Winkel der Gibson Kopfplatte erwähnt und besonders der Knick hinter dem Sattel, der besonders D- und G-Saite betrifft. Dem Knick könne man mit ein bisschen gefeile(hinten schräg um besser über den Knick zu rutschen) entgegen wirken. Öfter wurde empfohlen die D- Und G- Saite nach oben zu wickeln. Nutsauce, Micro Powder usw. Wenn der Knick die Ursache ist könnte man den String Butler von Dietrich Parts in Erwägung ziehen. Oder besseren (bearbeiteten) Sattel.
 
MAI
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G-Saite ist tendenziell immer ein Verstimmungsproblem bei einer Gibson-Style-Gitarre wg. dem "Knick", den die Saite vom Sattel hin zu Mechanik macht.

Der günstigste Erstversuch, zu schauen, ob es insgesamt besser wird, ist immer noch, etwas Graphit in die Sattelkerben zu geben. Da kratzt man sich einfach ein wenig vom Bleistift runter.
Wenn die Saiten alt sind, ist das -so wie es @exoslime schon geschrieben hat- ratsam die gleich mal zu wechseln. Alte Saiten verlieren ihre Stimmstabilität und auch die Intonation.
Wenn das nicht zu einem besserem Ergebnis führt, wäre das nächste ein neuer Sattel, wie @Myxin schon sagte, empfiehlt sich da gleich ein Graph Tech.
Mechaniken sehe ich da eigentlich auch nicht als Ursache.
 
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oder die Saite rutscht aus der Mechanik, weil evtl. nicht richtig aufgezogen.
 
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in die Richtung würde ich auch zuerst denken. Eine der häufigsten Ursache ist, wenn die Saiten nicht richtig aufgezogen werden. Sehr wichtig ist dabei auch das ordentliche dehnen beim Aufziehen, ich ziehe da schon ordentlich und lange dran, bis der Ton steht. Ein wenig Graphit vom Bleistift in die Sattelkerben, wie oben schon erwähnt, und schon passt das bei einer ordentlichen Gitarre. Klar machen Wetterkapriolen der Gitarre zu schaffen, aber dieses ewige Gerede hier von wegen " Gibson hält die Stimmung allgem. schlecht, Halswinkel Kacke " usw kann ich nicht nachvollziehen. Auch bei meinen anderen Gitarren habe ich noch nie solchen Proleme gehabt. Ich fahre allerdings auch immer mit " normalern " Saitenstärken, also wechsele mal von 10 er auf 9 er und zurück und habe auch keinen Holzhackeranschlag. Ich hänge mal ein Session Vid. mit ran, obwohl ich dem Olli seine Verkaufs Vids nicht so sehr mag, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Ich ziehe meine Saiten schon immer so auf, vlt mal so versuchen.
 
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Wenn der Winkel, in dem die Saiten zu den Mechaniken laufen das problem ist, dann könnte man ja, die Saiten beim Aufziehen nach oben wickeln. Sieht vielleicht komisch aus, aber der Winkel wird es flacher. Und für die zwei Wicklungen sollte zumindest Platz sein, mehr braucht man ohnehin nicht. Grundsätzlich sind die Mechaniken aber, wie schon erwähnt, selten die Ursache für Stimmprobleme.
Den Sattel sollte grundsätzlich anständig gekerbt sein, alleine schon, damit man eine vernünftige Saitenlage hat. Das gilt natürlich auch für einen neuen GraphTech-Sattel, der ja nur vorgekerbt ist.
Ich würde erstmals checken, ob die Saiten vernünftig aufgezogen sind, dann ob die Saite anständig im Sattel sitzt und dort nicht hackt. Wenn hier das Problem ist, dann würde ich nachkerben lassen. Einen neuen Sattel braucht man dabei unbedingt. Es schadet aber halt auch nicht einen besseren zu nehmen.
Was auch sein kann, ist daß die Saite irgendwo an der Brücke hackt. Ist aber unwahrscheinlich, wenn alle Saiten betroffen sind.
 
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@ ksx54: Leider muss ich Dir da widersprechen - der redegewannte Olli kann evtl. gut verkaufen - aber dennoch sind viele Dinge die er "erklärt" eben NICHT richtig!
So wie er es dort zeigt, machen es die meisten E-Gitarrenspieler. Bedeutet aber nicht, dass es richtig ist. Ich hatte darüber ein kleines You Tube Video darüber aufgenommen, bin aber mit dem PC so unbedarft (keine Ahnung!!), dass ich nicht in der Lage bin es hier einzusetzen. Dazu benötige ich mein Helferlein...Der kommt gleich.

 
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Wickelt die Saiten doch so auf wie der Tech von Joe B.:

 
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@ ksx54: Leider muss ich Dir da widersprechen - der redegewannte Olli kann evtl. gut verkaufen - aber dennoch sind viele Dinge die er "erklärt" eben NICHT richtig!
also meinst du, dass ich all die Jahre meine Saiten falsch aufgezogen habe und wie du selbst sagst die meisten Gitarristen auch? Das ist ganz schön starker Tobak. Wie ich schon geschrieben habe, mache ich das schon immer so, nicht erst seit Ollis Vid, das war bloß als Anleitung gedacht. Mit meiner Methode hatte ich bislang keine Verstimmungsprobleme und wo bitte steht denn geschrieben was richtig und was falsch ist?
 
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also meinst du, dass ich all die Jahre meine Saiten falsch aufgezogen habe und wie du selbst sagst die meisten Gitarristen auch? Das ist ganz schön starker Tobak. Wie ich schon geschrieben habe, mache ich das schon immer so, nicht erst seit Ollis Vid, das war bloß als Anleitung gedacht. Mit meiner Methode hatte ich bislang keine Verstimmungsprobleme und wo bitte steht denn geschrieben was richtig und was falsch ist?
Das ist kein starker Tobak, sondern die Methode welche sogar vor vielen Jahren in der "Bedienungsanleitung" meiner ersten 7ender aufgezeigt war. In vielen Büchern über Gitarrenbau ist es so dargestellt -unter anderem im Buch vom Zupfinstrumentenbauer - also keinem nichtgelernten Gitarrenbauer, der Name liegt mir auf der Zunge, ich bin vergesslich, liefere ich aber nach. Hatte ich aber hier im Board schon mehrfach empfohlen, und allen meinen Praktikanten geschenkt. Der Grund für diese Art: Einmal reicht eine Wicklung um die Achse, und die Saite wird geschont, weil sie nicht mit einer Kannte der Bohrung, welche manchmal einen kleinen Grat haben, stärker in Berührung kommt. Leider sind einige Nutzer von Gitarren dabei sehr ungeschickt, habe es mehrfach gezeigt, wurde aber dennoch falsch gemacht.
Und Du kannst es mir glauben, was ich in den vielen Jahren gesehen und erlebt habe von Saitenaufwickeltechniken, ist zum Schreien. Von Knoten bis zu 32cm Saiten aufgewickelt!!
Nachtrag: Ich habe es gefunden:
E-Gitarrenbackground von Fritz Rössel
Ich habe einige Bücher gelesen, aber das ist mit Abstand das beste! Nicht nur "trockener Stoff", sondern mit humorvollen Zeichnungen...
 
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Myxin
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@ Murle:

Was hältst du von der Methode vom Joe B. Tech (s. Video)?

bis zu 32cm Saiten aufgewickelt!!

Das ist die schwäbische Methode, hat schließlich alles Geld gekostet, also wird auch alles aufgewickelt! :D


Ich hab das in meinen Anfangstagen immer so gemacht - hat gut funktioniert, ist aber nervig, wenn die Saiten wieder runter müssen:

sattelknotenu2jac.png

Hoffe, meine Skizze ist selbsterklärend.
Falls nicht. Die Saite wird einfach nochmal über der Mechanik "zurückgezogen" unter der vom Sattel kommenden Sait durch und drüber wieder nach vorne, bis sie fest anliegt.
Beim Aufwickeln (Mechanik dreht sich in diesem Bild nach links) klemmt dann die vom Sattel kommende Saite die Wicklung fest.
 
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murle1
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Ich habe es mir mehrfach angeschaut, aber auch dabei werden mehrere Umdrehungen aufgewickelt. Der Unterschied zu Ollis Methode ist, dass die Saite einmal über und einmal unter der durchgesteckten Saite ist. Also kein "Gewinn" weil mehr Saite aufgewickelt wird als nötig - und sich die Saite nicht selber abklemmt. Aber es soll Jeder so machen wie er kann. Ich mache es eben so wie es die ausgewiesenen Fachleute es machen. Die beste Methode ist so wie so: Vintage Mechaniken mit dem Loch von oben: Saite 4cm länger lassen als dort wo die Wickelachse ist, oben reinstecken, umbiegen aufwickeln!! Ich liebe die alten Dinger!!
 
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Der Unterschied zu Ollis Methode ist, dass die Saite einmal über und einmal unter der durchgesteckten Saite ist. Also kein "Gewinn" weil mehr Saite aufgewickelt wird als nötig - und sich die Saite nicht selber abklemmt.

Aber gerade dadurch soll die Saite eben doch etwas festgeklemmt werden, nämlich durch die eine Wicklung, die anfangs darüber gelegt wird und danach durch die beim Aufziehen entstehende(n) untere(n) Wicklunge(n).

Die beste Methode ist so wie so: Vintage Mechaniken mit dem Loch von oben: Saite 4cm länger lassen als dort wo die Wickelachse ist, oben reinstecken, umbiegen aufwickeln!! Ich liebe die alten Dinger!!

Du wolltest wohl sagen: "Die beste Methode ist, keine Gibson, sondern eine Strat zu spielen"? :D
 

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