Gibt es verschiedene Systeme den Bass zu greifen?

von myriade, 23.08.07.

  1. myriade

    myriade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.07   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt 2 verschiedene Lehrer ausprobiert und bin komplett verwirrt:

    Lehrer 1 hat mein Akkordeon-Welt erstmal auf den Kopf gestellt, indem er meine Akkordeon-Haltung komplett umstellte, indem das Instrument komplett gerade gehalten und auf beiden Beinen abgestellt werden solle und der Balg nach vorne vom Körper weg gezogen wird. In etwa so, wie wenn man eine Dame kerzengerade aber um die Achse nach vorne weg beim Tango führt.

    Über meinen 4. Finger/Ringfinger am Bass schmunzelte er und meinte, so würde das falsch in den Büchern stehen :confused: ... der Bass müsse mit dem 3. Finger/Mittelfinger bedient werden und Dur, Moll, Septime und verminderter Akkord alle mit dem 2. Finger/Zeigefinger. Auf mein Nachfragen, ob denn 4.+5. Finger ab nun arbeitslos wären, meinte er, diese Finger würden für Melodie gebraucht (wenn ich mich recht erinnere).

    Nun - ich dachte, vor 25 Jahren hätte man das vielleicht anders gelehrt als heute und übte das neue wie verrückt, um meine Grifftechnik umzustellen....

    Das war mir wohl auch ein wenig gelungen - denn als ich einige Tage später Lehrer 2 probierte, schien dieser verwirrt darüber, was ich denn da an den Bassknöpfen treibe :eek: Er sagte mir, dass definitiv der 4. Finger an die Bassknöpfe gehöre und Finger 3+4 die Akkorde bedienen. Also so, wie ich es immer gelernt hatte.

    Auch meine Haltung war nicht (mehr) in Ordnung und er richtete mich wieder so aus, wie ich seit jeher das Akkordeon gehalten hatte, eben so ein wenig "schräg" (aber gefühlsmäßig viel komfortabler) - ... halt "wie man das kennt" ;)

    So. Nun frage ich mich, warum Lehrer 2 mir Akkordeon beibringt, wie ich es kenne und warum Lehrer 1 mir was ganz anderes/neues zeigt.

    Liegt es daran, dass Lehrer 1 in Osteuropa gelernt hat. Oder daran, dass er für klassische Musik die Bassseite anders bedient?

    Für Hilfen, um das zu verstehen, wäre ich Euch sehr dankbar :)

    Liebe Grüße
    Angela

    PS: ich frage die Lehrer in der nächsten jeweiligen Stunde (wollte die Teststunden nur jeweils ohne Diskussion über den Stil erleben) und möchte nur gern vorab Eure Meinung/Erfahrung lesen
     
  2. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #2
    Also, ich habe es so gelernt, dass der 4. Finger auf der Grundbassreihe liegt, 3. auf Dur und 2. auf Mollakkorden - zumindest in der Ausgangsstellung. Haltung des Akkordeons: gerade, leicht nach links verschoben, so dass der Balg auf dem linken Oberschenkel aufliegt, wobei der Balg in mehr oder weniger gerader Linie hin- und herbewegt wird.

    Warum der 4. und 5. Finger für die Melodie zuständig sein sollen, leuchtet mir nicht so wirklich ein. Schließlich ist es zum einen nicht wirklich möglich, mit 2 Fingern eine fließende Melodie zu spielen und zum anderen ist das Melodiespiel bei einem Standardbassakkordeon ohnehin nur eingeschränkt möglich. Von deher erscheint mir die Sache doch recht merkwürdig.

    Es ist aber durchaus möglich, dass im osteuropäischen Raum und insbesondere im Bereich der klassischen Musik der Bass etwas anders gegriffen wird. Du musst ja auch bedenken, dass die meisten Akkordeonschulen eher vorlkstümlich ausgerichtet sind und sich am althergebrachten humtata-Bass orientieren. Wenn es also um die reine Akkordbegleitung mit Wechselbässen geht, dann ist wahrscheinlich die klassiche Fingerposition, so, wie sie in den Büchern steht, die optimale.

    Gruss, Senseo
     
  3. druckluft

    druckluft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.07   #3
    Hallo alle zusammen!

    Bin neu hier und habe das Forum schon einige Monate lesend verfolgt. Ich spiele seit meinem zehnten Lebensjahr Akkordeon und gehe mittlerweile auf die fünfzig zu, habe damit etwas Praxis in volkstümlicher Musik, Akkordeon-“Orchester“ (Laien), Unterhaltungsmusik/Tanzmusik (Band), Folk und Liedbegleitung im Grundschulbereich. Und ich liebe meine alte Atlantic IV de luxe trotz utopischem Tastenhub (habe das Tremolo allerdings etwas flacher stimmen lassen, es klang mir zu nervös/nervig), auch wenn sie in nächster Zeit nach einer Generalüberholung schreit... Meine Morino V (überholte „Klebe-Morino“) ist mir zu unausgewogen (dreichöriges Tremolo und „schwacher“ Bass) und ihr Cassotto klingt mir zu „erstickt“ für meine Musikrichtungen. Mit einem Roland FR-3s werde ich bald im Band-Bereich einige Erfahrungen sammeln...

    Zum Thema:
    Beim Standardbass ist meiner Erfahrung nach die Standardstellung: der Ringfinger (4.) auf dem Grundbass, Dur-Akkord mit dem Mittelfinger, Moll-, Septim- und vermindert mit dem Zeigefinger. Allerdings spiele ich oft den Moll-Bass auch mit dem Mittelfinger, wenn ich nicht mit dem kleinen Finger den Mollterzbass brauche.

    Ich hatte aber mal einige Zeit einen polnischen Akkordeonlehrer, der mir mehr über das Melodiespiel auf der (Standard-)Bass-Seite mit "klassischen" (eher Barock-)Stücken und Musette-Walzern beigebracht hat. Dabei habe ich neben der in Deutschland üblichen Fingerstellung für das Tonleiterspiel im Bass,

    als Beispiel C-Dur:

    C (4). D(2.) E(4.) F(5.) G(3.) A(5.) H(3.) C (4.),

    für das klassische Spiel eine weitere gelernt, bei der das C mit dem 3. Finger gegriffen wird und das D als Terzbass vor dem Bb geholt wird, also so:


    C (3.) D (5.) E (3.) F(4.) G (2.) A (4.) H(2.) C(3.)


    Mir kommt der zweite Fingersatz für das Melodiespiel im Bass etwas bequemer vor, da das A mit dem vierten statt mit dem kleinen Finger gegriffen wird, und man ist etwas schneller bei Läufen.

    Allerdings ändert sich das sofort, wenn man Akkorde in der Begleitung braucht. Da ist das erste Griffsystem wesentlich sinnvoller.

    Meine Meinung: Als Einsteiger immer mit dem vierten Finger auf dem Grundbass beginnen, mit standardmäßigem hum-ta-ta-ta und seinen diversen Abwandlungen.
    Wenn man dann sicher ist und nach dem Wechselbass die ersten Bassgänge beherrscht, kann man daran gehen, für besondere Stücke (Choräle, Jazz, Musette, Tango, Klassisches) andere Fingersätze zu nutzen, auch das zweite Schema. Die Finger sind ja nicht an den Bassknöpfen festgeklebt bzw. der Daumen bleibt ja rechts auf der Tastatur auch nicht immer auf dem c. ;)

    Wenn es nur nach Haltung und Bass-Griffweise geht und das Menschliche in Ordnung ist, würde ich zum zweiten Lehrer für den Anfang tendieren; nach ein paar Jahren dann würde ich dann für einige Zeit mit dem ersten Lehrer arbeiten, um meine Fertigkeiten zu erweitern.
    Wie „klassisch“ man die Körperhaltung beim Spiel einnehmen will, ist persönliche Entscheidung. Die „Dame-beim Tango-Haltung“ ist die konzertante Haltung in osteuropäischen Ländern, und man hat das Instrument wirklich besser in der Gewalt. Meiner Meinung nach kommt es aber auf den Schwierigkeitsgrad des Stücks an, wieviel „Gewalt“ man braucht... :rolleyes: Die lässigere Haltung hält man länger durch (wenn man etwa sieben Stunden spielen will...:D). Ich variiere hier auch die Haltung, wenn´s schwerer wird.:o

    Gruß druckluft
     
  4. Murti

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    Erstellt: 24.08.07   #4
    Das mit den Bässen ist so ein Ding. Der vierte Finger auf den Grundbass, es gibt aber auch noch den Quint und Terzbass. Der dritte Finger wird für den Wechselbass gebraucht. Für Läufe die auch im Standardbass häufiger gebraucht werden z.b. im Swing, sollte man bis auf den Daumen keinen Finger auslassen. Jeder nicht trainierte Finger ist ein echter Verlust.
    Die rechte Hand benutzt auch alle Finger und das sogar bei Knopf-Akkordeon.
    Bei einer 6te oder anderen Umkehrungen sowie Griffkombinationen braucht man letztendlich jeden brauchbaren Finger dann geht auf dem Standard-Bass sogar Toccata und Fuge, das habe ich früher auch nicht geglaubt ! Aber einfach ist es bestimmt nicht.
    Mein Musiklehrer war auch ein Freund des still Sitzens ! Gut man kontrolliert das Instrument besser, besonders bei Klassik, aber bei echtem Feeling ist das schwer und das Spiel wird schnell ausdruckslos, das ist jedenfalls meine Erfahrung. Perfektes und Ausdrucksloses Geklimper find ich furchtbar und deswegen ist mir Bewegung am Akkordeon wichtig, ob dadurch mehr Unsicherheit im Spiel entsteht halte ich nicht für sicher. Als wichtigstes erscheint mir mit ganzem Herzen bei der Sache zu sein und sich für einen Lehrer zu entscheiden.

    Gruß Murti
     
  5. senseo

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    Erstellt: 24.08.07   #5
    Echt? Also ich bin mit meiner Atlantik (allerdings IV N de luxe) nicht wirklich zufrieden. Der Klang ist mir einfach zu schrill und zu laut, ich bin da eher ein Freund des "russischen" Klanges in Richtung Bajan. Aber mit einem dreichörigen Tremolo könnte ich auch nichts anfangen, bin eigentlich überhaupt kein Tremolofreund und hätte am liebsten ein Instrument mit 2 gleich gestimmten 8' Chören...

    Also, ich habe diese Haltung heute mal ausprobiert, geht garnicht meiner Meinung nach. Ich bevorzuge es da doch, denn Balg zur Seite hin zu bewegen und nicht nach vorne vom Körper weg. Und ich hatte auch nicht wirklich das Gefühl, das Akkordeon dadurch besser im Griff zu haben, eher im Gegenteil - die Kontrolle über die Bässe zu verlieren. Aber das mag Übungssache sein. Im Zweifelsfall würde ich aber vemuten, dass die osteuropäische Methodik die bessere ist, da das Akkordeonspiel auf höchstem Niveau dort einen ganz anderen Stellenwert hat als hierzulande und die dortigen Akkordeonisten - sofern sie an einem der renommierten Konservatorien ausgebildet wurden - über eine exzellente Ausbildung verfügen, wie man sie hierzulande wohl nur an sehr wenigen Stellen erhalten kann.

    Gruss, Senseo
     
  6. myriade

    myriade Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.07   #6
    Hallo zusammen und
    herzlich Willkommen im Forum druckluft :)

    druckluft, da hast Du mir aber enorm weitergeholfen mit Deinem Erfahrungsschatz - vielen Dank :great:
    Mit meinen Vermutungen bezüglich Herkunft und Klassik-/Melodiebass lag ich dann ja auch schon tendenziell richtig :D

    Rein gefühlsmäßig tendiere ich auch dazu, erstmal bei Lehrer 2 zu bleiben, um hier im ... wie soll man's nennen?... "Akkord-Griffsystem" wieder größtmögliche Sicherheit zu erlangen... (zumal Lehrbücher hierrauf ausgerichtet sind - und gegen Lehrbücher anzulernen scheint mir etwas kontraproduktiv) und dann im 2. Schritt die Kenntnisse zu erweitern bei Lehrer 1 und dem "osteurop./Klassik-/Melodie-Griffsystem".

    Bezüglich der Haltung: Wenn ich diese konzertante "Dame-beim-Tango"-Haltung wirklich korrekt eingerichtet habe, dann funktioniert sie .... ich war erstaunt, wie sehr ich mein Instrument "im Griff" habe und wie sicher ich dadurch im Bass bin :eek: die Haltung ist m.E. aber auch ziemlich ermüdend, was aber sicher auch an der mangelnden Praxis liegt.
    Vom Spielgefühl her finde ich diese Haltung für "schwere Kost" angenehm... für leichteres, schwingendes Spiel gefällt mir auch die lässigere Haltung besser.

    Ich bin nun aber froh, recht am Anfang verschiedene Methoden kennenzulernen... das wird bestimmt noch für was gut sein ;)

    Liebe Grüße
    Angela
     
  7. druckluft

    druckluft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #7
    Myriade:
    Myriade: Danke für die Blumen :) Ich kann da nur aus meiner Spielpraxis sprechen, habe das Instrument zu 90 % autodidaktisch gelernt, mit Vorkenntnissen auf Blockflöten :rolleyes: (die spiele ich heute auch noch). Mein Vater war Hobby-Akkordeonist und hat mir einige Tipps gegeben, wenn ich gar zu falsch lag. Habe nämlich drei Akkordeonschulen genommen, und wenn ich in einer nicht weiter kam, hab ich halt in einer anderen weiter geübt. Als Schüler hatte man noch Zeit ... :rolleyes: Ich bin also kein studierter klassisch ausgebildeter (Semi-)Profi, spiele nur schon sehr lange.

    murti: Ich stimme dir zu, mir spielen die osteuropäischen Solisten zu perfekt an der Vorlage, Technik steht mir hier zu sehr im Vordergrund. Sie sollte doch eigentlich nur das Mittel zum Zweck sein, oder? Da ist mir Lydie Auvray schon lieber, die hat wenigstens einen eigenen unverwechselbaren Stil (über die Gründe dafür bin ich lieber still :rolleyes:) Ich mag den Akkordeonisten am Spiel erkennen können, deshalb liebe ich jazziges Spiel auf dem Akkordeon...

    senseo: Ich sagte ja, für meine Musikrichtungen ist mir die Atlantic das liebste Instrument. Die russischen Bajan-Spieler höre ich sehr gern, am liebsten in gemischten Ensembles mit anderen russischen Instrumenten (Dobra, Balalaika...). Aber ich mag´s halt nicht spielen. :o
    Die Atlantic wurde mal in irgendeiner Werbung als "Allround-Akkordeon" bezeichnet, und genau so sehe ich sie... In einer Band zum Beispiel brauchst du ein durchsetzungsfähiges Instrument gegen Keyboard/Orgel, Saxophon, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Und über Mikrofon kommt die Atlantic gut rüber. In einem Folk-Ensemble macht sie auch keine schlechte Figur... Für konzertante Musik ist sie allerdings wirklich etwas zu "munter" im Klang. Aber ich sehe mich eher als Musikant (Kunsthandwerker), nicht so sehr als Musiker (Künstler). Beide haben ihre "Kundschaft"... ;)
    Peter M. Haas hat sein Akkordeon sehr flach gestimmt (ist auf seiner Homepage zu hören). Ist das dein Klangideal? http://www.peter-m-haas.de/peterframe.html

    Bin ein wenig OT, aber hier finde ich euch alle zusammen... Will mich aber in Zukunft zusammenreißen ;)

    Etwas zum Bass-Spiel: Ich habe mich ab und an mit "Begleit-Patterns" für die linke Hand beschäftigt, aus dem Bereich der E-Orgel mit Fußbass konnte man einige Bearbeitungen für die linke Hand ummodeln... leider gibt es dieses Instrument und die Literatur fast nicht mehr :(

    "Besondere" Begleitmuster nutze ich bei Beguine/Latin, Cha-Cha, Boogie, Pop-Balladen... Wer die Heftreihen "Bunt gemischt" und "Golden Oldies" aus dem Ecora-Verlag kennt: Hier finde ich die Begleitung (linke Hand) sehr einfallslos (genauso wie die meisten zweiten Stimmen)... :mad: Wenn jemand aus dem Bereich der Unterhaltungsmusik Bearbeitungen für Akkordeon mit wirklich guten Arrangements für die linke Hand kennt, wäre ich für Tipps dankbar ....

    Gruß druckluft
     
  8. ZAUBERBAER

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    Erstellt: 26.08.07   #8
    ich habe nicht alles durchgelesen ... aber: BITTE das akkordeon nicht auf zwei Beinen, eines reicht wirklich!!! und das ist wichtig.
    Und es gibt noch mehr Systeme! Ich spiele teilweise erste Reihe mit dem Daumen, bzw. sollte spielen^^. Habe mich noch nicht so ganz daran erfreut!:D
     
  9. druckluft

    druckluft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #9
    Im Bass??? :eek: Das musst du mir mal vormachen ;)

    Das mit den Beinen kann ich bestätigen... Habe zuerst (da ohne Lehrer angefangen) das Instrument zu weit rechts sitzen gehabt. Erst nach einem Tipp nach einigen Jahren habe ich den linken Schulterriemen verkürzt und den rechten länger gelassen. Seitdem "läuft" der Balg viel freier...

    Gruß druckluft
     
  10. ZAUBERBAER

    ZAUBERBAER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #10
    naja es gibt selbst schulen die den daumen in der ersten reihe lehren, z.B. von der Elsbeth Moser, die momentan noch in Hannover an der HMT lehrt. Es ist nicht schwer, eben nur ungewöhnlich, die ersten Wochen sind aber schon recht fies ... ^^
     
  11. druckluft

    druckluft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #11
    Klingt sehr ungewöhnlich, und ich kann´s mir nicht recht vorstellen :( Oder meinst du MIII ? Ich bin Standardbass-Spieler (Stradella-System), und die erste Reihe ist für mich die Terzbass-Reihe. Kann mir nur bei Melodiebass-Seite den Daumen auf dem Knopf-Feld links vorstellen ...
     
  12. Doc_36

    Doc_36 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.07   #12
    Der untere Balg soll als Schwerpunkt des Istruments auf dem linken Oberschenkel ruhen, dort bleiben und möglichst beim Spielen nicht zum Rücken hin abgekippt werden; wenn, eher nach vorne. So lerne ich das von meinem Lehrer.

    Gruß von Doc_36 ;)
     
  13. Inge A. Lotti

    Inge A. Lotti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #13
    Hallo,

    ich habe autodidaktisch angefangen - mit dem Mittelfinger auf den Grundbässen - und in der ersten meiner drei Akkordeonstunden gelernt, dass da der Ringfinger hingehört. Wobei ich auch jetzt noch, wenn es besser geht, ab und zu den Mittelfinger nehme, z.B. bei der Folge E-Moll - H-Dur - D-Moll - A-Dur usw. für Die Dur-Grundtöne.

    Danke übrigens für die Anregung, für Melodiespiel im Bass auch den kleinen Finger zu nehmen. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Muss ich mal probieren. Für eine normale Dur-Tonleiter haben mir immer drei Finger gereicht.

    Grüße
    Inge
     
  14. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #14
    Das war auch das, was mir beim "klassischen" Konzertakkordeonspiel immer ein wenig missfallen hat. Es wurde damals an der Musikschule unheimlich viel Wert auf Technik, wie Hauchansatz, Balgstopper etc. gelegt. Wenn ich mir heute teilweise die Noten anschaue, die ich damals gespielt habe, da ist vor lauter Anmerkungen und hinzugefügten Zeichen kaum noch Weiß zu erkennen. Leider ist aber so der Spaß und die Lockerheit beim Spiel vollkommen abhanden gekommen, da man ja immer hoch konzentriert darauf achten musste, alles "richtig" zu machen.

    Ja, für diese Zwecke ist die Atlantik natürlich sehr gut geeignet. Ich kenne auch einige Leute, die das Instrument in der Volkstanzgruppe einsetzen, weil man damit auch draußen auf dem Marktplatz beim Kunterdanz ganz gut mit durchkommt und das Instrument relativ unanfällig gegen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen ist. Allerdings ist die Atlantik eben kein Instrument, was über einen filigranen Klang verfügt. Meine Frau sagt immer, sie höre mir gerne beim Spielen zu, allerdings am liebsten aus dem Nebenzimmer, weil ihr das Instrument in direkter Nähe zu laut und zu schrill sei. Ich denke, da hat sie nicht ganz Unrecht. Ich kriege immer den Frust, wenn ich Leute mit wirklich guten Akkordeons spielen höre und feststellen muss, dass der Klang meiner Atlantik so gut wie garnichts mit diesen Instrumenten gemein hat. Als Ersatz für die Atlantik käme für mich nur ein Cassottoinstrument in Frage. Und ja, der Klang des Akkordeons von Peter M. Haas entspricht schon dem, was ich für mich als den "optimalen" Akkordeonklang beurteile. Ich hatte mal das Vergnügen eine Hohner Morino 454BS ausprobieren zu dürfen. Die hatte zwei gleich gestimmte 8 Fuß Chöre, ohne jegliches Tremolo. Der Klang war absolut klasse. Leider war das Instrument aber dermaßen groß und unhandlich, dass ich daran wahrscheinlich nicht wirklich Freude gehabt hätte, zumal ich den Eindruck hatte, schon bei leicht geöffnetem Balg das vorgelagerte MIII nicht mehr richtig erreichen zu können :(

    Gruss, Senseo
     
  15. ZAUBERBAER

    ZAUBERBAER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.07   #15
    wargh ... ja ich meine natürlich MIII sorry, nicht dazugeschrieben... aber bei normalem gehts auch ... obwohl dort der vorteil sicherlich nicht so groß ist!
     
  16. druckluft

    druckluft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.07   #16
    Da stimme ich dir uneingeschränkt zu... ;) Die verminderten Akkorde brauche ich doch so selten, dass der Daumen sich nicht extra bemühen muss. :o

    Ich bewundere die MIII-Spieler ein wenig, denn ich bin mit der linken Hand doch mittlerweile so "eingefahren", dass ein neues Griffsystem mich beim Musizieren eher behindern würde... Auch meine "Versuche" auf dem Keyboard haben mir doch gezeigt, wo die Grenzen sind... erstens gibt das Ding mir musikalisch nix zurück, und zweitens klingt das, was ich ohne Automatik links fabriziere, doch etwas dünn :rolleyes:

    Gruß druckluft
     
  17. druckluft

    druckluft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.07   #17
    Da stimme ich zu, bin auch musikalisch selten in der "filigranen Welt" zu Hause ;) Ich hatte mal die Gelegenheit, einige Tage auf einer Weltmeister Supita zu üben. Sie hatte einen super Klang für "Klassisches", Jazz und osteuropäische Folklore. Aber nach zwei Tagen schon fing dieser eingesperrte Cassotto-Klang an, mich nervös zu machen... War nichts für mich. Ich habe mit diesem "Geschmack" :rolleyes: schon oft erstaunte Blicke geerntet :o
    Ich sage dann, dass ich eher Musikant als Musiker bin... also eher Kunsthandwerker als Künstler...

    Das Grelle war bei meiner Atlantic IV d.L. etwas gemäßigter, als ich das Tremolo etwas flacher stimmen ließ. Meine Atlantic IV T klingt (unbearbeitet) weniger voluminös und schwingt mir zu sehr im Ton, werde sie irgendwann auch mal sanfter stimmen lassen...

    Bei einem Null-Tremolo hätte ich die Bedenken, dass da doch dauernd einige Stimmzungen in der Stimmung "abhauen", und der nächste Akkordeonservice ist weit...:(

    Aber ich glaube, wir sind ein wenig ab vom Thema... :rolleyes: Dankenswerterweise sind die Moderatoren noch gnädig.
    Zum Thema Atlantic oder nicht... "Leben und leben lassen!" :great:

    Gruß druckluft
     
  18. WhitePhoenix

    WhitePhoenix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.07   #18
    hab mir jetzt nicht alles hier durchgelesen aber was lehrer 1 von dir will finde ich nicht gut! das ist schon ne frechheit für akkordeonlehrer, wenn du mich fragst. es ist ja schon sehr absurd, dass er von dir will den grundbass mit mittelfinger zu spielen.. aber wie er deine haltung korrigiert hat war ja die krönung. so kann man erstens nciht gescheit spielen und zweitens schauts auch dämlich aus:D sooo^^ bin mal gespannt was jetzt gegen mich gesagt wird :great:
     
  19. myriade

    myriade Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.07   #19
    Hi,

    mittlerweile kann ich sagen, mein Lehrer 1 hat Recht ;)
    (Lehrer 2 aber auch, jede Technik für sich hat ihr gutes)
    Derdritte Finger auf dem Grundbass ist gar nicht so absurd, wie es auf den 1. Blick scheint. Wenn man bis dahin aber immer den 4. verwendet hat, dann ist es zunächst schon ziemlich strange :eek:

    Im Thread "Kleiner Finger im Bass" erklärt Scheufele ganz toll, warum diese Grifftechnik sehr praktisch ist... ich bin mal so frei und zitiere:

    ich verwende den 5ten finger auch gerne um Sprünge zu "verkürzen". Angenommen folgende Kadenz: A-Moll dann Bb-Dur und dann E-Moll. Dann spiele ich A-Moll mit 3/2 Bass/Akkord, Bb-Dur mit 4/5 Bass/Akkord (wichtig 4 auf Bass!!) und dann auf E-Moll mit 3/2.

    Ich bin froh, dass ich diese Technik überhaupt kennen lernen durfte und spiele sie nun gern. Mittlerweile bin ich auch schon fast so weit, dass ich beide Techniken abwechseln kann, ohne groß Fingersalat zu fabrizieren :D

    Liebe Grüße
    Angela

    P.S. Auch mit der Haltung kann ich mittlerweile gut leben, wenngleich ich noch Schwierigkeiten habe... und so blöd sieht das gar nicht aus (hab's vor'm Spiegel ausprobiert ;) )
     
  20. WhitePhoenix

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    Erstellt: 20.09.07   #20
    mh...dann hab ich das wahrscheinlich nicht richtig kapiert... wie schaut denn deine haltung jetzt aus?
    eher wie bild 1 oder bild 2? oder vielleicht ganz anders?
     

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