Gitarre - Bass - Recording auf der Messe 2013

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Ich war am Samstag auch auf der Musikmesse in Frankfurt und habe einiges zu Berichten.

Fangen wir mal im Bereich Gitarre an.

Ibanez:

Irgendwie erinnert deren Stand ein wenig an die Sportschuh Abteilung vom Breuninger in Stuttgart an einem solchen Samstag. Allerdings wäre es im Fall der Schuhe eher kurz vor Weihnachten.
Jeder versucht ein Testobjekt von der Wand zu ergattern und findet einen Sitzplatz oder testet auf dem Boden hockend, ob der Fuss zum Schuh oder bei Ibanez eben die Hand zur Griffbrettbreite passt.
Ich kann nach einem Trockentest jedenfalls sagen, dass mich die 8 Saiter in Sachen Bespielbarkeit total überrascht hat. Das geht sehr gut und ohne die Hand zu verbiegen. Nur übersichtlich ist das nicht mehr wirklich,
daran müsste man sich wohl erst gewöhnen.


Meteoro:

Der nette Mann am Stand läd mich ein, den 280 Watt starken Röhrenboliden zu testen. Das lass ich mir nicht entgehen, ab in die Kabine damit und los gehts.
Wer nen lauten Cleansound braucht ist hier schon mal richtig. Der Amp hat unglaubliche Reseven im Headroom und klingt dabei sehr dynamisch. Heftig laut wirds unweigerlich, wenn man in den Zerrkanal wechselt.
Die Dynamic bleibt aber erhalten und passt gut zum recht trockenen Sound. Richtig Spass macht dann noch der Booster, der sich auch nochmal aufs Klangbild auswirkt. Ich vermute eine leichte Badewanne in dessen Gepäck.
Leider steht die passende Box, die mit eigens entworfenen 80 Watt Speakern bestückt ist, draussen vor der Tür. Die angeschlossene 4x12er geht bei palm mutes schon fast in die Knie, ich befürchte auch ernsthaft, dass die Kabine auseinanderfällt.
Wer die Lautstärke nicht fürchtet, kann sich dafür mit einem tollten Sound belohnen, den sogar recht eigenständig finde.
Der Klang gefällt mir gut, anscheinen handelt es sich auch um das Arbeitsgerät von Andreas Kisser. Nur Laut wie die Hölle es der Meteoro und daher ein wenig schwer zu kontrollieren. Muss man aber echt erlebt haben!
Wer Interesse hat, auch ohne grossen deutschen Vertreib sind die Sachen über Alex Jansen zu erhalten. Der MAK 3000 burnt kostet erschwingliche 1990 USD, eine konkrete Lieferzeit hab ich nicht erfragt.
Wer hat Angst vor 280 Watt:
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Schecter:

Viele schöne Gitarren finden sich am Stand von Schecter, keine Frage. Das Highlight sind aber eindeutig die neuen Amps.
Die sehen nicht nur sehr schick aus, sondern klingen dabei noch sehr gut. Ich habe zwar nicht selbst darüber gespielt aber für die meisten härteren Metalklänge dürfte der Hellraiser eine gute Wahl sein.
Beim Hellwin geht es etwas trockener zur Sache, beide Amps wissen aber zu gefallen.
Erwischt! Die süddeutschen Melodic-Deather von Therein bei Schecter:
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Highlight sind die neuen Amps:
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- - - Aktualisiert - - -

Und weiter gehts mit Bass.
Ich wollte unbedingt paar Vollröhrenamps anschauen und wurde fündig.

Fender:

Die beiden Bassman Amps mit 100 oder 300 Watt standen vor dem Stand und sehen egal ob beige oder schwarz sehr schick aus.
Die Knöpfe fassen sich gut an, Optik und Haptic stimmen auf jeden Fall. Leider konnte ich sie nicht testen, worüber ich ein wenig enttäuscht bin.
Nur zum gucken:
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Mesa/Boogie:

Ja es gibt sie wirklich, Bass Prodigy und Stategy stehen zum Anspielen bereit!
Über den kleineren Prodigy mach ich mich gleich her und er gefällt sofort. Obwohl im half Power Modus ist der schon echt laut. Die Klangregelung arbeitet effektiv und sinnig und durch die Möglichkeit am Input schon zwischen Passive, Vintage und Aktive zu wählen, hat man schon eine Menge Klangmöglichkeiten.
Der fünfstufige Tonregler macht aus dem Amp dann ein richtiges Alroundtalent. Von glasklaren bis zu röhrig angeterrten Sounds ist vieles drin. Dabei bleibt der Amp auch bei halber Leistung stets definiert und dynamisch, die tiefe H Saite haut er kompromisslos sauber in die 6x10" Box.
Mit Sicherheit einer der besten Amps die ich je gehört habe!
Auf meine Nachfrage erfahre ich, dass er Juni oder Juli erhältlich sein soll. Wir dürfen gespannt sein, ob´s klappt.
Wow - der Prodigy überzeugt:
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Ich habe mich im Recording Bereich auch umgeschaut und mich auch mit vielen Ausstellern unterhalten.
Wie versprochen berichte ich auch darüber:


Tonelux:

...haben ihre V4 Lunchbox für das API 500 Format gleich doppelt am Stand stehen. Einmal mit und einmal ohne die 4 Slot Erweiterung. Ich erfahre, dass die 4 extra Steckplätze am "Mutterframe" angeschraubt werden (dazu müssen dann aber dei Module raus) und über Sub D verbunden werden.
Man könnte aber auch ein Kabel für die Verbindung nehmen, wollte man die Rahmen übereinander stapeln. Das finde ich praktisch, wenn man wenig Platz hat, sonst könnte man ja auch gleich einen 8er Ramen für ein 19" Rack kaufen.
Leider sind einige meiner Bilder etwas verwackelt, so auch die von Tonelux. Hätte ich vorher noch ein Bier trinken sollen?


Focusrite:

Hier finde ich den neuen Red1 in natura. Leider hinter Glas, deswegen gibt es nur ein Bild:
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Charter Oak:

Neben zwei neuen Kondensatormikrofonen fällt das "top of the line" Röhrenmonster allein durch seine Grösse sofort auf. Wer schon immer mal wissen wollte, was mit den viel zitierten Begriffen wie "in your face" und "bigger than life" gemeit ist, sollte das dicke Fass unbedingt mal antesten.
Ich war sehr beeindruckt, das Teil macht richtig Spass! Leider ist es schwer auf so einer Messe Mikrofone vernünftig zu testen. Ich will ja nicht meine Stimme aufnehmen sondern die Anderer. Vielleicht müsste ich das nächste mal ein paar Sanger/innen von potentiellen Aufnahmeopfern mitbringen.


Pearl:

Hier bekomme ich eine interessante Demonstration des ELM-C. Pearl sind dem einen oder anderen sicher durch die Rechteckigen Membrane aufgefallen. Das wirkt sich im Falle der ELM Serie stark zu gunsten der Richtwirkung aus. Raumanteile lassen sich im Zaum halten, was sich sogar bei dem heftigen Hintergrundgemurmel der Messe toll demonstrieren lässt.
Für den kleineren Geldbeutel gibt es das neue Priority, welches für ca. 700 Euro angeboten werden soll. Interessenten sollten sich keines Falls von der unrunden Membran abschrecken lassen, ein Nachteil ist das sicher nicht.
Rettet uU die Aufnahme in schwierigen Räumen:
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AS Elektronika:

Hier fällt mir ein schmucker Preamp mit umfangreichen EQs, schaltbarer Trafoübersetzung und vintage Optik auf. Im Gespräch erfahre ich das hier die Entwicklungsarbeit von Martins Saulespurens, der von Blue Microphones bekannt sein dürfte, drin steckt. Auch wenn bisher nur drei Geräte existieren, soll der 19 Zöller ab September zum Verkauf stehen und um 2500 Euro kosten. Dann aber mal schnell in die Werkstatt und ran an die Arbeit! Warum es hinten wie vorne eine schaltbare Phantomspeisung gibt, bleibt allerdings ein unbeantwortetes Rätsel.


Lindell Audio:

Die 500er Lunchbox mit Platz für sechs Module und integriertem Netzteil (ohne an der Front Platz zu verschwenden) hatte es mir schon im Vorfeld angetan. Die erste Begegnung fällt durchaus positiv aus. Die Kiste sieht stabil aus, fasst sich gut an, ja macht den soliden Eindruck, den man von der Verpackung für teure Schätze erwartet. Vom Chef Tobias erfahre ich, dass man sie ab Mitte Mai für 299 Euro kaufen können soll.
Auch die Module von Lindell machen äusserlich einen guten Eindruck. Schalter, Potis und Taster fassen sich an wie bei wesentlich teureren Geräten. Gilt dies auch für den Klang, werden sie sicher eine grosse Fangemeinde erhalten.
Überzeugt auch bei kleinem Preis und von hinten:
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Nachbar im Stand von Digital Audio Service sind auch Cascade Microphones.
Hier das Fat Head II:
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Allgemein viel mir gerade im Recording Bereich auf, dass viele wirklich teure Sachen wenigstens zum Anfummeln bereit stehen, wenn man nicht sogar eine Hörprobe nehmen kann. Das macht richtig Spass und ist besser als in einem Laden, wo der Verkäfer beinahe nen Kollaps bekommt, wenn man an nem 2000 Euro Komprssor dreht.
Dazu gab es reichlich Information und nette Leute. Daher an besonderer Dank an alle Beteiligten!
Lisa, ein dynamischer Equalizer fürs Mastering und nicht ganz billig:
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Als Fazit zur Messe fällt mir als erstes ein: Nächstes Jahr gleich wieder!
Obwohl ich Samstags da war fand ich den Andrang zwar anstrengend, aber erträglich. Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Ich habe vieles anschauen können und wurde auch von Unbekanntem überrascht, allerdings habe ich auch Sachen in der Masse übersehen.
Daher ein Tip für alle, die konkrete Interessen mitbringen: Schreibt euch auf, was ihr unbedingt sehen wollt und welcher Stand/Halle das ist, ich werde das nächstes mal machen.
 

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